Im Zuge der Veröffentlichung unserer Charts auf tradesignalonline.de möchte ich hier die Auswahlbegründung ausführlich kommentieren in der Hoffnung, dass der eine oder andere Anfänger diese Hilfe nutzen kann. Insbesondere dient das ganze natürlich dem Zweck unsere Einstiege verständlich (auch grafisch) darzustellen. Als ich 1989 angefangen habe mir die ersten Aktien zuzulegen, gab es einen absoluten Hype um Charts und Formationen, etliche Bücher erschienen zu diesem Thema und ich erinnere mich noch genau an mein erstes Buch zur Technischen Analyse von Edwards und Magee ("Aktien Trends" – war damals schon etliche Jahre alt und ein Klassiker), was mich überaus faszinierte und noch heute als zeitlos-aktuelles Buch angesehen werden kann. Software im heutigen Umfang stand dem Kleinanleger natürlich nicht zur Verfügung und so hat man als Newbie eben auf einfachen Papierausdrucken herumgezeichnet, was allerdings auch einen gewissen Charme hatte. Über die Jahre sind nun immer neue Chartprogramme, Indikatoren, Oszillatoren, Systematiken, etc. auf den Markt gekommen, so dass jeder die Wahl treffen muss, welches Produkt er für seine persönlichen Belange auswählt - abgesehen davon, dass die meisten Handelsplattformen der Broker schon sehr umfangreiche Chartingsoftware anbieten. Die Wahl der richtigen Software ist nicht leicht! Ich habe die letzten Wochen alle möglichen Plattformen getestet bzw. angeschaut und versucht herauszufinden, welche die Beste für die Belange von DaytradingTeam ist - und es war wirklich schwer! Der Vollständigkeit halber sollte ich allerdings erwähnen, dass ich die Top-Preis-Alternativen nicht selbst getestet habe, sondern mir vorführen lies und ich diese dementsprechend nicht von der Handhabung im Detail beurteilen kann - der Funktionsumfang und die Leistungsfähigkeit war in jedem Fall überzeugend, als Auswahl für uns waren diese jedoch nicht sinnvoll. Um die richtige Software für die eigenen Bedürfnisse zu finden, muss man sich erst einmal überlegen wo die eigenen Prioritäten liegen. So sollte man sich zum Beispiel fragen: Was bedeuten Charts und Indikatoren für mich? Sind sie maßgeblich für meine Handelsentscheidung? Welche Instrumente werden gehandelt bzw. habe ich überhaupt das Kapital bestimmte Instrumente zu handeln? In welchen Timeframes wird gehandelt? Reichen verzögerte Daten, da ich nur nach Wochen und Tagescharts handle, oder bin ich Intradaytrader, der auf Realtimedaten angewiesen ist. Was soll die Software sonst noch leisten? Brauche ich ein Orderrouting? Benötige ich viele Indikatoren, Zeichenwerkzeuge, etc.? Es gibt natürlich noch viel mehr Fragen, je nach Anspruch, Einstellung und Erfahrung, aber damit würde ich hier schnell den Rahmen sprengen. Um den Ansprüchen des Swing-/ Postiontrading-Teams gerecht zu werden, haben wir uns daher für Tradesignalonline (bzw. Tradesignal Standard) entschieden, da uns diese Variante derzeit als günstigste Alternative erscheint, um leistungsfähige Werkzeuge zu nutzen und die resultierenden Charts einfach zum Nachvollziehen zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich haben wir bei Tradesignalonline die Möglichkeit die Charts anderen zu weiteren Nutzung oder Anpassung zur Verfügung zu stellen. Ich habe hier noch einmal schematisch einige Punkte zusammengefasst (es gibt natürlich noch viel mehr Kriterien), die Anfängern (oder auch Fortgeschrittenen mit Umstiegsgedanken) vielleicht bei der Auswahl der richtigen Chartsoftware helfen können. LG Aurelius
Nun, da ein wenig Ruhe eingekehrt ist und ein Teil des ersten bekannten Trading-Teams abwesend ist (daher die Pause in der Wochenchartaktualisierung), möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen kurzen Statusbericht abzugeben. Zum Blog: Der Blog stellt die Basis der Dokumentation der zukünftigen Trades dar, von daher ist es besonders wichtig, dass der Blog nicht den zentralen Mittelpunkt des Aufwandes darstellt, sondern vielmehr das Medium zur Kommunikation ist. Dazu war es nötig, dass der Blog durch Mechanismen läuft, die nicht permanenter Kontrolle unterliegen müssen und die keine Ressourcenanfälligkeit bezüglich der Pflege bedürfen. Um dies sicherzustellen, haben wir hier nicht einen Blogbetreiber, sondern einen Blogteam - dieses Team besteht derzeit aus zwei Administratoren, vier Redakteuren, und vier Autoren, wobei Redakteuren und Autoren grundsätzlich einen ähnlichen Status haben bezüglich der Rechte Artikel zu veröffentlichen oder zu bearbeiten. Das "Drumherum": Die geplante Durchführung des Projektes, gemeinsam ein Konto zu handeln, bedingt jedoch noch mehr organisatorisch aufwändigere Maßnahmen, so wie zum Beispiel die Gründung einer Rechtsform, die als gesetzlich anerkannte Institutionen oder Personen betrachtet werden kann und auch selbst ein Konto innehalten darf. Zu diesem Zwecke haben wir uns entschlossen einen Verein zu gründen - wir sind derzeit sechs Mitglieder, ein siebtes prüft gerade für sich die Beitrittsoption. Wenn wir mindestens sieben Personen sind, werden wir den Verein ins Vereinsregister eintragen lassen und sind dann ein so genannter eingetragener Verein (e.V.); dieser bietet rechtlich und finanztechnisch diverse Vorteile. An dieser Stelle möchte ich nochmal ausdrücklich betonen, dass jeder, der mitarbeiten möchte, egal ob als Blogautor/ -redakteur, Administrator oder als Trader herzlich eingeladen ist, bei uns mitzumachen. Sollte jemand bereits selbst einen Blog betreiben, steht das natürlich nicht im Widerspruch und es ist ihm auch jederzeit gestattet auf diesen zu verweisen, solange er aus unserer Sicht nicht irgendwelche dubiosen Angebote enthält. Zu den Handelsteams: Obwohl wir uns gerade mit dem Handeln natürlich Zeit lassen wollen, haben wir gleich von Anfang an, kurz nach Beginn des Blogs, ein Team aufgebaut, was mit dem Trading im Wochenchart beziehungsweise Tageschart angefangen hat. Aufgrund der ausreichend großen Zeitebene, die gewählt wurde hatten wir hier die Möglichkeit, ein wenig die Struktur zu proben und sind zu ersten Ergebnissen gekommen, die ich im Folgenden darstellen werde: Zuerst sollten wir mal beschreiben wo die eigentlichen Probleme beim Teamtrading liegen: 1. Welche Märkte/ Instrumente sollen betrachtet werden? 2. Welche Haltedauer wird bevorzugt? 3. Welches sind die Auswahlkriterien? 