Wer Zeit hat und Interesse einen Einblick in das Orderbuchtrading zu bekommen, sollte mal einen kurzen Blick drauf werfen, wobei ich gleich erwähnen möchte, dass diese Art des "Orderbuchlesens" eine ganz besondere (persönliche) ist, da man im Futuresmarkt weniger Informationen hat und speziell in einigen Märkten das "Lesen" auf Grund der Geschwindigkeit sehr schnell erfolgen muss. Die Idee hinter meinem Ansatz ist die Repräsentativität des Orderbuchs für den jeweiligen Markt und die damit verknüpfte Information aus der Times- und Sales-Liste. Das Ganze ist kein heiliger Gral und wer nicht bereit ist, einmal selber mehrere Stunden am Stück einem Kurs zu folgen, kann sich davon verabschieden mit Methoden dieser Art zu traden. Für mich funtkioniert dieser Ansatz sehr gut und ich bin sicher er lässt sich noch erheblich verbessern, wenn man weitere Aspekte mit einbezieht. Grundsätzlich sollte auch jedem klar sein, dass ich hier nur die "Spitze des Eisbergs" zeige. Bevor es los geht eine Bemerkung von mir in eigener Sache; ich habe es nicht mit den anderen Blogautoren abgesprochen, vermute aber, sie sehen es ähnlich: Viele von Euch wissen. dass wir grundsätzlich immmer kostenlose Inhalte anbieten und uns auch bemühen die Inhalte zeitnah zu posten; dennoch möchte ich bemerken, dass ich meine Haltung diesbzgl. ein wenig geändert habe: Ich werde zukünftig keine privaten Mails zu Artikeln beantworten und stundelange Skpype-Gespräche mit Lesern führen, die nicht bereit sind, sich an Diskussionen im Blog zu beteiligen - Sinn und Zeck dieses Blogs ist unter anderem der rege Austausch mit gleichgesinnten, dies war mein Motor in den letzten Jahren und nur dies garantiert IMHO langfristgen Erfolg in dieser Branche (mal abgesehen davon, dass mir einfach die Zeit fehlt). Dies ist auch der Grund warum ich diese Videoreihe nicht live sondern zeitverzögert veröffentliche; denn ich habe es vorgezogen sie vorerst einem kritischeren Publikum vorzustellen, deren Meinung und Diskussionsfreudigkeit ich sehr schätze, was mir dann auch die Möglichkeit bietet, mich selber weiterzuentwicklen und zu lernen; denn meine weitgehend bekannte Philosphie ist, dass nur das stetige Hinterfagen von Ideen und Konzepten eine hohe Qualitöt garantiert. Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich an dieser Stelle ebenfalls erwähnen möchte, ist die Diskussionskultur: Ich möchte in einer kritischen aber respektvollen Umgebung diskutieren und dies fehlt mir immer öfter in öffentlichen Blogs: Öffentlich zugänglichen Blogs fehlt häufig ein kompetentes Moderatoren-Team, dass mit entsprechender Konsequenz und Diplomatie gegen Blog-Trolls vorgeht und ich erwische mich regelmäßig, dass ich äussert sensibel und aufbrausend auf dümmliche Kritik reagiere - statt die Leute einfach auszublenden, verrenne ich mich in sinnlose und zeitraubende Off-Topic-Diskussionen, die eigentlich niemanden nutzen. Ich denke meine Haltung ist jetzt klar und meine zukünftigen Reaktionen bzw. Nicht-Reaktionen verständlich. Nun viel Spass mit dieser Video-Serie, ich werde dazu vermultich auch ein Webinar veranstalten (nach Marvin); denn viel deutschen Stoff gibt es zu diesem Thema nicht. LG Aurelius [XXX] Scalping with DOM and Times and Sales from Aurelius on Vimeo. Scalping with DOM and Times and Sales - Part 2 from Aurelius on Vimeo. Blockorder vs. Blockfill from Aurelius on Vimeo. Vorbereitung zum Trading mit DOM und T&S from Aurelius on Vimeo. DOM und T&S--Colors from Aurelius on Vimeo. Preis-Magnet im Orderbuch from Aurelius on Vimeo. [/XXX]
