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Börsenbriefe (BB), Wertpapier-Magazine und sonstige Heilsversprechen [Übersicht] Überlegt hatte ich mir das schon lange, nun will ich es endlich umsetzen, nachdem Aurelius mich immer wieder dazu ermuntert hat... ;-) Ich werde in losem Rhythmus ein paar meiner über die Jahre abonnierten, unzähligen Börsenbriefe (BB) aus meiner subjektiven Sicht beschreiben und bewerten. Dabei werde ich mich auf BB beschränken, die ich selbst eine Zeit lang bzw. noch immer abonniert habe/hatte, sprich zu denen ich selbst eine eigene Meinung entwickelt habe. Dabei will ich u.a aufzeigen, wie "gut" die Produkte bzgl. ihrer Zielgruppe wirklich sind, für wen sie geeignet sind, wie es mit der Transparenz aussieht (Stichwort: Musterdepots, Trades nachvollziehen) und zum Schluß, ob ich den BB empfehlen kann oder nicht bzw. für wen, natürlich in Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis. Vielleicht entsteht daraus mit der Zeit eine Liste von BB inkl. Bewertungen, die man als erste Orientierung verwenden kann, wenn man selbst auf der Suche nach einem geeigneten BB ist. Ich jedenfalls hätte mir einiges an Aufwand und Abogebühren sparen können, wenn ich gewusst hätte, welcher BB sich lohnt und bei welchem man lieber die Finger davon lässt. Wenn jetzt "echte" Trader abwinken und sich fragen, warum man überhaupt einen oder gar mehrere BB abonnieren sollte, dann kann ich das nach meinen eigenen Erfahrungen sehr oft nachvollziehen, allerdings nicht vollständig. Es gibt durchaus (wenige) BB, bei denen es sich auch aus meiner Sicht lohnt, sie zu lesen, vorausgesetzt, man schaut nicht nur den ganzen Tag auf den Tick-/1min-/5min-Chart... ;-) Wenn man als Trader nebenbei als Investor agiert und einen Teil des Kapitals längerfristig investieren (nicht traden) will, könnte der eine oder andere BB durchaus eine sinnvolle Hilfestellung sein. Ich werde die BB unterscheiden nach Zielgruppe, z.B. für Trader (kurzfristige Spekulation), Investoren (mittel- bis langfristige Spekulation) oder z.B. zur reinen (Hintergrund-)Information. Wenn Leser selbst Erfahrungen mit dem einen oder anderen BB gemacht haben bzw. sich überlegen, einen davon zu abonnieren (es gibt Hunderte davon, besonders in Deutschland), freue ich mich und andere Leser über eigene Erfahrungen in den Artikel-Kommentaren dazu. Eine "kleine" Auswahl der BB, die ich abonniert hatte/habe (teilweise existieren die BB in dieser Form schon nicht mehr und/oder es gibt Nachfolger dazu): - Aktienmonitor - Aktionärbrief - Betafaktor - Börsensignale - Börsenwelt - Hebelzertifikate-Trader - Inside-Guide - Kurzfristtrader - Maydorn-Report - Momentum-Investor - Mussler-Briefe - Oxford-Club - Proffes Trendfolgedepot - Profi-Analyst - Realmoneytrader - Rohstoff-Trader - System22 - Tenbagger - Terminbörse - Tiger and Dragin - Tradecentre - Tradersjournal - Value Investor - Weltmeister-Depot Hinweis: Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass die Vorstellung und v.a. die Bewertung der einzelnen BB meine eigene, persönliche Meinung darstellt. Ich werde daher meine "ungeschminkte" Einschätzung zu dem jeweiligen BB äußern. Sollte nach der Artikelserie noch Bedarf an Internet-Portalen zum Thema Trading oder Newslettern bestehen, könnte man diese ebenfalls reviewen. Grüsse Marvin
Das folgende Video sollte eigentlich nur ein Video zur Erklärung von Vor- und Nachteilen von Tick-Charts werden, allerdings dokumentiert es am Ende (ab Minute 9:45) einen lucky-winner im FDAX des heutigen Tages. Ich denke das verdeutlicht recht beeindruckend wie vorteilhaft richtige Werkzeuge sein können, wobei ich natürlich höchst vorsorglich anmerken möchte, dass das nicht immer so läuft. Je kleiner die Kompression, desto mehr Fehlsignale! Wer bereits regelmäßig mit anderen Chartarten als Minuten- und Stunden-und Tages-Charts arbeitet, kann sich das Video sparen! Chartkompressionen: Tickcharts from Aurelius on Vimeo.
