CFD-Broker Auswahlhilfe Mit der downloadbaren Auswahlhilfe ist es möglich, sich einen schnellen Überblick über die in Deutschland/deutschsprachigem Raum vorhandenen CFD-Broker zu verschaffen. Wenn man auf der Suche nach einem CFD-Broker ist, kann diese Auswahlhilfe somit erste Orientierung geben und die relevanten Kandidaten filtern. Mit dem enthaltenen Kostenvergleich kann man sich für den Handel mit Aktien-CFDs seinen passenden CFD-Broker bzgl. der Kostenseite heraussuchen, indem man seine individuellen Trading-Parameter wie Anzahl Trades pro Zeitraum, Handelsvolumen, durchschnittliche Haltedauer der Long/Short-Trades, etc. eingeben und damit den günstigsten Broker ermitteln lassen kann. Die Angaben und Kostenmodelle werden regelmäßig upgedatet. Falls Änderungen notwendig sind, reicht eine Mail an mich. Anregungen, Fragen, Kommentare, Änderungswünsche, Erweiterungen, etc. können als Kommentar gepostet werden. Inhalt: Tool zur Orientierung und Findes des passenden CFDs-Brokers Format: MS Excel 2003 Dokumentenversion: 1.0.4 Download: Klick
Tugenden des Traders :) Wie angekündigt, möchte ich nach Fehlern und Fallen nun darauf eingehen, welche persönlichen Eigenschaften bei diesem Handelsstil vorteilhaft sein können. Viele meinen der Grund, dass manche in kurze Timeframes wechseln sei mangelnde Geduld – oder noch besser: manche wechseln sogar ganz bewusst in diese Zeitebenen, weil sie von sich selbst behaupten, sie seien nicht geduldig genug für andere Zeiträume. Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass Geduld grundsätzlich einer der wichtigsten Faktoren des Tradings darstellt - wer nicht geduldig ist, wird wohl kaum erfolgreich sein (wie gesagt: IMHO). Geduld ist, wie viele andere Eigenschaften, relativ zu betrachten. Jeder, der sich schon mal mit seinen eigenen Stärken und Schwächen intensiv auseinander setzen musste, wird vermutlich feststellen, dass man nie pauschal seine Eigenschaften klassifizieren und ergründen kann; so kann ich z.B. geduldig sein bei Dingen, die mich nicht sonderlich beschäftigen oder bei Vorgängen, die ich nicht beeinflussen kann – nicht geduldig bin ich aber bei Vorgängen, die ausschließlich in menschlicher Hand liegen bzw. die ich persönlich oder andere beeinflussen können (um sie z.B. zu beschleunigen). Auf das Trading übertragen ist somit klar, dass ich hier geduldig sein muss, da ich keinen Einfluss auf die Kurse habe und das eingesetzte Kapital von mir als Risikokapital betrachtet wird – sollte ich das Geld auf dem Brokerkonto nicht entbehren können würde das garantiert meine Handeln wesentlich stärker beeinflussen und dies würde sich sicherlich auch in einer gewissen Ungeduld äußern. Ich will damit also nicht nur darauf hinweisen, welche Vorrausetzungen ich grundsätzlich für das Handeln benötige, sondern will damit unterstreichen, dass man im Minutenchart-Trading genauso geduldig sein muss wie in jedem anderen Zeitfenster. Wenn ich also Swing-Trader bin, muss ich bis zu Tagen oder Wochen „geduldig“ warten, handle ich im Tickchart muss ich Sekunden bis Minuten „geduldig“ warten – länger geduldig zu warten macht hier schlichtweg keinen Sinn, da die Analysen in Minutencharts den größeren Timeframes nicht gerecht werden. Geduld (im Sinne von: „auf Tradegebnisse zu warten“) ist also relativ. Geduld muss sich hier nicht nur auf den einzelnen Trade beziehen, manchmal muss man auch geduldig sein, wenn eine Serie von Verlusten auftritt. Bevor man sein eigenes System als falsch bezeichnet, muss man „geduldig“ traden – solange bis man eine signifikante Größe an Trades hat, die verhältnismäßig neutral Aufschluss gibt, ob das System profitabel ist oder nicht. ... und an dieser Stelle ist dann auch klar wie wichtig MM und RM sind. Wenn ich mich nicht strikt an meine Stops halte, werde ich wohl rein vom Depotwert nie in den Genuss kommen zu wissen, ob ein System langfristig profitabel ist oder nicht; denn Verlustserien gibt es bei jedem System – ... und um mich an meine Stops zu halten benötige ich natürlich viel Disziplin. Geduld, Disziplin, MM, RM, braucht jeder Trader – warum sollte dies beim Handel im Minutenchart noch mal betont werden und für wen eignet sich der Stil nicht? Da ich beim Traden im Minutenchart geringere Stoplevel und geringere Profit-Ziele bzgl. der Punktezahl wähle, Systeme bevorzuge, die schnell (wenn auch minimal) Gewinnzonen erreichen und selten mit mehr als zwei Positionen gleichzeitig (meistens vermutlich nur eine) im Markt bin, wähle ich die Positionsgröße unter Umständen erheblich höher und darf daher nie von einem einmal gesetzten (berechneten) Stop zurücktreten. Ich darf natürlich auch nur an den Stellen einsteigen, die für mich höchste Wahrscheinlichkeiten darstellen, dass ich dort schnell den Stop auf Break-Even nachziehen kann – ich muss also geduldig auf die jeweiligen Einstiege warten. Undiszipliniertheit beim Stop, Ungeduld beim Einstieg haben hier also wesentlich fatalere Folgen als bei kleinen Positionen. Wer also ab und zu mal seinen Stop in die „falsche Richtung“ großzügig korrigiert und dies aus tiefster Überzeugung macht, weil er meint der Kurs wird schon drehen, bringt also nicht unbedingt die besten Vorraussetzungen mit. Gleiches gilt natürlich für alle anderen oben genannten Punkte: wer unbedingt ständig „was handeln muss“ (Overtrading) oder kein MM/ RM berücksichtigt wird vom Markt schnell in die Schranken gewiesen. Für wen könnte der Stil interessant sein? Wer es liebt, die Kurse permanent zu verfolgen ist hier schon mal richtig! Wenn man diszipliniert ist und sich an vielen, wenn auch nur kleinen Gewinnen erfreuen kann, nicht dem gerade verpassten großen Wurf nachweint und damit leben kann, dass man auch mal in kürzester Zeit viele Trades nacheinander verliert, der wird diesen Stil zufrieden traden können. Für mich persönlich ist und war immer wichtig, dass ich mich am Tage zwei bis drei Stunden intensiv mit den Märkten beschäftigen kann, ohne im Anschluss darüber nachdenken zu müssen wie sich die Kurse nachhaltig entwickeln. Ich muss beim Handeln nicht primär die Wirtschaftslage und die langfristigen Entwicklungen berücksichtigen - ich kann jeden Tag relativ unvoreingenommen beginnen und habe jeden Tag ein paar Einstiegsmöglichkeiten. Auch wenn das ganze leicht klingt, ist die tägliche Zeit der Aktivität in diesen zwei Stunden am Tag über viele Jahre äußerst anstrengend – und je mehr man sich an Gewinne gewöhnt und unterbewusst mit ihnen rechnet, desto anstrengender wird es – es fordert einem mit jedem Tag mehr Durchhaltewillen und Konzentration ab – und man benötigt definitiv regelmäßig Pausen! In Teil 3 beginne ich mit der Strategievorstellung; damit aber mal ein Eindruck davon gewonnen werden kann wie das so ein bis zwei Stunden täglich aussieht habe ich heute ca. 12 min. (die Länge wurde von der Musik bestimmt :) nonstop mein Handeln im Minuten und 5-Sekunden-Chart aufgenommen (EUR/USD, GBP/USD). So gut wie diese Videosequenz am Nachmittag erscheint, so schlecht war der Vormittag, welchen ich glücklicherweise nicht gefilmt habe. Letzen Endes war ich heute leider gerade mal Break-Even. ShortTimeTrading1 from Aurelius on Vimeo.(todlangweiliges Video) Dazu habe ich noch mal von meinem (vielleicht) neuen Broker die erste Statistik des Demo Accounts über 528 Trades angehängt (Dax-, EURUSD-, S&P, DOW-Future). Die Trades sind allerdings mit diversen Strategien gehandelt worden, allerdings allesamt Kurzeitstrategien in Minutencharts. Man sieht hier deutlich, wie fatal sich technische Fehler oder Konzentrationsverlust (hier Unkenntnis meinerserseits über die Software in der Anfangsphase) auf die Trades auswirken (largest losing trade = -4,55%). Nur durch langfristige hohe Trefferquoten lässt sich dies ausgleichen. Ich bin mit den Ergebnissen natürlich zufrieden, wenngleich ich ein wenig vermute, dass die Trades von der Software schlicht simuliert wurden und Orderausführungszeiten und Slippage bewusst unterdrückt wurden. Ich habe drei Trader unabhängig voneinander gefragt, ob die Real-Accounts des Brokers (Mirus Futures) gleichwertig sind, was mir diese bestätigten – ob das so ist, werde ich dann wohl demnächst berichten. Meine Realdepot-Trefferquote ist zumindest sonst nicht so gut :) ! ... to be continued!