Nun trade ich live seit ca. 1,5 Jahren mit Ninjatrader, davon ein halbes Jahr mit der neuen Version. Zwischendurch war ich kurz davor abzuspringen, da ich unter NT6 immer mehr Stabilitätsprobleme bekam. Insbesondere der Umgang mit einer hohen Zahl an Daten und Indikatoren zwang NT6 immer wieder speichertechnisch in die Knie und nach eine umfassenden Recherche im Internet musste ich feststellen, dass ich nicht der einzige mit diesem Problem war. Nun bin ich vom Typ nicht jemand, der gleich die Flinte ins Korn wirft und habe ausserdem auch noch ca. 2000 Dolar in die Software investiert, was dazu führte, dass ich mich in das Beta-Tester Programm von NT7 eintrug mir schon mal anschaute was mich in Zukunft an Verbesserungen erwartet. Nun ist der erste offizielle Release Candidate erschienen (Version 7.0.0.23), welcher verhältnismäßig stabil und sicher läuft (übrigens schon seit Version 7.0.0.17). Ich werde an dieser Stelle nun nochmals die für mich wichtigsten Änderungen kurz beschreiben: Stabilität der Datenbank: NT6 hatte das Problem, dass bei Abstürzen nicht selten die Datenbank korrumpiert wurde. In der Statistik tauchten plötzlich Trades auf, die man selbst nie tätigte, einige andere fehlten komplett. Die Datenbank war nicht in der Lage zeitgleich mehrere Tickdaten-Streams auf komplexe Indikator-Kombinationen anzuwenden und diese performant wieder bereitzustellen - nach kurzer Zeit stand die Platform und ein Neustart war erforderlich. Diese Phänomene habe ich bei NT7 nicht mehr erlebt, natürlich stürzt die Software noch das eine oder andere mal ab, aber nie im Regelbetrieb, sondern nur bei Extremsituationen (z.B. mehrere Backtests gleichzeitig). Für meine Zwecke kann ich also jetzt von ausreichender Stabilität sprechen. Backtesting und historische Daten: Eine der wichtigsten Verbesserungen ist der Umgang mit historischen Daten. Man ist nun in der Lage historische Daten zu importieren, auch wenn diese nicht mit den lokalen Zeiteinstellungen harmonieren. Die Zeitzone ist beim Import wählbar und Daten jeder örtlichen Herkunft werden somit problemlos und komfortabel importiert. Besonders dankbar bin ich für die Funktion des automatischen Nachladens von abgelaufenen Kontrakten, so werden Kontrakte automatisch gemischt und man erspart sich das umständliche "mergen". Damit ist auch das spontane Testen eines Ansatzes auf andere Kontrakte leicht und schnell möglich (wenngleich es noch kleine Probleme beim Übergang von Kontrakten gibt). Die Backtests laufen sehr stabil und auch die Monte Carlo Simulation ist eine schöne Ergänzung, wobei man erwähnen sollte, dass diese Funktionalität nicht sehr benutzerfreundlich zur Verfügung gestellt wird. Charting: Das Charting wurde weiter bzgl. der Stabilität verbessert, das Darstellen mehrere Zeitebenen inkl. Indikatoren in einem Fenster ist arbeitserleichternd und fördert die Übersichtlichkeit. Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit Indikatoren im Chart des einen Instruments mit Preisen eines anderen Instrumentes zu versehen; dies eignet sich besonderes gut für kleine und kurzfristige Intermarket-Analysen. Der Vollständigkeit halber sei noch die nun mögliche Darstellung von Tages- und Wochencharts erwähnt. Dies sollte zwar selbstverständlich sein, war aber für Futures in der alten NT-Version nicht möglich. Sonstiges: Wichtig ist ohne Zweifel die Möglichkeit, dass NT sich schon beim Start mit den Brokern verbindet (sofern diese das automatisiert erlauben). Das ist nicht nur komfortabel, sondern auch für den automatischen Handel eine wichtige Bereicherung. Gerade beim automatischen Handel gibt es viele kleine Verbesserungen, die ich hier nicht im Detail erwähne aber, die den Betrieb und die Kontrolle über die Systeme erleichtern (z.B. manueller Eingriff in laufende Systeme, etc.). Ein regelmäßiger Neustart des Betriebssystems, um einen ordnungsgemäßen Betrieb sicherzustellen ist nicht mehr notwendig. Alles in allem habe ich wieder meinen Frieden mit NT und kann NT wieder ohne schlechtes Gewissen als Handelsplatform für den privaten Trader empfehlen, wobei ich ergänzen möchte, dass NT aus meiner Sicht nur dann als Kauf- oder Miet-Version sinnvoll ist, wenn man nicht nur ausschließlich diskretionär und ohne Indikatoren oder charttechnische Hilfsmittel handelt. In diesem Falle reicht eine kostenlose "Broker"-Version aus. Kaufen oder mieten sollte man NT nur, wenn man zumindest einen größeren Teil des Umfangs auch wirklich nutzt (und natürlich nur dann, wenn man sich schon mal die Kosten irgendwie anderweitig ertradet hat :) ). Ich werde mit diesem Artikel ein kleine Indikator-Serie starten, die nicht nur für NT-User interessant sein könnte, sondern auch allgemein für Trader, die Indikatoren und charttechnische Hilfsmittel beim Trading verwenden.
