Wohlgemerkt ... dies ist keine Werbung! Hallo Trader! Ich bzw. das daytradingteam war am 12. November anläßlich der neuen WHSelfinvest Niederlassung in Frankfurt zu einer kleinen Eröffnungsfeier einen Tag vor der "World of Trading" (WOT) Messe eingeladen. WHSelfinvest ist ein Broker, der u.a. CFDs, Forex und Futures auch für den deutschprachigen Raum anbietet und mit Frankfurt sein erstes deutsches Büro eröffnet hat. Mir sind verschiedene Meinungen von Traderkollegen bekannt, die (sehr) gute Erfahrungen mit diesem Broker gemacht haben, insb. im CFD-Bereich (u.a. verwendet WHSelfinvest echte "Live"-Kurse von Aktien-CFDs mit normalem Börsenspread, s. Info). Das Treffen fand im Luxushotel Marriott statt und aus eigenen Erfahrungen mit solchen Veranstaltungen schwante mir schon Schlimmes bzgl. der Parkgebühren für diesen Abend ;-). Lustigerweise habe ich dann aber das Parkhaus zum Hotel gar nicht gefunden (weil schlecht beschriftet oder nur gut versteckt, je nachdem...) und konnte - entgegen der üblichen Praxis - mein Auto völlig umsonst auf einem nahen Seitenstreifen parken. Damit hatte der Abend schon einmal besser angefangen als erwartet. Übrigens hatte auch ein Trader, den ich im Laufe des Abends noch kennenlernte und mit dem ich mich dann auch darüber unterhielt, den Parkplatz ebenfalls nicht gefunden. Er hatte allerdings bei den Mülltonnen geparkt... ;-) Die eigentliche Veranstaltung inkl. kleiner Verpflegung (die üblichen exklusiven "Schnittchen") nach dem Vortrag war umsonst, daher Danke nochmals an WHSelfinvest (insb. an Herrn Schneider), die das Ganze bezahlt haben und natürlich für die Einladung des daytradingteams. Auf der Veranstaltung haben sich ein kleiner Kreis illustrer Personen zusammengefunden (lt. Pressetext "Kunden, Geschäftspartner und die Finanzpresse", da zählen wir dann wohl zu den Letzteren...). Ich kannte davon noch lange nicht jeden, aber z.B. sind mir u.a. Herr Ralf Flierl (Chefredakteur Smartinvestor), Herr Dr. Gregor Bauer (Vorstandsvorsitzender des VTAD), Herr Michael Voigt (Das große Buch der Markttechnik, "Der Händler") und noch ein paar weitere Personen über den Weg gelaufen. Außerdem waren scheinbar auch ein paar Trader wie Du und ich anwesend (Grüße an Erik, den ich dann einen Tag später auf der WOT nochmals getroffen hatte und der nach der Verstaltung erfolgreich sein Auto bei den Mülltonnen wiedergefunden hat...). Das Publikum bestand vielleicht aus geschätzten 50-70 Personen, also recht überschaubar (s. Foto). Herr Wouter Warmoes, Geschäftsführer der WH SelfInvest AG, begrüßte die Anwesenden und beschrieb kurz den Werdegang von WHSelfinvest, der einige witzige Anekdoten, insb. aus der Anfangszeit des Brokers bereithielt. Nach dieser Begrüßung folgte der ca. einstündige Vortrag von Herr Dr. Friedhelm Busch (u.a. bekannt aus der "Telebörse" und weiteren Sendungen) mit dem Thema "Die Börsen zwischen Angst und Zuversicht". Dieser war unterhaltsam und sogar manchmal kontrovers, wobei mir selbst das Meiste aus verschiedenen Quellen schon vorher bekannt war (z.B. aus dem Smartinvestor oder Internet). Für andere war dies aber sicher neu und so konnte man verschiedene Entwicklungen an den Börsen auch in einem anderen Blickwinkel neu entdecken. Das Publikum hat u.a. noch erfahren, dass Herr Dr. Busch, wie wohl viele andere auch, die Rally an den Aktienmärkten seit März verpasst hat und nun auch (noch) nicht investiert ist, aber auf einen Einstieg wartet (fragt sich nur, bis wann...). Weitere Meinungen vom ihm gab es zur Entwicklung des US Dollar, zu Gold und zu den Aktienmärkten. Nach seinem Vortrag konnte man noch Fragen an Herrn Dr. Busch stellen, was vom Publikum reichlich in Anspruch genommen wurde. Anschließend konnte man bei den schon erwähnten Schnittchen mit anderen Teilnehmern diskutieren und sich austauschen. Ich hatte da z.B. ein etwas längeres Gespräch mit Herrn Flierl. Da ich langjähriger Abonnent von Smartinvestor bin, habe ich dem Chef mal meine Meinung zu seinem Blatt gesagt (was jetzt nicht heißen soll, dass ich die Zeitschrift negativ sehe, im Gegenteil. Wer sich z.B. abseits vom Mainstream, insb. vom Börsenblätter-Mainstream, informieren will, ist hier sehr gut aufgehoben). Ich habe vor lauter Reden fast das Essen vergessen und musste mich dann gegen Ende noch um die letzten verfügbaren Schnittchen bemühen, natürlich bei entsprechender Wahrung der Etikette. ;-) Vorsorglich hatte ich mir schon einmal vor der Veranstaltung selbst noch eine kleine Notration für die ca. 1 1/2 stündige Heimfahrt besorgt... Alles in allem war es ein gemütlicher Abend mit einigen interessanten Leuten. Einige waren vielleicht auch deswegen da, weil am nächsten Tag die WOT begonnen hat? Auf jeden Fall war die Atmosphäre angenehm zum Unterhalten. Bis auf so ein aufgestelltes Banner/Plaket von WHSelfinvest und natürlich den Mitarbeitern hat eigentlich nichts auf eine Werbeveranstaltung hingedeutet. Sie ist auch nicht so rübergekommen, im Gegenteil: Man konnte hier einfach ein paar interessante Leute kennenlernen und ggf. neue Einblicke zum aktuellen Börsengeschehen gewinnen. Die Produkte von WHSelfinvest (z.B. CFDs, Futures, etc.) wurden gar nicht bis einmalig angesprochen (zumindest im Vortrag), das war's aber auch schon. Also eine ganz andere Welt wie die vielleicht von Messen bekannten "marktschreierischen" Aktionen oder "Einführungsseminare" bestimmter CFD-Brokerkonkurrenten... Von WHSelfinvest wurden Bilder von der Veranstaltung geschossen, von denen ich hier einige verwendet habe. Grüsse Marvin