4. Wie stimmt man sich ab? 5. Wann wird gehandelt? Zu 1. Märkte/ Instrumente: Bei der Wahl der Märkte haben wir uns beim zusammengestellten Team daran orientiert, wer die meisten Instrumente handelt. Der mit den meisten Werten sollte als erster seine Vorauswahl treffen, die er dann in einer Watchlist zusammenfasst und den anderen Mitgliedern zur Verfügung stellt. Die anderen Teammitglieder durchsuchen zeitgleich die Märkte und ergänzen diese Liste - sofern die von ihnen gefundenen Werte nicht schon enthalten sind; dabei muss vor allem darauf geachtet werden, dass man einen Wert auch dann evtl. doppelt hinzufügen muss, wenn dieser in der Vorauswahl als Kandidat in anderer Richtung gelistet wurde (Long bzw. Short). Zu 2. Haltedauer: Bei der Haltedauer muss berücksichtigt werden, dass es bei der Wahl eines größeren Zeitfensters vorkommen kann, dass die Meinungen zu einer einzelnen Position bezüglich des Haltens ein wenig auseinandergehen. So ist der eine der Überzeugung, dass ein Wert nicht vorher geschlossen wird, bevor er ein bestimmtes Ziel oder Stop erreicht hat, ein anderer dagegen ist der Meinung, dass eine Position grundsätzlich nach einer gewissen Bewegungslosigkeit geschlossen werden muss und manchmal gibt es auch einfach nur persönliche Unterschiede in der grundsätzlichen Ansicht zur Haltedauer im Swing/ Position-Trading (in Abhängigkeit vom betrachteten Analysezeitraum). So halten wir es an dieser Stelle recht flexibel und stimmen auch die Schließung der Positionen gemeinsam regelmäßig ausserhalb der Analyse-Tage ab. Damit reduziert sich das Problem der Haltedauer auf die gemeinsame spontane Abstimmung zu Einstieg und Ausstieg in und aus der Position. Grundsätzlich können wir aber für uns gewisse Ober- und Untergrenzen definieren. Zu 3. Auswahlkriterien: In dem ersten Test-Team haben wir uns bezüglich der Auswahlkriterien auf die technische Analyse beschränkt. Jeder Trader betrachtet die Charts aus charttechnischer Sicht und berücksichtigt diese auch bei der Betrachtung der Auswahl der anderen Mitglieder. Das ganze wird für alle natürlich transparenter wenn man die wichtigen Kandidaten als Screenshot mit eingezeichneten Trennlinien etc. zur Verfügung gestellt, ist aber mitunter natürlich sehr aufwendig, insbesondere wenn man besonders viele Kandidaten hat. Wir versuchen an dieser Stelle ein praktikables, auf den Blog zugeschnittenes Verfahren zu implementieren. Zu 4. Abstimmung: Der interessanteste Teil ist sicherlich die Abstimmung. Die Abstimmung wird je schwieriger, desto kleiner der Zeitrahmen in dem gehandelt wird; da wir im ersten Test Team langfristig agieren, haben wir dieses Problem zur Zeit erst mal sehr einfach auf Basis von E-Mails und dem Google-Tabellen-Addon gelöst. Bisher wird folgendermaßen vorgegangen: der Trader, der als erstes fertig ist (wir nennen diesen zukünftig den Master-Trader der Gruppe) schickt eine E-Mail an die anderen, dass die Weiterbearbeitung seiner eingestellten Tabellen erfolgen kann. Daraufhin können die anderen Traderer diese Listen ergänzen und/ oder ihre Kommentare an den jeweiligen Stellen hinzufügen und ebenfalls nach Abschluss ihrer Arbeit eine Mail zur Information versenden. Alle E-Mails, die diese Prozesse begleiten, werden über einen Verteiler organisiert - das heißt: es gibt eine zentrale E-Mail-Adresse, durch die alle Teammitglieder gleichzeitig angeschrieben werden. Zusätzlich wird zu jeder Wochenanalyse eine Art Archiv-Thread angelegt, der es ermöglicht, dass die gesamte Kommunikation im Nachgang eingesehen werden kann - dies kann im Nachhinein eventuell nützlich sein, um das Vorgehen nachzuvollziehen, zu validieren und zu veröffentlichen. Der letzte Schritt ist dann die erneute Bearbeitung der Liste, die dann jeder nochmal für sich durchgeht und auswählt, welches nun für ihn der aussichtsreichste Kandidat ist; dabei sollte sich jeder Trader darauf beschränken, maximal zwei Short und zwei long Kandidaten anzugeben. Der Wert (die Werte), der (die) dann in der Gruppe den größten Zuspruch erhalten hat, sollte(n) im Anschluss gehandelt werden. Zu 5. Positionseröffnung: Der vorher definierte Master Trader ist der einzige im Team, der Zugriff auf das Konto hat; er wird die ausgewählten Kandidaten handeln (in der Regel einen Short einen Long). An dieser Stelle sollte man vielleicht erwähnen, dass der Master Trader nicht auf alle Zeiten festgelegt wird, sondern dass diese Rolle vielmehr eine Rotationsposition ist, die jedes Teammitglied annehmen kann. Zukünftiges Vorgehen und nächste Schritte: Da wir nun zeitgleich schon zwei weitere Teams im Hintergrund gestartet haben, empfiehlt es sich jetzt schon mal ein kleines Regelwerk festzulegen. Hierbei muss beachtet werden dass die Teams grundsätzlich klein starten müssen, also erstmal mit zwei Personen und dann sukzessive noch eine dritte und vierte hinzunehmen. Dieses Team ist das Basisteam, dass die Ideen sammelt und zusammenführt und letztendlich auch entscheidet - die finale Teamgröße hängt natürlich von den Instrumenten und dem Zeitfenster ab - Ziel sollte es aber sein, langfristig Teams mit unbegrenzter Größe aufzustellen, so dass ein möglichst breites Meinungsbild entsteht. Zurzeit bin ich noch mit mehreren Brokern in Verhandlungen ein unbefristetes Demo Konto und besondere Konditionen für das Realkonto festzuziehen, dies ist natürlich besonders schwer, weil wir frei von Werbung bleiben wollen. Grundsätzlich stehen uns aber bereits drei unbefristete Demokonten zur Verfügung, so dass ich davon ausgehe, dass wir in der nächsten Zeit beginnen werden auf dem Demo-Konto die ersten Trades öffentlich durchzuführen und zu dokumentieren. Fazit: Aus meiner Sicht wächst das ganze Projekt sehr solide - insbesondere wegen der ebenso soliden Mitwirkenden. Dadurch, dass wir uns nicht unter Druck setzen liessen, entwickelte sich das ganze bisher ziemlich strukturiert, was ich anfangs nicht erwartet habe. Natürlich gab es auch einige wenige Mails von "wartenden" Lesern, die aber allesamt nicht unhöflich waren, sondern halt einfach ein wenig ungeduldig. Ich danke also hiermit auch noch mal allen Lesern für Ihre geduldiges Zurückhaltung (und passive Mitarbeit durch Hilfestellungen), die auch ein Beleg dafür ist, dass es sich um eine sehr kultivierte Leserschaft handelt. LG Aurelius
Watchlist/Kandidaten Hallo Trader! Es gibt eine kleine Neuerung ("Analyse/Update"-Spalte), die ab sofort in den Watchlisten enthalten sind. Sie wird unter "Legende" beschrieben. Kleiner Hinweis: Bin ab Freitag eine Woche in Urlaub. Daher werden für nächste Woche vermutlich keine Aktien-Kandidaten aktualisiert. Das Team besteht z.Z. aus: - Aurelius (Kürzel: AU; Fokus: Währungen, Indizes; DAX-Aktien) - Gerrnzfg (Kürzel: GE; Fokus: Währungen, Commodities) - Marvin (Kürzel: MA; Fokus: Aktien + Rest... ;-) ) Es gibt einen primären Ansprechpartner für die Trades und die Watchlist (v.a. Erstellung, Verwaltung, etc.), den Moderator. Dieser Moderator wird später auf dem Konto u.a. die gemeimsam abgestimmten Trades durchführen. Wenn Ihr Fragen zu bestimmten Titeln/Setups habt, dann könnt Ihr Euch natürlich direkt an das Teammitglied wenden. Aktueller Moderator ist Marvin (MA). Der Moderator wechselt mit der Zeit zwischen den Teammitgliedern. Die Watchlisten enthalten nun die Unterscheidung "Woche" und "Tag": "Woche" sind auf der Zeitebene Wochenchart, "Tag" auf dem Tageschart. Es kann durchaus vorkommen (besonders reizvoll), dass ein Trade auf dem Tageschart in anderer Richtung als der Trade auf dem Wochenchart durchgeführt wird. Die jeweiligen Favoriten der Trade-Kanidaten sind in den Tabellen nun mit dem Kürzel des Teammitglieds (s.o.) markiert. Aus den Favoriten werden dann im Team 1-2 Titel abgestimmt, die genauer besprochen und (auf dem Konto) getradet werden. Es wird versucht, ein Long- und ein Short-Trade vorzustellen, wenn dies möglich ist. Sollte das Team dann eingespielt sein, ist geplant, die aktuellen Watchlisten spätestens Sonntag Abend online zu stellen, so dass man sie vor Börseneröffnung am Montag in Ruhe durchsehen kann. Zeitraum: Woche 23.