... oder doch keine? Ich möchte heute mal ein wenig auf Gold eingehen. Wie man aus meinen Posts im Gold-Thread des Forums sehen kann, bin ich sehr bullish bzgl. Gold eingestellt. Wenn man sich die Äußerungen der FED von dieser Woche mal durch den Kopf gehen lässt (Anleihekäufe in Höhe von 600 Mrd. USD) un die bereits getätigten "Maßnahmen zur Konjunkturankurbelung" der letzten Monate und Jahre beachtet, kann man nicht anders als sich zu fragen: Wo soll das viele Geld hin? Um das beantworten zu können, wäre ein kleiner Diskurs in Sachen Geldtheorie nötig. Was ist Geld und was passiert wenn es zuviel davon gibt? Stellen wir uns einen Bäcker (nennen wir ihn Ludwig) vor, der in einer freien Dorfgemeinschaft vor 2000 Jahren lebt. Seine tägliche Produktion umfasst 10 Laib Brot. Um die Bäckerei am Laufen zu halten sowie all seine übrigen Bedürfnisse über Brot hinaus zu befriedigen, muss Ludwig den Weg des direkten Tauschs gehen. Nehmen wir an, Ludwig hat heute Lust auf Tomaten; um mit einem Überschuss an Brot Tomaten erwerben zu können, muss Ludwig einen Tauschpartner finden der über einen Tomatenüberschuss verfügt und gleichzeitig selbst einen ungedeckten Bedarf an Brot hat. Wenn Ludwig niemanden findet der Brot in Tomaten direkt tauschen möchte, wird er wahrscheinlich versuchen einen Tauschpartner zu finden der ein haltbares Gut in Brot tauschen möchte. Ludwig wird also versuchen sein Tauschziel indirekt zu erreichen. Den indirekten Weg würde Ludwig auch gehen, wenn er ein unteilbares Gut gegen mehrere verschiedenartige im Besitz verschiedener Personen befindlicher Güter tauschen möchte. Beim indirekten Tausch wird Ludwig zwei wesentliche Faktoren berücksichtigen: (1) je haltbarer das Tauschgut ist umso besser (2) Marktgängigkeit / Absatzfähigkeit: die Nachfrage nach manchen Gütern ist konstanter und allgemeiner, Ludwig wird daher versuchen ein sehr haltbares, absatzfähiges Gut bei seinem indirekten Tausch zu erwerben. Ludwig wird daher versuchen auf dem Markt im ersten Schritt sein Brot gegen das gebräuchlichste Tauschmittel zu tauschen. Mit dem gebräuchlichen Tauschmittel in Händen kann Ludwig nun recht bequem und ohne weitere Umschweife (also ohne weitere indirekte Tauschakte) seine Tauschziele erreichen. In diesem Prozess entsteht ein ‚Positive Feedback Loop’. Dadurch, dass die marktgängigsten Güter zu Tauschmitteln werden, steigt ihre Differenzierung und Marktgängigkeit gegenüber anderen Gütern weiter an. Die Wahl der Tauschmittel war zunächst von Dorf zu Dorf und von Land zu Land unterschiedlich. Aber mit fortlaufender Erweiterung der Tauschkreise (Globalisierung ist nichts anderes als die kontinuierliche Erweiterung von Tauschkreisen) fiel die Wahl der Menschen auf zwei wirtschaftliche Güter: Gold und Silber. Gold und Silber haben aufgrund Ihrer herausragenden Eigenschaften bezüglich Haltbarkeit, Teilbarkeit und natürlich auch aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit, alle anderen marktgängigen Tauschmittel im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Rennen geworfen. Geld ist daher nichts anderes, als die Bezeichnung für das marktgängigste Tauschmittel einer Volkswirtschaft. Und um in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen muss jedes Wirtschaftssubjekt eine entsprechende auf dem Markt nachgefragte Gegenleistung erbringen. Man spricht daher auch von einem durch Waren gedecktes Geld. Der geübte Beobachter kann schnell erkennen, dass dieses System sehr clever ist, denn es gewährleiste dass alle Wirtschaftssubjekte eine vom Markt gewünschte Leistung erbringen müssen um in den Besitz der Tauschmittel zu kommen und damit ihr Überleben zu sichern. Marktteilnehmer die leere Versprechungen abgeben und mangelhafte