Bevor ich im nächsten Artikel einige größere Veränderungen und Neuerungen ankündigen werde, möchte ich noch mal einige Gedanken, Beobachtungen und Erlebnisse der letzten zwei Monate (auch für mich) zusammenfassen. Der Artikel hat keinen tieferen Sinn, sondern soll lediglich zum Denken anregen. Seit meinem ersten Trade sind nun nahezu 20 Jahre vergangen, zwar wäre ich damals nie auf die Idee gekommen einen stinknormalen Aktienkauf als "Trade" zu bezeichnen, jedoch ohne es zu Wissen war es der Start meines Börsenlebens. Ich glaube, dass es damals viel einfacher war, man hat eine Aktie gekauft und diese ist entweder langfristig gestiegen oder gefallen - warum liess sich im Nachhinein oft sehr einfach erklären. Heute empfinde ich es völlig anders: Die Deutung von technischen und fundamentalen informationen ist selbt im Nachgang erheblich schwerer sowie unrationeller und Backtests vieler Ansätze zeigen dies auch deutlich ihn Ihren Zahlen - viele Dinge funktionieren schlicht nicht mehr - insbesondere der kurzfristige Bereich ist eine enorme Herausforderung, denn häufige Richtungswechsel im Kursverlauf gehören zu Tagesordnung. Seit ich als Vollzeitrader am Markt bin, stelle ich mir oft die Frage nach dem reellen Stundenlohn; man sitzt Stunde um Stunde vorm Rechner und weiss bis zum Abend nicht, ob man dafür bezahlt wird oder am Ende sogar noch drauf zahlen muss. Letzten Endes stellt sich der Erfolg nur durch kontinuierliche und konstante Arbeit und erhebliche Risikobereitschaft ein. Ich habe mir mal ausgerechnet, dass ich allein die letzten fünf Jahre ca. 20.000 Stunden Screentime hinter mir habe (das ist dopplet soviel wie ein Durchschnittsstudium) und das mindert den Studenlohn mächtig. Nun aber das Interessante: Während ich in den ersten 17 Jahren nur wenigen Tradern begegnet bin, die erfolgreich waren (habe ja selbst die meiste Zeit meines Lebens Verluste geschrieben), so begegnen einem heute permantent erfolgreiche Alleskönner und Alleswisser (steigend in der Zahl der letzten drei Jahre). Ich treffe in der letzten Zeit ständig angehende Trader, die mir erzählen, dass Sie 1%-5% täglich machen - jeden Tag! Ermahnungen an die Realität helfen nicht, die Leute sind sowas von überzeugt und kommen mit tollen Tabellen zum Reichrechnen daher - natürlich zeigen sie einem nicht ihren Trackrecord oder Ihr Konto - aber sie sind alle unglaublich erfolgreich. Einige schicken täglich irgendwelche Trades, die sie angeblich gemacht haben, einige erzählen nur davon, dass sie dass ja alles vor einigen Tagen/ Wochen genauso vorausgesagt hätten und andere wiederum fragen mich, ob Sie mir helfen sollen ein erfolgreicher Trader zu werden. In manchen Communities wimmelt es geradzu von CFD-Tradern, die ausnahmslos reich mit trading werden wollen oder geworden sind - was Trading ausmacht scheint dabei völlig unterzugehen. An dieser Stelle frage ich mich, was ich die letzten Jahre verpasst habe. Wenn ich den Fernseher einschalte höre ich irgendwelche schrägen Typen mit krächzender Stimme, die Sänger werden wollen, dann die vielen kleinen fetten Mädels und Jungs, die darum buhlen Model oder Popstar zu werden und Politiker, die Ihren Focus darauf setzen die Gegenpartei zu diffamieren und dabei erklären man selber würde es besser machen. Ihn allen fehlt der klare Blick für die Realität und die notwendige Portion Bescheidenheit und Zurückhaltung. Beim Trading ist es noch viel schlimmer: Es gibt Buchautoren, die Bestseller herausbringen und nicht mal erklären können an welcher Börse es welche Finanzinstrumente gehandelt werden, da werden Seminare und Webinare gehalten und Ansätze vorgestellt, die keinem Backtest standhalten, es laufen Typen herum, die Coachings in anderen