-27.2.09 Datum der Analysen: 21/22.2.2009 Analysen von: Aurelius (AU), Gerrnzfg (GE), Marvin (MA, aktuell Moderator) Handelsstrategie Marvin: s. unter Trading > Strategien ( hier ) Trades: s. unter Trading > User-Trades ( hier ) Übersicht aller Trades und Watchlist: s. unter Team-Trading > Team-Strategien ( hier ) Legende Aktuell Aktuell : Für "aktuelle" Positionen kann man Trigger setzen, hier erwarten wir unmittelbaren Handlungsbedarf, z.B. einen Tradeeinstieg. Alle anderen nicht genannten Titel einer Gruppe (z.B. Aktien des DAX) sind (noch) nicht interessant und werden weiter beobachtet. WL ("Watchlist"): WL = Watchlist -> Kandidat T = Trigger im System (Order), z.B. für das spätere Trading im Depotkonto. Woche vs. Tag: Woche = Setups auf der Zeitebene Wochenchart Tag = Setups auf der Zeitebene Tageschart. Anm.: Es kann durchaus vorkommen (besonders reizvoll), dass ein Trade auf dem Tageschart in anderer Richtung als der Trade auf dem Wochenchart durchgeführt wird. L/S: L = Long-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (s. Entry-Grund) S = Short-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (s. Entry-Grund) spek. ("spekulativ"): Besonders spekulative Trades nach Ansicht des Teammitglieds: meist antizyklisch, d.h. gegen den primären Trend; erhöhtes Risiko, daher speziell markiert. Titel + Symbol: Die Kandidaten. Chart: Hier werden die Chartbilder hinterlegt. Sie sind anklickbar und erklären (hoffentlich) die Setups. Analyse: Datum der erstellten Analyse. Manche Setups (v.a. die auf Tagescharts) können sich ändern oder im Laufe der Woche neu ergeben. Dann würde man in dieser Spalte einen Zeit-/Datumsstempel finden, der die Änderung des Trade-Setups seit der Erstveröffentlichung des Artikels anzeigt. Favorit: Die jeweiligen Favoriten der Trade-Kanidaten sind in den Tabellen nun mit dem Kürzel des Teammitglieds (s.o.) markiert. Aus den Favoriten werden dann im Team 1-2 Titel abgestimmt, die genauer besprochen und (auf dem Konto) getradet werden. Es wird versucht, ein Long- und ein Short-Trade vorzustellen, wenn dies möglich ist. Entry-Grund: Der Einstiegsgrund für den Trade, versehen mit dem Kürzel des Teammitglieds. Sollten Kommentare verschiedener Teammitglieder angegeben sein, werden diese jeweils mit ihrem Kürzel versehen. Watchlist Kommentierung Labiles Marktumfeld meiner Meinung nach. Wir stehen bei den Aktienbörsen gerade am Wendepunkt: Entweder halten die Unterstützungen diesmal und es gibt endlich eine andauernde Erholung inkl. einer Trendwende oder es wird nochmals kräftig rutschen und zwar weltweit. Also eher vorsichtig mit neuen Trades sein. Viel Erfolg.
Watchlist/Kandidaten Hallo Trader! Es gibt Neuerungen, die ab sofort in den Watchlisten enthalten sind. Sie werden unter "Legende" unten beschrieben. Das Team besteht z.Z. aus: - Aurelius (Kürzel: AU; Fokus: Währungen, Indizes; DAX-Aktien) - Gerrnzfg (Kürzel: GE; Fokus: Währungen, Commodities) - Marvin (Kürzel: MA; Fokus: Aktien + Rest... ;-) ) Es gibt einen primären Ansprechpartner für die Trades und die Watchlist (v.a. Erstellung, Verwaltung, etc.), den Moderator. Dieser Moderator wird später auf dem Konto u.a. die gemeimsam abgestimmten Trades durchführen. Wenn Ihr Fragen zu bestimmten Titeln/Setups habt, dann könnt Ihr Euch natürlich direkt an das Teammitglied wenden. Aktueller Moderator ist Marvin (MA). Der Moderator wechselt mit der Zeit zwischen den Teammitgliedern. Die Watchlisten enthalten nun die Unterscheidung "Woche" und "Tag": "Woche" sind auf der Zeitebene Wochenchart, "Tag" auf dem Tageschart. Es kann durchaus vorkommen (besonders reizvoll), dass ein Trade auf dem Tageschart in anderer Richtung als der Trade auf dem Wochenchart durchgeführt wird. Die jeweiligen Favoriten der Trade-Kanidaten sind in den Tabellen nun mit dem Kürzel des Teammitglieds (s.o.) markiert. Aus den Favoriten werden dann im Team 1-2 Titel abgestimmt, die genauer besprochen und (auf dem Konto) getradet werden. Es wird versucht, ein Long- und ein Short-Trade vorzustellen, wenn dies möglich ist. Sollte das Team dann eingespielt sein, ist geplant, die aktuellen Watchlisten spätestens Sonntag Abend online zu stellen, so dass man sie vor Börseneröffnung am Montag in Ruhe durchsehen kann. -- Zeitraum: Woche 16.-20.2.09 Datum der Analysen: 15/16.2.2009 Analysen von: Aurelius (AU), Gerrnzfg (GE), Marvin (MA, aktuell Moderator) Handelsstrategie Marvin: s. unter Trading > Strategien ( hier ) Trades: s. unter Trading > User-Trades ( hier ) Übersicht aller Trades und Watchlist: s. unter Team-Trading > Team-Strategien ( hier ) Legende Aktuell Aktuell : Für "aktuelle" Positionen kann man Trigger setzen, hier erwarten wir unmittelbaren Handlungsbedarf, z.B. einen Tradeeinstieg. Alle anderen nicht genannten Titel einer Gruppe (z.B. Aktien des DAX) sind (noch) nicht interessant und werden weiter beobachtet. WL ("Watchlist"): WL = Watchlist -> Kandidat T = Trigger im System (Order), z.B. für das spätere Trading im Depotkonto. Woche vs. Tag: Woche = Setups auf der Zeitebene Wochenchart Tag = Setups auf der Zeitebene Tageschart. Anm.: Es kann durchaus vorkommen (besonders reizvoll), dass ein Trade auf dem Tageschart in anderer Richtung als der Trade auf dem Wochenchart durchgeführt wird. L/S: L = Long-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (s. Entry-Grund) S = Short-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (s. Entry-Grund) spek. ("spekulativ"): Besonders spekulative Trades nach Ansicht des Teammitglieds: meist antizyklisch, d.h. gegen den primären Trend; erhöhtes Risiko, daher speziell markiert. Titel + Symbol: Die Kandidaten. Chart: Hier werden die Chartbilder hinterlegt. Sie sind anklickbar und erklären (hoffentlich) die Setups. Update: Manche Setups (v.a. die auf Tagescharts) können sich ändern oder im Laufe der Woche neu ergeben. Dann würde man in dieser Spalte einen Zeit-/Datumsstempel finden, der die Änderung des Trade-Setups seit der Erstveröffentlichung des Artikels anzeigt. Favorit: Die jeweiligen Favoriten der Trade-Kanidaten sind in den Tabellen nun mit dem Kürzel des Teammitglieds (s.o.) markiert. Aus den Favoriten werden dann im Team 1-2 Titel abgestimmt, die genauer besprochen und (auf dem Konto) getradet werden. Es wird versucht, ein Long- und ein Short-Trade vorzustellen, wenn dies möglich ist. Entry-Grund: Der Einstiegsgrund für den Trade, versehen mit dem Kürzel des Teammitglieds. Sollten Kommentare verschiedener Teammitglieder angegeben sein, werden diese jeweils mit ihrem Kürzel versehen. Watchlist Kommentierung Steht alles oben bzw. in den WL-Tabellen! Viel Erfolg.