Leistungen abliefern werden frühzeitig zurechtgestutzt und können ihren Einfluss nicht ausbreiten. Abgesehen von Diebstahl gibt es keine andere Möglichkeit, als den Dienst an der Allgemeinheit, um in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen und damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aus dem markgängigsten Tauschmittel wird auf natürlichem Weg das Zahlungsmittel einer Volkswirtschaft. Leider wird dieses clevere System durchbrochen wenn nicht der Markt selbst über das Zahlungsmittel bestimmen darf, sondern das Zahlungsmittel von einer übergeordneten Instanz festgelegt und kontrolliert wird. Wird dieser Kreislauf durchbrochen, so eröffnen sich allerlei Schlupflöcher. Insbesondere jene Wirtschaftssubjekte, die der übergeordneten Instanz am nächsten stehen, können andere Marktteilnehmer um die wohlverdienten Früchte Ihrer Arbeit bringen, ohne dass der Diebstahl offensichtlich wird. Es reicht daher nicht aus, dass Privateigentum an Produktions- und Konsumgütern erworben werden kann, um bereits von einer freien Marktwirtschaft sprechen zu können. Die andere wichtige und absolut unerlässliche Komponente ist die freie Wahl des Zahlungsmittels. Wirklich erstaunlich ist der Umstand wie absurd dieser Gedanke für uns heutzutage geworden ist. Die freie Wahl des Zahlungsmittels durch Marktkräfte ist fast unvorstellbar; wahrscheinlich auch deshalb weil historisch betrachtet vollkommen unabhängig von der Staats- oder Regierungsform das Zahlungsmittel immer zentral kontrolliert und manipuliert wurde und wird. Diese Kontrolle und Manipulation erfolgt bis heute natürlich auch aus gutem Grund, da sie für die Regierenden die Kontrolle und Manipulation über die Ressourcenverteilung vereinfacht. Dem Großteil der Bevölkerung ist der Schaden der ihnen durch die zentrale Geldmanipulation zugefügt wird, nicht einmal bewusst. Die freie Wahl des Zahlungsmittels würde zu einer gerechteren Realgüterverteilung führen und den Lebensstandard für alle Wirtschaftssubjekte erhöhen. Denn ohne Leistung, die vom Markt gewünscht ist, gäbe es keine Chance auf Gegenleistung, also in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen. Ein Markt basierend auf einem freien Tauschmittel, wäre die Kontrollinstanz zum Wohle Aller, er würde bereits das geringste Aufflackern von Misswirtschaft ausmerzen und im Keim ersticken. Jedes Wirtschaftssubjekt müsste sich ehrlich zum Wohle und Besten seiner Mitmenschen anstrengen, um das eigene Überleben zu sichern. Ein Leben auf Kosten anderer wäre nicht möglich, es sei denn offensichtlich durch Diebstahl. Obwohl es uns nicht mehr so ganz bewusst ist, leben wir nach wie vor in einer arbeitsteiligen Tauschgesellschaft. Jeder Arbeitnehmer, jedes Unternehmen, tauscht in einem ersten Schritt seine Waren und Dienstleistungen in das marktgängigste Tauschmittel bzw. das offizielle Zahlungsmittel. Reale Wohlstandszuwächse könne nur erzielt werden wenn mehr Tauschgüter in besserer Qualität allen Menschen zur Verfügung stehen. Entgegen dem Irrglauben so mancher Theoretiker führt eine Erhöhung der zentral kontrollierten Zahlungsmitteleinheiten zu keinem Wohlstandszuwachs. Das ist so als würde man allen Ernstes glauben, dass ein von blau auf rot umlackiertes Auto, danach in roter Farbe schneller fahren könnte als mit blauer Farbe. Stellen wir uns beispielsweise eine einsame Inselgemeinschaft, wir wollen sie Maupiti nennen, vor. Maupiti verfügt über eine arbeitsteilige Wirtschaft, die als marktgängigstes Tauschmittel Kaurimuscheln verwendet und zwar genau 1,000 Stück. Plötzlich wird über Nacht, ein Großteil der Produktionsmittel von Maupiti durch einen Tropensturm ausgelöscht. Von der Naturkatastrophe ist jedoch der Bestand an