daytradingteam.de Watchlist/Trades 18.10.2009 19:28 Hallo Trader! Nach einigen Wochen/Monaten des Testens unserer Team-Strategien haben wir festgestellt, dass das wöchentliche Ermitteln von Setups im diskretionären Bereich und das dazugehörige Veröffentlichen der Charts, Watchlisten, etc. einfach zu aufwendig ist, um es "nebenbei" zu betreiben. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine etwas weniger zeitintensive Strategie zu fahren und nur noch 1-2 Trades pro Woche zu veröffentlichen. Ein Grund dafür ist auch die bisher mangelnde Resonanz und Rückfragen. Das neue Vorgehen des Teams sieht in Stichpunkten so aus: Es gibt jede Woche einen "Trade der Woche" (maximal zwei). Die Tradesetups erfolgen ausschließlich diskretionär durch das Team Aurelius (AU), Marvin (MA) und Juliettpapa (JP). Das Setup wird im Blog als Artikel mit Screenshots veröffentlicht. Dadurch hat jeder die Möglichkeit das Tradesetup sofort zu bewerten und Kommentare dazu zu veröffentlichen. Die Trades werden dann auch in ihrem jeweiligen Artikel weiter verfolgt und kommentiert (Stopp-Anpassungen, Exits, verändertes Setup, etc.). Als "Liste der offenen Trades" gibt es im bisherigen Bereich der Watchlist (also hier) einen Screenshot des Brokers, wo jeder den Kontostand, die laufenden Trades inkl. deren Stopps und neue Trigger für neue Trades sehen kann. Eine eigene Tabelle der Watchlist wie bisher wird es nicht mehr geben, ebensowenig das bisher mitgeführte Trading-Journal. Auch hier liegt der Grund im erheblichen Zusatzaufwand. Wird eine Position ausgestoppt oder verkauft, erscheint sie ebenfalls im Bereich der Watchlist (hier) in der Liste abgeschlossener Trades, in der noch mal die Tradedaten und der GuV dargestellt werden. Auf dieser Seite wird also alles um die Trades "herum" aufgelistet, die neuen/laufenden Trades bekommen jeweils einen eigenen Artikel (unter Trading > User-Trades, http://www.daytradingteam.de/category/trading/usertrades/), in denen sie auch weiterhin kommentiert werden. Weiterhin gilt wie bisher: Für die Aktien-CFDs nutzen wir den Broker CMC Markets. Wir handeln auf Tagescharts. Es werden nur Titel aus Dax, TecDax, Dow und Nasdaq100 gehandelt. Die Trades haben ein Risiko von 2%, d.h. wir risikieren pro Trade max. 2% vom Kapital, aktuell also 20 € (dieses Risiko bezieht sich auf die normalen Stopps, ggf. kann es auch etwas höher ausfallen, weil Emergency-Stopps verwendet werden. Teammitglieder Das Team besteht aus: Aurelius (AU) Juliettpapa (JP) Marvin (MA) Es gibt einen primären Ansprechpartner für die Trades (s. jeweiligen Artikel). Wenn Ihr Fragen zu bestimmten Titeln/Setups habt, dann könnt Ihr Euch direkt an das Teammitglied wenden. Allgemeine Fragen zur Watchlist insb. Verwaltungssachen könnt Ihr an Marvin stellen. Trades Ältere Ausgaben der Watchlist (also bevor diese Seite immer wieder aktualisiert wurde) sind unter Trading > Watchlist/Kandidaten zu finden. Ein ausführlicher Trade (Telefonica-Trade) findet sich hier. Die Kommentarfunktion kann dazu genutzt werden, sich über einzelne Setups und Trades auszutauschen. Bitte reichlich davon Gebrauch machen... Ansonsten s. unter Trading > User-Trades. Zeitraum: Woche 19.10. - 23.10.09 Übersicht aller Trades und Watchlist: s. unter Team-Trading > Team-Strategien ( hier ) Geschlossene Positionen Trade-ID Wert Anzahl Entry Exit G/V (netto) Status - Nordex Long 27 13,00 (21.9.) 11,88 (30.9.) 30,24 Stopp ausgelöst Kontostatus Im Kontostatus sind alle laufenden Positionen, offene und ausgeführte Orders und der Kontostand inkl. G/V zu erkennen (Anklicken zur vergrößerten Darstellung!) Risikokennzahlen/Parameter Pro Trade wird aktuell max. 2% Risiko (also 1 R = 2%) des Gesamtdepots riskiert. Wenn pyramidisiert werden sollte, dann i.d.R. nur dann, wenn die Position bereits im Gewinn ist. Bei so einem Aufbautrade wird das max. Einzelpositionsrisiko nicht überschritten. Bei riskanteren Positionen (v.a. welche, die als (zeitweise) spekulativ einzustufen sind) wird auf die Hälfte des Risikos heruntergegangen, also auf 1%. Da die Depotgröße mit 1000 € startet, bedeutet das, dass max. 20 € / Trade riskiert werden, bei riskanten Trades max. 10 €. Das Gesamtrisiko über alle laufenden und geplanten Positionen liegt bei max. 20%. Eine Anpassung der aktuellen Kapitalgröße (z.B. für neue Positionen) werden wir nach regelmäßigen Zeiträumen anpassen (gedacht ist: jeweils am Monatsende), so dass neue Positionsgrößen darauf berechnet werden. Die Anzahl der gleichzeitig offenen Trades ist nicht beschränkt, aus Gründen der Handhabbarkeit werden wir dennoch bei ca. 10 Trades keine weiteren mehr starten, solange nicht bestehende Positionen geschlossen werden. Kursziele verstehen sich als mögliche Zielzonen, die vom Kurs angelaufen werden könnten. Sie sind keinesfalls exakt (so wie z.B. die Stopps). Auch muss nicht zwingend bei deren Erreichen aus dem Trade ausgestiegen werden. Sie sind Anhaltspunkte und dienen v.a. der CRV-Berechnung. Dies alles gilt v.a. für Marvins Handelsstil. Es gibt keinerlei Einschränkungen, was von den Setups gehandelt wird (zur Auswahl an Aktien-Titeln s.o.). Als Kommissionskosten werden pro Halfturn 0,08% der Positionsgröße (Anzahl * Kurswert) berrechnet, ein kompletter Trade kostet dann mind. 0,16% an Transaktionskosten. Finanzierungskosten werden näherungsweise im TJ geschätzt (bereits vor dem Tradeeinstieg) und bei Abschluß der Trades mitverrechnet. Viel Erfolg! Aurelius, Juliettpapa und Marvin