Der Weg zur Strategie Mir ist absolut klar, dass sich einige langweilen werden und nicht verstehen können wie diese Artikelserie so ausufern kann, nur behaupte ich, dass es besonders wichtig ist, auch den kleinsten vorerst für unwichtig oder selbstverständlich erscheinenden Vorgang zu nennen. Je länger man einen Stil oder ein System handelt, desto mehr Gedanken macht man sich um die Hintergründe und desto perfekter funktioniert es für einen selbst im Laufe der Zeit. Oftmals verwendet man intuitiv Mechanismen derer man sich gar nicht immer bewusst ist; wenn man aber über die Jahre immer regelmäßig ausergewöhnliche Trades dokumentiert, bekommt man über kurz oder lang eine große Menge an beeinflussenden Faktoren zusammen. All die Probleme von denen man gehört hat bekommt man durch eine detaillierte Strukturierung und das Einhalten der entsprechenden Regeln langfristig in den Griff. Ich wage sogar zu behaupten, wer seine Strategie nicht detailliert beschreiben kann, hat keine. Wenn man sich intensiv mit Trading auseinander setzt ist man wie in jedem anderen Beruf gezwungen seine Hausarbeiten zu machen – und die sind manchmal auch umfangreich! Ich versuche im Folgenden auch nicht zu viele Fachbegriffe zu verwenden bzw. erkläre zwischendrin einige, damit auch alle Anfänger leicht einsteigen können. Insbesondere gehe ich hier nicht auf MM/ RM ein (bekommt später eigene Artikel) sondern werde meine Sichtweise im Laufe der späteren Tradedarstellungen erklären. Als ich anfing mich für die Börse zu interessieren hat man mit Scalper die Arbitrageure bezeichnet (diese nutzen Kursdifferenzen zwischen dem Termin- und dem Kassamarkt aus), später wurde der Begriff dann häufig benutzt um die betrügerischen Händler und Gewinner von Kursmanipulationen zu beschreiben (diese haben vorher erworbene Wertpapiere manipuliert, hochgetrieben und schnell wieder verkauft). Ich verwende diesen Begriff deshalb also so ungern, da er in der Vergangenheit ständig umgangssprachlichen Bedeutungsänderungen unterlag. Ich benutze den Begriff „scalping“ im Folgenden synonym für das „Herausschneiden eines kleinen Teils der (Kurs-)Bewegung“. Die Philosophie dieses kurzfristigen Handelns unterscheidet sich in einem Punkt ein wenig von anderen: man muss sich auf einige wenige sehr volatile Märkte beschränken und diese lange und ausgiebig analysieren. Man sollte ein intuitives Verständnis für die Markbreite in verschiedenen Zeiteinheiten bekommen und die Historie und übergeordneten Trends in und auswendig vorhalten können; besonders wichtig ist auch zu wissen, ob und wie dieser Markt auf bestimmte Nachrichten oder in gewissen Zeitintervallen reagiert. Vorbereitung der Stragie Ich habe über die Jahre meine Strategien für mich persönlich ein wenig kategorisiert, so gibt es für mich 6 Basisstrategien, dazugehörige erweiterte Basisstrategien (Umgebungsfilter) und etliche Derivate (Ableitungen/ Abkömmlinge), welche dann die eigentliche Handelsstrategie darstellen. Ich weiß nicht, ob es irgendwo in der Literatur eine ähnliche Kategorisierung gibt, aber da diese Methoden an sich natürlich von allen Scalpern in ähnlicher Form angewendet werden ist zumindest der eine oder andere Teil für einige vermutlich nichts Neues. Also wir unterscheiden im Folgenden: BS = Basisstrategien UF = Umgebungsfilter HS = Handelsstrategie Die Basisstrategien, die nicht so stark marktauswahl-abhängig sind, stelle ich in diesem Teil mit den grundsätzlichen Rahmenbedingungen vor und werde im Laufe dieses Blogs unterschiedliche Abkömmlinge mit verschiedenen Filtern und für verschiedene Märkte handeln und bezogen auf dieses Klassifizierungen erklären. Der Hauptfehler, den Anfänger bei einer Scalping-Strategieumsetzung begehen, ist meiner Meinung nach die ausschließliche Verwendung der folgenden Basisstrategien ohne entsprechende Filter und RM/ MM. Nur BS zu nutzen ist für effektives Handeln langfristig unzureichend. Die Basisstrategien (BS): 1 Neue Hochs kaufen 2 Kaufen, kurz vor Erreichen neuer Hochs 3 Nach neuen Hochs verkaufen 4 Ausbruch aus und Handel in Seitwärtsphasen (innerhalb) (Ausbruch) 5 News-Trading (starker Anstieg im 5-Sek-Chart) 6 Zufallseinstieg An dieser Stelle sei schon mal erwähnt, dass man sich natürlich pro Trade für eine Strategie entscheiden muss und dass man nicht mittendrin beliebig wechseln sollte. Besonders wichtig ist natürlich, dass wenn die Vorraussetzungen für 5 (News-Trading) erfüllt sind, die Basisstrategien 1 - 4 nicht gehandelt werden sollten (also niemals scalpen vor/ während wichtiger Nachrichten). Natürlich lassen sich auch einige Basisstrategien kombinieren, so verwende ich persönlich gerne 1 und 2 sowie 3 und 4 gemeinsam; auch 5 und 6 kann mitunter sinnvoll sein. Der aufmerksame Leser müsste sich jetzt am Kopf kratzten und sagen: „Na super, da kann ich ja auch selbst drauf kommen, das sind ja alle erdenklichen Möglichkeiten!“ ... und genau so ist es! Das ist streng genommen nur: KISS. Die Basisstrategie beschreibt in der Tat nicht mehr als da eigentliche Einstiegsmöglichkeiten und den Tradingstil (zyklisches, antizyklisch, diskretionär, etc.). Es geht an dieser Stelle eigentlich auch noch nicht darum was man genau macht, sondern dass man sein (bevorzugtes) Verhalten identifiziert und strukturiert, um daraus später ein Regelwerk mit Review- und Optimierungsfähigkeit zu schaffen. In der Betriebswirtschaft und im IT-Bereich bezeichnet man solch ein Gesamtsystem auch als PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act - einfach mal googlen, wer es nicht kennt). Das man seine Strategien und Ideen in regelmäßigen Abständen überprüfen und evtl. verbessern muss ist wohl selbstverständlich. Was den Erfolg der späteren Handelsstrategien ausmacht, sind im Detail die angepassten Distanzen zu den signifikanten Punkten, das berücksichtigen der Rahmenbedingungen und das Verwenden von Filtern als Strategie in Kombination mit dem entsprechenden MM/ RM. Auch hier muss man schrittweise vorgehen, um die einzelnen zu ergreifenden Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Die erweiterten Basisstrategien (Umgebungsfilter) erhalten wir nun durch die Betrachtung der möglichen Rahmenbedingungen und diese sind im Verhältnis stärker Intrument-abhängig als die Basisstrategien - die im Folgenden aufgezählten, haben für mich einen besonderen Stellenwert beim Index und Forex-Handel. Die Umgebungsfilter (UF): 1 Neue Hochs kaufen (a) Rahmenbedingung: signifikante Hochs (b) Rahmenbedingung: nicht signifikante Hochs 2 Kurz vor erreichen neuer Hochs kaufen (a) Rahmenbedingung: signifikante Hochs (b) Rahmenbedingung: nicht signifikante Hochs 3 Nach neuen Hochs verkaufen (a) Rahmenbedingung: signifikante Hochs (b) Rahmenbedingung: nicht signifikante Hochs 4 Ausbruch aus und Handel in Seitwärtsphasen (c) Rahmenbedingung: mit geringer Breite (d) Rahmenbedingung: mit hoher Breite 5 News-Trading (e) Rahmenbedingung: sehr wichtige Nachrichten/ Meldungen (f) Rahmenbedingung: sonstige Nachrichten/ Meldungen 6 Zufallseinstieg (g) Rahmenbedingung: in langen Seitwärtsphasen (h) Rahmenbedingung: in starken Trendphasen Die genannten Umgebungsfilter schliessen sich nicht immer paarweise aus und sind eine wichtige Voraussetzung für die später folgenden Trade-Setups; deshalb werde ich die für mich wichtigsten Eigenschaften und die entsprechenden Handlungsanweisungen aufzählen (die Auswahl kann natürlich jeder selbst individuell zusammenstellen und priorisieren) – ich beschränke das Ganze auf jeweils ein paar Angaben, um die Übersicht zu erhalten und sollte vielleicht der Vollständigkeit halber erwähnen, dass die genannten Punkte eine gesunde Mischung aus anderen Systemen und eigenen Beobachtungen über die letzten paar Jahre darstellen. An dieser Stelle verzichte ich, aus Gründen der Übersicht, bewusst auf weitere Beispielbilder, da der Text den Sachverhalt ausreichend beschreiben sollte; ich werde bei zukünftigen Trade-Dokumentationen aber immer auf die jeweiligen Punkte verweisen. Ich betrachte es daher als ausreichend ausschließlich auf die Rahmenbedingungen für (a) der Punkte 1, 2 und 3 besonders intensiv einzugehen. Für 1 - 3 : Definition der Rahmenbedingung (a): signifikante Hochs Allgemein gesprochen haben diese Punkte die Eigenschaft, dass sie als dies von vielen Marktteilnehmern gleichzeitig in ihrer signifikanten Eigenschaft wahrgenommen werden. Als signifikante Hochs werde solche bezeichnet, die eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften erfüllen: (a) (I): Das Hoch ist ein Mehrfach-Hoch im Tageschart/ Wochenchart, Drei-Monats- oder Jahreshoch Einstiegsgrund und Idee: Die Bewegung an diesen Stellen sind sehr stark, da viele Trader unterschiedlicher Timeframes sich hier positionieren. An dieser Stelle gehe ich immer mit einer mittelgroßen Position in den Markt , die einen sehr engen Stop bekommt. Positionssgröße: bis 15% Einstieg: Ein bis zwei Punkte unter dem Hoch. Stop: Der Stop liegt beim Einstieg ca. 10 Punkte entfernt und wird schnell nachgezogen. Nach wenigen Punkten Gewinn wird die Position zu 80%-90% aufgelöst. Für die restliche Position wird der Stop mindestens auf Break-Even nachgezogen, besser in die Gewinnzone, da Rücksetzer häufig nur mit Slippage ausgestoppt werden können. Der Stop wird dann weiter schnell der Bewegung angepasst. Beispiel: GBP/USD Durchbruch des Tiefs vom 10.10.2008 am 21.10.2008. Alternativszenario: Bei einem starken Rücksetzer, der hier verhältnismäßig häufig vorkommen kann wechsle ich nach dem gleichen Prinzip (Psotitionsgröße und Stops) die Richtung. Beispiel: Zweites EUR/USD-Top am 15.07.2008. (a)(II): Es ist Nachmittag, das Hoch ist das Tageshoch am Vormittag oder an Vortagen und die Kurse waren die ganze letzte Zeit in der Nähe dieses Hochs. Einstiegsgrund und Idee: Das Pendeln um einen Hochpunkt ist häufig eine gute Trademöglichkeit, die einen längeren Einstieg in einen folgenden Trend erlaubt. Die Situation enstpricht einer Ausbruchssituation mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Bewegung nach oben. Positionssgröße: bis 20% Einstieg: Ein bis fünf Punkte unter dem Hoch oder 1 Punkt über dem Hoch . Stop: Der Stop liegt beim Einstieg ca. 20 Punkte entfernt und wird schnell nachgezogen. Nach wenigen Punkten Gewinn wird die Position zu 60% aufgelöst. Für die restliche Position wird der Stop auf Trendbasis nachgezogen (immer unter das letzte Tief). Bei diesem Trade wird ein verhältnismäßig hoher Verlust in Kauf genommen, weil auf eine Trendfortsetzung spekuliert wird. Beim Rücklaufen der Position wird diese sukzessive aufgelöst mit einem erlaubten Verlust von maximal 2%-3% (je nach Historie der letzten Trades). Beispiel: DAX am 06.02.2008. Alternativszenario: Rücksetzer handle ich hier nicht. (a)(III): Das Hoch ist das Vortageshoch oder das Hoch der letzten Tage aber kein Drei-Monats- oder Jahreshoch Einstiegsgrund und Idee: Der Einstiegsgrund entspricht (a) (I) mit der Einschränkung, dass eine etwas geringere Geschwindigkeit der Bewegung zu erwarten ist, dafür sind Rücksetzer hier weniger stark. Ich bevorzuge Einstiege in Richtung eines übergeordneten Trends (Chartbild auf z.B. Stundenbasis). Positionssgröße: bis 15% Einstieg: Je nach dem wie der Anlauf auf das Hoch erfolgt setzte ich eine Order zwei bis vier Punkte vor den Hochpunkt oder ein bis zwei Punkte über dem Hoch. Stop: Der Stop liegt beim Einstieg ca. 20 Punkte entfernt und wird schnell nachgezogen. Nach mindestens 3 Punkten Gewinn wird die Position zu 60%-80% aufgelöst. Für die restliche Position wird der Stop auf Break-Even angepasst und erst bei eindeutigem Durchbruch nachgezogen. Beispiel: Findet man täglich in allen möglichen Märkten. Alternativszenario: Den Rücksetzer handle ich in der Regel nicht. Insbesondere fälle ich die Entscheidung dazu nach dem übergeordneten Chartbild (Trend/ Seitwärtsphase, etc.) Hier kann man nach aufmerksamer Beobachtung und längeren Analysen eines Marktes noch einige weiter Punkte aufzählen, ich beschränke mich insgesamt auf maximal sechs Punkte, die allesamt die Eigenschaft besitzen, dass sie sich recht leicht voneinander abgrenzen lassen; ich werde weitere im Verlauf des Blogs vorstellen. Nach dem an dieser Stelle vermutlich klar geworden ist, wie meine Kategorisierungen aufgebaut sind, werde ich im Folgenden nur noch die Rahmenbedingungen nennen; eine ausführliche Erklärung folgt dann immer wenn ich Trades nach den genannten Regeln im Blog vorstelle. Definition der Rahmenbedingung (b): weniger signifikante Hochs Der Unterschied zwischen weniger signifikante Hochs und signifikanten Hochs liegt vor allen Dingen in der Wahl der Positionsgrößen. Letzten Endes erwarte ich an dieses Punkten weniger Bewegung, weil diese nicht unbedingt die zentralen Punkte der Mehrheit der Marktteilnehmer sind. Als weniger signifikante Hochs werde solche bezeichnet, die eine oder mehr der folgenden Eigenschaften erfüllen: (b)(I) Das Hoch ist ein Mehrfach-Hoch (>2)im 5-/ 1- Minutenchart (b)(II) Das Hoch ist das Tageshoch und wir befinden uns in der dazugehörigen Tageshälfte (b)(III) Das Hoch ist das zweite oder dritte Hoch in einem sich etablierenden Trend Für 4: Definition der Rahmenbedingung (c): mit geringer Breite Als geringe Breite werden diejenigen mit 5%-30% der durchschnittlichen Tagesbreite bezeichnet und die zusätzlich folgenden Eigenschaften erfüllen: (c)(I) Einer der Begrenzungspunkte ist ein signifikantes Hoch (c)(II) Die Begrenzungspunkte sind durch den Hoch- und Tiefpunkt einer vorangestellten Stabs/ Kerze definiert. Definition der Rahmenbedingung (d): mit hoher Breite Als hohe Breite werden diejenigen mit >30% der durchschnittlichen Tagesbreite bezeichnet und die zusätzlich folgenden Eigenschaften erfüllen: (d)(I) Einer der Begrenzungspunkte ist ein signifikantes Hoch (d)(II) Die Begrenzungspunkte sind durch den Hoch- und Tiefpunkt einer vorangestellten Stabs/ Kerze definiert. (d)(III) Innerhalb der Begrenzungspunkte hat sich ein Trend etabliert Für 5 : Die folgenden Definitionen ergeben sich aus den verfügbaren Listen mit der Klassifizierung der Nachrichten welche durch einige Anbieter bereitgestellt werden (z.B.: http://www.derivatecheck.de/termine/, http://www.forexpeacearmy.com/forex_news_calendar/index.php?