Geld

Vollzeit-Trader (Teil 1) … Challenges – soweit der Browser reicht

Diese Artikelserie besteht aus drei Teilen, die ich der Übersicht und des Umfanges halber aufgeteilt habe. Bevor ich beschreibe, wie ich persönlich versuche meinen Lebensunterhalt als Vollzeittrader zu sichern und allgemein dieses Projekt angehe, muss ich ein paar Grundgedanken niederlegen und vielleicht auch Illusionen zerstören. Im ersten Teil schreibe ich etwas über den derzeitigen Trader-Boom und meine Ansicht dazu (das ist wichtig für das Verständnis meines aufgezeigten Weges). Im zweiten folgen die unverzichtbaren Schritte und Grundlagen, und im letzten stelle ich meine Systematik und Herangehensweise vor. Diesen letzten Teil wird es nur öffentlich und ohne besonderes Passwort geben, wenn die beiden vorhergehenden Artikelteile kommentiert wurden; denn wir haben zwar laut Blogstatistik wahnsinnig viele Leser und Abonnenten, jedoch ist es für uns schwer einzuschätzen welche Zielgruppe hier liest und wie man uns einschätzt. In letzter Zeit habe ich häufiger Mails erhalten, die mich insofern verwirren, dass sie den Eindruck erwecken, als wären wir hier alle Vollprofis. Wir sind eine gesunde Mischung aus erfahrenen und weniger erfahrenen Tradern und wünschen die Diskussion - unsere Konten sind sauber und einige verdienen mit Trading Geld – Millionäre gibt’s hier keine. Wie alle, machen auch wir Verluste, Fehler und sind nicht anders als die anderen Trader dort draußen – das gehört nun mal alles zum „Spiel“. Hier gibt es keinen Supertrader, wohl aber erfahrende und gute Trader, die ihr über Jahre erworbenes Wissen gerne weitergeben und teilen. ... Challenges - soweit der Browser reicht oder wie werde ich in einem Jahr Millionär? Realität, Fiktion oder einfach nur Werbung Ich schreibe diesen Post, weil ich das Gefühl habe, dass so manches mal die Realität auf der Strecke bleibt. Zur Zeit sprießen überall irgendwelche komischen Challenges aus den Blogs und Foren, bei denen Trader in x Monaten eine Million Euro ertraden wollen. Mal abgesehen davon, dass die meisten dieser Blogger - völlig realitätsfremd - Verpflichtungen wie Steuern und sonstige Kosten und kapitalabhängige Gegebenheiten und Haftungshintergründe bei den jeweiligen Brokern überhaupt nicht beachten, bekommt man immer automatisch das Gefühl, es handelt sich um Marketingauktionen oder um Aktionen Leser für einen Blog zu gewinnen. Die Ketzer Auf der anderen Seite kann man aber im Internet auch wunderschön beobachten wie die Community diejenigen, die es versuchen, sofort kreuzigt. Man hat grundsätzlich gar keine Chance seinen Erfolg anzupreisen; denn noch bevor man die erste Aktion startet, fallen alle über einen als „Ketzer der Märkte“ her. Ich halte mich in der Regel dabei immer zurück, da meine Meinung an dieser Stelle nichts bewirkt, denn: die Profis lesen so etwas gar nicht erst, die Fortgeschrittenen haben längst ihr eigenes Bild, die Anfänger und Einsteiger merken schneller selbst wie es läuft als ihnen lieb ist und Tradern mit devotem Guru-Anhänger-Verhalten ist sowieso nicht zu helfen. Der Hauptgrund meiner Zurückhaltung ist aber, dass ich nicht weiß, ob derjenige es nicht vielleicht doch schaffen könnte; denn alles ist grundsätzlich möglich. Können zeigen: Demo oder Real Die Argumentation, ob jemand ein Demo-Konto nutzt oder nicht ist völlig nebensächlich; dies entspricht der gleichen Argumentationsgrundlage, bei denen Trader behaupten der Broker sei an ihren Verlusten schuld. Selbstverständlich hat der Broker oder die Art des Kontos einen maßgeblichen Einfluss auf die Performance und schon aus psychologischen Gründen sind diese Unterschiede zwischen Real- und Demokonto naturgegeben. Aber genauso wenig wird jemand Millionär (vom Kontostand her) weil er einen tollen Broker oder ein Demokonto hatte, wie er pleite geht auf Grund des Brokers oder der Plattform – es gilt in beiden Fällen die Nachteile und Vorteile durch Kompetenz auszugleichen. Man kann an dieser Stelle das Beispiel von Spitzenfahrern der Formel 1 anführen, welche permanent irgendwelchen Nachteilen bei unterschiedlichen Strecken und Wetterverhältnissen ausgesetzt sind; die guten Fahrer fahren nicht nur im Training (demo) gut sondern auch im Rennen (real) ... und umgekehrt – und wenn einer nicht Weltmeister wird, liegt es sicher nicht am Wetter. Abschließend sollte man die ganze Demo-/ Real-Frage noch mal logisch betrachten: Meistens wahr ist: Wer ein Realkonto erfolgreich handeln kann, der kann auch eine Demokonto erfolgreich handeln. Wer ein Demokonto nicht erfolgreich handeln kann, der wird in der Regel auch bei einem Realkonto nicht erfolgreich sein. Absolut ohne Zusammenhang ist: Wer ein Demokonto erfolgreich handeln kann, der schafft das noch lange nicht auf einem Realkonto. Auch wenn der letzte Satz logisch erscheint, so sind die Umgebungsparamter viel zu mannigfaltig, als dass diese Aussage pauschal gelten kann. Wenn ein „Niemand“ das sagt wird er angegriffen, spräche so ein Broker selbst oder ein bekannter Vollprofi wäre man schon vorsichtiger. Hat es einer schon mehrmals bewiesen, schweigt man und wartet geduldig auf seine erste Niederlage um zu sagen: „Siehste!“. Ob es nun wirklich so einfach ist eine Million Euro mit Trading zur verdienen vermag ich nicht zu bewerten – aus meiner persönlichen Sicht ist es sehr schwer. LG Aurelius ... to be continued Folgeartikel: Vollzeitrader (Teil 2) ... schon eine Challenge für sich

