Aktien

NinjaTrader und seine Tücken

Vorne weg möchte ich bemerken, dass ich nach wie vor der Meinung bin, dass es sich bei NinjaTrader um eine der besten Plattformen auf dem Markt für private Trader handelt. Die Möglichkeiten von Unterstützungen für diskretionären Methoden bis zu vollautomatischen Handelssystemen sind nahezu unerschöpflich und wenn man programmiertechnischen Hintergrund hat gibt es derzeit kaum bessere Alternativen. An dieser Stelle will ich allerdings noch mal eine Diskussion au dem Blog aufgreifen, die die Stabilität, Performance und Zuverlässigkeit der Software betreffen. Um dies zu verstehen muss ich eingangs etwas über meinen Trading Desktop und die Einstellungen erzählen: Primär trade ich mit NinjaTrader Futures, Forex und Aktien bei IB und Futures bei Mirus. Ich habe zudem noch sechs Metatrader-Accounts bei verschiedenen Brokern, wobei die Accounts auf zwei Rechner verteilt werden und auf meinem Hauptrechner nur zwei Metatrader-Applikationen laufen. Auf meinem Trading PC mit zwei Monitoren läuft also gleichzeitig immer: Skype Firefox Metatrader – FXOpen Metatrader – FXPro NinjaTrader IB-Trader Workstation Ich nutze dafür einen Quad-Core PC mit 3 GHZ und 16 GB RAM und zwei 1 TB Festplatten (Raid) mit zwei 24 Zoll-Monitoren. Diese Konfiguration ist übrigens wesentlich perfomanter als die Nutzung des Mac-Pro mit ähnlicher Konfiguration (von Virtualisierung spreche ich hier gar nicht erst – ich erwähne das, weil ich ein Unix- und Apple-Kind bin und das Unternehemen aus Redmond nur die Qual der Wahl ist). Die Prozessor-Auslastung liegt pro Prozessor zu „normalen“ Tagesmarktphasen bei 10%-20% abends und nachts bei ca. 1%-2%. Ich denke an dieser Stelle wird jedem klar sein, dass die Hardwareausstattung mehr als ausreichend ist und diesbezüglich kein Engpass zu erwarten sein sollte. Auf meinem Desktop nutze ich zwei Workspaces jeweils auf zwei Bildschirmen. NinjaTrader bietet die Möglichkeit immer jeweils einen Desktop in den Hintergrund zu stellen (nicht sichtbar) und zwischen diesen zügig (relativ gesehen) zu wechseln – ein Workspace dient den Futures, der andere den Aktien. In der Regel habe ich auf dem primären Monitor zwei und auf dem anderen sechs-neun Charts (je nach Marktphase) gleichzeitig offen. Die Charts enthalten in der Regel immer mindesten drei, höchstens 8 Indikatoren – allerdings sind einige Charts mit komplexen (seitens der Berechnung) und kommerziellen Indikatoren ausgestattet. An dieser Stelle möchte ich nicht darüber sprechen, ob es für den einen oder anderen sinnvoll ist mit mehreren Indikatoren zu arbeiten – sondern einfach nur festhalten, dass ich von einer professionellen Software, die mich immerhin ca. 1000 Euro kostet, eine stabile Funktionalität erwarte – daher nun die Nachteile, wobei ich mich auf die wesentlichen konzentriere, insbesondere die, die mich schon einige Euros gekostet haben :) : Grundsätzliches I: Es gibt ein massives Problem mit dem Speichermanagement. Da ich mich recht gut mit der Softwareproduktion und -Entwicklung auskenne, kann ich dieses Problem relativ leicht lokalisieren. NinjaTrader kann zum Teil nicht mit der Menge an Informationen durch Chart-Input, Berechnung von Indikatoren und temporärer Speicherung dieser Daten umgehen. Die Software muss in regelmäßigen Abständen neu gestartet werden, weil sie vermutlich über zu wenige Mechanismen zum Schutz vor Speicherüberläufen verfügt. Besonders dramatisch gestaltet es sich, wenn man kleinere Tickcharts in Märkten mit hohem Volumen über eine größere Periode (z.B. 20 Tage) öffenen will – hier kommt NinjaTrader und seine Datenbank z.B. im ES-Future  schnell an seine Grenzen und wirft eine Fehlermeldung aus. In einigen Foren habe ich gelesen, dass sogar ein regelmäßiger kompletter Neustart des Betriebssystems empfohlen wird. Grundsätzliches II: Die Datenbank-Basis, die verwendet wird ist nicht annähernd als qualitativer und performanter Standard zu bezeichnen. Kaum eine moderne und professionelle Software würde diese Software noch benutzen – sie ist bekannt für ihre Grenzen und Anfälligkeit. Chart- und Instrumentwechsel: Beim Wechsel von Werten kann es unter höherer Last zu Fehlern im Chart kommen, der Chart kann dann trotz Reload-History-Funktionen nicht mehr aktualisiert werden und zeigt ein unverständliches Gap – ein Neustart der Software behebt das Problem. Besonders problematisch ist dies in folgenden Fällen: bei kommerziellen Indikatoren mit Online-Lizensprüfung, bei kleinen Tick-, Range- und Volumcharts in Märkten mit großem Volumen; hier kann schon mal einige Zeit dauern bis der gewünschte Chart gezeichnet wird. Newstime: Heftige Kursbewegungen können die Software kurzzeitig „einfrieren“ – dies wird natürlich genau dann zum Problem wenn man eine Position zu dieser Zeit schließen muss. An dieser Stelle vermute ich wieder Probleme mit der Datenbank, hier scheint es einen Stau beim wegschreiben von Informationen zu geben - das Problem erinnert mich zumindest stark an die Ereignisse mit besagter Datenbank in den 90er Jahren. Letztendlich ist dies aber ein Problem von vielen Trading-Software-Produkten. Auswertungen: Die Auswertungen sind zum Teil sehr sonderbar, sie zeigen manchmal Trades an, die man nie gemacht hat und weichen nicht selten von den Kontoauszügen des Brokers ab. Trader mit ein bis fünf Trades am Tag werden das vermutlich nicht bemerken, jeder den ich kenne, der bis zu 40 Trades am Tag macht hat das gleiche Problem schon mindestens einmal gehabt. Meist kann man das Problem lösen, indem man die Datenbank repariert – das funktioniert allerdings nur dann, wenn die Software samt Datenbank nicht zwischendurch abgestürzt ist. Besonders ärgerlich ist bei der Auswertungsfunktionalität, dass Euro wie Dollar behandelt werden und keine Umrechnungsfunktion existiert – sinnvolle Auswertungen sind daher nur durch Trennung der Märkte möglich. Anbindung an den Broker: Zwar kann man mit der Multibroker-Lizens viele Broker anbinden, jedoch sind einige Funktionalitäten nicht standardmäßig integriert: So lässt sich der Account bei IB zwar mit allen Informationen  zum Buying-Power etc. abrufen, jedoch lässt sich die 24-stündige Zwangtrennung von IB nicht umgehen – dies ist für automatische Handelssysteme natürlich schlecht. Bei Mirus gibt es dieses Problem nicht, dafür hat man dort keinerlei Angaben zum Konto ausser dem aktuellen Kontostand  - wie sich dieser bei laufenden Positionen berechnet und vor allen Dingen in welchen Zeitfenstern und der reelle Abgleich mit dem Konotauszug bleibt ein Rätsel für den Anwender. Gut das klingt zum Teil heftig ... ist aber alles nicht so schlimm, wenn man sich Workarounds erarbeitet und ein wenig Verzicht auf Komfort übt. Mich persönlich stört es vor allen Dingen deshalb, weil ich von einer kommerziellen Bezahl-Variante ein wenig mehr erwarte und stecke daher große Hoffnung in die Version 7.0. Trader, die nur einfache Orderarten nutzen und vor allen Dingen nur verhältnismäßig wenige Order in das System eingeben oder solche, die nur mit schlichten Charts und ein bis zwei Werten auskommen werden diese Tücken vermutlich nie kennenlernen. Es ist wie eine Diskussion über Autos oder Motorräder: Wer nie mehrfach oder regelmäßig 250-350 km/h fährt und dies für Irrsinn hält, wird niemals über die Qualität eines Fahrwerks oder einen PS-Hubraum-Verhältnises ernsthaft nachdenken und wird das Verhalten seines Fahrzeugs für korrekt halten und auch Fehlverhalten nicht unmittelbar erkennen – reizt man sein Fahrzeug allerdings tatsächlich regelmäßig aus – bemerkt man diese Mängel schnell. Aus diesem Grunde gibt es in der europäischen Industrie harte Tests zur Qualitätssicherung, die bei den Produkten an die Grenzen gehen, um diese zu bewerten – dies ist bei NinjaTrader definitiv nicht geschehen (würde auch mit dieser Datenbankwahl vermutlich zu einem Fiasko führen). Böse Zungen behaupten, dass vermutlich die meisten Anwender pleite sind, bevor sie in den Genuss der ganzen Probleme kommen :). Dennoch: NinjaTrader bleibt meine erste Wahl, insbesondere weil Support und Service erstklassig sind und die Community stetig wächst – und für kurzfristiges Trading ist es eine der besten Plattformen für private Trader überhaupt. Ich denke, dass es aber wichtig ist, immer offen, ehrlich und unabhängig Lob und Kritik gleichwertig an entsprechender Stelle anzubringen und sämtliche Dinge regelmäßig und mit ein wenig Abstand neutral zu bewerten. In diesem Sinne kann ich die Software, trotz dieser Wermutstropfen, weiterhin empfehlen und stehe nach wie vor zu Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung. LG Aurelius

