Trade der Woche: EOAN-0945-S Auf Grund der momentan etwas unklaren Lage der Indizes an ihren Schaltstellen gehen wir diese Woche zwei Trades ein, jeweils long und short mit 0,5% Risiko. Tradedaten: e.on short Entry: 26,50 Stopp (initial/Notstopp): 27,55 / 27,85 Kursziel: 23,80 Anzahl: 11 (0,5%) CRV: 2,6 Kommentare gerne erwünscht!
Trade der Woche: AMAT-0944-L Tradedaten: Applied Materials (NAS) Long Entry: 13,10 Stopp (initial/Notstopp): 12,75 / 12,45 Kursziel: 14,35 / 16,10 Anzahl: 93 CRV: 3,6 / 8,6 Kommentare gerne erwünscht!
Trade der Woche: BAS-0943-L Tradedaten: BASF Long Entry: 38,1 Stopp (initial/Notstopp): 36,9 / 35,8 Kursziel: 48,6 Anzahl: 15 CRV: 8,7 Kommentare gerne erwünscht! Klick zum Vergrößern! Update (1.11.09) Trade wurde am 29.10. zu 35,8 (Not-Stopp) gestoppt. Klick zum Vergrößern!
Trade der Woche: CBK-0943-Long Tradedaten: Commerzbank (CBK) Long Entry: 8,4 Stopp (initial/Notstopp): 7,9 / 7,5 Kursziel: 12,65 Anzahl: 38 CRV: 8,5 Kommentare gerne erwünscht! Klick zum Vergrößern!
Charts aufbereiten ist eine äußerst aufwendige Angelegenheit und verlangt die gleiche Arbeitsdisziplin, die andere Tätigkeiten im Berufsleben mit sich bringen – es ist von daher auch hier wichtig den Vorgang transparent zu beschreiben. An dieser Stelle möchte ich kurz ein Thema ansprechen, dass mich beim Charting schon immer beschäftigt hat - bisher gab es allerdings nie wirklich einen Grund darüber großartig zu sprechen, da die wenigsten ihre Charts aktiv zur gemeinsamen Arbeit teilen. Allerdings habe ich auch noch nie von jemand anderem dazu ein Statement gelesen, vermutlich weil die meisten Trader nur die Informationen betrachten und sich schneller in Charts "einlesen" als ich. Die Frage ist für mich: Wie erfasst man sinnvoll signifikante Sachverhalte und wie findet man eine übergreifende gültige, schnell verständliche Chartdarstellung, die allen die gleichen Informationen standardisiert vermittelt? Ich führe mal ein paar Dinge auf, die meine persönliche Problematik mit Charts und dem gemeinsamen Verwenden beschreiben: 1. Jeder kennt bestimmt das Phänomen, dass man sich Charts anschaut und sofort feststellt, dass dem Urheber jeglicher Sinn für Ästhetik bzgl. der Farbwahl fehlt - das fängt an mit gräulichen Hintergründen in Horrorrastern und reicht bis hin zu geschmacklos gewählten Farben. Warum gerade diese Kombinationen gewählt wurden ist häufig mehr als unklar und man möchte nicht wissen, wie sich derjenige farblich kleidet. Ich spiele an dieser Stelle noch nicht mal auf das Unverständnis von Kontrast, Größe oder Auflösung an. 2. Wer hat sie nicht schon mal gesehen? Die Charts, die eigentlich in den Louvre gehören. Tausende Linien kreuzen das Bild, etliche Indikatoren und Farben umgeben die Kerzen künstlerisch, so dass man die eigentliche Aussage überhaupt nicht mehr lesen kann. 3. Richtungspfeile für zukünftige Prognosen! Das machen wir ja auch alle gerne, um zu betonen welche Richtung wir erwarten ... und hier hat sich zumindest schon eine sinnvolle Sache ergeben, die ich später noch mal konkretisieren werde. Die Pfeile mit der höheren Wahrscheinlichkeit sind meist fett und blau, während die unwahrscheinlichere Alternative meist hellgrau daherkommt. Am besten sind die leichten Seitwärtszackungen, die uns sagen sollen: "Kann noch ein bisschen dauern ...". Die Grundaussage ist aber auf jeden Fall wertvoll: "Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit nach oben gehen ... aber auch nach unten (na ja ... und vorher