Einsicht und Demut, Blogreview und Weihnachtsgeschenk

Einsicht und Demut Das Jahr endet nun so langsam und ich kann von mir behaupten, dass ich wieder viel gelernt habe. Ich habe nun die ersten 8 Monate Futures-Handel hinter mich gebracht und habe so manche bittere Pille schlucken müssen. An dieser Stelle ist es also Zeit ein wenig Demut und Selbstkritik zu üben, was zum Jahreswechsel und zum Weihnachtsfest besonders gut passt. Ich zähle mit Sicherheit nicht zu den Top-Tradern, allerdings seit Jahren wenigstens zu den Gewinnern - und von daher halte ich es für besonders wichtig, dass man sich und sein Handeln selbst jederzeit kritisch hinterfragt. Ich dachte nach so vielen Handelsjahren eigentlich schon fast alles zu kennen, dennoch bin ich mit dem Einstieg in den Futures-Markt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Ich handle Futures bei IB und Mirus und bin persönlich von dem Datenfeed von Zen-Fire sehr überzeugt; jedoch habe ich bei Mirus nur kleine Depots gehandelt und diese regelrecht verbrannt... und dies aus folgenden Gründen: die Kontogröße (und das damit verbunde Risiko) hat mich häufig zu vorzeitigen Stopps gezwungen, die Signale waren nicht ordentlich genug gefiltert (was daran lag, dass der Datenfeed in Verbindung mit der Software so gut war, dass meine bisherigen Realtime-Handelssignale meist zu früh kamen - dies konnte ich natürlich mittlerweile durch Anpassung meiner Systeme ändern), durch meine Umstellung von Teilzeit- auf Vollzeit-Trader kam es definitiv häufiger zum sogenannten "Overtrading", die Software ist sehr "buggy" und hat definitiv auch einen Anteil daran (an dieser Stelle noch mal Dank an meinen Broker, der meine Positionen immer auf Zuruf absolut schnell und zuverlässig geschlossen hat), Ninja Trader gehört schon zu den besten Lösungen, aber jeder der mehrgleisig tradet (bzgl. Märkte, Zeitebenen, Systeme, etc.) kommt schnell an die Grenzen (dazu wird es wie versprochen noch einen Artikel geben). ... und letzten Endes hatten auch meine Handelssysteme eine kleine Drawdownphase. Der Grund, warum ich über mein persönliches Trading an dieser Stelle überhaupt schreibe, ist lediglich der, dass ich hoffe, damit aufzeigen zu können, dass es normal ist zu verlieren. Es ist ein essentieller Bestandteil des Tradings und es ist besonders wichtig besonnen zu bleiben und nicht gleich „die Flinte ins Korn zu werfen“. Man sieht an meinen Fehlern gut, dass es die typischen Fallen sind, die auch häufig in der Literatur erwähnt werden und die einen alle Jahre wieder begegnen können - ich behaupte sogar, davor ist keiner gefeit. Besonders schwer machte mir die Tatsache zu schaffen, dass meine anderen Märkte (Forex und Aktien) sehr gut liefen und ich mit Futures einfach nicht den Durchbruch schaffte. Es gab dabei nicht nur einmal Zeitpunkte, an denen ich mich beinahe entschlossen hätte, den Handel wieder einzustellen und mich auf meine bisherigen Märkte zu konzentrieren. Im letzten Monat hat sich das Blatt aber nun (wieder) zum Guten gewendet: In Summe habe ich mein Jahresziel zwar nicht ganz erreicht, liege jedoch mit der Gesamtrendite über dem Durchschnitt von besseren Anlagen - auch wenn mich die Futures unterm Strich noch einige Euros an Lehrgeld gekostet haben. Die glückliche Wende kam mit der Erkenntnis, dass es nicht wirklich wichtig ist, jeden Markt sofort zu beherrschen und dass ein reiner Wissenstransfer nicht einfach möglich ist, mein Ego hat an dieser Stelle unbewusst zeitweise die Macht über mich und mein Handeln übernommen. Mit erhöhter Konzentration auf MM und RM und das Filtern der besten Signale hat sich das Problem dann automatisch erledigt. Blogreview Der Blog hat sich aus meiner Sicht recht gut entwickelt, die Autoren existieren zumindest alle noch, auch wenn nicht jeder aktiv schreibt. Auch wenn die Entwicklung von Handelsteams nicht gerade explodiert, so ist ein festes Kernteam um Blog und Handel herum immer präsent und aktiv. Ich verzichte an dieser Stelle bewusst darauf, einzelnen Freiwilligen zu danken; denn es ist nicht "mein" Blog sondern "unser" Blog der durch die Autoren und Teammitglieder lebt. Aus diesem Grunde bedanke ich mich stellvertretend für das DaytradingTeam hiermit vor allen Dingen bei allen Lesern und Interessenten - auch wenn ich die Diskussionskultur bzgl. der Häufigkeit recht gering finde, haben wir zumindest 235 Feed-Abonnenten und täglich zwischen 500 und 1000 Leser. Natürlich ist diese gemäßigte Diskussionsmenge ein Vorteil für uns, da wir inhaltlich weniger Aufwand haben, allerdings führen die hohen Klickzahlen zu heftigen Aufwendungen seitens der Server und der Sicherheit, so haben wir im letzten Jahr seit April 349 Hackerangriffe zu verzeichnen, davon 231 allein durch SQL-injections - alle erfolglos (mit Ausnahme einiger erhöhter Server-Response-Zeiten zu bestimmten Intervallen). Weihnachtsgeschenk Da ich im Kurzfristbereich ein typischer Indikator-Trader bin und es hier schon einige kostenlose Dinge gibt, ist es kein bahnbrechendes Geschenk, sondern dient mehr als Geste und Dankeschön – auch wenn vielleicht nicht jeder etwas damit anfangen kann. Der unten stehende Link führt zu einem Indikator, der samt Quelltext verfügbar ist und die Möglichkeit bietet, dass er von Programmiereinsteigern leicht ergänzt und um weitere Indikatoren erweitert werden kann. Erklärungen und Beispiele sind vorhanden. Hier geht es ab dem 24.12.2009 (abends) zum Weihnachtsgeschenk :) Wir wünschen allen ein frohes Fest und geruhsame Feiertage