Ländern anbieten, weil dort die Sonne scheint, obwohl schon einschlägig bekannt ist, dass der Anbieter ein in Deutschland verschuldeter Auswanderer ist. Andere Trader bestreiten Ihren Lebensunterhalt mit einem 30K-Konto, wieder andere behaupten für 90$ bekommt man die größten Tradinggeheimnisse der Welt mitgeteilt. Gegen diese Gruppen sind Gebrauchtwagenverkäufer die seriösesten Kaufleute der Welt. Was für ein kranke Branche - und der Witz täglich kommen mehr hinzu. Warum sollte Trading anderes sein als die Wirtschaft an sich und die Politik? Eines der größten Geheimnisse des Tradings besteht nach wie vor darin, die Anfänger auszusaugen und weitere Idioten zu finden, die man langfristig und kontinuierlich melken kann. Gute Vermögensberater oder performante Trader zu finden ist schwerer denn je - nicht weil es sie nicht gibt, sondern weil sie in der Menge der Blender kaum zu finden sind. Das ganze mündet in der immer wieder beschriebenen Erkenntnis: Ohne Fleiss kein Preis. Wer das hier liest und nicht länger als ein zwei jahre am Markt ist, dem sollte jetzt noch mal ein Licht aufgehen - es ist viel schwerer als man denkt und man kann im Haifischbecken nicht mit Schwimmflügeln punkten - Untergehen ist dort das geringste Risiko. Geld macht gierig und Gier macht blind und dumm - wenn man das merkt ist es meist zu spät. Man muss immer wieder nach neuen Wegen und Fortbildungen suchen und einer der besten Wege ist es Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls kontinuierlich an sich arbeiten (das kann ich zumindest für mich als erfolgreich und gelungen abhaken). Dieser Artikel kann als Einleitung für meine kommende Anlündigung verstanden werden, denn die Initiatoren und Hauptakteure dieses Blogs haben neue Ideen und ich stelle mich dem sicher nicht in den Weg.
Wer Zeit hat und Interesse einen Einblick in das Orderbuchtrading zu bekommen, sollte mal einen kurzen Blick drauf werfen, wobei ich gleich erwähnen möchte, dass diese Art des "Orderbuchlesens" eine ganz besondere (persönliche) ist, da man im Futuresmarkt weniger Informationen hat und speziell in einigen Märkten das "Lesen" auf Grund der Geschwindigkeit sehr schnell erfolgen muss. Die Idee hinter meinem Ansatz ist die Repräsentativität des Orderbuchs für den jeweiligen Markt und die damit verknüpfte Information aus der Times- und Sales-Liste. Das Ganze ist kein heiliger Gral und wer nicht bereit ist, einmal selber mehrere Stunden am Stück einem Kurs zu folgen, kann sich davon verabschieden mit Methoden dieser Art zu traden. Für mich funtkioniert dieser Ansatz sehr gut und ich bin sicher er lässt sich noch erheblich verbessern, wenn man weitere Aspekte mit einbezieht. Grundsätzlich sollte auch jedem klar sein, dass ich hier nur die "Spitze des Eisbergs" zeige. Bevor es los geht eine Bemerkung von mir in eigener Sache; ich habe es nicht mit den anderen Blogautoren abgesprochen, vermute aber, sie sehen es ähnlich: Viele von Euch wissen. dass wir grundsätzlich immmer kostenlose Inhalte anbieten und uns auch bemühen die Inhalte zeitnah zu posten; dennoch möchte ich bemerken, dass ich meine Haltung diesbzgl. ein wenig geändert habe: Ich werde zukünftig keine privaten Mails zu Artikeln beantworten und stundelange Skpype-Gespräche mit Lesern führen, die nicht bereit sind, sich an Diskussionen im Blog zu beteiligen - Sinn und Zeck dieses Blogs ist unter anderem der rege Austausch mit gleichgesinnten, dies war mein Motor in den letzten Jahren und nur dies garantiert IMHO langfristgen Erfolg in dieser Branche (mal abgesehen davon, dass mir einfach die Zeit fehlt). Dies ist auch der Grund warum ich diese Videoreihe nicht live sondern zeitverzögert veröffentliche; denn ich habe es vorgezogen sie vorerst einem kritischeren Publikum vorzustellen, deren Meinung und Diskussionsfreudigkeit ich sehr schätze, was mir dann auch die Möglichkeit bietet, mich selber weiterzuentwicklen und zu lernen; denn meine weitgehend bekannte Philosphie ist, dass nur das stetige Hinterfagen von Ideen und Konzepten eine hohe Qualitöt garantiert. Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich an dieser Stelle ebenfalls erwähnen möchte, ist die Diskussionskultur: Ich möchte in einer kritischen aber respektvollen Umgebung diskutieren und dies fehlt mir immer öfter in öffentlichen Blogs: Öffentlich zugänglichen Blogs fehlt häufig ein kompetentes Moderatoren-Team, dass mit entsprechender Konsequenz und Diplomatie gegen Blog-Trolls vorgeht und ich erwische mich regelmäßig, dass ich äussert sensibel und aufbrausend auf dümmliche Kritik reagiere - statt die Leute einfach auszublenden, verrenne ich mich in sinnlose und zeitraubende Off-Topic-Diskussionen, die eigentlich niemanden nutzen. Ich denke meine Haltung ist jetzt klar und meine zukünftigen Reaktionen bzw. Nicht-Reaktionen verständlich. Nun viel Spass mit dieser Video-Serie, ich werde dazu vermultich auch ein Webinar veranstalten (nach Marvin); denn viel deutschen Stoff gibt es zu diesem Thema nicht. LG Aurelius [XXX] Scalping with DOM and Times and Sales from Aurelius on Vimeo. Scalping with DOM and Times and Sales - Part 2 from Aurelius on Vimeo. Blockorder vs. Blockfill from Aurelius on Vimeo. Vorbereitung zum Trading mit DOM und T&S from Aurelius on Vimeo. DOM und T&S--Colors from Aurelius on Vimeo. Preis-Magnet im Orderbuch from Aurelius on Vimeo. [/XXX]
George Soros - Wie es zum Crash kam Der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers löste im September 2008 einen ökonomischen Tsunami aus. Wer ähnliche Katastrophen in der Zukunft verhindern will, der muss sich mit der Funktionsweise der spekulativen Instrumente beschäftigen. http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar-George-Soros-Wie-es-zum-Crash-kam/467857.html?p=1 Wirtschafts- und Finanzinformationsseiten: Der GlobalEurope Antizipations-Bulletin (GEAB) http://www.leap2020.eu/GEAB-in-Deutsch_r27.html?PHPSESSID=c04705f5b3cf845f24b7ea444b0e2782 Aktuelles Update vom 16.02.2010 Alles was Sie über den GEAB wissen wollen... http://www.leap2020.eu/Alles-was-Sie-%C3%BCber-den-GEAB-wissen-wollen_r45.html Der Heibel-Ticker - Der Blick hinter die Kulissen der Finanzwelt http://www.heibel-ticker.de/archiv.php Aktuelles Update vom 05.03.2010 Chefredakteur der Seite ist Michael Mross, Börsenexperte bei CNBC und N24 http://mmnews.de/ Aktuelles Update vom 08.03.2010 regelmäßige Updates http://www.jjahnke.net/index.html Aktuelles Update vom 07.03.2010 regelmäßige Updates http://www.wirtschaftsfacts.de/index.php?option=com_content&view=frontpage&Itemid=1 Aktuelles Update vom 08.03.2010 regelmäßige Updates Wirtschaftsforen: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum.php täglich viele Beiträge http://tacboard.sebastian-adrian.de/viewforum.php?f=4&sid=65478e5c179901ca7d7fe29155b62bb2 regelmäßige Beiträge
Vielen Dank an alle für Teilnahme und grundsätzlich auch für das Interesse an Marvin's Webinar zur technischen Analyse. Ich möchte mich natürlich besonders bei Marvin bedanken, der trotz Erkältung zwei Stunden am Ball war. Ich konnte leider terminlich nicht beiwohnen, habe mir aber die Aufzeichnung natürlich auch angeschaut, da mich der Handelsstil von Marvin sehr beeindruckt und ich wenig Trader/ Investoren kenne, die ein Depot mit derart großer Zahl unterschiedlicher Werte verwalten und dabei performant und konsequent traden. Der Arbeitsaufwand mehr als 200 Positionen zu halten und zu pflegen und regelmäßig 500 Werte