Einsicht und Demut, Blogreview und Weihnachtsgeschenk

Einsicht und Demut Das Jahr endet nun so langsam und ich kann von mir behaupten, dass ich wieder viel gelernt habe. Ich habe nun die ersten 8 Monate Futures-Handel hinter mich gebracht und habe so manche bittere Pille schlucken müssen. An dieser Stelle ist es also Zeit ein wenig Demut und Selbstkritik zu üben, was zum Jahreswechsel und zum Weihnachtsfest besonders gut passt. Ich zähle mit Sicherheit nicht zu den Top-Tradern, allerdings seit Jahren wenigstens zu den Gewinnern - und von daher halte ich es für besonders wichtig, dass man sich und sein Handeln selbst jederzeit kritisch hinterfragt. Ich dachte nach so vielen Handelsjahren eigentlich schon fast alles zu kennen, dennoch bin ich mit dem Einstieg in den Futures-Markt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Ich handle Futures bei IB und Mirus und bin persönlich von dem Datenfeed von Zen-Fire sehr überzeugt; jedoch habe ich bei Mirus nur kleine Depots gehandelt und diese regelrecht verbrannt... und dies aus folgenden Gründen: die Kontogröße (und das damit verbunde Risiko) hat mich häufig zu vorzeitigen Stopps gezwungen, die Signale waren nicht ordentlich genug gefiltert (was daran lag, dass der Datenfeed in Verbindung mit der Software so gut war, dass meine bisherigen Realtime-Handelssignale meist zu früh kamen - dies konnte ich natürlich mittlerweile durch Anpassung meiner Systeme ändern), durch meine Umstellung von Teilzeit- auf Vollzeit-Trader kam es definitiv häufiger zum sogenannten "Overtrading", die Software ist sehr "buggy" und hat definitiv auch einen Anteil daran (an dieser Stelle noch mal Dank an meinen Broker, der meine Positionen immer auf Zuruf absolut schnell und zuverlässig geschlossen hat), Ninja Trader gehört schon zu den besten Lösungen, aber jeder der mehrgleisig tradet (bzgl. Märkte, Zeitebenen, Systeme, etc.) kommt schnell an die Grenzen (dazu wird es wie versprochen noch einen Artikel geben). ... und letzten Endes hatten auch meine Handelssysteme eine kleine Drawdownphase. Der Grund, warum ich über mein persönliches Trading an dieser Stelle überhaupt schreibe, ist lediglich der, dass ich hoffe, damit aufzeigen zu können, dass es normal ist zu verlieren. Es ist ein essentieller Bestandteil des Tradings und es ist besonders wichtig besonnen zu bleiben und nicht gleich „die Flinte ins Korn zu werfen“. Man sieht an meinen Fehlern gut, dass es die typischen Fallen sind, die auch häufig in der Literatur erwähnt werden und die einen alle Jahre wieder begegnen können - ich behaupte sogar, davor ist keiner gefeit. Besonders schwer machte mir die Tatsache zu schaffen, dass meine anderen Märkte (Forex und Aktien) sehr gut liefen und ich mit Futures einfach nicht den Durchbruch schaffte. Es gab dabei nicht nur einmal Zeitpunkte, an denen ich mich beinahe entschlossen hätte, den Handel wieder einzustellen und mich auf meine bisherigen Märkte zu konzentrieren. Im letzten Monat hat sich das Blatt aber nun (wieder) zum Guten gewendet: In Summe habe ich mein Jahresziel zwar nicht ganz erreicht, liege jedoch mit der Gesamtrendite über dem Durchschnitt von besseren Anlagen - auch wenn mich die Futures unterm Strich noch einige Euros an Lehrgeld gekostet haben. Die glückliche Wende kam mit der Erkenntnis, dass es nicht wirklich wichtig ist, jeden Markt sofort zu beherrschen und dass ein reiner Wissenstransfer nicht einfach möglich ist, mein Ego hat an dieser Stelle unbewusst zeitweise die Macht über mich und mein Handeln übernommen. Mit erhöhter Konzentration auf MM und RM und das Filtern der besten Signale hat sich das Problem dann automatisch erledigt. Blogreview Der Blog hat sich aus meiner Sicht recht gut entwickelt, die Autoren existieren zumindest alle noch, auch wenn nicht jeder aktiv schreibt. Auch wenn die Entwicklung von Handelsteams nicht gerade explodiert, so ist ein festes Kernteam um Blog und Handel herum immer präsent und aktiv. Ich verzichte an dieser Stelle bewusst darauf, einzelnen Freiwilligen zu danken; denn es ist nicht "mein" Blog sondern "unser" Blog der durch die Autoren und Teammitglieder lebt. Aus diesem Grunde bedanke ich mich stellvertretend für das DaytradingTeam hiermit vor allen Dingen bei allen Lesern und Interessenten - auch wenn ich die Diskussionskultur bzgl. der Häufigkeit recht gering finde, haben wir zumindest 235 Feed-Abonnenten und täglich zwischen 500 und 1000 Leser. Natürlich ist diese gemäßigte Diskussionsmenge ein Vorteil für uns, da wir inhaltlich weniger Aufwand haben, allerdings führen die hohen Klickzahlen zu heftigen Aufwendungen seitens der Server und der Sicherheit, so haben wir im letzten Jahr seit April 349 Hackerangriffe zu verzeichnen, davon 231 allein durch SQL-injections - alle erfolglos (mit Ausnahme einiger erhöhter Server-Response-Zeiten zu bestimmten Intervallen). Weihnachtsgeschenk Da ich im Kurzfristbereich ein typischer Indikator-Trader bin und es hier schon einige kostenlose Dinge gibt, ist es kein bahnbrechendes Geschenk, sondern dient mehr als Geste und Dankeschön – auch wenn vielleicht nicht jeder etwas damit anfangen kann. Der unten stehende Link führt zu einem Indikator, der samt Quelltext verfügbar ist und die Möglichkeit bietet, dass er von Programmiereinsteigern leicht ergänzt und um weitere Indikatoren erweitert werden kann. Erklärungen und Beispiele sind vorhanden. Hier geht es ab dem 24.12.2009 (abends) zum Weihnachtsgeschenk :) Wir wünschen allen ein frohes Fest und geruhsame Feiertage