Update zum Reversal-Handelssystem

Das System hat im letzten Monat recht ordentliche Gewinne eingefahren und es fangen dadurch immer mehr an, sich dafür zu interessieren. Ich werde in den nächsten Artikeln nach und nach etwas mehr ins Detail gehen und verschiedene Einstellungen des Systems vorstellen; denn das was hier im Blog gezeigt wird, ist natürlich nur die Basis - und man kann den trivialen Ansatz auch schnell nachvollziehen. Das System wird auf drei relativ stark korrelierenden Indizes gehandelt und hat von der Darstellung ein paar Schwächen, die ich als erstes aufzählen möchte: Zur Umsetzung: Um die Darstellung kompakt zu halten, werden alle drei Werte in einen einzigen Systemchart eingebettet, was dazu führt dass auch das MM/ RM für alle gleich angesetzt wird. Diejenigen, die also ähnlich handeln und eine leichte Abweichung der Performance festgestellt haben, müssen also berücksichtigen, dass man beim Handel mit CFD's nicht immer den gleichen Spread ansetzen kann, so haben MDAX und der TECDAX meistens einen um ein bis drei Punkte höheren Spread, was zu einer Reduzierung des Gewinns von ca. 400 Euro führt (das System berücksichtigt einen Spread von 1,5). Diesen Mißstand könnte man beheben, wenn man jeden Index in Tradesignal einzeln betrachtet - dies ist mir an dieser Stelle und zu diesem Zweck allerdings zuviel Aufwand. Zum Risiko/ Stop Das System ist quasi "allways in". Der Stop liegt vom Prinzip her im Geld und zwar bei maximal zwei Prozent des Kapitals. Da der Stop charttechnisch bestimmt wird, nämlich an den Vortagesextrema, kann es also tatsächlich vorkommen, dass ein Trade bei Überschreitung dieser zwei Prozent nicht durchgeführt werden kann - nur in diesem Fall ist dass System flat - ansonsten wird gedreht. Grundsätzlich gibt es noch viele Filter mehr, wie zum Beispiel Einstiegs- und Ausstiegsfilter, dynamische Positionsgrößenbestimmung in Abhängigkeit vom Erfolg des Systems etc. einen Auszug (nur zur Anschauung, an dieser Stelle noch ohne Erklärung) seht Ihr hier: Das System ist mitnichten überoptimiert (eine Optimierung hat überhaupt nicht stattgefunden), sondern enthält neben Einstellungen zum MM/ RM vor allen Dingen Einstellungen zur Reduzierung der Handelsfrequez oder zu Unterstüzung von halbautomatiscehr Umsetzung der Trades (was ich persönlich bevorzuge). Zur Perfomance: Wendet man das System nun ohne weitere Einstellungen (so wie bisher) mit einem Kontrakt an, sieht die Gewinnkurve wie folgt aus, wobei man beachten muss, dass die Perfomance nahezu proportional zum Einsazt steigt (10 Kontrakte hätten also bei entsprechendem Konto zu ca. 35.000 Euro, 100 zu 350.000 Euro Gewinn geführt): Bei dynamischer Positionsgrößenbestimmung und unterschiedlichem Startkapital hätten wir folgendes Bild, wobei anzumerken ist, dass nur der performanteste Index einen Positionsgrößenveränderung erfährt: Bei Start mit einen Kontrakt und 5.000 Euro Startkapital: Bei Start mit einen Kontrakt und 20.000 Euro Startkapital: Bei Start mit einen Kontrakt und 100.000 Euro Startkapital: Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht extra im Detail erwähnen muss, dass Systeme im Livehandel nicht exakt die gleichen Ergebnisse erzielen. Zm Abschluss möchte ich noch die Frage beantworten, wie das System intraday im DAX abschneidet: Im Backtest gut, was aber tatsächlich nicht der Realität entspricht. Im Stundenchart mit den bekannten Einstellungen weist es einen ähnlichen Nettogwinn aus - bei Berücksichtigung von Slippage und Gebühren läuft es aber schnell auf Break-Even oder sogar in den Minusbereich. ... to be continued ... LG Aurelius