Das System hat im letzten Monat recht ordentliche Gewinne eingefahren und es fangen dadurch immer mehr an, sich dafür zu interessieren. Ich werde in den nächsten Artikeln nach und nach etwas mehr ins Detail gehen und verschiedene Einstellungen des Systems vorstellen; denn das was hier im Blog gezeigt wird, ist natürlich nur die Basis - und man kann den trivialen Ansatz auch schnell nachvollziehen. Das System wird auf drei relativ stark korrelierenden Indizes gehandelt und hat von der Darstellung ein paar Schwächen, die ich als erstes aufzählen möchte: Zur Umsetzung: Um die Darstellung kompakt zu halten, werden alle drei Werte in einen einzigen Systemchart eingebettet, was dazu führt dass auch das MM/ RM für alle gleich angesetzt wird. Diejenigen, die also ähnlich handeln und eine leichte Abweichung der Performance festgestellt haben, müssen also berücksichtigen, dass man beim Handel mit CFD's nicht immer den gleichen Spread ansetzen kann, so haben MDAX und der TECDAX meistens einen um ein bis drei Punkte höheren Spread, was zu einer Reduzierung des Gewinns von ca. 400 Euro führt (das System berücksichtigt einen Spread von 1,5). Diesen Mißstand könnte man beheben, wenn man jeden Index in Tradesignal einzeln betrachtet - dies ist mir an dieser Stelle und zu diesem Zweck allerdings zuviel Aufwand. Zum Risiko/ Stop Das System ist quasi "allways in". Der Stop liegt vom Prinzip her im Geld und zwar bei maximal zwei Prozent des Kapitals. Da der Stop charttechnisch bestimmt wird, nämlich an den Vortagesextrema, kann es also tatsächlich vorkommen, dass ein Trade bei Überschreitung dieser zwei Prozent nicht durchgeführt werden kann - nur in diesem Fall ist dass System flat - ansonsten wird gedreht. Grundsätzlich gibt es noch viele Filter mehr, wie zum Beispiel Einstiegs- und Ausstiegsfilter, dynamische Positionsgrößenbestimmung in Abhängigkeit vom Erfolg des Systems etc. einen Auszug (nur zur Anschauung, an dieser Stelle noch ohne Erklärung) seht Ihr hier: Das System ist mitnichten überoptimiert (eine Optimierung hat überhaupt nicht stattgefunden), sondern enthält neben Einstellungen zum MM/ RM vor allen Dingen Einstellungen zur Reduzierung der Handelsfrequez oder zu Unterstüzung von halbautomatiscehr Umsetzung der Trades (was ich persönlich bevorzuge). Zur Perfomance: Wendet man das System nun ohne weitere Einstellungen (so wie bisher) mit einem Kontrakt an, sieht die Gewinnkurve wie folgt aus, wobei man beachten muss, dass die Perfomance nahezu proportional zum Einsazt steigt (10 Kontrakte hätten also bei entsprechendem Konto zu ca. 35.000 Euro, 100 zu 350.000 Euro Gewinn geführt): Bei dynamischer Positionsgrößenbestimmung und unterschiedlichem Startkapital hätten wir folgendes Bild, wobei anzumerken ist, dass nur der performanteste Index einen Positionsgrößenveränderung erfährt: Bei Start mit einen Kontrakt und 5.000 Euro Startkapital: Bei Start mit einen Kontrakt und 20.000 Euro Startkapital: Bei Start mit einen Kontrakt und 100.000 Euro Startkapital: Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht extra im Detail erwähnen muss, dass Systeme im Livehandel nicht exakt die gleichen Ergebnisse erzielen. Zm Abschluss möchte ich noch die Frage beantworten, wie das System intraday im DAX abschneidet: Im Backtest gut, was aber tatsächlich nicht der Realität entspricht. Im Stundenchart mit den bekannten Einstellungen weist es einen ähnlichen Nettogwinn aus - bei Berücksichtigung von Slippage und Gebühren läuft es aber schnell auf Break-Even oder sogar in den Minusbereich. ... to be continued ... LG Aurelius
Es wird in Zukunft Umstrukturierungen der Wachtlist geben, daher wurden einige Menüpunkte und Inhalte umsortiert. Nähere Informationen erfolgen in Kürze. 