Der Aufbau dieses Artikels mag durch das Vorziehen der Fehler und Fallen verwirren, insbesondere ist die Darstellung der Strategien unterschiedlicher Autoren des Blogs noch nicht kongruent. Im Laufe der Zeit wird sich dies sicherlich ändern, aber derzeit müssen wir die Inhalte und den Umfang noch abstimmen bis wir einen "kleinsten gemeinsamen Nenner" gefunden haben. Einleitung Bevor ich zu Setup und Strategie komme, möchte ich kurz meine Philosophie zum Trading in kleinen Zeitfenstern und die Risiken, Fallen und Fehler darlegen. Ich halte das deshalb für besonderes wichtig, weil über den Handel im Minuntenchart sehr kontroverse Meinungen existieren, die stark polarisieren und die vermutlich unter gewissen Vorraussetzungen auch ihre Berechtigung besitzen. Der Satz „Hin und her macht Taschen leer“ spielt dabei allerdings absolut keine Rolle und ich halte ihn persönlich auch schlicht für falsch - insbesondere wenn man Trading und die damit verbundenen Kosten genauso betrachtet wie jeden anderen vergleichbaren wirtschaftlichen Prozess, der als prägnante Eigenschaft geringe Gewinnmargen bei hoher Handelsfrequenz beinhaltet. Ich bin absolut fest der Überzeugung, dass Anfänger in diesen Timeframes nicht oder nur äußerst schwer erfolgreich handeln können, was allerdings nicht bedeutet, dass es nicht trotzdem lehrreich sein kann – eine weitreichende Handelserfahrung von einigen Jahren und das Durchführen von etlichen hundert Trades auf diesen Zeitebenen ist genauso eine essentielle Vorraussetzung wie die das Verinnerlichen hunderter von Charts im Laufe der Jahre. Im Folgenden werde ich zuerst die Fallen und Fehler nennen, dann definieren für wen aus meiner Sicht dieser Handelsansatz günstig ist und für wen er schwierig umzusetzen sein wird. Im Anschluss werden Kapitaleinsatz und Positionsgröße erläutert und die Vorgehensweise zur Stop- und Profitsetzungen dargestellt. Am Ende werde ich dann einige Beispiel-Trades vorstellen, die anfangs sicherlich noch ausführlicher beschrieben werden, später allerdings durch einen einzigen Screenshot selbsterklärend sein sollten. Fallen und Fehler Im Gegensatz zum schulpädagogischen Ansatz, bei welchem man das Negativbeispiel nicht der Lehre voranstellen sollte, möchte ich im ersten Teil dennoch auf die Fallen und Fehler eingehen, da diese zu kennen aus meiner Sicht einen erheblichen Erfolgsfaktor darstellen. Viele Dinge die ich jetzt aufzähle, gelten sicherlich zum Teil grundsätzlich beim Trading und lassen sich auf andere Zeitebenen übertragen, der Unterschied liegt hier nur in der Geschwindigkeit des Wahrnehmens und der während eines Trades zur Verfügung stehenden kurzen Reaktionszeiten. Als Fehler bezeichne ich die Vorgänge, auf die der Trader aktiv Einfluß nimmt bzw. sie selbst verschuldet, als Falle diejenigen Vorgänge die unabhängig vom Traderverhalten existieren – natürlich lassen sich nicht alle Fehler und Fallen immer eindeutig voneinander abgrenzen, genauso wenig wie hier alle nur denkbaren genannte werden sollen. Fundamentale Trading- /Marktkenntnisse setze ich natürlich voraus. Ich wiederhole an dieser Stelle bewusst noch mal, dass es wichtig ist die folgenden Fallen und Fehler unter besonderen Umständen (Mini-Timeframs) zu betrachten. Es ist nur eine sehr kurze Zeitspanne vorhanden, in der es mir ermöglicht wird, diese zeitgleich zu erkennen – mangelnde Konzentration oder allgemeine Unaufmerksamkeit können fatale Folgen haben. Die Berücksichtung und das Erkennen der folgenden Punkte ist die Basis und Grundvoraussetzung der in den nachfolgenden Teilen vorgestellten Strategie. Falle 1: Der Chart als Hypnotiseur