Off-Topic

Nun ist es nicht mehr lange bis zur nächsten Wahl. Meine Eltern predigten früher immer: "Sohn, geh' wählen, sonst gibst du indirekt deine Stimme den falschen". Ich möchte nicht klagen; denn mir ging es in der Regel immer gut - unter welcher Regierung auch immer - aber dennoch: Falscher konnte dieser Satz nicht sein, ich ging immer wählen und kann heute mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass ich auch mit Wahl die "falschen" gwählt habe. Nun dachte ich diesmal ich mach es mal ganz besonders gut und habe die Programme der Parteien per Post angefordert, um sie in Ruhe zu lesen ... und damit begann eine Serie von Paketen, Päckchen und Briefen, die ich nie zuvor sah. In meinem Flur stappelten sich zeitweise die Kartons, da manche Parteien anscheinen noch überschüssiges Werbematerial loswerden mussten - DAS ALLES KANN UND WILL KEIN MENSCH LESEN UND VERGLEICHEN! ... dabei suche ich eigentlich nur Informationen, wie Parteien zu Kapitalanlagen, insbesondere natürlich den kurzfristigen stehen. In Summe gesehen, bin ich so schlau wie vorher; ausser Floskeln ist nicht wirklich Substanz zu finden. Das Material ist absolut wertlos - leider taugt es nicht mal zum Heizen, da die Prospekte in der Regel nicht mal auf umweltfreundlichen Papier gedruckt wurden, sondern auf umweltfeindlichen aber dafür hochkarätigen Hochglanz-/ Kunstoffmaterialien (was für eine Geldverschwendung). Schönes Wochenende Aurelius