Bevor ich mir die Arbeit mache, ein ausführliches Video zu den ATM-Strategien (Advanced Trade Management) zu machen, gibt es hier ein Beispiel zur Anwendung. Man kann hier besonders gut sehen, wie der Trader beim Trailing unterstüzt wird. Die Orderanpassungsgeschwindigkeit ist weder grafisch im Chart noch per Tastatur von einen Menschen schneller durchführbar als von der Maschine - und hierbei handelt es sich noch um ein einfaches Beispiel ohne Aufteilung der Kontrakte auf verschiedene Target und Stops. Ich möchte auf dieses Werkzeug beim Scalpen nicht verzichten und glaube, dass in den immer mehr automatisierten Märkten solche Technologien eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen werden. Wer also Mikro-Scalping betreibt oder das Risiko nicht im Chart sondern im Geld hat, sollte sich das Video unbedingt anschauen. Viele Grüße Aurelius
Wer sich die Mühe gemacht hat, die Twitter-Signale auszuwerten, ist vermutlich überrascht, wie gut das FDAX-System performt. Die Ergebnisse seit dem 08.02.2010: Trades: 200, davon 101 Longs und 99 Shorts TQ: Gewinner + Break Even: 103, Verlierer: 96 => Ratio 1,07 AVG: Duchschnittlicher ... Gewinner: 14 Punkte, Verlierer: 4 Punkte MAXPL: Größter ... Gewinner: 75 Punkte, Verlierer: 12,5 MAXSERIES: Größte Serie an ... Gewinnern: 13, Verlierern: 7 SUMPOINTS: Punkte ... Gewinner: 1334 , Verlierer: 389 => Ratio 3,7 Dies entspricht nach Abzug von Kommissionen (z.B. 5,00/ Roundturn) einen Betrag von ca. 25.195,00 Euro. Besonders interessant ist, dass es keinen einzigen Verlusttag gab (das sollte misstrauisch machen). Fazit: Es wäre natürlich schön, könnte man diese Ergebnisse ertraden, jedoch muss man realistischerweise sagen, dass es schlicht zu viele Signale sind und im FDAX-Future jede Zeitverzögerung zu einer schlechteren Ausführung führt. Durch die hohe Anzahl an Signalen kommt es natürlich gleichzeitig zu hohen Gebühren. Nach meiner Einschätzung (habe selbst nur wenige dieser Signale gehandelt) wären maximal 400 Punkte drin gewesen, d.h. ca 5.000,00 Euro. Ich werde das FDAX-System jetzt erst mal abschalten und überarbeiten. Das ES-Mini System bleibt online. Ich habe heute noch mal ein bewusst jedes ES-Mini-Signal ein wenig später gehandelt - ich habe quasi den Fall simuliert, dass ich die Signale über das Handy bekomme, dann erst zum PC gehe und den Trade ausführe. Gehandelt habe ich von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr - nicht unbedingt die Kernzeit für den ES-Mini, aber dennoch hat es ganz gut gepasst. Natürlich habe ich durch die späten Einstiege viel Gewinn liegen lassen und der Ausstieg um 16:00 Uhr (Feierabend) hat zusätzlich noch mal erhebliche Punkte gekostet, da ich aber noch keinen passenden ATM (automatisiertes Trademanagement) für den ES-Mini zu diesem System konstruiert habe, ist dies derzeit die beste Handlungsalternative. Es gab 3 Trades mit einem Nettogewinn von 4,5 Punkten. Die dicken blauen Linien stellen die Trades dar. LG Aurelius P.S.: Es gibt demnächst eine kostenfreies (logisch) Webinar dazu!