Die größte Gefahr sehe ich darin, dass es beim Verfolgen oder intensiven Beobachten von Tick- oder Sekundencharts der Kursverlauf die Kontrolle über meine Handlungsweise übernimmt. Das intensive Verfolgen der Bewegungen kann dazu führen, dass ich sukzessive anfange das „große Chartbild“ (aus den übergeordneten Zeiteinheiten) zu ignorieren und mich regelrecht vom Verlauf fesseln lasse. Die Gefahr ist besonders groß, wenn längere Mini-Trends entstehen und diese zum Erliegen kommen; dann sollte man nicht mit höchsten Wahrscheinlichkeiten mit der Wiederaufnahme rechen, sondern es empfiehlt sich vielmehr eine Weile zu warten, evtl. auch länger pausieren, die Chartebenen zu wechseln und neue von diesem Trend unabhängige Einstiege zu suchen. Falle 2: Ausserordentliche Kursbewegungen Neben den „normalen“ zu erwartenden Kursprüngen bei News können in Sekundecharts absolut überraschende Spikes entstehen, die scheinbar keinerlei objektiver Begründung genügen – in der Regel erfährt man auch nie, was an dieser Stelle im Detail passiert ist (hat auch für diesen Trading-Stil keinerlei Belang). In sehr schlimmen Fällen trifft es hierbei den Emergency-Stop, im schlimmsten Fall wird dieser auch noch mit erheblicher Slippage ausgeführt. Wird man tatsächlich derart ausgestoppt ist das eine ganz bittere Erfahrung, da unter Umständen der letzten Tage Arbeit innerhalb von Sekunden für sinnfrei erklärt wurden – sollte der Stop allerdings nicht fallen ist es besonders wichtig Objektivität zu wahren und die weiteren Handlungen nicht durch Angst oder Panik kontrollieren zu lassen. Nur wenige Spikes in diesem Zeitfenster, die völlig ohne Begründung kommen, ändern den Kursverlauf im „große Chartbild“ nachhaltig; man sollte sie dennoch nie unterschätzen und insofern angemessen reagieren, dass man pausiert oder bei den nächsten Trades noch schneller den Stop nachzieht. Falle 3: Uneingeschränktes Vertrauen in die Technik Es st nie falsch in diesem Zeitfenster mehrer Kurse eines Instrumentes parallel laufen zu lassen. Nicht selten weichen die Kurse unterschiedlicher Broker voneinander ab. Technisch fehlerhafte Charts sind beim Handeln auf Minutenebene mit großen Positionen untragbar. Tritt so ein Fehler auf, sollte man grundsätzlich immer den Broker kontaktieren (manchmal sehr ernüchternd) und für den Rest des Tages oder bis zu Klärung durch den Broker den Handel einstellen. Falle 4: Alles ein Frage der Wahrscheinlichkeit Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter auf die mathematische Betrachtungsweise eingehen, auch maße ich mir nicht an zu wissen, welchen Regeln der Markt wirklich unterliegt (die Diskussion gehört hier auch nicht hin und soll an anderer Stelle geführt werden). Ich bezeichne aber gerne mal den einen oder anderen Trade als Glückstrade. Glückstrades sind diejenigen bei denen man am im Sekunden- oder Minutenchart zufällig am gleichzeitigen Top oder Bottom der höheren Zeitebenen einsteigt und dann noch das „Glück hat “ das die erste Bewegung so groß ist, dass man selbst nach großzügiger Gewinnsicherung nicht mehr ausgestoppt wird. Man hat also mit seiner verhältnismäßig großen Position ohne Absicht das Zeitfenster verlassen und kann den Trade in einer übergeordneten Zeitebene weiter betreuen. Diese Trades, die wirklich selten sind katapultieren das Konto unter Umständen exorbitant nach oben. Fehler 1: Kein Stop, kein Nachziehen des Stops - (Stop ist Pflicht!!!) Für viele gilt das sicherlich grundsätzlich! In Abhängigkeit von Handelsfrequenz und Positionsgröße können fehlende Stops das Konto innerhalb weniger Trades auslöschen. Wer ohne Stop handelt, darf nur sehr kleine Positionsgrößen handeln und die führen bei Kurzzeitstrategien selten zu großen Gewinnen. Wer mit sehr engem Stop handelt, kann zwar größere Mengen handeln, wird aber oft ausgestoppt, was nicht nur die Verluste vergrößert sondern auch die Trefferquote erheblich mindert. Ein guter Mix ist die Orderstellung mit Emergency