Nachkauf-Strategie

Viele kennen sicherlich die Situation genau am Tief/ Hoch eingestiegen zu sein und müssen zusehen, wie kurz darauf der Kurs dreht und ins vorher anvisierte Ziel läuft. Scalper kennen, auf Grund ihrer hohen Handelsfrequenz, besonders die Tücken, die an markanten Punkten entstehen, wissen aber auch, dass Durchbrüche manchmal, inbesondere zu volatilen und volumenstarken Zeiten, erhebliches Potential bieten können. Eine mit Vorsicht zu geniessende Lösung stellt das systematische Nachkaufen einer Position (im Verlust) dar. Anfängern ist diese Methodik nicht nahezulegen, da etwas mehr Erfahrung benötigt wird - ich halte es dennoch für sinnvoll die Methodik vorzustellen, weil dieses Beispiel zeigt, dass nicht jede plakative Börsenweisheit als ungeschriebenes Gesetz akzeptiert werden muss - in diesem Zusammenhang z.B.: "Niemals verbilligen, niemals im Verlust nachkaufen". Diese Art Strategien findet man im Verhältnis ziemlich selten, was vermutlich daran liegt, dass nur wenige sie benutzen oder darüber sprechen (B. Schäfermeier hat, wenn ich mich recht erinnere, mal den Nachkauf von halben Position zu fest definierten Marken vorgestellt). Was benötigt man? Eine gute Vorstellung in welcher Phase sich der Markt befindet. Starke übergerordnete Trends sind zu bevorzugen. Grundkenntnis über Widerstände und Unterstützungen - speziell Fibonacci, aber auch z.B. Pivot, Vortageshoch, etc. Einen Trend-Indikator, mit dem man vertraut ist und dessen Durch- bzw. Ausbrüche/ Überschneidungen mit dem Kurs signifikante Relevanz haben. Welche Kompressionen sind zu empfehlen? Ich persönlich verwende Charts von 5 Minuten bis zum Stundenchart; kleinere Einheiten würde ich wegen der sinkenden Relevanz der Fibonacci-Level nicht empfehlen. Wann sollte ich diese Methodik anwenden? Ich muss mit dem Timeframe, in dem ich handle und dem Kurs vertaut sein (z.B. durchschnittlicher Bewegungsspielraum/ ranges sollten bekannt sein) NUR, wenn eine Position gegen mich läuft, aber das grundsätzliche Setup für diesen Trade noch gültig ist. Den meisten sind "Fibonacci Retracements" sicherlich bekannt, wer sie nicht kennt, sollte an dieser Stelle "googlen" und sich das Basiswissen aneignen. Ich verwende hier lediglich die Eigenschaft, dass ich diversen Zonen (level) höhere Umkehrwahrscheinlichkeiten für den Kurs zuordne. Der Einstieg sollte den eigenen Regeln folgen und sollte natürlich sinnvoll gewählt sein. Als Beispiel verwende ich hier die Kreuzungen von Durchschnitten mit dem Kurs (mittleres Bollinger-Band) und Ausbrüche aus dem Bollinger-Band, die einige Trader als Signal nutzen (Bollinger-Breakout). Ich persönlich verwende häufiger den Super-Trend-Indikator; als Beispiel soll aber der hier gezeigte Trade von heute mit Bollinger-Bändern genügen. Vorarbeiten und Einstiegsregeln: Festlegung des maximalen Risikos und der resultierenden Kontraktgröße. Ich kaufe maximal zwei mal nach und erhöhe dabei mindestens einmal die Position, d.h. ich muss mir eine Positions-Konstellation konstruieren, die einerseits zum Risiko und andereseits zum Kurs (typische Eigenarten, Volatilität und Volumen) passt. Dies ist der schwierigste Teil und erfordert viel Übung. Ich wähle an dieser Stelle einen einfachen Martingale-Ansatz und verdopple jeweils. Wenn ich mit 10 Kontrakten handle, muss ich auf der Grundlage meinen maximalen akzeptablen Verlust berechnen und kann dann meine Nachkaufregeln zusammenstellen (die Berechnung kann nach Chart oder Geld erfolgen). In diesem Beispiel bedeutet dies 1,2,4 (Einstieg, 1. Nachkauf, 2. Nachkauf); denn würde ich mit zwei Kontrakten starten, hätte ich beim dritten Trade bereits die maximale Kontraktanzahl überschritten. Ich riskiere also den Verlust von sieben Kontrakten. Wenn man sich ein wenig mit Fibonacci beschäftigt, kann man mit Übung diese Beträge schnell überschlagen. Der Martingale-Ansatz dient nur als Beipiel und ist nicht wirklich zu empfehlen, da die Verluste bei schlechter Ausführung sehr groß werden können. Wahl des richtigen Zeitpunktes Ich nehme nur Einstiege wahr, die mir durch weitere Filter die Richtung bestätigen. Niemals potentielle Umkehrpunkte, d.h. ich achte auf Pivots, Vortagesextrema, Close, Open, runde Zahlen, etc. Einfach ausgedrückt, nutze ich diese Strategie nur bei den allerbesten Setups. Trade wird ausgelöst, Trade-Handling Mein Einstiegssignal war das Durchbrechen des mittleren Bollinger-Bandes, nach starken Abfallen des Bandes und Wendung/ Konsollidierung des 200er EMAs. Ich zeichne die Fibonaccis ein: vom letzten markanten Punkt des Indikators (nicht des Kurses) zum Einstiegspunkt. Der genannte markante Punkt wird aus dem Kursverlauf abgeleitet und ist (im Beispiel zu sehen) die Indikator-Position des letzen Swing-Hochs. Das Tradingziel (siehe Abb. oben) und der Stop werden festgelegt, wobei das Tradingziel wegen evtl. schnell drohender Umkehr Priorität hat. Primäres Ziel ist die -38,2%-Marke. Wenn man mit mehreren Positionen arbeitet sollte man einen Teil bei -23,6% realisieren, dies gilt auch, wenn die Bewegung nur sehr langsam zur Zielzone oder gar mit Rücksetzern erfolgt. Hier kann man viele Strategien zu Gewinnmitnahme implemtieren, so ist es auch möglich eine Restposition nach der -38,2-Marke zu trailern, etc. In diesem Beispiel haben wir nur eine Position und wählen das Ziel wie oben angegeben. Ich setze den Stop auf das festgesetze Risiko für diesen Trade knapp über den Fibonacci-Level 61,8% und lege die Nachkauforder auf den Fibonacci-Levels 38,2% und kurz unter 61,8% in den Markt. Manchmal kann es auch sinvoll sein den Stop höher zu setzen (siehe Beispiel unten), was allerdings durch den letzten Nachkauf zu erheblichen Verlusten führen kann und nur unter gewissen Bedingungen praktiziert werden sollte (dazu im nächsten Beispiel) - mein Hauptstop ist ansonsten immer diese 61,8%-Marke: Ein Zurücklaufen über diese Marke läßt das Trade-Setup ungültig werden. In diesem Beispiel können wir die Stops leider nicht mehr sehen, da der Gewinn sehr schnell ausgelöst wurde. Ich habe danach noch einen Trade im 15min Chart durchgeführt, bei dem man das Procedere ein wenig anschaulicher verdeutlichen kann. In diesem Beispiel wähle ich als Einstieg eine Shortposition in einem aktiven Abwärtstrend, beim erneuten Ausbruch aus dem unteren Bollinger-Band. Die folgende Abbildung zeigt im grau hinterlegten Bereich die bereits ausgeführte Order, den ersten Nachkauf und die zweite aktive, aber noch nicht ausgelöste Nachkauforder. Die nächste Abbildung zeigt die den weiteren Verlauf: ... die bereits ausgeführte 2. Nachkauforder, den Stop und die Gewinnmitnahme. Der Stop liegt in diesem Fall nicht auf dem 61,8%-Level, sondern über dem Bollinger-Band: Es wichtig zu wissen, dass dies eine, von den oben angesprochenen, Ausnahmesituationen ist! Normalerweise liegt der Stop immer auf dem 61,8%-Level! Die Erklärung für diese Ausnahme gründet auf der Tatsache, dass als Signalgeber ein Bandindikator benutzt wurde (Bollinger-Band), der auf Grund seiner Beschaffenheit eine gute Stop-Möglichkeit, nämlich das gegenüberliegende Band bietet ... und da ich nur 7 von meinen möglichen 10 Positionen im Einsatz habe, darf ich bzgl. des Risikos den Stop derart setzten. Abschließend ist nochmals zu betonen, dass die Positionsgrößen-Strategie und die Auflösung des Trades besonders an die eigenen Bedürfnisse und Strategien anzupasssen sind. Im letzten Beispiel hätte man die Position sicherlich noch weiter laufen lassen können oder zumindest trailern - ich tendiere allerdings persönlich dazu, einen Trade, der sehr stark zurückläuft, schnell aufzulösen und hätte ihn beinahe auch noch früher geschlossen, da sich derzeit auch im übergeordneten Chart (ohne Abbildung) die Situation änderte. Ich persönlich wähle im Regelfall die Positionsgrößen-Strategie 1,1,2. Nur im Forex-Markt, in dem Fibonaccis eine auffällige Relevanz haben, erhöhe ich manchmal die letzte Positionsgröße auf 4. LG Aurelius