Kaurimuscheln gänzlich unversehrt geblieben, ganz im Gegenteil durch den Sturm wurden sogar noch weitere 1,000 Kaurimuscheln an den Strand gespült. Nachdem sich durch den Tropensturm die Anzahl der Kaurimuscheln auf Maupiti verdoppelt hat, würde John Maynard Keynes ‚Heureka’ rufen, und feststellen, dass nun wie durch ein Wunder alle Bewohner Maupiti’s doppelt so reich geworden sind und der Tropensturm ein wahrer Segen war. Befragen wir jedoch die Einwohner unmittelbar nach der Katastrophe, so werden diese eine andere Sichtweise der Dinge haben. Durch den plötzlichen Verlust von Produktionsmitteln müssen die Bewohner Einschränkungen ihres realen Lebensstandards hinnehmen, obwohl sich ihr Bestand an Zahlungsmitteln verdoppelt hat. Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass die Messung des Wohlstandes einer Gesellschaft in Zahlungsmitteleinheiten vollkommen absurd ist. Wir leben in einer arbeitsteiligen Tauschgesellschaft und unser Wohlstand hängt einzig und allein von der Anzahl und Qualität der Konsum- und Produktionsgüter ab, über die wir als Gesellschaft verfügen. (Quelle: Gerald Walek, CFA, in Erste Bank Research: Spezial Report Gold) Die o.a. Ausführungen mögen als Begründung einer bullishen Einstellung schon genügen. Jeder mit halbwegs gesundem Menschenverstand kann nachvollziehen was momentan in den USA (und nachfolgend sicher auch in Europa, Stichwort PIGS) passieren kann und wahrscheinlich auch wird. Also weg vom Papier... hin zu Werten die seit Jahrtausenden anerkannte Tauschmittel sind: Gold und Silber. Weitere Fakten der letzten Monate und Jahre zum Thema Gold sind: die Notenbanken sind erstmals seit 20 Jahren wieder Gold-Nettokäufer (und das bei dem Preis!) lt. Congressional Budget Office wird die USA in den nächsten 70 Jahren kein Budgetplus schaffen (weitere Schulden) inflationsbereinigt müsste der Goldpreis auf 7000-10000 USD steigen um das Hoch von 1980 zu erreichen Gold korreliert zum DowJones mit -0,1 - ist also Ideal zur Diversifizierung (nur 0,3 zum MSCI World ex. USA) Chinesen kaufen seit 2009 kaum noch US-Treasuries..... haben aber auch nur Gold i. H. von 1000 Tonnen, Aufstockung bis 10000 geplant Die o. a. Gründe und viele mehr bewegen mich zur Zeit langfristig sehr bullish in Gold zu sein..... Gold and silver are money. Everything else is credit J.P. Morgan Die o. a. Fakten sind natürlich keine eigenen Recherchen, sondern stammen aus einem "must read" Papier zum Thema Gold der Erste Bank Österreich. Hier kann man es laden: Spezial Report Gold - Erste Bank juliettpapa
04.04.2009 Gold + Silber ausführlich Das sieht immer klarer nach Korrektur aus http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/GOLD-und-SILBER-Das-sieht-immer-klarer-nach-Korrektur-aus,a1205659,c8.html 03.04.2009 Light Cude Oil ausführlich Rallyekursziel bei 70-80 $ und... http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/OElpreis-Rallyekursziel-bei-70-80-und-,a1205637,c252.html 03.04.2009 Benzin Wird der Kraftstoff wieder teurer? http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/BENZIN-Wird-der-Kraftstoff-wieder-teurer,a1205571,c252.html 03.04.2009 Mastrind Die Bullen melden sich zurück http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/MASTRIND-Die-Bullen-melden-sich-zurueck,a1205593,c7.html 03.04.2009 Kupfer zieht heute auf neues Jahreshoch http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/KUPFER-zieht-heute-auf-neues-Jahreshoch,a1205541,c8.html 02.04.2009 Platin Kommt Schwung in die Rallye? http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/PLATIN-Kommt-Schwung-in-die-Rallye,a1203679,c8.html 27.03.2009 Kaffee Muss man sich schon anschnallen ? http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/KAFFEE-Muss-man-sich-schon-anschnallen,a1199001,c7.html 