11.10.2009 19:48 Hallo Trader! Nun wieder eine Aktualisierung der Trades (s. Tabelle und Charts). Diese Woche werden wir das Konzept der Watchlist im Team bereden, in naher Zukunft dazu mehr. Daher auch keine neuen Trades, nur Anpassung der Stopps. Hier nochmal das wichtigste der letzten Wochen bzgl. unserer WL: Für die Aktien-CFDs nutzen wir den Broker CMC Markets. Wir handeln auf Tagescharts (Marvin; deutsche Werte im DAX und TecDAX) bzw. 4h Ebene (Aurelius; US Dow Jones und Nasdaq100 Werte). Nur für den ausführlichen Trade ("Trade der Woche") werden wir die Trades absprechen (dazu unten noch mehr), ansonsten tradet jeder seine Setups, die er findet. Die Trades haben ein Risiko von 2%, d.h. wir risikieren pro Trade max. 2% vom Kapital, aktuell also 20 € (dieses Risiko bezieht sich auf die normalen Stopps, ggf. kann es auch etwas höher ausfallen, weil Emergency-Stopps verwendet werden. Die laufenden Trades werden in einem neuen (abgespeckten) TJ geführt. Dieses TJ ist hier downloadbar (s.u.). GGf. stellen wir auch am Ende jedes Monats ein Transaktionsprotokoll vom Broker hier zum Download bereit, so dass man auch alle Trades in der Vergangenheit 100%ig nachvollziehen kann. Neue Trades werden hier im Blog auf dieser Seite in Kurzform (s. Tabelle unten) dokumentiert, zusätzlich zum TJ. Ausgewählte Trades ("Trade der Woche"), auf die man etwas genauer eingehen kann, werden wir unter User-Trades in einem eigenen Artikel vorstellen. Teammitglieder Das Team besteht aktuell aus: Aurelius (Kürzel: AU): Fokus: US Dow Jones und Nasdaq Aktien auf 4h Charts mit Einstiegen nach Indikatoren auf Tagesbasis und Exits in 1h-4h Charts Marvin (Kürzel: MA): Fokus: DAX- und TecDAX-Aktien auf Tagescharts Es gibt einen primären Ansprechpartner für die Trades und die Watchlist (v.a. Erstellung, Verwaltung, etc.), den Moderator (aktuell: Marvin (MA)). Wenn Ihr Fragen zu bestimmten Titeln/Setups habt, dann könnt Ihr Euch natürlich direkt an das Teammitglied wenden. Trades Ältere Ausgaben der Watchlist (also bevor diese Seite immer wieder aktualisiert wurde) sind unter Trading > Watchlist/Kandidaten zu finden. Ein ausführlicher Trade (Telefonica-Trade) findet sich hier. Die Kommentarfunktion kann dazu genutzt werden, sich über einzelne Setups und Trades auszutauschen. Bitte reichlich davon Gebrauch machen... Ansonsten s. unter Trading > User-Trades. Zeitraum: Woche 12.10.-16.10.09 Analysen von: Aurelius (AU), Marvin (MA) Handelsstrategie Marvin: s. unter Trading > Strategien ( hier ) Übersicht aller Trades und Watchlist: s. unter Team-Trading > Team-Strategien ( hier ) Kandidaten und Positionen Wert Long/ Short Entry (am) Stopp initial (aktuell) Kurs- ziel CRV Stück Status Nordex Long 13,00 (21.9.) 12,3 (11,9) 17,8 6,9 27 gestoppt am 30.9. zu 11,88 Dt. Börse Long 57,5 (21.9.) 54,6 (53,6) 90,7 11,4 6 laufender Trade Merck KgAA Long 68,8 (22.9.) 66,2 (65,6) 78,1 3,6 7 laufender Trade QSC Long 1,711 (22.9.) 1,51 (1,55) 2,5 3,9 98 laufender Trade Q-Cells Long 13,15 (24.9.) 12,2 (11,85) 19,6 6,8 10 laufender Trade Fresenius SE Vz. Long 40,35 (1.10.) 39,0 (38,6) 49,8 7,0 14 laufender Trade Kontron Long 8,1 (2.10.) 7,9 (7,7) 10,6 12,5 93 laufender Trade Roth & Rau Long 25,2 (2.10.) 22,6 (21,9) 35,0 3,8 7 laufender Trade Kontostatus Im Kontostatus sind alle laufenden Positionen, offene und ausgeführte Orders und der Kontostand inkl. G/V zu erkennen (Anklicken zur vergrößerten Darstellung!) Trading-Journal Wir führen parallel zu den Trades das (abgespeckte) Trading Journal (downloadbar unter Trader-Utilities > Downloads), in dem alle Titel enthalten sind, sowohl die geplanten also auch die ausgeführten Trades. Es ist hier downloadbar. Charts Ausgewählte Trades (s. unter Trading > User-Trades) werden im Tradesignal-Forum gepostet: s. hier Risikokennzahlen/Parameter Pro Trade wird aktuell max. 2% Risiko (also 1 R = 2%) des Gesamtdepots riskiert. Wenn pyramidisiert werden sollte, dann i.d.R. nur dann, wenn die Position bereits im Gewinn ist. Bei so einem Aufbautrade wird das max. Einzelpositionsrisiko nicht überschritten. Bei riskanteren Positionen (v.a. welche, die als (zeitweise) spekulativ einzustufen sind) wird auf die Hälfte des Risikos heruntergegangen, also auf 1%. Da die Depotgröße mit 1000 € startet, bedeutet das, dass max. 20 € / Trade riskiert werden, bei riskanten Trades max. 10 €. Das Gesamtrisiko über alle laufenden und geplanten Positionen liegt bei max. 20%. Eine Anpassung der aktuellen Kapitalgröße (z.B. für neue Positionen) werden wir nach regelmäßigen Zeiträumen anpassen (gedacht ist: jeweils am Monatsende), so dass neue Positionsgrößen darauf berechnet werden. Die Anzahl der gleichzeitig offenen Trades ist nicht beschränkt, aus Gründen der Handhabbarkeit werden wir dennoch bei ca. 20 Trades keine weiteren mehr starten, solange nicht bestehende Positionen geschlossen werden. Kursziele verstehen sich als mögliche Zielzonen, die vom Kurs angelaufen werden könnten. Sie sind keinesfalls exakt (so wie z.B. die Stopps). Auch muss nicht zwingend bei deren Erreichen aus dem Trade ausgestiegen werden. Sie sind Anhaltspunkte und dienen v.a. der CRV-Berechnung. Dies alles gilt v.a. für Marvins Handelsstil. Es gibt keinerlei Einschränkungen, was von den Setups gehandelt wird. Als Kommissionskosten werden pro Halfturn 0,08% der Positionsgröße (Anzahl * Kurswert) berrechnet, ein kompletter Trade kostet dann mind. 0,16% an Transaktionskosten. Finanzierungskosten werden näherungsweise im TJ geschätzt (bereits vor dem Tradeeinstieg) und bei Abschluß der Trades mitverrechnet. Und nochmals der Hinweis von oben: Die Kommentarfunktion kann dazu genutzt werden, sich über einzelne Setups und Trades auszutauschen. Bitte reichlich davon Gebrauch machen... Viel Erfolg! Marvin und Aurelius