vielleicht seitwärts) ?" Diese Liste lässt sich natürlich weiterführen und man könnte sicherlich schnell einen Artikel "Best of Charting" zaubern, aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Dies ist vermutlich kein Thema, über das man wirklich streiten kann - das Ganze ist eben einfach sehr individuell und lässt sich nur schwer neutral kritisieren und sollte der persönlichen Systematik eines Traders überlassen bleiben. Ich versuche also an dieser Stelle einfach meine Systematik für die Charts zu erklären, damit vielleicht der eine oder andere die Charts nachvollziehen kann ohne sich in jeden neuen Chart wieder hineindenken zu müssen. Wie oben schon angedeutet, ist es für mich immer besonders wichtig Standards in Art und Ablauf zu definieren, so dass man im alltäglichen Gebrauch und Ablauf keine Zeit und Gedanken mehr verschwenden muss – quasi eine Form der Prozessoptimierung. Hier also meine persönlichen Definitionen und Regeln zum Charting, sortiert von unwichtig zu wichtig: Prämisse: Die Charts bedeuten für mich die visuelle Interpretation des Verhaltens der Markteilnehmer und ich nehme an, dass die bekannten Indikatoren und signifikanten Punkte von der Mehrzahl der Chartisten beachtet werden. 1. Hintergrund: Der Hintergrund muss einfach nur sehr hell oder sehr dunkel sein, Mittel-Töne vermeide ich, da sie mit anderen Chartelementen Kontrastschwierigkeiten erzeugen können. In diesem Fall verwende ich das Farbschema der DaytradingTeam-Website. 2. Chart-Typ und Skalierung: Ich verwende ausschließlich Kerzen, da die Kerzenform zusätzliche Informationen bereitstellt (zu was? Du meinst sicher gegenüber den Linien- oder Bar-Charts) und diese Informationen aus Kerzen leichter als aus Balken herauszulesen sind. Steigende Kerzen sind bei hellem Hintergrund dunkelgrün, fallende rot. Grundsätzlich verwende ich für alle Timeframes größer gleich Stundencharts logarithmische Achsen, in kleinen Timeframes ziehe ich eine lineare Skalierung vor. 3. Grundeinstellungen: Die Charts sollten immer links anfangen (nicht oben oder unten), nicht aus dem Bild laufen und im rechten Viertel (wenn möglich) mittig enden, so dass dort noch ein wenig Platz zum Einzeichnen der (in der Zukunft liegenden) interessanten Bereiche zur Verfügung steht. Vorteilhaft ist es auch, wenn man die Kerzen des aktuellen Zeitraums (also die letzten) gut erkennen kann. 4. Indikatoren und/oder Oszillatoren: Ich verwende nur Standard-Indikatoren/-Oszillatoren und dabei die Standard-Einstellungen (z.B. 50er, 100er, 200er GDs oder 12/26 MACDs, 10er, 14er, 20er RSI/ Bollinger Bänder, etc.). Die Farbwahl wird immer gleichartig bestimmt: kurze Perioden (z.B. 50er GD) sind grün, längere (z.B. 100er GD) rot, die längsten (z.B. 200er GD) blau. Zwischenperioden werden farblich heller (kürzer) oder dunkler (länger) abgestuft. 5. Linien und Trendkanäle Alle Linien, ob Widerstand, Unterstützung, Kanal, innere Linie, etc. sind schwarz. Wird eine Linie eingefärbt, dann nur weil über diese diskutiert wird. Die Linien werden je nach Signifikanz fett, durchgezogen, gestrichelt, dünn, gepunktet, etc. eingezeichnet. Zentrale Bedeutung haben durchzogene und fette Linien, die anderen Kategorien sind gleichwertig untergeordnet. Nicht mehr aktive oder gebrochene Trendlinien werden von fett auf dünn und dann auf gepunktet gesetzt. Widerstands- und Unterstützungszonen werden als gefärbte Bereiche größerer Breite dargestellt (Rechtecke). 