WHSelfinvest Eröffnung Niederlassung FRA

Wohlgemerkt ... dies ist keine Werbung! Hallo Trader! Ich bzw. das daytradingteam war am 12. November anläßlich der neuen WHSelfinvest Niederlassung in Frankfurt zu einer kleinen Eröffnungsfeier einen Tag vor der "World of Trading" (WOT) Messe eingeladen. WHSelfinvest ist ein Broker, der u.a. CFDs, Forex und Futures auch für den deutschprachigen Raum anbietet und mit Frankfurt sein erstes deutsches Büro eröffnet hat. Mir sind verschiedene Meinungen von Traderkollegen bekannt, die (sehr) gute Erfahrungen mit diesem Broker gemacht haben, insb. im CFD-Bereich (u.a. verwendet WHSelfinvest echte "Live"-Kurse von Aktien-CFDs mit normalem Börsenspread, s. Info). Das Treffen fand im Luxushotel Marriott statt und aus eigenen Erfahrungen mit solchen Veranstaltungen schwante mir schon Schlimmes bzgl. der Parkgebühren für diesen Abend ;-). Lustigerweise habe ich dann aber das Parkhaus zum Hotel gar nicht gefunden (weil schlecht beschriftet oder nur gut versteckt, je nachdem...) und konnte - entgegen der üblichen Praxis - mein Auto völlig umsonst auf einem nahen Seitenstreifen parken. Damit hatte der Abend schon einmal besser angefangen als erwartet. Übrigens hatte auch ein Trader, den ich im Laufe des Abends noch kennenlernte und mit dem ich mich dann auch darüber unterhielt, den Parkplatz ebenfalls nicht gefunden. Er hatte allerdings bei den Mülltonnen geparkt... ;-) Die eigentliche Veranstaltung inkl. kleiner Verpflegung (die üblichen exklusiven "Schnittchen") nach dem Vortrag war umsonst, daher Danke nochmals an WHSelfinvest (insb. an Herrn Schneider), die das Ganze bezahlt haben und natürlich für die Einladung des daytradingteams. Auf der Veranstaltung haben sich ein kleiner Kreis illustrer Personen zusammengefunden (lt. Pressetext "Kunden, Geschäftspartner und die Finanzpresse", da zählen wir dann wohl zu den Letzteren...). Ich kannte davon noch lange nicht jeden, aber z.B. sind mir u.a. Herr Ralf Flierl (Chefredakteur Smartinvestor), Herr Dr. Gregor Bauer (Vorstandsvorsitzender des VTAD), Herr Michael Voigt (Das große Buch der Markttechnik, "Der Händler") und noch ein paar weitere Personen über den Weg gelaufen. Außerdem waren scheinbar auch ein paar Trader wie Du und ich anwesend (Grüße an Erik, den ich dann einen Tag später auf der WOT nochmals getroffen hatte und der nach der Verstaltung erfolgreich sein Auto bei den Mülltonnen wiedergefunden hat...). Das Publikum bestand vielleicht aus geschätzten 50-70 Personen, also recht überschaubar (s. Foto). Herr Wouter Warmoes, Geschäftsführer der WH SelfInvest AG, begrüßte die Anwesenden und beschrieb kurz den Werdegang von WHSelfinvest, der einige witzige Anekdoten, insb. aus der Anfangszeit des Brokers bereithielt. Nach dieser Begrüßung folgte der ca. einstündige Vortrag von Herr Dr. Friedhelm Busch (u.a. bekannt aus der "Telebörse" und weiteren Sendungen) mit dem Thema "Die Börsen zwischen Angst und Zuversicht". Dieser war unterhaltsam und sogar manchmal kontrovers, wobei mir selbst das Meiste aus verschiedenen Quellen schon vorher bekannt war (z.B. aus dem Smartinvestor oder Internet). Für andere war dies aber sicher neu und so konnte man verschiedene Entwicklungen an den Börsen auch in einem anderen Blickwinkel neu entdecken. Das Publikum hat u.a. noch erfahren, dass Herr Dr. Busch, wie wohl viele andere auch, die Rally an den Aktienmärkten seit März verpasst hat und nun auch (noch) nicht investiert ist, aber auf einen Einstieg wartet (fragt sich nur, bis wann...). Weitere Meinungen vom ihm gab es zur Entwicklung des US Dollar, zu Gold und zu den Aktienmärkten. Nach seinem Vortrag konnte man noch Fragen an Herrn Dr. Busch stellen, was vom Publikum reichlich in Anspruch genommen wurde. Anschließend konnte man bei den schon erwähnten Schnittchen mit anderen Teilnehmern diskutieren und sich austauschen. Ich hatte da z.B. ein etwas längeres Gespräch mit Herrn Flierl. Da ich langjähriger Abonnent von Smartinvestor bin, habe ich dem Chef mal meine Meinung zu seinem Blatt gesagt (was jetzt nicht heißen soll, dass ich die Zeitschrift negativ sehe, im Gegenteil. Wer sich z.B. abseits vom Mainstream, insb. vom Börsenblätter-Mainstream, informieren will, ist hier sehr gut aufgehoben). Ich habe vor lauter Reden fast das Essen vergessen und musste mich dann gegen Ende noch um die letzten verfügbaren Schnittchen bemühen, natürlich bei entsprechender Wahrung der Etikette. ;-) Vorsorglich hatte ich mir schon einmal vor der Veranstaltung selbst noch eine kleine Notration für die ca. 1 1/2 stündige Heimfahrt besorgt... Alles in allem war es ein gemütlicher Abend mit einigen interessanten Leuten. Einige waren vielleicht auch deswegen da, weil am nächsten Tag die WOT begonnen hat? Auf jeden Fall war die Atmosphäre angenehm zum Unterhalten. Bis auf so ein aufgestelltes Banner/Plaket von WHSelfinvest und natürlich den Mitarbeitern hat eigentlich nichts auf eine Werbeveranstaltung hingedeutet. Sie ist auch nicht so rübergekommen, im Gegenteil: Man konnte hier einfach ein paar interessante Leute kennenlernen und ggf. neue Einblicke zum aktuellen Börsengeschehen gewinnen. Die Produkte von WHSelfinvest (z.B. CFDs, Futures, etc.) wurden gar nicht bis einmalig angesprochen (zumindest im Vortrag), das war's aber auch schon. Also eine ganz andere Welt wie die vielleicht von Messen bekannten "marktschreierischen" Aktionen oder "Einführungsseminare" bestimmter CFD-Brokerkonkurrenten... Von WHSelfinvest wurden Bilder von der Veranstaltung geschossen, von denen ich hier einige verwendet habe. Grüsse Marvin