Nach einer kleinen Sommerpause, die auch noch nicht ganz vorbei ist, fasse ich nun mal die letzten Monate zusammen: Für mich persönlich waren die letzten Monate sehr bereichernd und ich habe beschlossen meine bevorzugten Märkte zu wechseln. Der Entschluss fiel in den letzen Wochen ausschließlich durch das Einarbeiten in den Futures-Markt - ich möchte jetzt an dieser Stelle nicht unendlich lange darüber diskutieren, welches der beste oder allgemein "der bessere" Markt ist, jedoch habe ich mich für diesen entschieden, weil mir einerseits die Transparenz zusagt und andererseits mir mein Gefühl sagt, dass dieser Markt zu mir passt. Selbstverständlich werde ich auch weiter im Forex- und Aktien/ CFD-Markt aktiv bleiben, jedoch bin ich mir diesbezgl. noch nicht über den Broker einig, dem ich in Zukunft mein Geld anvertraue - nicht dass mir Marketindex nicht zusagt, es ist nur so, dass mir die minimale Kommpression von 5 Sekunden nicht mehr die Transparenz bietet, die ich mittlerweile von den Futures gewöhnt bin. Natürlich habe ich auch vorher Tick-Charts genutzt (von separatem Anbieter) - es ist jedoch ein erheblicher Vorteil, wenn der Tickchart-Provider und die Chartgrundlage des Brokers (aus dem ich bei z.B. bei Marketindex heraus handle) nahezu kongruent sind. So viel also zu meinen persönlichen Erfahrungsteil! Das Team-Trading im Blog verblieb, wie von einigen festgestellt, größtenteils auf dem Wochenchart-Trading; hier haben wir versucht einerseits die Abstimmung anderseits die Systematik zu optimieren. Der Teil der Abstimmung ist immer noch sehr aufwendig, so dass es notwendig sein wird innerhalb eines Teams ein festes Reglement zu erarbeiten. Die freie Entfaltung des jeweiligen Traders führt zwar zu vielen potentiellen Kandidaten, jedoch ist die Findung nicht immer ein einstimmiger Prozess und es ist häufig notwendig, eine ganze Weile über Pro und Contra eines Einstiegs zu diskutieren - so dauern diese Abstimmungen immer noch verhältnismäßig lang. Im Markttechnik-Team werden wir sehen, ob wir uns schneller durch vorgegebene Regeln auf Trades einigen können. Insgesammt sind wir zum Entschluß gekommen, dass wir die Zeitebene, auf der wir handeln ein wenig kritischer betrachten müssen. Das Trading im Wochenchart ist eine verhältnismäßig konservative Art des Handelns und bei unseren Positiongrößen sicherlich nicht zu risikoreich, jedoch muss man einen sehr langen Atem haben, um zu prüfen, ob, wann und wieso sich der Erfolg einstellt (oder vielleicht nicht einstellt). Das Analysieren des Trading-Journals kann dabei eine Hilfe sein, jedoch sind einfach mehr Trades notwendig um valide Aussagen treffen zu können. Das Depot ist derzeit leicht im Minus, was zu einem nicht unerheblichen Teil auch den Gebühren geschuldet ist (kein unbekanntes Problem) - d.h. allerdings nicht, dass man mit 10.000 Euro grundsätzlich unterkapitalisiert ist, Trader wie Philipp (daytrading.de) oder Plantrader (und andere) zeigen, dass diese Menge für einen soliden Anfang ausreichen kann. Parallel dazu haben Marvin und ich begonnen, gemeinsam live Futures zu traden, dabei haben wir unsere persönlichen Ansätze kombiniert und werden dies in den nächsten Wochen weiter ausbauen. Wenn wir uns eingespielt haben, werden wir dann eine begrenzte Anzahl (am Anfang ca. 32 User) über TeamSpeak einladen uns zuzuhören und unsere Trades live zu verfolgen. Man kann beim Postitiontrading zwar schön die Tradingansätze der technischen Analyse erklären und Prinzipien der Diversifikation oder ähnliches aufzeigen, die Schritte sind allerdings sehr klein und das Erlernen eines gewissen Marktgefühls oder anderer Methoden und bermerkenswerten Eigneschaften der Märkte (z.B. Einfluß der News, etc.) bleibt meiner Meinung nach derzeit ein wenig auf der Strecke. Was man allerdings hier besser lernt, alls in allen anderen Zeitebenen ist Geduld ... und man begreift schnell, wie langweilig Trading sein kann. Für den aktiven Trader ist die Langeweile Teil des Geschäfts, für den zuschauenden Anfänger einfach nur unverständlich: nix passiert, Depot im Minus ... kann ja nicht funktionieren. In den nächsten Tagen werde ich ein wenig auf systematische Ansätze des Handelns eingehen und auch das laufende System weiter kommentieren; am Ende der Woche werden wir dann ganz normal weiter traden - ... und ich traue es mir kaum zu schreiben wir wechseln den Broker! Ja, richtig, wir gehen zu einem der am meisten kontrovers diskutierten CFD-Broker. Die Wahl ist schlicht und einfach wegen der Gebühren auf diesen gefallen; ich gehe davon aus, dass auf Grund des langfristigen Tradingfensters die schlechte Ausführung durch die niedrigen Gebühren kompensiert wird. Morgen schreibe ich dann mal etwas zum bloggen allgemein, ich habe mir nämlich in der Sommerpause die Zeit genommen unzählige Blogs zu lesen - äußerst spannend :) LG Aurelius