Interessante Blogs

Das Blog, der Blog - jeder schreibt es anders - Blog übersetzt als Tagebuch wäre "das", für mich klingt "der" Blog besser, so sei es dann auch hier ... In den Sommerferien habe ich mal die Zeit genutzt äußerst intensiv und zielgerichtet alle möglichen Finanz- bzw. Tradingblogs zu lesen und durch Foren zu stöbern. Ich war wirklich sehr beeindruckt, wie viele Trader Ihr Trading veröffentlichen (zumindest die Ergebnisse) und was da so für interessante Kommentare anfallen :). Interessant fand ich dabei, dass ich, je mehr ich las, immer weniger handelte bzw. sehr unkonzentriert war und mich von einigen Ideen sogar massiv ablenken ließ - nicht das sie mein Handeln beeinflussten, aber ich habe mich häufig gefragt, ob das funktionieren kann was mancher dort so macht. Die meisten, stellen Ihre Informationen kostenlos zu Verfügung und nutzen den Blog mehr oder weniger als Tradingtagebuch, was ich auch für recht sinnvoll halte und natürlich begrüße. Was ich aber vermisst habe, ist die klare Offenlegung der Handelsmethodik oder des jeweiligen Stils - insbesondere habe ich es persönlich sogar so empfunden, dass je mehr die Blogger Ihren Erfolg bekundeten, desto weniger war zu lesen wie sie zu Ihren Ergebnissen gekommen sind (vielleicht aber auch nur eine sehr subjektive Ansicht). Sehr lustig fand ich aber, wie oben schon erwähnt, die Kommentare der Leser zu den unterschiedlichsten Artikeln: Während bei den rein Wissen-Vermittelnden Blogs häufig ein reger Austausch mit guten Kommentaren stattfand, war auf vielen anderen unendlich viel rammdösiger Müll zu lesen ... von extremer "Klugscheisserei" bis zu diversen verbalen Attacken und Beleidigungen - bei aller Liebe zur Demokratie und der Tatsache, dass sich diese Leute selbst disqualifizieren: Ich würde an solcher Stelle konsequent löschen; denn gerade für interessierte Leser ist das vermutlich sehr ärgerlich. Wenn man die Kommentare ernst nehmen würde, gäbe es 90% erfolgreiche Trader und nur 10% Verlierer im Markt (war doch irgendwie andersherum :)). Ich habe mir in dieser (alter und neuer) Fülle einige Blogs rausgesucht, dessen Feed ich abonniert habe und deren Entwicklung ich aus Neugier (und Unterhaltungsgründen) weiterverfolgen werde. Es ist unmöglich alle Blogs zu lesen und ich lese ausschließlich stichprobenweise, wenn meine Trades laufen, also nebenbei. Ich führe jetzt nicht solche "must-have-feeds" wie z.B. Candletrading, Aktienboard, Elite Trading, Trendinvest, Godmode, etc. auf, da diese für mich immer schon auf meiner Liste standen und immer mal (wieder) einen Blick Wert sind. Die Seiten, die ich hier nenne, sind schlicht und einfach aus bestimmten Gründen recht interessant und lohnen sich zu verfolgen - viele sind sicherlich schon altbekannt. Für Anfänger ist das eine oder andere sicherlich lehrreich und für die Profis unterhaltsam (nicht ironisch gemeint). Die Reihenfolge ist keine Rangliste und die Schlagworte, die ich mit dem Blog verbinde, sind natürlich überwiegend persönliche Ansichten. Ich lese derzeit also regelmäßig folgende Blogs und bitte es nicht persönlich zu nehmen, wenn der eine oder andere zwar von den Eigenschaften hierhergehört, aber nicht explizit aufgeführt ist: K.I.S.S. Trading: http://www.kiss-trading.de/ Dieser Blog von Frank aus Frankfurt (hört sich wirklich gut an) ist schon recht lange online. Kaum ein Blogger bringt so gut eine der wichtigsten Tugenden des Tradings rüber:  Disziplin! Nicht nur, dass er seinen Blog ordentlich und regelmäßig pflegt, indem er strukturiert regelmäßig sein Vorgehen kommentiert, er macht dies auch so, dass man seinen Weg gut nachverfolgen kann. Auch wenn das Depot nicht den besten Stand hat - vermute ich ist es nur eine Frage der Zeit bis er erfolgreich sein wird. Mit gleicher Disziplin aber weniger Aufwand (dafür vielleicht mit mehr Erfolg beim Traden) werden auch z.B. die Blogs PIPTRADER-BLOG und URANOSS-DAYTRADING betrieben (und natürlich noch viele andere mehr). EACH TRADING DAY http://www.eachtradingday.com/ Dieser Blog zeigt auch den Weg eines Traders - wobei hier die Abwechslung durch kleine, abwechslungsreiche Finanzartikel sehr gelungen ist. Er hat ein gutes Gefühl für die "Sahnestückchen" unter den Finanzartikeln (vielleicht ein wenig grob umfasst) und fährt dabei interessante, aber nie zu "schwere" Literatur auf. Dies zeigt sehr schön, dass die Finanzbranche alles andere als langweilig ist und auch pure Chartisten hier einige interessante News und Geschichten finden können. Daytrading.de http://www.daytrading.de Daytrading.de ist ein Nummer in der Blog-Welt; man mag über die Historie denken wie man will. Philipp macht einfach einen sehr guten Job als Trader (mit redaktioneller Unterstützung von Valentin) und zeigt wie ein Depot stetig wachsen kann. Dieser Blog steht für mich auch für die Kommerzialisierung des Tradingblogs: kein Blog vermarktet so geschickt "trading is business". Europa und speziell Deutschland hinkt hier grundsätzlich sehr hinterher und die Jungs sind gute Vorreiter. Hier werden wir in Zukunft sicherlich noch einiges sehen (vermutlich unter permanent wechselnder Optik)  - und von Philipp wird man noch viel hören und lesen. Für Anfänger lohnt es sich in jedem Fall die Ein- und Ausstiege im Chart nachzuvollziehen und die Podcasts zu abonnieren. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle "True Aphrodite“ der Blog des ehemaligen Mentors des oben genannten Philipps. Er tradet wieder und testet derzeit sein System "Siddharta". Der Blog ist eine für mich ein Muss; denn Pierre ist sicherlich eine der umstrittensten Persönlichkeiten der europäischen Tradingbranche und könnte ein gutes Beispiel werden wie man wieder aufsteht. Beide Blogs sind immer für Überraschendes (und Unvorhersehbares) gut – wie im Trading-Alltag eben. Der Forex Millionaer http://der-forex-millionaer.de/ Dies ist zur Zeit mein absoluter Favorit :). Kay ist ein äußerst sympathischer Anfänger mit sehr großem Erfolg in seiner Startphase. Er möchte in 365 Tagen aus 1.000 Euro eine Million Euro machen  - er hat sich ausgerechnet, dass er dazu ja nur 2,xx% pro Tag benötigt und stellt damit alle anderen Challenges in den Schatten. Einige von Euch erinnern sich noch an: aus 10.000 eine Million, aus 10.000 Hunderttausend, das 1%-täglich-Experiment, etc. - nein, hier haben wir etwas heißeres. Den zukünftigen Gewinnplan konnte man sich auch von seiner Seite runterladen und er macht derzeit fast jeden Tag ein Video und stellt seinen Tageskontoauszug (Metatrader) ins Netz. Nach meiner leicht ironischen Einführung, möchte ich an dieser Stelle gar nicht darauf eingehen, wie ich es finde, dass er "stopfreies" Trading propagandiert oder ein Anfänger ist oder die Umstände/ Wahl des Brokers und der Tradingplattform, etc. und alle anderen diskussionswürdigen Hintergründe, sondern führe mal an, was mir so gefällt: Kay macht genau das, von dem er glaubt das es funktioniert und dies mit Disziplin: er ziert sich nicht für Tradingchancen früh aufzustehen, wenn es sein muss. Er hört auf wenn es einfach nicht läuft. Er setzt keine Stopps (leider auch keinen Emergency-Stopp), riskiert mehr als 1%, um nur einige Beispiele zu nennen - und sein Konto wächst. Warum ich dass so klasse finde ist ganz einfach: All die guten Börsenregeln mit MM und RM funktionieren für Trader, die lange mitspielen möchten, begrenztes Kapital haben und langsam aber sicher ihr Kapital vermehren wollen  - will man aber in kurzer Zeit viel Geld verdienen sind ein Großteil dieser Regeln nutzlos hier zeigt einer wie es gehen könnte. Man sollte nicht vergessen, dass hier mitunter auch heiter gezockt wird, aber dennoch anscheinend mit System (er spielt übrigens auch Poker, was natürlich nicht nur reine Zockerei ist). Er zeigt Euch alle Trades - auch die negativen, alle Ein- und Ausstiege sind zu sehen: transparent und nachvollziehbar (soweit ...). Also wer 1.000 Euro übrig hat und damit meine ich: „wirklich übrig“ und ein wenig Talent mit bringt, sieht hier einen unterhaltsamen Ansatz wie man Trading auch interpretieren und umsetzen kann. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Blogs, insbesondere die der ganzen internationalen Traderelite und da natürlich auch viele englischsprachige (z.B. Brett Steenbarger, etc.). Im Laufe der Jahre wiederholen sich die Inhalte und der Stil bleibt sehr ähnlich und ich verfolge die Blogs nur über den Feed und picke die besten Stücke heraus – hier wollte ich nur aufzeigen, dass es auch einige durchaus lesenswerte Blogs in Deutschland gibt. LG Aurelius