6. Tops/ Bottoms und Formationen Tops und Bottoms werden in transparentem grün in Bogen- /Halbelipsen-Form markiert. Dies schließt spezielle oder Extremformationen wie V- und z.B. SKS-Formationen, etc. mit ein. 7. Bedeutung von Indikatoren und/ oder Oszillatoren: Für mich dienen die Indikatoren und Oszillatoren ausschließlich als Filter und/ oder Bestätigung und sollen mir vor allen Dingen Informationen über Wahrscheinlichkeiten zu erwarteten Reaktionen der Markteilnehmer vermitteln. 8. Tradingrelevante oder interessante Bereiche Mit transparent gelben Ellipsen werden Regionen im Chart markiert, innerhalb derer ich Bewegung erwarte; die Markierungen geben dabei in der Regel keine Auskunft über die vermutete Richtung. Transparent rote und grüne Ellipsen bedeuten Short- und Long-Einstiege, blaue Ellipsen oder Rechtecke sind potentielle Zielzonen. 9. Bedeutung von Linien und Trendkanälen Der wichtigste Punkt ist vermutlich die Frage, wann ein Punkt ein Auflagepunkt, Widerstand etc. darstellt. Ich halte mich hier nur bedingt an Standards und ich denke jeder Trader bringt seine persönliche Note in die Charttechnik. So halte ich mich z.B. für das Einzeichnen von Trendlinien/ -kanälen nicht immer unbedingt exakt an die Tops und Bottoms (= Extremwerte), sondern bewerte einige Ausbrüche als untypisch oder "panikartig"/"euphorisch" und betrachte diese somit nicht unbedingt als signifikant. Zusammenfassend kann man sagen, man sollte alles Wesentliche aufnehmen, und das weniger wichtige weglassen. Hier muss man allerdings leider erwähnen, dass einem nur die eigene Erfahrung sagt, was das Wesentliche genau ist. Abschließend möchte ich noch bemerken, dass Marvins Charts wesentlich mehr Informationen enthalten als die meinen, so dass man durch seine Wochencharts auch viele wichtige Informationen aus dem Verhalten des Instruments in der Vergangenheit herauslesen kann. Die Kombination der beiden Zeitebenen wird uns in Zukunft sicherlich von Nutzen sein. Wir werden nach einer Testphase dann die Charts auch für die öffentliche Bearbeitung für alle freigeben (Tradesignalonline bietet das kostenlos an). Hier gehts zu den Charts: Postiton-/ Swingtrading - DaytradingTeam LG Aurelius
Hinweis: Der erste Trade wird etwas ausführlicher beschrieben, um ihn auch einfach nachvollziehen zu können. In erster Linie sind die Trades ja zur Demonstration/Diskussion gedacht. Schreibt mir gerne Kommentare dazu, so dass ich weiß, ob dieses Format in Ordnung ist. Disclaimer Die vorgestellten Trades sind lediglich Anregungen zum Traden und dienen zu Lern- und Diskussionszwecken, niemand muss/soll sie nachtraden. Ich werde die meisten der hier vorgestellten Trades selbst traden, je nach Zeit und Marktrisiko. Eine strikte Einhaltung der Risiko-/Moneymanagement-Regeln (Stichwort: Einzelpositionsrisiko) ist für einen langfristigen Erfolg beim Trading aus meiner Sicht absolute Pflicht. Alles weitere s. die Beschreibung meiner Trading-Philosophie (s. dort). Kommentare/Diskussion zu den Trades sind ausdrücklich erwünscht! Trade-Daten und -Setup (Trade-Plan) Wert : Telefonica (TNE5) Code : TNE5-SHORT (für spätere Kommentierungen) Marktsegment : Telekommunikation Index : EuroStoxx50 Art: Aktie Handelsinstrument : Aktien-CFD Trade-Typ : Positionstrade (geplante Dauer: einige Wochen) Richtung : Short Chartgrafik: Wochenchart, Zeitraum: 5 Jahre Einstiege: s. hellblaue Linie im Tageschart: 1. Market-Order (sofort, um 14,4), 2. Sell-Trigger (Limit-Order) 15,5, 3. Sell-Trigger (Limit-Order) 15,9 Stopp-Loss (SL) : s. rote durchzogene Linie im Tageschart: für alle 3 Orders: 16,9 Kursziele (PT): s. blaue Kästchen im Tageschart: 1. letztes markantes Low (um 12,3); 2. Bereich zwischen 11,86 - 11,0 CRVs: bei Stopp 16,9 und PT: 11: 1. 