Wie versprochen hier ein paar Videos zum heutigen Tag und dem Traden der Twitter-Signale (Intraday-Future-Trades). Es sollten alle Trades drauf sein. Vielleicht sind die Videos ein wenig langweilig, aber so ist es halt - die Videos sind mitunter nur sinnvoll für diejenigen, die sich für Intradaytrading interessieren. ES Twittersignale 1 from Aurelius on Vimeo. ES Twittersignale 2 from Aurelius on Vimeo. ES Twittersignale 3 from Aurelius on Vimeo. ES Twittersignale 4 from Aurelius on Vimeo. ES Twittersignale 5 from Aurelius on Vimeo. Hier die trades im Detail: ... und die zugehörige Statistik: LG Aurelius
Als Info zu den Twitter-Signale, die den einen oder anderen vermutlich auf Grund der hohen Frequenz verwirrt haben, möchte ich hier ein paar Informationen nachschieben. Die Signale werden automatisch von NinjaTrader an den Blog gepostet und sind keine langfristigen Tradesignale, sondern Richtungshilfen für Scalper. Der Indikator hat noch einige Schwächen, so kann es vorkommen (wie heute), dass zur Nachrichten-Zeit um 14:30 Uhr innerhalb von 10 Minuten mehr als zwanzig Signale generiert werden. Dieses sollten unbedingt irgnoriert werden, da zu dieser Zeit kein Scalping nach diesem Indikator möglich ist. Die Signale kommen relativ zeitnah, so dass ein Einstieg fast immer möglich ist. An dieser Stelle sollte ganz klar erwähnt werden, dass man nicht in jeden Trade reinkommt und das jeder Trader dazu eigene Regeln entwerfen muss aber grundsätzlich hat die Ausrichtung des Indikators eine ziemlich hohe Trefferwahrscheinlichkeit. Ich werde die theorethischen Werte hier regelmäßig posten. Die Trades kann natürlich auch jeder selbst auswerten, wobei vom Donnerstag einige fehlen und ich heutige einige aus der Twitter-Historie gelöscht habe - sie werden aber am Ende des Tage sowieso vom indikator automatisch generiert und bereitgesetllt, so dass ich Sie hier schnell posten kann - auch diesen Vorgang werde ich demnächst umprogrammieren und als Twitter-Post automatisieren. Betrachtet man das System als allways-in, dass heisst man brechnet den Profit/ Loss von Einstieg zu Einstieg kommt man auf folgende Zahlen: 05.02.2010 FDAX: +108 Punkte ES: +21 Punkte 06.02.2010 (aktuell 20.06 Uhr) FDAX: +98 Punkte ES: +13 Punkte Das hört sich super an und das wollen ja immer alle sehen :) LOL Selbstverständlich sind das nur hypothetische Werte, denn sie berücksichtigen keine Slippage, Gebühren, etc (allein heute schon ca. 100 Signale, die meisten im FDAX). Ich persönlich hatte gestern 19 und heute nur 10 Kontrakte gehandelt, woran schnell klar wird wie intensiv ich aus den Vorschlägen auswähle und filtere - natürlich habe ich die Punkte bei weitem nicht erreicht. Nächste Woche mache ich ein Video zur Anwendung dieses Systems. Es werden auch wieder Signale auf Tagesbasis kommen; ich kann dazu jetzt allerdings noch keine Zeitangabe machen. LG Aurelius
Die erste Serie der Twitter-Signale zum System "Aurelius Reveral" habe ich Mitte Dezember eingestellt, da ich mit dem System (trotz weiterer Gewinne) nicht zufrieden war. Da durch die Überarbeitung die potentiellen Einstiege nicht mehr am Vorabend eingegeben werden konnten und man gezwungen war die ganze Zeit vor dem Rechner zu sitzen, hatte ich mich entschlossen die Signale grundsätlich umzustellen und auf Echtzeitsignale im kurzfristigen Handel umzuschwenken. Nach unzähligen Test, Optimierungen, Korrekturen und Anpassungen und immer wieder folgenden Überarbeitungen habe ich nun vorerst die Idee verworfen meinen kurzfristigen Tradingstil in ein vollautomatisches System „hineinzupressen“ und auf größere Zeitebenen zu übertragen (wohlgemerkt: nur vorerst; denn ich bin damit im Moment einfach zeitlich überfordert). Besonderen Dank an dieser Stelle noch mal an DarthTrader, der mir einige Male bei der Umsetzung geholfen hat und mir zudem durch von ihm entwickelte Code-Snips zu Tradingzeiten, Benachrichtigungen und MM eine Menge Arbeit erspart hat. Die Problematik bei der Umsetzung ist