zu scannen ist nicht zu unterschätzen und spätestens an dieser Stelle wird klar warum gerade Marvin der Erfinder des hier zum freien Download verfügbaren Trading-Journals ist - ohne vernünftige Tools und konsequenter Nutzung dieser ist das vermutlich nicht so einfach denkbar. Marvin wird noch ein Ergänzungswebinar halten, um einige offene Punkte zu klären, das darauf folgende Webinar wird dann voraussichtlich von mir kommen; geplant ist das Thema Intraday-Trading. Dazu gibt es dann demnächst noch eine Agenda und natürlich wird es auch wieder kostenlos sein. Einige haben uns darauf hingewiesen, dass ein Webinar mit Moderation ein wenig professioneller wirkt, wir haben allerdings bewusst den Aufwand gering gehalten, da wir eigentlich mit geringerer Resonanz gerechnet haben. Das nächste mal wird das ganze in jedem Fall moderiert (vermutlich von Dzeus). Ich kündige an dieser Stelle schon mal an, dass der Chat nächstes mal streng zensiert wird: Der Chat sollte dazu dienen Fragen zu stellen und ist in keinem Fall eine Bühne für Trolle oder Teilnehmer, die bewusst versuchen, aus welchen Gründen auch immer, die Vorstellung zu sabotieren.
... oder doch keine? Ich möchte heute mal ein wenig auf Gold eingehen. Wie man aus meinen Posts im Gold-Thread des Forums sehen kann, bin ich sehr bullish bzgl. Gold eingestellt. Wenn man sich die Äußerungen der FED von dieser Woche mal durch den Kopf gehen lässt (Anleihekäufe in Höhe von 600 Mrd. USD) un die bereits getätigten "Maßnahmen zur Konjunkturankurbelung" der letzten Monate und Jahre beachtet, kann man nicht anders als sich zu fragen: Wo soll das viele Geld hin? Um das beantworten zu können, wäre ein kleiner Diskurs in Sachen Geldtheorie nötig. Was ist Geld und was passiert wenn es zuviel davon gibt? Stellen wir uns einen Bäcker (nennen wir ihn Ludwig) vor, der in einer freien Dorfgemeinschaft vor 2000 Jahren lebt. Seine tägliche Produktion umfasst 10 Laib Brot. Um die Bäckerei am Laufen zu halten sowie all seine übrigen Bedürfnisse über Brot hinaus zu befriedigen, muss Ludwig den Weg des direkten Tauschs gehen. Nehmen wir an, Ludwig hat heute Lust auf Tomaten; um mit einem Überschuss an Brot Tomaten erwerben zu können, muss Ludwig einen Tauschpartner finden der über einen Tomatenüberschuss verfügt und gleichzeitig selbst einen ungedeckten Bedarf an Brot hat. Wenn Ludwig niemanden findet der Brot in Tomaten direkt tauschen möchte, wird er wahrscheinlich versuchen einen Tauschpartner zu finden der ein haltbares Gut in Brot tauschen möchte. Ludwig wird also versuchen sein Tauschziel indirekt zu erreichen. Den indirekten Weg würde Ludwig auch gehen, wenn er ein unteilbares Gut gegen mehrere verschiedenartige im Besitz verschiedener Personen befindlicher Güter tauschen möchte. Beim indirekten Tausch wird Ludwig zwei wesentliche Faktoren berücksichtigen: (1) je haltbarer das Tauschgut ist umso besser (2) Marktgängigkeit / Absatzfähigkeit: die Nachfrage nach manchen Gütern ist konstanter und allgemeiner, Ludwig wird daher versuchen ein sehr haltbares, absatzfähiges Gut bei seinem indirekten Tausch zu erwerben. Ludwig wird daher versuchen auf dem Markt im ersten Schritt sein Brot gegen das gebräuchlichste Tauschmittel zu tauschen. Mit dem gebräuchlichen Tauschmittel in Händen kann Ludwig nun recht bequem und ohne weitere Umschweife (also ohne weitere indirekte Tauschakte) seine Tauschziele erreichen. In diesem Prozess entsteht ein ‚Positive Feedback Loop’. Dadurch, dass die marktgängigsten Güter zu Tauschmitteln werden, steigt ihre Differenzierung und Marktgängigkeit gegenüber anderen Gütern weiter an. Die Wahl der Tauschmittel war zunächst von Dorf zu Dorf und von Land zu Land unterschiedlich. Aber mit