1.) Überblick: Diese Strategie beruht auf den Erfahrungen/Beobachtungen von Oliver Velez und Thomas Vittner, wird von ihnen erfolgreich angewendet und ist in ihren Fachbüchern „Tools & Tactics für den Master-Trader“ bzw. „Das Trader Coaching“ aufgeführt. a) Ein Trend besteht aus Bewegung und Korrektur. Mit dieser Strategie will man an den Bewegungen/Swings bereits frühzeitig partizipieren, sobald ein erstes Anzeichen für die Beendigung der Korrektur vorliegt. Bewegungen verlaufen geradliniger und sind einfacher zu traden als Korrekturen. b) Es können jedoch auch „unsaubere“ Swings getradet werden, denn dem eigentlichen Chartbild kommt wenig bis keine Bedeutung zu (Marktüberzeugung: „Indeterminismus“: Die Kursbewegungen können nicht vorhergesehen werden, die Trefferquote liegt über kurz oder lang bei 50%.). Set Up rein diskretionär, Kurslevel (Entry, SL) ist eindeutig festgelegt, um eine Duplizierbarkeit der Trades zu gewährleisten. Der NRB ist eine Candle mit einer verhältnismäßig kleinen Kursspanne nach ein paar Candles mit normalen/großen Kursspannen und zeigt somit ein starkes Nachlassen von Angebot/Nachfrage innerhalb einer Periode an. = potenzieller (!) Umkehr-Punkt im Chart 2.) Definition: LONG: Nach längeren/normalen fallenden Candles folgt eine sehr kleine Kursspanne. SHORT: Nach längeren/normalen steigenden Candles folgt eine sehr kleine Kursspanne. Beachten: Filter: Den vorherrschenden Trend beachten und den NRB mit dem Chartbild abstimmen; relevant sind nur NRB in Trend-Richtung oder aber gegen den Trend, wenn die Bewegung schon sehr weit gelaufen ist. Bestätigung/Aktivierung: Es gilt, das Überwinden/Unterschreiten des NRB-Hochs/-Tiefs abzuwarten. Kein Gegensignal: Ein Gegen-NRB führt nicht zum Exit, da dieser nun als IS wahrgenommen wird. Tages-/Trend-/Pivot-Linien: Erhöhen die Relevanz des NRB. 3.) Ziel: Swing-Trading: Handel der kurzfristigen Bewegung (RIM) -> TS 4.) ZE: Freie Wahl je nach Präferierung des Traders. (Höchste Wertigkeit auf Tagesbasis, max. bis 10 Min.-Chart verwenden.) 5.) Entry: Long: Über dem Hoch des NRB. Short: Unter dem Tief des NRB. 6.) Exit: SL: Unter Tief (Long)/über Hoch (Short) des NRB. TS: Unter Tief/über Hoch der letzten abgeschlossenen Periode. (Bei außergewöhnlichen/schnellen positiven Kursausbrüchen wird mind. eine ZE runtergeswitcht und der TS dort weitergeführt.) 7.) Positionsgröße: AnzahlCFDs = (Kapital * EPR) / (Entry – SL) -> %Risk-Modell (Antimartingale-Strategie) EPR: 1% GPR: Max. 6% (max. Überhang von 3). Hier nun 2 Chart-Beispiele: grüner Pfeil = Entry rote Linie = Trailing Stop roter Pfeil = Exit
1.) Überblick: Diese Strategie beruht auf den Erfahrungen/Beobachtungen von Michael Voigt und Thomas Vittner, wird von ihnen erfolgreich angewendet und ist in ihren Fachbüchern „Das große Buch der Markttechnik“ bzw. „Das Trader Coaching“ aufgeführt. a) Ein Trend besteht aus Bewegung und Korrektur. Mit dieser Strategie will man an den Bewegungen/Swings bereits frühzeitig partizipieren, sobald ein erstes Anzeichen für die Beendigung der Korrektur vorliegt. Bewegungen verlaufen geradliniger und sind einfacher zu traden als Korrekturen. b) Es können jedoch auch „unsaubere“ Swings getradet werden, denn dem eigentlichen Chartbild kommt wenig bis keine Bedeutung zu (Marktüberzeugung: „Indeterminismus“: Die Kursbewegungen können nicht vorhergesehen werden, die Trefferquote liegt über kurz oder lang bei 50%.). Set Up rein diskretionär, Kurslevel (Entry, SL) ist eindeutig festgelegt, um eine Duplizierbarkeit der Trades zu gewährleisten. Der US zeigt somit einen starken Wechsel zwischen Angebot und Nachfrage innerhalb einer Periode (ein 1-2-3 in einer untergeordneten ZE) an. = potenzieller (!) Umkehr-Punkt im Chart 2.) Definition: LONG: Neues Tief wird markiert, kann jedoch nicht gehalten werden, Close oberhalb Open. SHORT: Neues Hoch wird markiert, kann jedoch nicht gehalten werden, Close unterhalb Open. Beachten: Filter: Den vorherrschenden Trend beachten und den US mit dem Chartbild abstimmen; relevant sind nur US in Trend-Richtung oder aber gegen den Trend, wenn die Bewegung schon sehr weit gelaufen ist. Bestätigung/Aktivierung: Es gilt, das Überwinden/Unterschreiten des US-Hochs/-Tiefs abzuwarten. Kein Gegensignal: Ein Gegen-US führt nicht zum Exit, da dieser nun als IS wahrgenommen wird. Tages-/Trend-/Pivot-Linien: Erhöhen die Relevanz des US. 3.) Ziel: Swing-Trading: Handel der kurzfristigen Bewegung (RIM) -> TS 4.) ZE: Freie Wahl je nach Präferierung des Traders. (Höchste Wertigkeit auf Tagesbasis, max. bis 10 Min.-Chart verwenden.) 5.) Entry: Long: Über dem Hoch des US. Short: Unter dem Tief des US. 6.) Exit: SL: Unter Tief (Long)/über Hoch (Short) des US. TS: Unter Tief/über Hoch der letzten abgeschlossenen Periode. (Bei außergewöhnlichen/schnellen positiven Kursausbrüchen wird mind. eine ZE runtergeswitcht und der TS dort weitergeführt.) 7.) Positionsgröße: AnzahlCFDs = (Kapital * EPR) / (Entry – SL) -> %Risk-Modell (Antimartingale-Strategie) EPR: 1% GPR: Max. 6% (max. Überhang von 3). Hier nun 2 Chart-Beispiele: grüner Pfeil = Entry rote Linie = Trailing Stop roter Pfeil = Exit