Wochenausblick der Indizes, Eurostoxx, Bund und Dax vom 15.12.09

Wochenausblick für Indizes aus der Sicht der Markttechnik Vergangene Zählung in Schwarz Kursmöglichkeiten + Marktechnische Punkte sind in Blau FESX (Eurostoxx Kontrakt-Monat 12-09) 60min Chart Markante Bereiche: 2931 2797 2733 Revue der letzten Woche: Die letzte Woche war eine schöne Vorbereitung auf das was jetzt folgen könnte. Eine leichte Korrektur in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Situation aus Sicht der Marktechnik: Der Eurostoxx befindet sich auf dem 60-Minuten-Bild in einer aufwärtsgerichteten Bewegung. Ob sich bei 2901 Punkten der Markt ein neues Hoch und damit den Punkt 2 bestätigen kann, bleibt abzuwarten. Mich würde ein leichter Rücklauf an das 50% Retracement nicht wundern. Im Gegenteil, hier könnte man nochmals billig in den Aufwärtstrend hinkommen. Um den Aufwärtstrend der letzten Tage nicht zu gefährden, darf der Future nicht unter die Marke bei 2792 langfristig fallen. Zwar ist das Grosse Bild auf Tagesbasis bis 2733 immer noch in Ordnung, würde aber ein Abfall unter 2852 das kurzfristige Bild gefährden. Fazit bis 2792 plus-minus 10 Punkte ist die Welt Long noch in Ordnung. Darunter sollte man sich auf ein Rücklauf bis 2733 einstellen. Achtung: Die Aktien-Indizes befindet sich alle an einer entscheidenden Marke. Sowohl EuroStoxx als auch FDAX haben aus marktechnischer Sicht auf 60-Minuten-Basis ein kleines 1-2-3 ausgebildet, dass in ein grosses (Tageschart) hineinläuft. Was das heisst?: Ganz einfach: Die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Domino-Effekt der Orderlage einsetzen kann, ist gross. FGBL (Bund Kontrakt-Monat 03-10) 60min Chart ACHTUNG: Bund Future wurde am 08.12.09 gerollt, daher verschieben sich die Kursmarken, nicht aber die absoluten, marktechnischen Punkte. Markante Bereiche: 123,77 122,34 Revue der letzten Woche: Die starke Marke von 123,77 konnte der Bund nicht überwinden. Derzeit haben wir - mal wieder - ein gemischtes Bild - Situation aus Sicht der Marktechnik: Übergeordnet ist der Aufwärtstrend intakt. Auf 60-Minuten-Basis fällt es mir schwer die Richtung zu bestimmen. Denkbar ist aber zunächst ein Anstieg bis 123,13 um dann den Trend abwärts weiter zu bestätigen. Geht es darüber ist Potential bis 123,77. Eine Unterstützung liegt bei 122,35. Denn dort begann die starke Aufwärtsbewegung vom 26.11.09 Fazit: Entweder am Rücklauf verkaufen oder abwarten, weil ganz klar ist die Situation im Bund immer noch nicht. FDAX (Dax Kontrakt-Monat 12-09) 60min Chart Markante Bereiche: 5863 5603 5510 Revue der letzten Woche: Mal grundsätzlich befinden wir uns auf Tagesbasis in einem Aufwärtstrend. Trotzdem ist ein Rücklauf noch möglich. Die scheinbar starken Kurseinbrüche waren nichts anderes als ein Rücklauf an die 61,8 % Retracement Marke. Gut  - Die hat gehalten. Was nun ? Situation aus Sicht der Marktechnik: Wie schon beim EuroStoxx geschrieben, befinden wir uns an einer entscheidenden Marke im FDAX. Der FDAX hat ein kleines 1-2-3 aufwärtsgerichtet ausgebildet, dass in ein grosses hinein fliesst. Damit kann ein größerer Orderschub ausgelöst werden und damit auch die gesuchte Bewegung verstärkt werden. Bevor das allerdings passiert, wäre ein Rücklauf an die 50 % Retracement Marke denkbar um dort eine neue marktechnische 3 auszubilden. Frei nach dem Motto: „Bitte einsteigen, Ihr Spätaufsteher, es geht jetzt zum Jahreshoch.“ Sehen wir Kurse deutlich über 5863 ist die Jahresendrally in Sicht... -------- Die Charts sind mit NinjaTrader erstellt worden. Dies stellt wie immer keine Handlungsaufforderung dar. (Siehe auch §Haftungsausschluss im Impressum) simple and profitable trading wünscht euch Carsten