Status Mai, Juni, Juli, August – wie geht’s weiter?

Hier nun eine Zusammenfassung der letzen Monate, wobei zwei Monate so gut wie nichts passierte, da wir Sommerpause hatten. In der Zeit davor hatte eigentlich Marvin die meiste Arbeit; er hat Chart um Chart analysiert und wir haben dann an den Wochenenden die Trades besprochen. Parallel habe ich mit dem einen oder anderen Leser des Blogs live getradet (per Skype oder Telefon) und viele Handelsansätze und Indikatoren ausgetest (dazu später mehr). Nach eine abschließenden Auswertung in der Sommerpause habe ich festgestellt, dass wir mit den Einstiegen meist sehr gut lagen, jedoch wie viele andere vermutlich auch häufig durch das Marktrauschen herausgeflogen sind.  Auch war die Kombination der Ansätze nicht perfekt, so ist Marvins privates Depot mittlerweile (bei gleichen Trades und natürlich noch weiteren, nicht im Blog genannten) ordentlich vorne (ich glaube seine Depot enthält fast 100 Werte – quasi ein Monster Hedge-Fonds)  und meine privat gekauften ursprünglich langfristigen Positionen sind längst aufgelöst. Dies zu kombinieren führte also häufig zu einer zu frühen Gewinnmitnahme und zu vorzeitigem Ausstieg – gepaart mir den hohen Gebühren war das nicht schlecht, aber auf den ersten Blick auch nicht sehr erfolgreich.  Der Broker war soweit in Ordnung, die Ausführung in der Regel auch immer gut (Marvin hat sein Depot dort weiterhin), lediglich bei den Gebührenverhandlungen war man nicht zum weiteren Senken bereit, was aus wirtschaftlicher Sicht bei der verhältnismäßigen  geringen durchschnittlich zu erwartenden Menge  an Trades auch nicht überrascht. Wie geht es weiter? Ingesamt ist der Depot-Verlauf also unproblematisch und durchaus als normal und stabil zu bewerten - insbesondere, weil wir ja in einer Testphase sind es sich nur um ein Demokonto handelt. Als nächstes testen wir im längerfristigen Anlagezeitraum nun CMC-Markets. Da wir dort kein unbefristetes Demokonto bekommen können, haben wir ein Echtgeld-Minikonto eingerichtet, dass derzeit bei ca. 1100,00 Euro steht. Dort testen wir nun die längerfristigen Trades weiter und werden sicherlich auch nicht die Schattenseiten  verschweigen. Näheres zum Wechsel ist auch dem Artikel von Marvin zu entnehmen. Zusätzlich wird es eine Umstrukturierung in der Besprechung von Trades bzw. der Watchlist geben und eine neue Rubrik, die sich mit Handelsansätzen beschäftigt. Gute Trades und Grüße Aurelius