fortlaufender Erweiterung der Tauschkreise (Globalisierung ist nichts anderes als die kontinuierliche Erweiterung von Tauschkreisen) fiel die Wahl der Menschen auf zwei wirtschaftliche Güter: Gold und Silber. Gold und Silber haben aufgrund Ihrer herausragenden Eigenschaften bezüglich Haltbarkeit, Teilbarkeit und natürlich auch aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit, alle anderen marktgängigen Tauschmittel im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Rennen geworfen. Geld ist daher nichts anderes, als die Bezeichnung für das marktgängigste Tauschmittel einer Volkswirtschaft. Und um in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen muss jedes Wirtschaftssubjekt eine entsprechende auf dem Markt nachgefragte Gegenleistung erbringen. Man spricht daher auch von einem durch Waren gedecktes Geld. Der geübte Beobachter kann schnell erkennen, dass dieses System sehr clever ist, denn es gewährleiste dass alle Wirtschaftssubjekte eine vom Markt gewünschte Leistung erbringen müssen um in den Besitz der Tauschmittel zu kommen und damit ihr Überleben zu sichern. Marktteilnehmer die leere Versprechungen abgeben und mangelhafte Leistungen abliefern werden frühzeitig zurechtgestutzt und können ihren Einfluss nicht ausbreiten. Abgesehen von Diebstahl gibt es keine andere Möglichkeit, als den Dienst an der Allgemeinheit, um in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen und damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aus dem markgängigsten Tauschmittel wird auf natürlichem Weg das Zahlungsmittel einer Volkswirtschaft. Leider wird dieses clevere System durchbrochen wenn nicht der Markt selbst über das Zahlungsmittel bestimmen darf, sondern das Zahlungsmittel von einer übergeordneten Instanz festgelegt und kontrolliert wird. Wird dieser Kreislauf durchbrochen, so eröffnen sich allerlei Schlupflöcher. Insbesondere jene Wirtschaftssubjekte, die der übergeordneten Instanz am nächsten stehen, können andere Marktteilnehmer um die wohlverdienten Früchte Ihrer Arbeit bringen, ohne dass der Diebstahl offensichtlich wird. Es reicht daher nicht aus, dass Privateigentum an Produktions- und Konsumgütern erworben werden kann, um bereits von einer freien Marktwirtschaft sprechen zu können. Die andere wichtige und absolut unerlässliche Komponente ist die freie Wahl des Zahlungsmittels. Wirklich erstaunlich ist der Umstand wie absurd dieser Gedanke für uns heutzutage geworden ist. Die freie Wahl des Zahlungsmittels durch Marktkräfte ist fast unvorstellbar; wahrscheinlich auch deshalb weil historisch betrachtet vollkommen unabhängig von der Staats- oder Regierungsform das Zahlungsmittel immer zentral kontrolliert und manipuliert wurde und wird. Diese Kontrolle und Manipulation erfolgt bis heute natürlich auch aus gutem Grund, da sie für die Regierenden die Kontrolle und Manipulation über die Ressourcenverteilung vereinfacht. Dem Großteil der Bevölkerung ist der Schaden der ihnen durch die zentrale Geldmanipulation zugefügt wird, nicht einmal bewusst. Die freie Wahl des Zahlungsmittels würde zu einer gerechteren Realgüterverteilung führen und den Lebensstandard für alle Wirtschaftssubjekte erhöhen. Denn ohne Leistung, die vom Markt gewünscht ist, gäbe es keine Chance auf Gegenleistung, also in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen. Ein Markt basierend auf einem freien Tauschmittel, wäre die Kontrollinstanz zum Wohle Aller, er würde bereits das geringste Aufflackern von Misswirtschaft ausmerzen und im Keim ersticken. Jedes Wirtschaftssubjekt müsste sich ehrlich zum Wohle und Besten seiner Mitmenschen anstrengen, um das eigene Überleben zu sichern. Ein Leben auf Kosten anderer wäre nicht möglich, es sei denn