Watchlist 19.-23.10.09

daytradingteam.de Watchlist/Trades 18.10.2009 19:28 Hallo Trader! Nach einigen Wochen/Monaten des Testens unserer Team-Strategien haben wir festgestellt, dass das wöchentliche Ermitteln von Setups im diskretionären Bereich und das dazugehörige Veröffentlichen der Charts, Watchlisten, etc. einfach zu aufwendig ist, um es "nebenbei" zu betreiben. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine etwas weniger zeitintensive Strategie zu fahren und nur noch 1-2 Trades pro Woche zu veröffentlichen. Ein Grund dafür ist auch die bisher mangelnde Resonanz und Rückfragen. Das neue Vorgehen des Teams sieht in Stichpunkten so aus: Es gibt jede Woche einen "Trade der Woche" (maximal zwei). Die Tradesetups erfolgen ausschließlich diskretionär durch das Team Aurelius (AU), Marvin (MA) und Juliettpapa (JP). Das Setup wird im Blog als Artikel mit Screenshots veröffentlicht. Dadurch hat jeder die Möglichkeit das Tradesetup sofort zu bewerten und Kommentare dazu zu veröffentlichen. Die Trades werden dann auch in ihrem jeweiligen Artikel weiter verfolgt und kommentiert (Stopp-Anpassungen, Exits, verändertes Setup, etc.). Als "Liste der offenen Trades" gibt es im bisherigen Bereich der Watchlist (also hier) einen Screenshot des Brokers, wo jeder den Kontostand, die laufenden Trades inkl. deren Stopps und neue Trigger für neue Trades sehen kann. Eine eigene Tabelle der Watchlist wie bisher wird es nicht mehr geben, ebensowenig das bisher mitgeführte Trading-Journal. Auch hier liegt der Grund im erheblichen Zusatzaufwand. Wird eine Position ausgestoppt oder verkauft, erscheint sie ebenfalls im Bereich der Watchlist (hier) in der Liste abgeschlossener Trades, in der noch mal die Tradedaten und der GuV dargestellt werden. Auf dieser Seite wird also alles um die Trades "herum" aufgelistet, die neuen/laufenden Trades bekommen jeweils einen eigenen Artikel (unter Trading > User-Trades, http://www.daytradingteam.de/category/trading/usertrades/), in denen sie auch weiterhin kommentiert werden. Weiterhin gilt wie bisher: Für die Aktien-CFDs nutzen wir den Broker CMC Markets. Wir handeln auf Tagescharts. Es werden nur Titel aus Dax, TecDax, Dow und Nasdaq100 gehandelt. Die Trades haben ein Risiko von 2%, d.h. wir risikieren pro Trade max. 2% vom Kapital, aktuell also 20 € (dieses Risiko bezieht sich auf die normalen Stopps, ggf. kann es auch etwas höher ausfallen, weil Emergency-Stopps verwendet werden. Teammitglieder Das Team besteht aus: Aurelius (AU) Juliettpapa (JP) Marvin (MA) Es gibt einen primären Ansprechpartner für die Trades (s. jeweiligen Artikel). Wenn Ihr Fragen zu bestimmten Titeln/Setups habt, dann könnt Ihr Euch direkt an das Teammitglied wenden. Allgemeine Fragen zur Watchlist insb. Verwaltungssachen könnt Ihr an Marvin stellen. Trades Ältere Ausgaben der Watchlist (also bevor diese Seite immer wieder aktualisiert wurde) sind unter Trading > Watchlist/Kandidaten zu finden. Ein ausführlicher Trade (Telefonica-Trade) findet sich hier. Die Kommentarfunktion kann dazu genutzt werden, sich über einzelne Setups und Trades auszutauschen. Bitte reichlich davon Gebrauch machen... Ansonsten s. unter Trading > User-Trades. Zeitraum: Woche 19.10. - 23.10.09 Übersicht aller Trades und Watchlist: s. unter Team-Trading > Team-Strategien ( hier ) Geschlossene Positionen Trade-ID Wert Anzahl Entry Exit G/V (netto) Status - Nordex Long 27 13,00 (21.9.) 11,88 (30.9.) 30,24 Stopp ausgelöst Kontostatus Im Kontostatus sind alle laufenden Positionen, offene und ausgeführte Orders und der Kontostand inkl. G/V zu erkennen (Anklicken zur vergrößerten Darstellung!) Risikokennzahlen/Parameter Pro Trade wird aktuell max. 2% Risiko (also 1 R = 2%) des Gesamtdepots riskiert. Wenn pyramidisiert werden sollte, dann i.d.R. nur dann, wenn die Position bereits im Gewinn ist. Bei so einem Aufbautrade wird das max. Einzelpositionsrisiko nicht überschritten. Bei riskanteren Positionen (v.a. welche, die als (zeitweise) spekulativ einzustufen sind) wird auf die Hälfte des Risikos heruntergegangen, also auf 1%. Da die Depotgröße mit 1000 € startet, bedeutet das, dass max. 20 € / Trade riskiert werden, bei riskanten Trades max. 10 €. Das Gesamtrisiko über alle laufenden und geplanten Positionen liegt bei max. 20%. Eine Anpassung der aktuellen Kapitalgröße (z.B. für neue Positionen) werden wir nach regelmäßigen Zeiträumen anpassen (gedacht ist: jeweils am Monatsende), so dass neue Positionsgrößen darauf berechnet werden. Die Anzahl der gleichzeitig offenen Trades ist nicht beschränkt, aus Gründen der Handhabbarkeit werden wir dennoch bei ca. 10 Trades keine weiteren mehr starten, solange nicht bestehende Positionen geschlossen werden. Kursziele verstehen sich als mögliche Zielzonen, die vom Kurs angelaufen werden könnten. Sie sind keinesfalls exakt (so wie z.B. die Stopps). Auch muss nicht zwingend bei deren Erreichen aus dem Trade ausgestiegen werden. Sie sind Anhaltspunkte und dienen v.a. der CRV-Berechnung. Dies alles gilt v.a. für Marvins Handelsstil. Es gibt keinerlei Einschränkungen, was von den Setups gehandelt wird (zur Auswahl an Aktien-Titeln s.o.). Als Kommissionskosten werden pro Halfturn 0,08% der Positionsgröße (Anzahl * Kurswert) berrechnet, ein kompletter Trade kostet dann mind. 0,16% an Transaktionskosten. Finanzierungskosten werden näherungsweise im TJ geschätzt (bereits vor dem Tradeeinstieg) und bei Abschluß der Trades mitverrechnet. Viel Erfolg! Aurelius, Juliettpapa und Marvin