Stop und nach Orderfüllung das sofortige manuelle Nachziehen. Wieviel Prozent vom Kapital der Emergency-Stop ausmacht ist abhängig von Instrument, Volatilität und Trefferquote der Strategie. Der Emergency-Stop wird immer sofort nachgezogen und angepasst und dient in erster Linie zum Schutz vor technsichen Ausfällen, Katastrophenmeldungen etc. Beispiel: Emergency-Stop auf 5% des Kapitals, bei Eintritt in den Markt sofortiges nachziehen auf 3-1%. Ich werde im Laufe der nächsten Trades dazu auch konkrete Beispiele geben. Fehler 2: Trades nachtrauern Wenn man gerade, vielleicht sogar mehrfach hintereinander, knapp ausgestoppt wurde bevor es dann in die gewünschte Richtung ging ist das immer hart. Die Gefahr einer spontanen Fehlreaktion im Sekundenchart ist besonders groß, weil man sich zeitlich sehr nahe am Ausbruchszeitpunkt befindet (quasi live) und man dazu verleitet werden könnte, schnell noch einzusteigen. Insbesondere besteht die Gefahr unterbewusst die Ausbruchsbewegung von der Stärke her mit einem Ausbruch im Stundenchart oder sonstigen größeren Zeiteinheiten zu assoziieren und man dadurch anfängt die einsetzende Bewegung zu überschätzen. Da es nicht selten zu ebenso starken Gegenbewegungen kommen kann, kann der spontane Einstieg mit entsprechender, unangepasster Positionsgröße schnell zum Fiasko werden – unter Umständen ist man nicht mal mehr in der Lage aus der Position vor Erreichen des Emergency-Stops herauszukommen. Fehler 3: Traden bis der Notarzt kommt Traden im Sekunden oder Minutenchart 8-10 Stunden am Tag? Das ist natürlich machbar aber unverhältnismäßig anstrengend, da man auf die permanente Sichtkontrolle angewiesen ist. Einen Tag lang die Tickcharts oder Minutenchart verfolgen ist mitunter an manchen Tagen sinnvoll aber auf Dauer kein wünschenswerter Zustand. Man sollte sich ein oder zwei Zeitfenster heraussuchen, in denen man konzentriert handelt und sollte dieses Zeitfenster strategieabhängig erweitern oder verkürzen (dazu später in der Strategie). Ich möchte damit betonen, dass z.B. während eines Trades im Sekundenchart nicht mal Zeit für Essen, Trinken oder Ähnliches zur Verfügung steht. Fehler 4: Nachkaufen/ Verbilligen Nachkaufen im Sekunden oder Minutenchart ist in der Regel nur dann sinnvoll, wenn der Broker die Möglichkeit bereitstellt die Stops bzw. den Close der Positionen schnell und komfortabel gleichzeitig zu handeln – zwei oder mehr Positionen ordentlich in kleinen Chartfenstern zu handeln ist ein erheblicher Aufwand und steht nicht immer im Verhältnis zum Ergebnis. Ausnahmen bilden Pyramiden, bei denen ich die vorhergehenden Positionen nicht mehr aktiv managen muss (wie z.B. die oben genannten „Glücksfälle“). ... to be continued
Da hat man nun 100.000 Euro zur freien Verfügung, im Sinne von "habe ich über". Soll ich die jetzt komplett auf das Future-Tradingkonto packen ? Lasst uns doch kurz mal durchrechnen, wieviel Margin man, für sagen wir, für 10 Kontrakte beim Bund (FBGL) braucht, wenn wir Intraday handeln. Der durchschnittliche Future Broker in Europa nimmt zwischen 2.000 und 3.000 Euro als Intradaymargin. (Es soll ja Broker in Übersee geben, die nehmen als IntradayMargin nur 500 US Dollar. Dann wird das Rechenbeispiel noch interessanter.) Die OvernightMargin hingegen ist bei allen Brokern gleich, da diese direkt von Eurex / Cbot / etc. festgelegt wird. Somit reichen also für den Bund 10 x 3.000 Euro = 30.000 Euro plus Reserve aus. Weiterhin angenommen wir handeln eine Position mit 10 Kontrakten und diese läuft gegen uns. 1 Tick = 10 Euro. Also macht die Postion mit 10 Kontrakten pro Tick 100 Euro Minus. Da wir aber nicht unvorbereitet sind, wollen wir aufgrund Risiko-und Moneymanagement max. einen Betrag von 1000,- Euro verlieren. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit das 14 Trades in Folge verlieren, nur max. 1 % beträgt. Die Statistiker unter Euch können das sicher nachrechnen. Somit können wir unseren Stopp Loss nun 10 Ticks entfernt von unserem Einstiegspreis setzen. Das kann, je nach gehandelter Zeiteinheit, viel oder wenig sein. In einem 3 Min. Chart kann der Stopp Loss reichen, um diesen sinnvoll an einer Unterstützung oder Widerstand zu platzieren. Auf einem 60 Min oder Tageschart dagegen sind wir hoffnungslos verloren. Aber zurück zu unseren 100.000 Euro. Wir handeln also nur einen Markt den Bund (FGBL) mit 10 Kontrakten und benötigen somit 30.000 Euro, weiterhin gehen wir davon aus maximal 14 Trades in Folge zu verlieren. Dann sieht unsere Rechnung so aus: 30.000 Euro Margin 14.000 Euro Reserve (14 Verlierer a 1.000 Euro) = 44.000 Euro. Was machen wir mit dem Rest? Die restlichen 56.000 Euro kommen aufs Tagesgeldkonto. Bei 4,5 % Zinsen bringen die uns im Monat nochmal 210,- Euro. Das reicht um die monatlichen Gebühren für die Handelsplattformen bei europäischen Brokern zu finanzieren. Fazit: 100.000 gehören nicht komplett aufs Tradingkonto, sondern sinnvoll aufgeteilt.
Hier nun mal ein Artikel zum Trading von mir, damit wir mal langsam zun den trading Themen finden, Themen die geklärt werden müssen gibt es noch genug! Bevor wir uns über die Dokumentation von Trades und ob diese gut oder schlecht ist streiten, möchte ich eine Art der Dokumentation vorstellen, wie ich Sie für praktikabel und nachvollziehbar halte - von daher habe ich mal spontan meine ersten beiden morgendlichen Trades dokumentiert. In diesem kleinen Timeframes ist es sicherlich schweirig zu dokumentieren, aber wenn man ab und zu mal ein paar Screenshots macht geht das schon - vielleicht wird das ganze spannender wenn wir das irgendwann mal über Teamspeak-Live machen und danach einen Podcast oder Video daraus machen und allen zur Verfügung stellen (Dank an Bouchaud für die Idee) . Es ist wichtig zu beachten, dass wenn eine Strategie einmal bekannt ist, dass diese natürlich nicht jedes mal neu vorgestellt werden muss, dies dient hier nur als Übergangslösung bis wir in einer Kategorien die Strategien vorgestellt und benannt haben. Viele Bemerkungen hier sind für die Dokumentation nicht wirlich zwingend nötig und ich würde sie bei einem Vorhandensein der Strategie-Dokumentation an anderer Stelle auch nicht machen. Natürlich wird im Laufe der Zeit dann auch nicht immer die Vorbereitung so ausführlich dargestellt werden müssen. Wie vielleicht dem einen oder andern bekannt ist, bin ich in großen Timeframes kein Bringer, aber im Intraday-Handel geht das für mich sehr gut. Ich bin vom Typ her nicht unbedingt ungeduldig, jedoch sehe ich gerne schnell Ergebnisse - ob gut oder schlecht; Der Intraday-Handel ermöglicht es mir eine Strategie schneller zu testen, da ich nach ca. 2000 Trades schon ein ganz gutes Gefühl für ihren Wert bekomme. Insbesondere sei erwähnt, dass sich meine Stratgien überwiegend auf Analysen meiner eigenen Beobachtungen und natürlich auch anderen bekannten Strategien zusammensetzen ... wie ich jemals zu dieser Handelsart gekommen bin, erzähle ich später mal ausführlicher – es sei nur soviel gesagt, dass ich es gut finde, wenn die „Geschäfte“ am Abend erledigt sind). Das ist hier ein Beispiel für eine Trade-Dokumentation und erhebt keine Anspruch auf Vollständigkeit; insbesonder ist es keine Handlungsempfehlung! Los geht's ... und wie gesagt kürzer und länger ist immer möglich ... Trading-Idee: Ich kombiniere den Durchbruch einer Bewegung durch signifikante Punkte mit Mini-Trend-Trades (wie ich das jetzt mal nenne), d.h. ich gehe davon aus, dass eine Bewegung an gewissen Punkten stärker wird und schnell in die Zielzone gelangt und/ oder dass sich in mini-time-Frames kleine Trends ausbilden. Die Voraussetzung für diese Mini-Trends ist ein relativ ruhiger Markt ohne wichtige News in dem zu handelnden Zeitfenster. Ein meist interessanter Wert ist der Spread, den der Broker vorgibt, häufig ist er in ruhigen Märkten kleiner als in volatilen (logisch), dass hilft bei der Entscheidung und unterstreicht den Eindruck den