&action=settings&action=settings&action=settings&action=settings&action=settings, etc.). Ich persönlich handle nur die Non Farm Payrolls. Definition der Rahmenbedingung (e): sehr wichtige Nachrichten/ Meldungen Definition der Rahmenbedingung (f): sonstige Nachrichten/ Meldungen Für 6: Der folgende Teil ist ein experimenteller, ich teste ihn erst seit gut einem Jahr und werde daher nur kurz die Idee erklären. Ich habe im März 2008 irgendwann einmal vergessen meine Order aus dem System zu nehmen - ein eigentlich unverzeihlicher Fehler. Besonders ärgerlich war daran, dass ich die Order im Minutenchart eingegeben habe, welcher natürlich keinen Bezug zur Laufzeit hatte. Aber wie es manchmal so ist, kam ich am nächsten morgen zum Rechner und beide Trades waren Gewinner – der Gedanke recht risikofrei (Profit und Stop sind gesetzt) und quasi im Schlaf Geld zu verdienen gefiel … und so habe ich mich seit dem ein wenig mit Zufallseinstiegen beschäftigt. Zufallseinstieg deshalb, weil der Trade vom Prinzip her ein Trade im Minutenchart ist und der Zeitpunkt an dem ich die Order stelle ist für mich ein unabhängiges Ereignis bzgl. des Ausführungszeitpunktes. Seitdem teste ich viele Varianten von Zufallseinstiegen unter gewissen Vorbedingen – ist sehr spannend. Leider sind die Ergebnisse bisher nicht so spektakulär aber reichen schon für ein guten Restaurantbesuch halben Jahr! Definition der Rahmenbedingung (g): in langen Seitwärtsphasen Definition der Rahmenbedingung (h): in starken Trendphasen Zusammengefasst: Die Basisstrategie beschreibt mein grundsätzliches Verhalten in den Markt einzusteigen - sie hat allein keinen Wert. Der Umgebungsfilter ein Hilfsmittel zur Auswahl der Basisstrategie. Dieser Filter ist deshalb so maßgeblich, weil von ihm wesentlich die Positionsgröße und das Setzen der Stops abhängt. Es folgen jetzt in den nächsten Artikel konkrete Handelsstrategien auf einzelne Trades bezogen, wobei ich diese möglichst zeitnah einstellen werde. Die Bewertung, wann ich einen Trade für sinnvoll halte, wird aus den nächsten Dokumenten hervorgehen, so ist ein Trade beispielsweise für mich besonders attraktiv, wenn er mehreren Umgebungsfiltern gleichzeitig genügt. Also wenn ich am Freitag (06.02.2009) nicht verhindert gewesen wäre, hätte ich z.B. den Dax nach folgendem Schema gehandelt und im Dokument mit dem folgenden Titel beschrieben: Dax-Trade, BS 2, UF (a)(II), (b)(I), HS() Wobei HS() bedeutet, dass die Handelsstrategie nicht durch die Verwendung weiterer Indikatoren gestützt wird – im Gegensatz zu HS(I), bei der zusätzlich Indikatoren betrachtet werden. Beispiel: Dax-Trade, BS 2, UF (a)(II), (b)(I), HS() Im Detail: 2. Kurz vor erreichen neuer Hochs kaufen (a)(II): Es ist Nachmittag, das Hoch ist das Tageshoch am Vormittag oder an Vortagen und die Kurse waren die ganze letzte Zeit in der Nähe dieses Hochs. (b)(I) Das Hoch ist ein Mehrfach-Hoch (>2)im 5-/ 1- Minutenchart ... dann schauen wir mal, was die Woche bringt! ... to be continued
Watchlist/Kandidaten Hier werden Kandidaten für neue Trades für die Handelsstrategie auf dem Wochenchart / Positionstrading vorgestellt. Im zukünftigen Team werden dann aussichtsreiche Kandidaten vorgestellt und getradet. Angefangen habe ich mal mit dem DAX, weitere Indizes und auch Märkte (Forex, Indizes, Rohstoffe, etc.) werden dann folgen. Alle Kandidaten sind erst einmal mit "WL" markiert, es wurde also kein Trigger ins System eingegeben. Die restlichen, nicht aufgeführten Werte eines Indizes sind für mich aktuell kein Trade. Zeitraum: kommende Woche (26.-30.1.09) Datum der Analysen: 24.01.2009 Analysen von: Marvin Strategie: s. unter Trading > Strategien ( hier ) Trades: s. unter Trading > User-Trades Legende WL: WL = Watchlist -> Kandidat T = Trigger im System (Order) Status: L = Long-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind S = Short-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (L) = spekulativ Long (meist antizyklisch, d.h. gegen den primären Trend; erhöhtes Risiko) (S) = spekulativ Short (meist antizyklisch, d.h. gegen den primären Trend; erhöhtes Risiko) Watchlist Kommentierung Update am 25.1.09: Ich schreibe noch einige Anmerkungen zu den o.g. Kandidaten und warum manche der o.g. Kandidaten bis auf weiteres nur Kandidaten sind. Ziel der Trades und Watchlist soll es v.a. sein, dass man die Trades/Kandidaten diskutiert. Gegen den Primärtrend gehandelt wären der Dt. Telekom, Infineon, Merck, Münchner Rück und Salzgitter. Bei der Dt. Telekom muss man jederzeit mit einem Abrutschen unter das Low um 9,8 rechnen, dann hätte die Tradingrange nicht gehalten. Da es dort bereits einen False-Break (12/19.10.) gab, lädt nicht gerade zum Einstieg ein. Mir wäre das zu riskant. Dt. Telekom hat es seit ettlichen Wochen bisher nicht geschafft, den mittelfristigen 50er GD zu überwinden, also eigentlich weiterhin ein Short. Infineon ist vermutlich der schwächste Wert im DAX (als Pennystock!!) und ein klarer Short-Kandidat. Hier kann man IMO mit einem spek. Long einzig und alleine nur auf eine techn. Erholung auf den sehr starken Abverkauf setzen, was sehr riskant ist. Das dies schon einmal funktioniert hat, sieht man an den Kerzen ab dem 28.12.. Aber genauso sieht man, dass diese Gegenreaktion schnell wieder zu Ende war (sehr wahrscheinlich war dies nur das Decken der Shorts, die den Wert massiv nach unten mitgedrückt hatten). Infineon hat sich mächtig weit von seinem mittelfristigen 50er GD entfernt, so dass eine techn. Gegenreaktion durchaus drin ist, aber wie stark diese ausfällt und ob man genau das Low erwischt, ist nicht vorherzusagen. Die bereits erfolgte Short-Eindeckung könnte es schon gewesen sein. Es kann jederzeit tiefergehen. Sofern das letzte Low um 0,63 fällt, wird es schnell weiter abwärts gehen. Also in meinen Augen sehr riskant, wenn man hier Long einsteigen würde. Bei Merck gefällt mir die starke weiße Kerze letzter Woche, es könnte sich ein Doppelboden (2.11., 21.12., s. Chartgrafik) ausgebildet haben, der ggf. auch etwas länger halten könnte. Aber Merck notiert weiterhin unter seinen GDs, ist also noch short anzusehen. Relativ "sicher" würde man IMHO in Merck einsteigen können, wenn die beiden GDs um 75 gebrochen werden würden. Jetzt einzusteigen, trotz der relativ langen weißen Kerze von letzter Woche, ist für mich nicht sinnvoll, da das Potential stark beschränkt ist. Schon bei dem genannten Widerstand aus den beiden GDs wäre erstmal Schluß. Man muss also bei Setups auch darauf achten, dass noch ausreichend Potential vorhanden ist, sonst wird das CRV zu schlecht. Was