Daytradingteam Watchlist/Trades

Es wird in Zukunft Umstrukturierungen der Wachtlist geben, daher wurden einige Menüpunkte und Inhalte umsortiert. Nähere Informationen erfolgen in Kürze. 11.10.2009 19:48 Hallo Trader! Nun wieder eine Aktualisierung der Trades (s. Tabelle und Charts). Diese Woche werden wir das Konzept der Watchlist im Team bereden, in naher Zukunft dazu mehr. Daher auch keine neuen Trades, nur Anpassung der Stopps. Hier nochmal das wichtigste der letzten Wochen bzgl. unserer WL: Für die Aktien-CFDs nutzen wir den Broker CMC Markets. Wir handeln auf Tagescharts (Marvin; deutsche Werte im DAX und TecDAX) bzw. 4h Ebene (Aurelius; US Dow Jones und Nasdaq100 Werte). Nur für den ausführlichen Trade ("Trade der Woche") werden wir die Trades absprechen (dazu unten noch mehr), ansonsten tradet jeder seine Setups, die er findet. Die Trades haben ein Risiko von 2%, d.h. wir risikieren pro Trade max. 2% vom Kapital, aktuell also 20 € (dieses Risiko bezieht sich auf die normalen Stopps, ggf. kann es auch etwas höher ausfallen, weil Emergency-Stopps verwendet werden. Die laufenden Trades werden in einem neuen (abgespeckten) TJ geführt. Dieses TJ ist hier downloadbar (s.u.). GGf. stellen wir auch am Ende jedes Monats ein Transaktionsprotokoll vom Broker hier zum Download bereit, so dass man auch alle Trades in der Vergangenheit 100%ig nachvollziehen kann. Neue Trades werden hier im Blog auf dieser Seite in Kurzform (s. Tabelle unten) dokumentiert, zusätzlich zum TJ. Ausgewählte Trades ("Trade der Woche"), auf die man etwas genauer eingehen kann, werden wir unter User-Trades in einem eigenen Artikel vorstellen. Teammitglieder Das Team besteht aktuell aus: Aurelius (Kürzel: AU): Fokus: US Dow Jones und Nasdaq Aktien auf 4h Charts mit Einstiegen nach Indikatoren auf Tagesbasis und Exits in 1h-4h Charts Marvin (Kürzel: MA): Fokus: DAX- und TecDAX-Aktien auf Tagescharts Es gibt einen primären Ansprechpartner für die Trades und die Watchlist (v.a. Erstellung, Verwaltung, etc.), den Moderator (aktuell: Marvin (MA)). Wenn Ihr Fragen zu bestimmten Titeln/Setups habt, dann könnt Ihr Euch natürlich direkt an das Teammitglied wenden. Trades Ältere Ausgaben der Watchlist (also bevor diese Seite immer wieder aktualisiert wurde) sind unter Trading > Watchlist/Kandidaten zu finden. Ein ausführlicher Trade (Telefonica-Trade) findet sich hier. Die Kommentarfunktion kann dazu genutzt werden, sich über einzelne Setups und Trades auszutauschen. Bitte reichlich davon Gebrauch machen... Ansonsten s. unter Trading > User-Trades. Zeitraum: Woche 12.10.-16.10.09 Analysen von: Aurelius (AU), Marvin (MA) Handelsstrategie Marvin: s. unter Trading > Strategien ( hier ) Übersicht aller Trades und Watchlist: s. unter Team-Trading > Team-Strategien ( hier ) Kandidaten und Positionen Wert Long/ Short Entry (am) Stopp initial (aktuell) Kurs- ziel CRV Stück Status Nordex Long 13,00 (21.9.) 12,3 (11,9) 17,8 6,9 27 gestoppt am 30.9. zu 11,88 Dt. Börse Long 57,5 (21.9.) 54,6 (53,6) 90,7 11,4 6 laufender Trade Merck KgAA Long 68,8 (22.9.) 66,2 (65,6) 78,1 3,6 7 laufender Trade QSC Long 1,711 (22.9.) 1,51 (1,55) 2,5 3,9 98 laufender Trade Q-Cells Long 13,15 (24.9.) 12,2 (11,85) 19,6 6,8 10 laufender Trade Fresenius SE Vz. Long 40,35 (1.10.) 39,0 (38,6) 49,8 7,0 14 laufender Trade Kontron Long 8,1 (2.10.) 7,9 (7,7) 10,6 12,5 93 laufender Trade Roth & Rau Long 25,2 (2.10.) 22,6 (21,9) 35,0 3,8 7 laufender Trade Kontostatus Im Kontostatus sind alle laufenden Positionen, offene und ausgeführte Orders und der Kontostand inkl. G/V zu erkennen (Anklicken zur vergrößerten Darstellung!) Trading-Journal Wir führen parallel zu den Trades das (abgespeckte) Trading Journal (downloadbar unter Trader-Utilities > Downloads), in dem alle Titel enthalten sind, sowohl die geplanten also auch die ausgeführten Trades. Es ist hier downloadbar. Charts Ausgewählte Trades (s. unter Trading > User-Trades) werden im Tradesignal-Forum gepostet: s. hier Risikokennzahlen/Parameter Pro Trade wird aktuell max. 2% Risiko (also 1 R = 2%) des Gesamtdepots riskiert. Wenn pyramidisiert werden sollte, dann i.d.R. nur dann, wenn die Position bereits im Gewinn ist. Bei so einem Aufbautrade wird das max. Einzelpositionsrisiko nicht überschritten. Bei riskanteren Positionen (v.a. welche, die als (zeitweise) spekulativ einzustufen sind) wird auf die Hälfte des Risikos heruntergegangen, also auf 1%. Da die Depotgröße mit 1000 € startet, bedeutet das, dass max. 20 € / Trade riskiert werden, bei riskanten Trades max. 10 €. Das Gesamtrisiko über alle laufenden und geplanten Positionen liegt bei max. 20%. Eine Anpassung der aktuellen Kapitalgröße (z.B. für neue Positionen) werden wir nach regelmäßigen Zeiträumen anpassen (gedacht ist: jeweils am Monatsende), so dass neue Positionsgrößen darauf berechnet werden. Die Anzahl der gleichzeitig offenen Trades ist nicht beschränkt, aus Gründen der Handhabbarkeit werden wir dennoch bei ca. 20 Trades keine weiteren mehr starten, solange nicht bestehende Positionen geschlossen werden. Kursziele verstehen sich als mögliche Zielzonen, die vom Kurs angelaufen werden könnten. Sie sind keinesfalls exakt (so wie z.B. die Stopps). Auch muss nicht zwingend bei deren Erreichen aus dem Trade ausgestiegen werden. Sie sind Anhaltspunkte und dienen v.a. der CRV-Berechnung. Dies alles gilt v.a. für Marvins Handelsstil. Es gibt keinerlei Einschränkungen, was von den Setups gehandelt wird. Als Kommissionskosten werden pro Halfturn 0,08% der Positionsgröße (Anzahl * Kurswert) berrechnet, ein kompletter Trade kostet dann mind. 0,16% an Transaktionskosten. Finanzierungskosten werden näherungsweise im TJ geschätzt (bereits vor dem Tradeeinstieg) und bei Abschluß der Trades mitverrechnet. Und nochmals der Hinweis von oben: Die Kommentarfunktion kann dazu genutzt werden, sich über einzelne Setups und Trades auszutauschen. Bitte reichlich davon Gebrauch machen... Viel Erfolg! Marvin und Aurelius