man sonst häufig nur vom Chart und den News bekommt. Ob man das nun Scalping nennt oder nicht, sei jedem selbst überlassen, meine in-market-Zeit liegt pro Trade im Mittel bei ca. einer Stunde am Tag. Es gibt nach Möglichkeit keine Market-Order! Gewinn und Stop-Strategie Es wird immer ein Stop gesetzt – ohne Ausnahme. Da ich die Trades live verfolge ziehe ich diesen schnell nach, die Funktion des Stops bei Orderausführung ist bei dieser Strategie in erster Linie ein Emergency-Stop für technische Schwierigkeiten oder absolut unvorhergesehene Situationen. Ein sofortiges enges Stop-setzem kann ich für diese Art des Tradens nicht empfehlen, was das ganze leider grundsätzliche etwas riskoreicher macht – allerdings nicht gänzlich unkontrollierbar (dazu werde ich in Kürze mal ein Beispeil über 500 Trades zeigen, also bitte an dieser Stelle noch nicht darauf eingehen) Trade-Vorbereitung: Als erstes nehme ich mir die News-Liste und schaue ob in meiner beabsichtigen Zeit (heute 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr) irgendetwas dramatisches gemeldet werden könnte. Ich schaue mir dann wie jeden morgen das Gesamtbild auf Tagesbasis an trage/ aktualisiere signifikante Widerstände und Unterstützungen. Dies ist besonders wichtig im kurzfristigen Handel, weil dort Bewegungen oft sehr stark sein können. Ich habe diese hier in kobaltblau /türkis eingetragen nähert sich der Kurs dieser Zone handle ich Breaks und False-Breaks mit minimalen Take-Profits und warte auf signifikante Durchbrüche oder Rebounds (dazu auch mal später). Anschliessen aktualisiere ich noch die Tagespivots (und färbe den PP rosa und alle Linien werden verstärkt, auch wenn für mich im Dax-Trading die Pivots nicht immer eine so wichtige Rolle spielen :) ) ... ... und nehme noch ein Fibonacci-Retracement auf Stundenebene dazu. Dann wechsel ich in den 5-Minuten-Chart und ergänze noch zusätzlich ein paar Punkte (Kurse) bei denen ich bei kurzfristig handelnden Akteuren im Markt Widerstände und Unterstützungen erwarte (lila). Besonders wichtige werden dicker hervorgehoben. Der Trade und Verlauf Der erste Trade ist der Durchbruch durch den Pivot wird mit minimalem Take Profit gehandelt, und die nächste Kauforder in der Nähe einer der vorher eingezeichneten lila Linien wird eingestellt. Die Order wird gefüllt und die lila Linie wird zum neuen Widerstand und der Stop kurz darunter nachgezogen (rote Linie). ich setze eine Halbierungsorder der Position in den Markt, falls Sie jetzt zurückläuft (für mich sehr wahrscheinlich an dieser Stelle, da keinen signifikanten Marken für potentielle Käufe oder Verkäfe im Markt sind, ich vermute als eine Verlangsamung des Kursanstiegs) ... ich ziehe die Halbierungsorder nach... ... die Order wird gefüllt und nach kurzer Zeit steige ich aus der Position aus, weil die Bewegung durch den Pivot zu schwach war und ich (diemal fast rein subjektiv beurteilt) nicht viel mehr erwarte. Dies sehe ich als kleines Beispiel einer Trade-Dokumentation. Am Ende sollte es immer mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse/ Kosten oder der Kontodarstellung enden (hier bitte ich um Verständnis für die Schwärzung, da es sich um mein Privatkonto handelt). Der Gwinn lag hier bei ca. 200,00 Euro: Bitte lasst Euch aus, themenbezogen :) ! LG Aurelius ******************************************************************************* P.S.: BITTE NICHT DEN ARTIKEL "WIE GEHT'S WEITER" ÜBERSEHEN *******************************************************************************