offensichtlich durch Diebstahl. Obwohl es uns nicht mehr so ganz bewusst ist, leben wir nach wie vor in einer arbeitsteiligen Tauschgesellschaft. Jeder Arbeitnehmer, jedes Unternehmen, tauscht in einem ersten Schritt seine Waren und Dienstleistungen in das marktgängigste Tauschmittel bzw. das offizielle Zahlungsmittel. Reale Wohlstandszuwächse könne nur erzielt werden wenn mehr Tauschgüter in besserer Qualität allen Menschen zur Verfügung stehen. Entgegen dem Irrglauben so mancher Theoretiker führt eine Erhöhung der zentral kontrollierten Zahlungsmitteleinheiten zu keinem Wohlstandszuwachs. Das ist so als würde man allen Ernstes glauben, dass ein von blau auf rot umlackiertes Auto, danach in roter Farbe schneller fahren könnte als mit blauer Farbe. Stellen wir uns beispielsweise eine einsame Inselgemeinschaft, wir wollen sie Maupiti nennen, vor. Maupiti verfügt über eine arbeitsteilige Wirtschaft, die als marktgängigstes Tauschmittel Kaurimuscheln verwendet und zwar genau 1,000 Stück. Plötzlich wird über Nacht, ein Großteil der Produktionsmittel von Maupiti durch einen Tropensturm ausgelöscht. Von der Naturkatastrophe ist jedoch der Bestand an Kaurimuscheln gänzlich unversehrt geblieben, ganz im Gegenteil durch den Sturm wurden sogar noch weitere 1,000 Kaurimuscheln an den Strand gespült. Nachdem sich durch den Tropensturm die Anzahl der Kaurimuscheln auf Maupiti verdoppelt hat, würde John Maynard Keynes ‚Heureka’ rufen, und feststellen, dass nun wie durch ein Wunder alle Bewohner Maupiti’s doppelt so reich geworden sind und der Tropensturm ein wahrer Segen war. Befragen wir jedoch die Einwohner unmittelbar nach der Katastrophe, so werden diese eine andere Sichtweise der Dinge haben. Durch den plötzlichen Verlust von Produktionsmitteln müssen die Bewohner Einschränkungen ihres realen Lebensstandards hinnehmen, obwohl sich ihr Bestand an Zahlungsmitteln verdoppelt hat. Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass die Messung des Wohlstandes einer Gesellschaft in Zahlungsmitteleinheiten vollkommen absurd ist. Wir leben in einer arbeitsteiligen Tauschgesellschaft und unser Wohlstand hängt einzig und allein von der Anzahl und Qualität der Konsum- und Produktionsgüter ab, über die wir als Gesellschaft verfügen. (Quelle: Gerald Walek, CFA, in Erste Bank Research: Spezial Report Gold) Die o.a. Ausführungen mögen als Begründung einer bullishen Einstellung schon genügen. Jeder mit halbwegs gesundem Menschenverstand kann nachvollziehen was momentan in den USA (und nachfolgend sicher auch in Europa, Stichwort PIGS) passieren kann und wahrscheinlich auch wird. Also weg vom Papier... hin zu Werten die seit Jahrtausenden anerkannte Tauschmittel sind: Gold und Silber. Weitere Fakten der letzten Monate und Jahre zum Thema Gold sind: die Notenbanken sind erstmals seit 20 Jahren wieder Gold-Nettokäufer (und das bei dem Preis!) lt. Congressional Budget Office wird die USA in den nächsten 70 Jahren kein Budgetplus schaffen (weitere Schulden) inflationsbereinigt müsste der Goldpreis auf 7000-10000 USD steigen um das Hoch von 1980 zu erreichen Gold korreliert zum DowJones mit -0,1 - ist also Ideal zur Diversifizierung (nur 0,3 zum MSCI World ex. USA) Chinesen kaufen seit 2009 kaum noch US-Treasuries..... haben aber auch nur Gold i. H. von 1000 Tonnen, Aufstockung bis 10000 geplant Die o. a. Gründe und viele mehr bewegen mich zur Zeit langfristig sehr bullish in Gold zu sein..... Gold and silver are money. Everything else is credit J.P. Morgan Die o. a. Fakten sind natürlich keine eigenen Recherchen, sondern stammen aus einem "must read" Papier zum Thema Gold der Erste Bank Österreich. Hier kann man es laden: Spezial Report Gold - Erste Bank juliettpapa