Ninja Trader und seine Werkzeuge (1)

Hiermit beginnt parallel eine weitere Serie über Indikatoren und evtl. auch das eine oder andere System für die Software Ninja Trader. Die meisten Indikatoren gibt es natürlich auch für viele andere Tradingprogramme, da ich aber sowohl mein Aktiendepot als auch mein Futureskonto fast nur noch mit Ninja Trader bediene und Ninja Trader (kurz NT) sich einer wachsenden Beliebtheit erfreut, poste ich ab an ein paar Infos und Indikatoren, die vielleicht noch nicht jeder hat. Zwei Indikatoren, die für mich zur Basisaustattung gehören, aber nicht in der Basisversion enthalten sind, sind der Supertrend-Indikator und der automatische Trendlinien-Zeichner: Zum Trendlinien-Indikator muss ich nicht viel erklären und zeigen, die Grafik spricht für sich. Man fügt ihn schlicht so oft mit unterschiedlichen Periodenzeiträumen hinzu, wie man Linien im Chart ertragen kann. Er zeigt am heutigen Abend im EUR/USD sehr schön eine Dreiecksformation an. Der Supertrend-Indikator zeigt die Stop- bzw. Umkehrzonen und dabei kann man optional auch Pfeile für die Trendwende anzeigen lassen. Der Supertrend-Indikator bietet zudem noch die Möglichkeit, die Balken in Trendrichtung einzufärben, dass sieht dann folgendermaßen aus: Es ist äusserst praktisch, wenn die Software das Zeichnen der Trendlinien übernimmt, wobei es hier wie bei jeder anderen Software so ist, dass eine eigene Überprüfung oder Anpassung häufig sinnvoll oder sogar nötig ist - aber als grobe Unterstützung ist das grundsätzlich ausreichend. Das gleiche gilt natürlich für das Einfärben von Balken zur Trenderkennung; ohne weitere Filter sind die Informationen nur bedingt brauchbar. Beide Indikatoren sind übrigens kostenlos. LG Aurelius