Markttechnisches Trading (Einführung) Einleitung: Das „Markttechnische“ Trading basiert auf den Ausführungen von Michael Voigt in seinem Buch „Das große Buch der Markttechnik“. Hierin wird weniger eine spezielle Tradingstrategie, als vielmehr ein ganzheitlicher Tradingansatz, eine Einstellung zum Trading vorgestellt. Dieses wird auch bereits durch den Untertitel „Auf der Suche nach der Qualität im Trading“ deutlich. Das Buch steht auf vier Säulen: 1.) Markt-Verständnis 2.) Aufzeichnungen 3.) Beständigkeit 4.) Diversifikation Die Punkte 2.) – 3.) sollen hier nur kurz angerissen werden, für Näheres wird auf das Buch verwiesen. Ein Hauptaugenmerk sollte der Trader auf seine Aufzeichnungen (Trading-Journal, Trading-Tagebuch, Mental-Tagebuch) legen, nur durch diese kann er sich weiterentwickeln und aus seinen Fehler lernen, so dass „Qualität im Trading“ entstehen kann. Des Weiteren muss ein Trader Beständigkeit aufweisen und beharrlich seinen Trading-Plan befolgen; ähnlich einem Teppichhändler auf dem Basar, der beharrlich jeden Passanten anspricht in dem Wissen, dass nicht jeder Passant (Trade) ein Käufer (Gewinner) sein wird. Als letzter wichtiger (!) Punkt kommt die Diversifikation ins Spiel, durch die man eine Risiko-Streuung erreicht; hier wird im Buch Giacomo Casanova angeführt, der sein Liebesleben ebenfalls auf mehrere Frauen „diversifizierte“. Diversifikation bedeutet hier über die Märkte (z. B. Aktien-Indizes, Commodities, Währungen, Renten), über die Zeiteinheiten (Daily, Hourly, 15M, Tick ...) als auch über die Signalgenerierung (Ausbruch, Bewegung, Trend). Die Markttechnik an sich bildet das Markt-Verständnis. Hierbei wird die Frage „Wo geht der Markt hin?“ durch die praktischere Frage „Wo kann Bewegung entstehen?“ ersetzt, denn es wird von vornherein klargestellt, dass niemand die zukünftigen Kursentwicklungen vorhersehen kann. Um diese Frage wo Bewegung entsteht beantworten zu können, muss sich der markttechnische Trader mit folgenden fünf Teilaspekten beschäftigen: 1.) Kursentstehung/-veränderung: Durch einen Überhang von Angebot oder Nachfrage. 2.) Orderverhalten der Marktteilnehmer: Long, Short, Flat, Entry-Orders, Stop-Orders. 3.) Zeiteinheiten: Daily-, Hourly-, Minuten-, ... Tick-Charts bauen aufeinander auf. 4.) Trend-Aufbau: Der Trend besteht immer aus Bewegung und Korrektur. 5.) Punktezählung 1-2-3: 1-2 = Bewegung / 2-3 = Korrektur / 3-2 = Bewegung ... Anhand dessen wird schnell klar, dass der markttechnische Trader ausschließlich auf den Chart schaut, keine weiteren Indikatoren verwendet und sich der Tatsache bewusst ist, dass eine äußerst aufwendige Analyse zur Bestimmung des 100%-igen Einstiegspunktes nicht zielführend ist, sondern in einer Suche nach dem heiligen Gral enden würde. Basierend auf diesem Markt-Verständnis stellt Voigt dann verschiedene Einstiegsmöglichkeiten vor: 1.) Break der 2: Das letzte Bewegungs-Hoch/-Tief wird unterschritten. 2.) Umkehrstab: Erläuterungen folgen unten bzw. in einem folgenden Artikel. 3.) Tageslinien: Tages-High/-Low/-Open/-Close als horizontale Supports/Resists. 4.) Trendlinien 5.) Handel in die Korrektur: Erläuterungen folgen unten. Da der eigentliche Entry jedoch eine eher untergeordnete Rolle spielt, wird mehr Wert auf das Trade Management gelegt. In welcher Zeiteinheit (Daily, Hourly, ...) getradet wird ist u. a. abhängig von der Zeit, die man gewillt ist aufzubringen. Es muss ein Ziel aus einem vorliegendem Setup bestimmt werden, das mit diesem Trade verfolgt wird: 1.) Trend (Bewegungen und Korrekturen werden mitgenommen bis der Trend wechselt). 2.) Bewegung (es werden nur die Swings getradet bis es zu einer Korrektur kommt). 3.) Ausbruch (mit einer erhöhten Stückzahl werden nur die nächsten paar Punkte mitgenommen, wenn ein Support/Resist gebrochen wird). Aus dem Ziel lässt sich dann der passende Stop (Initial Stop und Trailing Stop) ableiten: Beim Trend liegt der Stop immer unter der letzten 3 (Ende der Korrektur), bei der Bewegung liegt er unterhalb (Long) / oberhalb (Short) der letzten Candle, für den Ausbruch wird ein enger Initial Stop mit einem engen Profit Target verwendet. Trading: Die Markttechnik bietet somit einen umfassenden Satz von Markt- und Tradingüberzeugungen. Basierend auf den vorgestellten Entries und Exits kann wiederum eine eigene, individuelle Trading-Strategie entwickelt werden, die den persönlichen Vorlieben entspricht. Natürlich muss hier noch weiter entwickelt werden, aber eine gewisse Grundausrichtung wird einem bereits vorgegeben. Die Themen „Handel der Bewegung“ anhand eines „Umkehrstabes“ werden zum Beispiel sehr schön im Buch „Das Trader Coaching“ von Thomas Vittner aufgegriffen, der sein Trading speziell hierauf ausgerichtet hat. Er nimmt ebenfalls die Gedanken von Van K. Tharp bzgl. der R-Multiple auf und lässt auch die Überzeugungen von Oliver Velez und Greg Capra einfließen. Hier sei speziell der Swing Trading Course von Pristine (Velez/Capra) genannt, die mit ihren Trading-Strategien in eben diese Richtung gehen. (Swing-Trading = Handel der Bewegung, Musterzyklen = 1-2-3’s, dazu die NRBs und COGs) Diese ganzen Mosaiksteine fügen sich dann zu einem großen Ganzen, zu einem umfassenden Tradingansatz zusammen, der sich in den 3 Säulen Geschäfts-, Trading- und Strategie-Plan (analog der Vorgehensweise von Van K. Tharp und Birger Schäfermeier) widerspiegelt. Mir persönlich gefällt die (ebenfalls von Thomas Vittner gewählte) Kombination „Handel der Bewegung“ + „Umkehrstab“ (präferiert in der ZE Daily) am besten, so dass diese bei mir zum Tragen kommt und mit entsprechenden Strategie-Plänen bedacht wurde. Allerdings gehe ich nicht nur nach dem reinen Umkehrstab nach Voigt, sondern schaue auch nach sogenannten NRBs (Narrowing Range Bars nach Pristine), wie es auch wiederum Thomas Vittner praktiziert. Der Trendaufbau nach Voigt und Pristine sieht Folgendes vor: Ein Aufwärts-Trend besteht aus höheren Hochs und höheren Tiefs (Abw.