für ein weiteres Hochlaufen auch spricht, ist, dass letzte Woche das mittlere Bollinger-Band von unten durchbrochen wurde. Münchner Rück sah bis vorletzte Woche eigentlich ganz gut für einen Long aus, aber der starke Rückfall unter den 50 GD negiert jetzt diese Sichtweise. Hier kann man darauf spekulieren, dass die längere innere Trendlinie hält (Abwarten, s. Chart). Sollte sie das, kann man spek. Long einsteigen. Aber dann handelt man immer noch gegen den primären Abwärtstrend, was generell riskant ist. Salzgitter hat an der langfr. Trendlinie seinen Absturz erstmal gestoppt und läuft da seit etlichen Wochen entlang. Allerdings fehlt da bisher auch noch das Aufwärtsmomentum. Bisher wurde das mittlere Bollinger-Band noch nicht überwunden. Durch einen Stopp relativ knapp unter der Trendlinie ergibt sich zwar ein gutes CRV. aber man handelt (noch) gegen den primären Abwärtstrend. Allerdings sind die 15+ Wochen, die die Trendlinie nun bereits gehalten hat, aus meiner Sicht auch ein Wort. Sollte die Trendlinie allerdings nach unten gebrochen werden, kanns auch schnell wegen dann fallender Stopp-Losses nach unten gehen. Aber hier bin ich persönlich bereit, eine Position einzugehen, wegen dem guten CRV und des noch überschaubaren Risikos. Sollte der Gesamtmarkt eine größere Erholung starten, wäre Salzgitter wohl ein Wert, der davon auch profitieren könnte (Spekulation). Bei Adidas könnte man einen weiteren Abpraller an der Pullbacklinie des Abwärtstrendkanals als Short eingehen, also erstmal abwarten. Jetzt ist Adidas schon zu weit gefallen. Bayer kommt seit 3 Wochen nicht über den 200GD hinaus und läuft sich dort scheinbar fest. Auch der Widerstand von 45,7 ist eine weitere Hürde. Allerdings könnte Bayer diesen kurzfristig überwinden und dann an der gedachten Trendlinie des gestrichelten Abwärtstrendkanals abprallen. Sogar ein Rücklauf an den verlassenen jahrelangen Aufwaärtstrendkanal als riesiger Pullback wäre denkbar. Ob es zu sowas kommen wird, muss man abwarten. Sollte Bayer die kurzfristige schwarze Trendlinie nach unten brechen, könnte man meiner Meinung Short gehen. Aber auch schon jetzt würde ich ein Short-Trade aufgrund des guten CRVs (Stopp über dem 50er GD, Kurziel mind. das Low vom 2.11.) lohnen. Was mich persönlich daran stört, ist, dass Bayer fundamental stark ist und eigentlich zu billig. Der Wert hat auch lange nicht so stark verloren wie andere (DAX) Werte, besitzt also eine relative Stärke gegenüber anderen Werten. Wenn man solche Bedenken nicht hat, wäre das für mich ein passabler Short. Fresenius läuft seit August 2006 in einer riesigen Seitwärtsrange. Da der Wert am unteren Ende gerade mal wieder ankommt, könnte man dies traden und an der oberen Range wieder glattstellen. Was aus meiner Sicht aber daegegen spricht, sind 2 Dinge: erstens gab es 2 große Abrutscher (16.3.08, 12.10.08), die zwar nach einigen Wochen wieder hochgekauft wurden, aber wie soll man da unter die untere Rangekante einen Stopp setzen? Dem droht Gefahr, dass er bei einem möglichen 3. Abrutscher kassiert wird. Zweitens pendelt Fresenius aktuell zwischen seinem mittel- und langfristigem GD (50 und 200). Hier ist quasi nichts groß herauszulesen und entschieden. Sollte der 50er GD allerdings nach oben gebrochen werden, könnte man dies Long handeln. Allerdings ist das Potential nach oben beschränkt, nämlich die obere Range-Kante um 38,6. Da käme es drauf an, wie gut man in den Trade käme. Sollte Fresenius erneut aus der Range (kurzfristig) abrutschen, könnte man spek. Long an dem 200 GD einsteigen. Riskant, aber möglich. Schlielich hat dies schon mind. 2x so funktioniert. Aber auch hier stellt sich die Frage: wo setzt man den Stopp. Da hilft es nur, den Chart eine Ebene tiefer (dann also auf Tageschart) zu betrachten und ggf. genau zum passenden Zeitpunkt einzusteigen. RWE ist für mich "eigentlich" ein Short (zum "eigentlich" gleich mehr): 2x Abprall an dem Cluster aus beiden GDs. Zudem wieder Rückfall in den bestehenden Abwärtstrendkanal und unter dem mittleren Bollinger-Band. Hier würde ich in einen Short einsteigen. Wegen engem Stopp (über dem 50er GD) und Kursziel mind. das letzte Low (50,8) auch Potential. Hier gefällt mir einzig nicht die Tatsache, dass wie bei Bayer RWE zu billig ist und der Wert sich bisher im Vgl. zu anderen Kandidaten sehr gut gehalten hat, er also eine relativ hohe Stärke aufweist. Bis auf dieses Argument wäre RWE für mich aber ein Short, rein charttechnisch betrachtet. So, bin auf Eure Sichtweise/Kommentare gespannt. ;-) Chartbilder Adidas Bayer Dt. Telekom Fresenius Medical Care Infineon Merck KGAA Münchner Rück RWE Salzgitter Gerne sind Diskussionen zu den Kandidaten willkommen! [Ende]
Da hat man nun 100.000 Euro zur freien Verfügung, im Sinne von "habe ich über". Soll ich die jetzt komplett auf das Future-Tradingkonto packen ? Lasst uns doch kurz mal durchrechnen, wieviel Margin man, für sagen wir, für 10 Kontrakte beim Bund (FBGL) braucht, wenn wir Intraday handeln. Der durchschnittliche Future Broker in Europa nimmt zwischen 2.000 und 3.000 Euro als Intradaymargin. (Es soll ja Broker in Übersee geben, die nehmen als IntradayMargin nur 500 US Dollar. Dann wird das Rechenbeispiel noch interessanter.) Die OvernightMargin hingegen ist bei allen Brokern gleich, da diese direkt von Eurex / Cbot / etc. festgelegt wird. Somit reichen also für den Bund 10 x 3.000 Euro = 30.000 Euro plus Reserve aus. Weiterhin angenommen wir handeln eine Position mit 10 Kontrakten und diese läuft gegen uns. 1 Tick = 10 Euro. Also macht die Postion mit 10 Kontrakten pro Tick 100 Euro Minus. Da wir aber nicht unvorbereitet sind, wollen wir aufgrund Risiko-und Moneymanagement max. einen Betrag von 1000,- Euro verlieren. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit das 14 Trades in Folge verlieren, nur max. 1 % beträgt. Die Statistiker unter Euch können das sicher nachrechnen. Somit können wir unseren Stopp Loss nun 10 Ticks entfernt von unserem Einstiegspreis setzen. Das kann, je nach gehandelter Zeiteinheit, viel oder wenig sein. In einem 3 Min. Chart kann der Stopp Loss reichen, um diesen sinnvoll an einer Unterstützung oder Widerstand zu platzieren. Auf einem 60 Min oder Tageschart dagegen sind wir hoffnungslos verloren. Aber zurück zu unseren 100.000 Euro. Wir handeln also nur einen Markt den Bund (FGBL) mit 10 Kontrakten und benötigen somit 30.000 Euro, weiterhin gehen wir davon aus maximal 14 Trades in Folge zu verlieren. Dann sieht unsere Rechnung so aus: 30.000 Euro Margin 14.000 Euro Reserve (14 Verlierer a 1.000 Euro) = 44.000 Euro. Was machen wir mit dem Rest? Die restlichen 56.000 Euro kommen aufs Tagesgeldkonto. Bei 4,5 % Zinsen bringen die uns im Monat nochmal 210,- Euro. Das reicht um die monatlichen Gebühren für die Handelsplattformen bei europäischen Brokern zu finanzieren. Fazit: 100.000 gehören nicht komplett aufs Tradingkonto, sondern sinnvoll aufgeteilt.