Interessante Blogs

Das Blog, der Blog - jeder schreibt es anders - Blog übersetzt als Tagebuch wäre "das", für mich klingt "der" Blog besser, so sei es dann auch hier ... In den Sommerferien habe ich mal die Zeit genutzt äußerst intensiv und zielgerichtet alle möglichen Finanz- bzw. Tradingblogs zu lesen und durch Foren zu stöbern. Ich war wirklich sehr beeindruckt, wie viele Trader Ihr Trading veröffentlichen (zumindest die Ergebnisse) und was da so für interessante Kommentare anfallen :). Interessant fand ich dabei, dass ich, je mehr ich las, immer weniger handelte bzw. sehr unkonzentriert war und mich von einigen Ideen sogar massiv ablenken ließ - nicht das sie mein Handeln beeinflussten, aber ich habe mich häufig gefragt, ob das funktionieren kann was mancher dort so macht. Die meisten, stellen Ihre Informationen kostenlos zu Verfügung und nutzen den Blog mehr oder weniger als Tradingtagebuch, was ich auch für recht sinnvoll halte und natürlich begrüße. Was ich aber vermisst habe, ist die klare Offenlegung der Handelsmethodik oder des jeweiligen Stils - insbesondere habe ich es persönlich sogar so empfunden, dass je mehr die Blogger Ihren Erfolg bekundeten, desto weniger war zu lesen wie sie zu Ihren Ergebnissen gekommen sind (vielleicht aber auch nur eine sehr subjektive Ansicht). Sehr lustig fand ich aber, wie oben schon erwähnt, die Kommentare der Leser zu den unterschiedlichsten Artikeln: Während bei den rein Wissen-Vermittelnden Blogs häufig ein reger Austausch mit guten Kommentaren stattfand, war auf vielen anderen unendlich viel rammdösiger Müll zu lesen ... von extremer "Klugscheisserei" bis zu diversen verbalen Attacken und Beleidigungen - bei aller Liebe zur Demokratie und der Tatsache, dass sich diese Leute selbst disqualifizieren: Ich würde an solcher Stelle konsequent löschen; denn gerade für interessierte Leser ist das vermutlich sehr ärgerlich. Wenn man die Kommentare ernst nehmen würde, gäbe es 90% erfolgreiche Trader und nur 10% Verlierer im Markt (war doch irgendwie andersherum :)). Ich habe mir in dieser (alter und neuer) Fülle einige Blogs rausgesucht, dessen Feed ich abonniert habe und deren Entwicklung ich aus Neugier (und Unterhaltungsgründen) weiterverfolgen werde. Es ist unmöglich alle Blogs zu lesen und ich lese ausschließlich stichprobenweise, wenn meine Trades laufen, also nebenbei. Ich führe jetzt nicht solche "must-have-feeds" wie z.B. Candletrading, Aktienboard, Elite Trading, Trendinvest, Godmode, etc. auf, da diese für mich immer schon auf meiner Liste standen und immer mal (wieder) einen Blick Wert sind. Die Seiten, die ich hier nenne, sind schlicht und einfach aus bestimmten Gründen recht interessant und lohnen sich zu verfolgen - viele sind sicherlich schon altbekannt. Für Anfänger ist das eine oder andere sicherlich lehrreich und für die Profis unterhaltsam (nicht ironisch gemeint). Die Reihenfolge ist keine Rangliste und die Schlagworte, die ich mit dem Blog verbinde, sind natürlich überwiegend persönliche Ansichten. Ich lese derzeit also regelmäßig folgende Blogs und bitte es nicht persönlich zu nehmen, wenn der eine oder andere zwar von den Eigenschaften hierhergehört, aber nicht explizit aufgeführt ist: K.I.S.S. Trading: http://www.kiss-trading.de/ Dieser Blog von Frank aus Frankfurt (hört sich wirklich gut an) ist schon recht lange online. Kaum ein Blogger bringt so gut eine der wichtigsten Tugenden des Tradings rüber:  Disziplin! Nicht nur, dass er seinen Blog ordentlich und regelmäßig pflegt, indem er strukturiert regelmäßig sein Vorgehen kommentiert, er macht dies auch so, dass man seinen Weg gut nachverfolgen kann. Auch wenn das Depot nicht den besten Stand hat - vermute ich ist es nur eine Frage der Zeit bis er erfolgreich sein wird. Mit gleicher Disziplin aber weniger Aufwand (dafür vielleicht mit mehr Erfolg beim Traden) werden auch z.B. die Blogs PIPTRADER-BLOG und URANOSS-DAYTRADING betrieben (und natürlich noch viele andere mehr). EACH TRADING DAY http://www.eachtradingday.com/ Dieser Blog zeigt auch den Weg eines Traders - wobei hier die Abwechslung durch kleine, abwechslungsreiche Finanzartikel sehr gelungen ist. Er hat ein gutes Gefühl für die "Sahnestückchen" unter den Finanzartikeln (vielleicht ein wenig grob umfasst) und fährt dabei interessante, aber nie zu "schwere" Literatur auf. Dies zeigt sehr schön, dass die Finanzbranche alles andere als langweilig ist und auch pure Chartisten hier einige interessante News und Geschichten finden können. Daytrading.de http://www.daytrading.de Daytrading.de ist ein Nummer in der Blog-Welt; man mag über die Historie denken wie man will. Philipp macht einfach einen sehr guten Job als Trader (mit redaktioneller Unterstützung von Valentin) und zeigt wie ein Depot stetig wachsen kann. Dieser Blog steht für mich auch für die Kommerzialisierung des Tradingblogs: kein Blog vermarktet so geschickt "trading is business". Europa und speziell Deutschland hinkt hier grundsätzlich sehr hinterher und die Jungs sind gute Vorreiter. Hier werden wir in Zukunft sicherlich noch einiges sehen (vermutlich unter permanent wechselnder Optik)  - und von Philipp wird man noch viel hören und lesen. Für Anfänger lohnt es sich in jedem Fall die Ein- und Ausstiege im Chart nachzuvollziehen und die Podcasts zu abonnieren. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle "True Aphrodite“ der Blog des ehemaligen Mentors des oben genannten Philipps. Er tradet wieder und testet derzeit sein System "Siddharta". Der Blog ist eine für mich ein Muss; denn Pierre ist sicherlich eine der umstrittensten Persönlichkeiten der europäischen Tradingbranche und könnte ein gutes Beispiel werden wie man wieder aufsteht. Beide Blogs sind immer für Überraschendes (und Unvorhersehbares) gut – wie im Trading-Alltag eben. Der Forex Millionaer http://der-forex-millionaer.de/ Dies ist zur Zeit mein absoluter Favorit :). Kay ist ein äußerst sympathischer Anfänger mit sehr großem Erfolg in seiner Startphase. Er möchte in 365 Tagen aus 1.000 Euro eine Million Euro machen  - er hat sich ausgerechnet, dass er dazu ja nur 2,xx% pro Tag benötigt und stellt damit alle anderen Challenges in den Schatten. Einige von Euch erinnern sich noch an: aus 10.000 eine Million, aus 10.000 Hunderttausend, das 1%-täglich-Experiment, etc. - nein, hier haben wir etwas heißeres. Den zukünftigen Gewinnplan konnte man sich auch von seiner Seite runterladen und er macht derzeit fast jeden Tag ein Video und stellt seinen Tageskontoauszug (Metatrader) ins Netz. Nach meiner leicht ironischen Einführung, möchte ich an dieser Stelle gar nicht darauf eingehen, wie ich es finde, dass er "stopfreies" Trading propagandiert oder ein Anfänger ist oder die Umstände/ Wahl des Brokers und der Tradingplattform, etc. und alle anderen diskussionswürdigen Hintergründe, sondern führe mal an, was mir so gefällt: Kay macht genau das, von dem er glaubt das es funktioniert und dies mit Disziplin: er ziert sich nicht für Tradingchancen früh aufzustehen, wenn es sein muss. Er hört auf wenn es einfach nicht läuft. Er setzt keine Stopps (leider auch keinen Emergency-Stopp), riskiert mehr als 1%, um nur einige Beispiele zu nennen - und sein Konto wächst. Warum ich dass so klasse finde ist ganz einfach: All die guten Börsenregeln mit MM und RM funktionieren für Trader, die lange mitspielen möchten, begrenztes Kapital haben und langsam aber sicher ihr Kapital vermehren wollen  - will man aber in kurzer Zeit viel Geld verdienen sind ein Großteil dieser Regeln nutzlos hier zeigt einer wie es gehen könnte. Man sollte nicht vergessen, dass hier mitunter auch heiter gezockt wird, aber dennoch anscheinend mit System (er spielt übrigens auch Poker, was natürlich nicht nur reine Zockerei ist). Er zeigt Euch alle Trades - auch die negativen, alle Ein- und Ausstiege sind zu sehen: transparent und nachvollziehbar (soweit ...). Also wer 1.000 Euro übrig hat und damit meine ich: „wirklich übrig“ und ein wenig Talent mit bringt, sieht hier einen unterhaltsamen Ansatz wie man Trading auch interpretieren und umsetzen kann. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Blogs, insbesondere die der ganzen internationalen Traderelite und da natürlich auch viele englischsprachige (z.B. Brett Steenbarger, etc.). Im Laufe der Jahre wiederholen sich die Inhalte und der Stil bleibt sehr ähnlich und ich verfolge die Blogs nur über den Feed und picke die besten Stücke heraus – hier wollte ich nur aufzeigen, dass es auch einige durchaus lesenswerte Blogs in Deutschland gibt. LG Aurelius

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