Ich schreibe ja ganz gerne mal einen Kommentar und werde natürlich einiges an Unterstützung einbringen, habe aber nicht vor diesen Blog als den meinen zu betrachten. Ich verpflichte mich diese Seite die nächsten Jahre finanziell zu tragen und auch die Konten zu stellen, möchte aber den Gedanken des gemeinschaftlichen Projektes in den Vordergrund stellen. Ich kenne ja niemand von Euch privat, ich weiß nichts über Eure Zuverlässigkeit, Kontinuität, Wille und eigenen Absichten und verlasse mich deshalb einfach auf mein Bauchgefühl. Die ersten Hilfsangebote ohne Gegenforderung kamen viel schneller als ich eigentlich erwartet habe, aber es kamen auch schon viele Hinweise zur Einschränkung und Regelung der Team- und Bloggestaltung und deshalb möchte ich heute schon mal ein erstes Modell vorstellen, was in mir in ähnlicher Form auch schon in den E-Mails zugetragen wurde. Da ich grundsätzlich von Natur eher ein konservativer Typ bin, mache ich immer alles sehr gründlich, weil meine persönliche Überzeugung und Erfahrung davon geprägt ist, das positive Tugenden und Eigenschaften Prozesse erfolgreicher werden lassen, auch wenn Sie manchmal zeitlich ein wenig ausbremsen. Oberflächlich ausgedrückt ziehe ich Qualität der Quantität in fast allen Lebensbereichen vor. Selbstverständlich gehört zu meinen Hauptzielen im Leben natürlich auch "Geld verdienen" aber auch hier gilt das Qualität/ Quantitäts-Prinzip und die Konten sollen wachsen aber nicht um jeden Preis - die Hauptaufgabe soll wirklich das Traden an sich und das Miteinander/ Voneinander Lernen sein; einfach zeigen, dass Trader keine Spinner und Zocker sind sondern eine beruflich ernstzunehmende, seriöse Gilde. Hier also nun die ersten wichtigen und zu klärenden Themen: TOP 1: Bevor wir den Blog jetzt mit Inhalten füllen benötigen wir ein Impressum; zur Zeit werde ich dort aus rein formellen Gründen allein vertreten sein; damit das ganze aber von Anfang an einen gemeinschaftlichen, offenen Charakter hat, würde ich an dieser Stelle mal den Vorschlag machen/ übernehmen, dass wir einen gemeinnützigen eingetragenen Verein gründen, der diesen Blog vertritt. Ein Verein bietet eine Menge Möglichkeiten bezüglich der "echten" Mitbestimmung, bietet gleichzeitig Schutz vor Missbrauch und ist als eingetragener Verein auch bezüglich der Geschäftsprozesse transparent für alle darstellbar. Der Verein hat einen fünf- bis siebenköpfigen Vorstand, der Blogbetreiber und Verwalter der Konten im rechtlichen Sinne wird - die geschäftlich handelnde (befugte) Vertretung kann auch aus weniger Personen bestehen - ich habe auch schon bei zwei Brokern angefragt, ob es mit Vereinen ein Problem bei der Kontoeröffnung geben könnte, was verneint wurde. Wenn das Konzept und dieser Blog lebt, gibt es offizielle kostenlose Mitgliedschaft und Vorstandswahlen (jeder der schon mal mehr oder weniger in Sportvereinen engagiert war, kennt das vermutlich). TOP 2: Stellvertretend für die sich ähnelnden Aussagen hier zwei Vorschläge zur Team-Konstruktion: "Meiner Meinung nach sollten es maximal 15 Personen sein, die in 5 Gruppen a 3 Personen unterteilt werden. Mehr Personen sollten nicht in einer Gruppe sein, da es sonst zu unendlichen Diskussionen kommen kann. Tradinggruppen könnten z.B. sein Forex, Commodities, Stocks, (Hebel)Zertifikate und Bonds." "Oder aber man macht es anders, und jeder Trader hat die 'Oberhoheit' über ein paar Pairs, bei denen die anderen ihm 'beratend' zur Seite stehen, aber das letzte Wort hätte der 'Haupttrader'" TOP 3: Welche Rubriken/ Kategorien sollte der Blog enthalten? Auch hier die Vorschläge in der genannten Häufigkeit absteigend von "oft" bis "weniger oft": - Bibliothek/ Wissen/ Studien, etc. - MM/ RM - Handelssysteme - Newbies/ Hilfen für Einsteiger - Software/ Hardware - Professionals - Charttrader - Newstrader - Märkte/ Analysen - Intradaytrading/ Daytrading/ Swingtrading Wir brauchen für jeden Bereich eine Leitung/ Redakteur und Ansprechpartner. Wer möchte also bitte für ein Thema melden. TOP 4: Sonstiges: Die Idee fand ich besonders spannend: Alle registrierten User mit mindestens x-wöchiger Registrierungszeit oder mit mindestens y Artikeln im Blog bekommen eine kostenlose-E-Mai-Adresse mit WUNSCHNAME@DaytradingTeam.de oder WUNSCHNAME@Daytrading-Team.de Vielleicht können wir zu diesem Themen noch weitere Anregungen sammeln und dann die zeitliche Planung starten. LG Aurelius