-Trend vice versa). Solch ein Trend besteht in seiner Struktur aus (geradlinigen) Bewegungen und (unsauberen) Korrekturen. Diese werden zur besseren Visualisierung mit den Zahlen 1-2-3 versehen. Dies geschieht jedoch in einer eher simplen Art und Weise und hat nichts mit der Wellenzählung nach Elliott/Prechter zu tun. Im Aufw.-Trend trägt das Tief, an dem der Trend beginnt die „1“, das daraufhin folgende Bewegungshoch erhält die „2“, das Korrekturtief hiernach die „3“; sobald das letzte Hoch („2“) durchbrochen wird, gilt der Aufw.-Trend als bestätigt und das nächste Bewegungshoch erhält wiederum die „2“ usw. Beim Handel der Bewegung / Swing Trading anhand eines Umkehrstabes / NRBs versucht man frühzeitig an der entstehenden Bewegung teilzunehmen und so mit dem Trend zu schwimmen. Die Korrekturen sollen durch das Setzen von Trailing Stops ausgespart werden. Dieses Chartbild vor Augen (Trend = Bewegung + Korrektur) sucht man nun in einer Korrektur nach Zeichen für eine Umkehr, was also eine neue Bewegung und somit die Wiederaufnahme der Trendrichtung bedeuten würde. Anhaltspunkte (!) hierfür sind z. B. besagte Umkehrstäbe oder NRBs. Ausschlaggebend hierbei ist weniger, dass diese speziellen Chartformationen die 100%-igen Umkehrformationen sind (das sind sie wahrlich nicht, so etwas ist nicht möglich), sondern vielmehr, dass sie aufgrund der Marktpsychologie (Candlestickanalyse nach Steve Nison) zumindest für eine kurzfristige Umkehr sprechen bzw. sie nahe legen und (was hier viel wichtiger ist!) sie die Kurslevel für Entry und Stop Loss eindeutig festlegen. D. h.: „Das SetUp an sich ist rein diskretionär, die Kurslevel für den Trade sind jedoch eindeutig!“ Diesem Hintergrund folgend kommen wir gleich zu einem weiteren, wichtigen Punkt: „Der Entry ist eher unwichtig (die Kurse können ohnehin nicht vorhergesehen werden), viel wichtiger sind Risk und Money Management (=Trade Management)!“ Dies sind die beiden Kernaussagen Vittners, dessen Trading auf dem Markttechnischen Ansatz von Voigt basiert. Umsetzung: Das Team Markttechnik wird also die im ersten Abschnitt genannten Handelssignale traden. Ich werde mich hierbei speziell auf die Kombination: Signal: Umkehrstab (US) + Narrow Range Bar (NRB) Ziel: Handel der Bewegung Stop: Trailing Stop (Hoch bzw. Tief der letzten Candle) Zeiteinheit (ZE): Daily konzentrieren. Die genaue Beschreibung dieser beiden Trading-Strategien folgt in einem weiteren Artikel. Bzgl. des Money Managements wird auf die %-Risk Methode (Anti-Martingale-Strategie) zurückgegriffen. Es wird ein Initial Risk von 1% der Depotgröße (Total Equity-Methode) benutzt, um in Abhängig des Stop Loss die Positionsgröße zu bestimmen. Ein Beispiel für das Trading mit CFDs: Der aktuelle Kontostand beträgt EUR 100.000,-. Man darf also max. EUR 1.000,- (=1% Depot Risk / EPR = Einzelpositionsrisiko) für den nächsten Trade riskieren. Man will einen Long-Trade im DAX30 eingehen mit einem Entry bei 5000 und einem SL bei 4900 (100 Punkte Trade Risk). Depot Risk dividiert durch Trade Risk ergibt die CFD-Anzahl, also 10 CFDs. Hinzu kommt eine weitere Money Mangement-Regel die besagt, dass das offene Risiko aller gehaltenen Positionen max. 6% der Depotgröße (GPR = Gesamtpositionsrisiko) betragen darf und die Differenz zwischen Long- und Short-Positionen (=Überhang) max. 3 betragen darf. Somit wird das Risiko (GPR) zum einen gedeckelt und zum anderen auch darauf geachtet, dass nicht eine Handelsrichtung zu stark übergewichtet ist. Bsp.: Man hat bereits 4 Long-Trades und 1 Short-Trade am Laufen, die sich noch jeweils mit 1 R im Risiko befinden (SL konnte noch nicht nachgezogen werden). Nun erhält man ein SetUp für einen potentiellen Long-Trade. Das weitere Risiko von dann insg. 6% GPR wäre vertretbar, jedoch hätte man dann einen Long-Short-Überhang von 4 (=5-1!), was den Trade nicht tradebar werden lässt. (Ein weiterer Short-Trade hingegen wäre durchaus möglich: 6% GPR, Überhang 5-2=3.) Schlussgedanken: Bereits nach der Lektüre der beiden Bücher von Voigt und Vittner ist zu merken, dass sie weniger auf DEN Entry Wert legen. Sie setzen eher auf: Reproduzierbare Trades, Trade Management (MM + RM), Nachhaltigkeit, Beständigkeit, Selbstreflektion, Buchführung (Aufzeichnungen, Pläne). Des Weiteren muss der Handelsansatz unbedingt zum Trader passen, damit er sich mit „seiner“ Strategie identifizieren und ihr auch in stürmischen Zeiten folgen kann. Hierfür bietet der Markttechnische Ansatz eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten, aus denen jeder das für sich passende heraussuchen kann. In diesem Sinne "good trades", Clint.