Ferienende :)

Nach einer kleinen Sommerpause, die auch noch nicht ganz vorbei ist, fasse ich nun mal die letzten Monate zusammen: Für mich persönlich waren die letzten Monate sehr bereichernd und ich habe beschlossen meine bevorzugten Märkte zu wechseln. Der Entschluss fiel in den letzen Wochen ausschließlich durch das Einarbeiten in den Futures-Markt - ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht unendlich lange darüber diskutieren, welches der beste oder allgemein "der bessere" Markt ist, jedoch habe ich mich für diesen entschieden, weil mir einerseits die Transparenz zusagt und andererseits mir mein Gefühl sagt, dass dieser Markt zu mir passt. Selbstverständlich werde ich auch weiter im Forex- und Aktien/ CFD-Markt aktiv bleiben, jedoch bin ich mir diesbezgl. noch nicht über den Broker einig, dem ich in Zukunft mein Geld anvertraue - nicht dass mir Marketindex nicht zusagt, es ist nur so, dass mir die minimale Kommpression von 5 Sekunden nicht mehr die Transparenz bietet, die ich mittlerweile von den Futures gewöhnt bin. Natürlich habe ich auch vorher Tick-Charts genutzt (von separatem Anbieter) - es ist jedoch ein erheblicher  Vorteil, wenn der Tickchart-Provider und die Chartgrundlage des Brokers (aus dem ich bei z.B. bei Marketindex heraus handle) nahezu kongruent sind. So viel also zu meinen persönlichen Erfahrungsteil! Das Team-Trading im Blog verblieb, wie von einigen festgestellt, größtenteils auf dem Wochenchart-Trading; hier haben wir versucht einerseits die Abstimmung anderseits die Systematik zu optimieren. Der Teil der Abstimmung ist immer noch sehr aufwendig, so dass es notwendig sein wird innerhalb eines Teams ein festes Reglement zu erarbeiten. Die freie Entfaltung des jeweiligen Traders führt zwar zu vielen potentiellen Kandidaten, jedoch ist die Findung nicht immer ein einstimmiger Prozess und es ist häufig notwendig, eine ganze Weile über Pro und Contra eines Einstiegs zu diskutieren - so dauern diese Abstimmungen immer noch verhältnismäßig lang. Im Markttechnik-Team werden wir sehen, ob wir uns schneller durch vorgegebene Regeln auf Trades einigen können. Insgesammt sind wir zum Entschluß gekommen, dass wir die Zeitebene, auf der wir handeln ein wenig kritischer betrachten müssen. Das Trading im Wochenchart ist eine verhältnismäßig konservative Art des Handelns und bei unseren Positiongrößen sicherlich nicht zu risikoreich, jedoch muss man einen sehr langen Atem haben, um zu prüfen, ob, wann und wieso sich der Erfolg einstellt (oder vielleicht nicht einstellt). Das Analysieren des Trading-Journals kann dabei eine Hilfe sein, jedoch sind einfach mehr Trades notwendig um valide Aussagen treffen zu können. Das Depot ist derzeit leicht im Minus, was zu einem nicht unerheblichen Teil auch den Gebühren geschuldet ist (kein unbekanntes Problem) - d.h. allerdings nicht, dass man mit 10.000 Euro grundsätzlich unterkapitalisiert ist, Trader wie Philipp (daytrading.de) oder Plantrader (und andere) zeigen, dass diese Menge für einen soliden Anfang ausreichen kann. Parallel dazu haben Marvin und ich begonnen, gemeinsam live Futures zu traden, dabei haben wir unsere persönlichen Ansätze kombiniert und werden dies in den nächsten Wochen weiter ausbauen. Wenn wir uns eingespielt haben, werden wir dann eine begrenzte Anzahl (am Anfang ca. 32 User) über TeamSpeak einladen uns zuzuhören und unsere Trades live zu verfolgen. Man kann beim Postitiontrading zwar schön die Tradingansätze der technischen Analyse erklären und Prinzipien der Diversifikation oder ähnliches aufzeigen, die Schritte sind allerdings sehr klein und das Erlernen eines gewissen Marktgefühls oder anderer Methoden und bermerkenswerten Eigneschaften der Märkte (z.B. Einfluß der News, etc.) bleibt meiner Meinung nach derzeit ein wenig auf der Strecke. Was man allerdings hier besser lernt, alls in allen anderen Zeitebenen ist Geduld ... und man begreift schnell, wie langweilig Trading sein kann. Für den aktiven Trader ist die Langeweile Teil des Geschäfts, für den zuschauenden Anfänger einfach nur unverständlich: nix passiert, Depot im Minus ... kann ja nicht funktionieren. In den nächsten Tagen werde ich ein wenig auf systematische Ansätze des Handelns eingehen und auch das laufende System weiter kommentieren; am Ende der Woche werden wir dann ganz normal weiter traden - ... und ich traue es mir kaum zu schreiben wir wechseln den Broker! Ja, richtig, wir gehen zu einem der am meisten kontrovers diskutierten CFD-Broker. Die Wahl ist schlicht und einfach wegen der Gebühren auf diesen gefallen; ich gehe davon aus, dass auf Grund des langfristigen Tradingfensters die schlechte Ausführung durch die niedrigen Gebühren kompensiert wird. Morgen schreibe ich dann mal etwas zum bloggen allgemein, ich habe mir nämlich in der Sommerpause die Zeit genommen unzählige Blogs zu lesen - äußerst spannend :) LG Aurelius

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