die, dass ich während des Trading nicht ausschließlich nach Indikatoren und einfachen Support- und Resistance-Marken entscheide, sondern dass eine ganze Menge mehr Informationen in die Entscheidung zur Eröffnung eines Trades einfließen, als ich kurzfristig und schnell programmieren kann. So bin ich letztendlich daran gescheitert, neben den Tages-/ Wochenmarken, Pivots und Fibonaccis z.B. zusätzlich Merkmale des Markt- und Volumenprofils einzuarbeiten und die automatische Berücksichtigung des Nachrichten-Kalenders umzusetzen. Gerade letzteres zerreist die Performance schnell, wenn das System versucht nach den sonst geltenden Regeln während der Herausgabe von Nachrichten zu traden. Letztendlich glaube ich aber immer noch daran, das NinjaTrader die Möglichkeit bietet, dass alles zu berücksichtigen – aber wie schon erwähnt, ist es eine Menge Arbeit. Aus diesem Grund habe ich jetzt beschlossen, das System ohne feste Zeitplanung sukzessive zu ergänzen bzw. zu verfeinern und werde die Fortschritte hier bekanntgeben. Die finalen Signale für meine kurzfristige Einstiege ergeben sich einerseits aus verschiedenen Indikatoren, welche die Richtung von kurzfristigen Trends erkennen sollen und andererseits aus weiteren übergeordneten Umgebungsparametern zu Widerständen, Unterstützungen, Volumen und Preis. Das zentrale, übergeordnete Signal (welches ich nie ignoriere und mich dagegen stelle) werde ich auf unserem Twitter-Account posten. Wer Lust hat, kann sich die Ein- und Ausstiege anschauen und eigene Filter suchen – Vorschläge zu Filter und Verbesserungen und sonstige Anregungen sind sehr willkommen. Der Handelsansatz: Das System wird ausschließlich auf dem S&P- und Dax-Future gehandelt. Diese beiden Märkte wurden deshalb von mir gewählt, weil ich die beiden Märkte bzgl. ihrer typischen Eigenschaften und meiner Erfahrung als eine für mich gute Kombination ansehe. Das Signal, welches auf Twitter gepostet wird, gibt in erster Linie die Richtung der nächsten Trades vor. Ich filtere das Signal durch einen weiteren (übergeordneten) Chart mit meinen bevorzugten Indikatoren und versuche dann immer „günstiger“ in den Markt zu kommen; d.h. z.B. für ein durch den Filter bestätigtes Kauf-Signal (Twitter-Signal), dass ich versuche, mit einer Limit-Order soweit wie möglich unter dem Signal einzusteigen. Der initiale Stopp liegt in der Regel bei 200$ (bzw. Euro). Sollte der Kurs sehr stark in die Signalrichtung streben und mir nicht mehr die Möglichkeit geben, tiefer einzusteigen, ist auch ein Einstieg über der Marke möglich; dieser sollte dann allerdings optimal in einer Korrektur erfolgen oder der Markt sollte klare Zeichen einer kurzfristigen Rallye aufweisen (auch Konzepte der Positionsaufteilung sind sinnvoll). Hier Beispiele für die globalen Richtungs-Signale, die dann auf Twitter zu finden sind: Die Pfeile signalisieren den Einstieg, die roten Linien stellen Verluste dar, die blauen Gewinner. Die exakten Tickwerte zu G&V befinden sich in rot und blau unter den Einstiegspunkten. Aus dem Screenshot kann man schnell ersehen, warum ein „günstigerer“ Einstieg wichtig ist. WICHTIG: Die Signale dürfen nie „blind“ gehandelt werden, eine weitere Auswahl ist unerlässlich. Tradingbeispiele dazu folgen ... LG Aurelius _________________________________________________________________ Disclaimer Die veröffentlichten Signale stellen wie immer keine Handlungsaufforderung dar! Hinweise und Haftungsausschluss: Wertpapiere und Derivate können zum Totalverlust des gesamten Einsatzes führen. Die hier veröffentlichten Analysen, Marktkommentare, Handelssignale und durchführten Handlungen sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sämtliche Aktivitäten stellen ausschließlich die persönliche Meinung der Autoren dar und dienen als persönliches Handels-Tagebuchs. DaytradingTeam handelt unabhängig und auf eigenes Risko und hat keinerlei Kompetenzen als Beratungs- oder Finanzdienstleister. (Siehe auch §Haftungsausschluss im Impressum)!