27.03.2009 Erdgas fällt heute auf ein neues Jahrestief http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/ERDGAS-faellt-heute-auf-ein-neues-Jahrestief,a1198991,c65.html 25.03.2009 Light Crude Oil Elliott Wellen Analyse http://www.investor-verlag.de/boersenwissen/charttechnik/oel-jetzt-kommts-drauf-an/ 24.03.2009 Gold Nehmen Sie den nächsten Goldbullenmarkt mit von Chris Vermeulen http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=10113 23.03.2009 Silber Update von Clive Maund http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=10111 23.03.2009 Gold Update von Clive Maund http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=10110 23.03.2009 Platin ausführlich Sehr stark! Das geht weiter hoch! http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/PLATIN-Sehr-stark-Das-geht-weiter-hoch,a1193289.html 20.03.2009 Palladium Behält der Bulle die Oberhand? http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/PALLADIUM-Behaelt-der-Bulle-die-Oberhand,a1191977,c8.html 13.03.2009 Mais Bullenarlam http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/MAIS-Bullenalarm,a1185479.html 12.03.2009 Silber Elliott Wellen Analyse http://www.investor-verlag.de/boersenwissen/charttechnik/silber-wieder-unter-druck/ 10.03.2009 Blei Wichtige Hürde liegt bei... http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/BLEI-Wichtige-Huerde-liegt-bei,a1181537.html 06.03.2009 Orangensaft Die Bären dominieren das Feld, aber... http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/ORANGENSAFT-Die-Baeren-dominieren-das-Feld-aber,a1179787.html 06.03.2009 Öl und Kupfer - sehr interessant und ausführlich Die Konjunkturindikatoren KUPFER und ÖL wollen uns etwas sagen! - Und das ist POSITIV! http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/Die-Konjunkturindikatoren-KUPFER-und-OEL-wollen-uns-etwas-sagen-Und-das-i,a1178649.html Sehr interessante Analyse !!! 02.03.2009 Light Crude Oil - Elliott Wellen Analyse Ölpreis Kursziel langfristig 10 $ - Das ist kein Scherz! http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/Elliott-Wave-Analyse-OElpreis-Kursziel-langfristig-10-Das-ist-kein-Scherz,a1173265.html 23.02.2009 Gold Die Elliottwellen warnen bei GOLD - Wie soll der Anleger damit umgehen ? http://www.godmode-trader.de/de/boerse-nachricht/Die-Elliottwellen-warnen-bei-GOLD-Wie-soll-der-Anleger-damit-umgehen-,a1167147,c213.html 13.02.2009 Weizen Bullenversammlung, aber Ausbruch abwarten http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/WEIZEN-Bullenversammlung-aber-Ausbruch-abwarten,a1160323,c7.html 13.02.2009 Mageres Schwein Die Bären könnten nochmal kommen http://www.godmode-trader.de/front/?titel=MAGERES-SCHWEIN-Die-Baeren-koennten-nochmal-kommen&p=news&ida=1160341&idc=7&sp= 10.02.2009 Heating-Oil Wer sagt, dass Heizöl zum Heizen da ist ? http://www.godmode-trader.de/front/?titel=Tradernotizen-Heizoel-Hedgetrade-zum-Gold-BUGS-Short-Wer-sagt-dass-Heizoel-zum-Heizen-da-ist-&p=news&ida=1155487&idc=605 Update 12.02.1009 http://www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/OEl-faellt-Heizoel-nicht-Es-tut-sich-eine-Schere-auf,a1159305,c65.html 08.02.2009 Natural Gas Das war es soweit http://www.godmode-trader.de/front/?titel=NATURAL-GAS-Das-war-es-soweit&p=news&ida=1154295&idc=605 08.02.2009 Unleaded Gas Machen Sie sich auf steigende Spritpreise gefasst http://www.godmode-trader.de/front/?titel=BENZIN-Machen-Sie-sich-auf-steigende-Spritpreise-gefast&p=news&ida=1154321&idc=605 04.02.2009 Sojabohnenmehl Kurserholung setzt sich fort http://www.godmode-trader.de/front/?titel=SOJABOHNENMEHL-Kurserholung-setzt-sich-fort&p=news&ida=1151807&idc=7&sp= Light Crude Oil ausführlich