Hinweis: Der erste Trade wird etwas ausführlicher beschrieben, um ihn auch einfach nachvollziehen zu können. In erster Linie sind die Trades ja zur Demonstration/Diskussion gedacht. Schreibt mir gerne Kommentare dazu, so dass ich weiß, ob dieses Format in Ordnung ist. Disclaimer Die vorgestellten Trades sind lediglich Anregungen zum Traden und dienen zu Lern- und Diskussionszwecken, niemand muss/soll sie nachtraden. Ich werde die meisten der hier vorgestellten Trades selbst traden, je nach Zeit und Marktrisiko. Eine strikte Einhaltung der Risiko-/Moneymanagement-Regeln (Stichwort: Einzelpositionsrisiko) ist für einen langfristigen Erfolg beim Trading aus meiner Sicht absolute Pflicht. Alles weitere s. die Beschreibung meiner Trading-Philosophie (s. dort). Kommentare/Diskussion zu den Trades sind ausdrücklich erwünscht! Trade-Daten und -Setup (Trade-Plan) Wert : Telefonica (TNE5) Code : TNE5-SHORT (für spätere Kommentierungen) Marktsegment : Telekommunikation Index : EuroStoxx50 Art: Aktie Handelsinstrument : Aktien-CFD Trade-Typ : Positionstrade (geplante Dauer: einige Wochen) Richtung : Short Chartgrafik: Wochenchart, Zeitraum: 5 Jahre Einstiege: s. hellblaue Linie im Tageschart: 1. Market-Order (sofort, um 14,4), 2. Sell-Trigger (Limit-Order) 15,5, 3. Sell-Trigger (Limit-Order) 15,9 Stopp-Loss (SL) : s. rote durchzogene Linie im Tageschart: für alle 3 Orders: 16,9 Kursziele (PT): s. blaue Kästchen im Tageschart: 1. letztes markantes Low (um 12,3); 2. Bereich zwischen 11,86 - 11,0 CRVs: bei Stopp 16,9 und PT: 11: 1. 1,4, 2. 3,2, 3. 4,9 Trade-Idee Als ersten Trade habe ich mir einen Short aus dem EuroStoxx50 ausgesucht. In der Chartgrafik ist der Wochenchart dargestellt. Zur Interpretation der grafischen Zeichnunhen im Chart s. meine Beschreibung der Tradingregeln, Abschnitt Legende zu den Charts. So, kommen wir zum eigentlichen Trade: Telefonica hat in der Woche des 9.12.07 ein temporäres High markiert (nicht ein All-Time-High). Seit dem Oktober 2002 lief Telefonica in einem langen Aufwärtstrendkanal (s. Chartgrafik). In der Woche vom 12.10.2008 wurde dieser mit einer langen roten Kerze gebrochen, war also signifikant. Da dabei auch der 50 und 200 GD gebrochen wurde, ist Telefonica b.a.w. ein Short-Kandidat. Nach dem folgenden schnellen Abverkauf in der gleichen Woche wurde ein erstes neues Low gemacht. Dann gab es eine schnelle heftige Erholungsrally, die eine Woche später erneut auf ein neues Low abverkauft wurde. Seit der Woche vom 2.11. tendiert der Kurs nach oben, ich sehe dies als sekundäre Erholung in dem (neuen) primären Abwärtstrend. Meiner Meinung nach läuft Telefonica nun in einem neuen Abwärtstrendkanal (die Oberkante ist bereits 4x bestätigt worden, ich sehe sie als sicherer an als die untere, die nur 1x gesetzt wurde). Im Zeitraum zwischen 7.12.-11.1. hat Telefonica mehrmals erfolglos versucht, den Widerstand durch 50/200 GD und die Unterkante des gebrochenen ehelmaligen Aufwärtstrends zu brechen, was ihr nicht gelang. Hier scheint die Zwischenrally also ihre Kraft verloren zu haben, was dann ein gutes CRV für einen Short generiert. Man kann diesen Versuch als Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal interpretieren (dieses Muster kommt sehr häufig vor, v.a. bei langlaufenden Trends/Trendknaälen, die signifikant gebrochen werden). Zudem ist dieser Pullback dann eine Bestätigung des Ausbruchs, denn der Kurs schaffte nach dem Bruch nicht mehr, ein neues High zu machen. Seit 3 Wochen gehts wieder runter. Eigentlich ist der Einstieg damit schon leicht verpasst. Optimaler Einstieg wäre spätestens am 11.1. gewesen. Nun soll man ja dem Kurs nicht hinterherlaufen. Schade wäre es allerdings schon um den Short. Also würde ich jetzt folgende Vorgehensweise bevorzugen: ein Teil der Position als Soforteinstieg (wenn auch zu spät, daher auch schlechtes CRV, s.o.), der Rest als Trigger, falls Telefonica nochmals eine kleine Bewegung nach oben machen sollte. Dafür sind im Chart dann die hellblauen Linien eingezeichnet mit "P Entry" für den geplanten Entry. Das rote Kästchen gibt an, dass ab hier ein Short wahrscheinlich ist. Vermutlich werde ich heute selbst noch dort einsteigen. Der Stopp liegt knapp über dem 50 GD, bei mir bei 16,9 (s. rote Linie). Sollte Telefonica dahin kommen, ist der Trade nicht so gelaufen wie ich will und das Setup wäre nicht mehr gültig. Dann müsste Telefonica auch den 200 GD und den vermeintlich neuen Abwärtstrendkanal gebrochen haben und fast an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal gelaufen sein. Das erste Kursziel/PT (= Profit target) liegt irgendwo an der Unterkante des Abwärtstrendkanals, s. blaues Kätschen im Chart. Zwischen dem Bereich 11,0-11,86 liegen 2 längerfristige Unterstützungslinien, die einen weiteren Kursverfall von Telefonica in Kombination mit dem neuen Abwärtstrendkanal erstmal aufhalten sollten. D.h. hier ist es meiner Meinung nach wahrscheinlich, dass der Short zumindest teilweise gedeckt wird und einige Gewinne mitnehmen werden, sofern der Kurs da hinlaufen sollte. Das hängt allerdings auch davon ab, wie der Kurs in diese Zone läuft. Crasht er nach unten, dann muss dort nicht Schluß sein (in Crashs werden chatrtechnische Marken auch gerne mal ignoriert, zumindest im ersten Anlauf). Das All-Time-Low liegt erst bei 7,3 und bis dahin könnte der Kurs über mehrere Monate hinweg ebenfalls laufen. Aber das ist weit in die Zukunft gedacht, das warten wir doch erstmal ab. Zuerst sollte der erste Zielbereich erreicht werden. Ein weiteres Kursziel wäre das letzte Low vom 2.11., also um die 12,3. Hier könnte Telefonica eine (temporäre) Bodenbildung versuchen, was abzuwarten ist. Dann könnte darauf z.B. ein Doppel-Boden entststehen. Für den Trade sprechen in meinen Augen bestehender Abwärtstrendkanal seit dem High vom 9.12.08 Kurs unterhalb von 50 und 200 GD Mehrmals Abprall an dem Cluster um 16,4, aus den beiden GDs, dem mittleren Bollinger-Band und der Trendkanaloberkante Abprall kann als Pullback an den gebrochenen langen Aufwärtstrendkanal interpretiert werden dieser Widerstand wurde mehrere Wochen bestätigt Durchbruch durch den Widerstandes um 15,23 (s. gestrichelt eingezeichnete Linie) bereits Beginn des Abrutschens nach unten Stopp noch gut plazierbar Kursziel hat reichlich Potential keine charttechnischen Widerstände bis zum Kursziel, also genügend "Platz" die Indikatoren RSI, Stochastik und MACD-Histogramm im Wochenchart drehen nach unten ab und bestätigen damit den Short Gegen den Trade sprechen in meinen Augen zu später Einstieg, daher Vorgehen wie oben beschrieben sinnvoll. Chartgrafik Klick zum Vergrößern! Trade geschlossen So, der Trade wurde ja am 27.2. zu 14,66 glattgestellt. Ich habe das im Chart markiert, die Chartgrafik ist unten anklickbar. Gründe zum Exit stehen ja unten in den Kommentaren, dazu kommt noch, dass ich in dem Zeitraum eine Woche weg war und den Trade nicht weiter verfolgen konnte, so dass ich ihn sicherheitshalber geschlossen habe, obwohl der Stopp nie wirklich gefährdet war. Im Prinzip kann man hier schön erkennen, dass der Tradeentry und das -management nicht wirklich überzeugten: Entry zu spät (s.o.), Exit v.a. wegen Nicht-Überwachens des Trades (ok), aber eigentlich gabs noch keine wirklich echten Hinweise, dass Short hier die falsche Richtung war/ist. Einige Warnzeichen sind unten in den Kommentaren beschrieben, dennoch war der Stopp nie ernsthaft gefährdet, solange der Abwärtstrendkanal nicht gebrochen wird. Mittlerweile sind wir im Demokonto wieder Short in Telefonica (s. aktuelle Watchlisten). Wenn Ihr wollte, könnt Ihr zu diesem ersten initalen Trade, der sehr ausführlich beschrieben wurde, Eure Kommentare abgeben. Weitere Trades werden in Zukunft nicht mehr in einem eigenen Thread wie diesem, sondern direkt bei den Watchlisten beschrieben. Klick zum Vergrößern!