Da ich immer wieder gefragt werde, ob ich ein gutes Scalping-Handelssystem kenne und ob ich selbst eins benutze, möchte ich dazu ein paar grundsätzliche Dinge festhalten: Ich kenne einige gute Systeme, die offensichtlich gute Ansätze haben, allerdings habe ich noch kein System kennengelernt, das ich blind laufen lassen würde und vom dem ich gesehehen habe, dass es in kleinesten Timeframes kontinuierlich erfolgreich ist. Meiner Meinung nach ist ein manuelles Eingreifen an irgendeiner Stelle zur irgendeiner Zeit immer notwenig. Ich persönlich glaube, das für den sehr kurzfristigen Bereich der halbautomatische Ansatz am sinnvollsten ist, da es oft kurzfristige Beeinflussungen des Marktes gibt (z.B. News), die kaum ein System allein handhaben kann. Ich unterscheide im Grundsatz zwei Scalping-Ansätze: 1. Große Positionen - Minimale Bewegung (2-4 Pips/ Ticks in wenigen Sekunden) - wenig aber hochwahrscheinliche Setups. 2. Sehr kleine Positionen - größere Bewegungen (5-... Pips/ Ticks in Minuten bis Intraday) - viele kleine Setup mit besser als durchschnittlicher Wahrscheinlichkeit. Ich möchte an dieser Stelle noch mal betonen, dass Scalping nicht für Anfänger geeignet ist, was allerdings nicht heisst, dass sich der Anfänger nicht intensiv damit beschäftigen können- wichtig ist es, eine eigene Philosophie zu haben und zur Persönlichkeit passende Ansätze zu entwickelen. Meine oben genannte grundsätzliche Einteilung hat sich über viele Jahre ergeben und ich versuche sie im Folgenden in Kurzform, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zu begründen: zu 1. : Das Durchstoßen von Wiederständen und Unterstüzungen, Pivot oder sonstigen markanten Punkten möchte ich keinem System überlassen, da ich das Risiko durch persönliche Einschätzung und der letzten kurzfristigen Entwicklung in der Regel (insbs. durch den größeren Informationsvorsprung gegenüber der Systeme) besser einschätzen kann. Ein schönes Beispiel bietet die EurUsd-Entwicklung der letzten Tage. Ein System hätte hier vielleicht versucht auch den dritten Durchbruch durch das Hoch zu handeln - ein diskretionärer Trader hat vermutlich die bessere Enscheidung getroffen und hat dies nicht versucht. Bei dieser Methode ist durch die große Position darauf zu achten, wie sich der Kurs durch den Einstieg bewegt - geringste Anzeichen von Schwäche führen zum Exit und diese Entscheidung treffe ich lieber allein. An dieser Stelle ist es auch tatsächlich so, dass ich eine hohe Trefferquote benötige, da ich nur einen Emergency-Stop im System habe, den ich zwar schnell nachziehe, der aber dennoch verhältnismäßig hohe Verluste bringen kann. zu 2. : Ein System, dass nur sehr kleine (Mikro-)Positionen handelt mit einen angemessenen CRV und normaler Trefferwahrscheinlichkeit kann man gut nebenbei als "automatischen-Scalper" laufen lassen. Die Verluste sind in der Regel so klein, dass sie nicht schmerzen und nur die Masse der Gewinner bringt das Konto langsam zum wachsen. Nun kann man sich fragen: "Naja, warum dann nicht die Positionen erhöhen?" :) ... das folgende ist meine ganz persönliche Meinung und darf von jedem gerne anders geshen werden - ich habe hier meinw Erfahrung zu etlichen eigenen und kommerziellen Handelssystemen einfließen lassen und behaupte daher einfach mal, dass kein Handelssystem langfristig funktioniert! Wenn ich also große Positionen habe und damit auch in schlechten Phasen große Verluste erzeuge, wird es schwer wieder auf die Beine zu kommen - ob ich ein guter Trader bin oder nicht; denn mein Kapital ist geschmolzen und die Möglichkeiten damit begrenzt. Habe ich aber Verlustserien mit verhältnismäßig kleinen Summen , so habe ich die Möglichkeit, sofern ich Ahnung vom Trading habe, gegen meine Systeme zu traden und damit die Verluste auszugleichen und als guter Trader kann ich es auch häufiger wagen größere Positionen (im Verhältnis zu den Systempositionen) zu öffen - wie gesagt: wenn ich traden kann! Als abschliessende Anmerkung seien an dieser Stelle "Grid-Trading-Systeme" genannt, die in der Regel sehr gut performen, aber über die Zeit größerer Verluste ansammeln - man erkennt diese Systeme daher häufig an der Equity-Kurve, die regelmäßige Spitzen bzw. Ausreisser nach unten macht, während die Kurve im Gesamtbild ansteigt - aus meiner Sicht sind diese Art Systeme für Trading-Laien Zeitbomben. Ein weiteres Handelssystem: RAureliusMOMRSI Nun kam auch die Frage wie ich bei Marketindex im 5-Sekunden-Chart scalpen konnte und wie ich das getestet habe. Auch hier dehalb grundsätzlich die Anmerkung, dass man sich immer selbst Gedanken machen muss, was funktionieren kann und was sinnvoll ist. Dazu reicht es nicht aus, einfach nur ein System eines anderen zu übernehmen, sondern es ist wichtig, viele Untersuchungen und Beobachtungen selbst durchzuführen. Wenn man dann etwas gefunden hat sollte man einen Backtest machen und diesen auch visuell bewerten - das ist im kurzfristigen Bereich besonders wichtig, da ein System schnell z.B. durch News komprommitiert werden kann. Meine Ansätze im kurzfristigen Bereich haben häufig Ansätze, die mit der Nutzung von Standardindikatoren im Zusammenhang stehen und ich diese für Ein- und Austiege und/ oder als Filter nutze. Hier also ein kleines Beispiel für den 5-Sekunden Chart. Das System ist ein Reversal-System und handelt die Korrektur im 6E-Future (EurUsd). Einstieg Verkauf (Kauf entsprechend andersherum): Durchbruch (close) des RSI durch das 70er Niveaus von oben, Momentum(2)<0. Ausstieg: Gegensignal oder Momentum(15) >0 oder Emergency Stop bei 12 Ticks WICHTIG: Dieses System erzeugt wenig Signale und verdeutlich daher meinen Ansatz: Ich sitze natürlich nicht tagelang vor dem Bildschirm und warte bis das Szenario eintritt, sondern ich warte bis ich einen Alarm bekomme - dann entscheide ich, ob ich trade oder nicht - gleichermaßen verhält es sich natürlich mit dem Ausstieg. So sieht ein typischer Trade im Chart aus: So sieht der Backtest aus, wobei man hier unbedingt weiter testen muss. Das System ist mit diesem Parametern als Beispiel zu verstehen. Jeder Trade wurde mit 5 Euro Gebühren versehen, was beim Forex, dann dem Spread entsprechen sollte. DIESE DATENMENGE IST NICHT AUSREICHEND UND DAMIT AUCH NICHT REPRÄSENTATIV! Der Equity-Verlauf als Kurve und über die Handelstage: ... und die Trades imDetail: Zu guter Letzt möchte ich mit dem folgenden Beipiel zeigen, warum einerseits eine visuelle Kontrolle nötig ist und andererseits, warum ich es häufig für besser halte, nach dem Signal zu entscheiden, ob ich trade oder nicht. Dieses Signal hätte ich im Futuremarkt wegen der Eröffnung z.B. im Leben nicht gehandelt :) LG Aurelius