1,4, 2. 3,2, 3. 4,9 Trade-Idee Als ersten Trade habe ich mir einen Short aus dem EuroStoxx50 ausgesucht. In der Chartgrafik ist der Wochenchart dargestellt. Zur Interpretation der grafischen Zeichnunhen im Chart s. meine Beschreibung der Tradingregeln, Abschnitt Legende zu den Charts. So, kommen wir zum eigentlichen Trade: Telefonica hat in der Woche des 9.12.07 ein temporäres High markiert (nicht ein All-Time-High). Seit dem Oktober 2002 lief Telefonica in einem langen Aufwärtstrendkanal (s. Chartgrafik). In der Woche vom 12.10.2008 wurde dieser mit einer langen roten Kerze gebrochen, war also signifikant. Da dabei auch der 50 und 200 GD gebrochen wurde, ist Telefonica b.a.w. ein Short-Kandidat. Nach dem folgenden schnellen Abverkauf in der gleichen Woche wurde ein erstes neues Low gemacht. Dann gab es eine schnelle heftige Erholungsrally, die eine Woche später erneut auf ein neues Low abverkauft wurde. Seit der Woche vom 2.11. tendiert der Kurs nach oben, ich sehe dies als sekundäre Erholung in dem (neuen) primären Abwärtstrend. Meiner Meinung nach läuft Telefonica nun in einem neuen Abwärtstrendkanal (die Oberkante ist bereits 4x bestätigt worden, ich sehe sie als sicherer an als die untere, die nur 1x gesetzt wurde). Im Zeitraum zwischen 7.12.-11.1. hat Telefonica mehrmals erfolglos versucht, den Widerstand durch 50/200 GD und die Unterkante des gebrochenen ehelmaligen Aufwärtstrends zu brechen, was ihr nicht gelang. Hier scheint die Zwischenrally also ihre Kraft verloren zu haben, was dann ein gutes CRV für einen Short generiert. Man kann diesen Versuch als Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal interpretieren (dieses Muster kommt sehr häufig vor, v.a. bei langlaufenden Trends/Trendknaälen, die signifikant gebrochen werden). Zudem ist dieser Pullback dann eine Bestätigung des Ausbruchs, denn der Kurs schaffte nach dem Bruch nicht mehr, ein neues High zu machen. Seit 3 Wochen gehts wieder runter. Eigentlich ist der Einstieg damit schon leicht verpasst. Optimaler Einstieg wäre spätestens am 11.1. gewesen. Nun soll man ja dem Kurs nicht hinterherlaufen. Schade wäre es allerdings schon um den Short. Also würde ich jetzt folgende Vorgehensweise bevorzugen: ein Teil der Position als Soforteinstieg (wenn auch zu spät, daher auch schlechtes CRV, s.o.), der Rest als Trigger, falls Telefonica nochmals eine kleine Bewegung nach oben machen sollte. Dafür sind im Chart dann die hellblauen Linien eingezeichnet mit "P Entry" für den geplanten Entry. Das rote Kästchen gibt an, dass ab hier ein Short wahrscheinlich ist. Vermutlich werde ich heute selbst noch dort einsteigen. Der Stopp liegt knapp über dem 50 GD, bei mir bei 16,9 (s. rote Linie). Sollte Telefonica dahin kommen, ist der Trade nicht so gelaufen wie ich will und das Setup wäre nicht mehr gültig. Dann müsste Telefonica auch den 200 GD und den vermeintlich neuen Abwärtstrendkanal gebrochen haben und fast an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal gelaufen sein. Das erste Kursziel/PT (= Profit target) liegt irgendwo an der Unterkante des Abwärtstrendkanals, s. blaues Kätschen im Chart. Zwischen dem Bereich 11,0-11,86 liegen 2 längerfristige Unterstützungslinien, die einen weiteren Kursverfall von Telefonica in Kombination mit dem neuen Abwärtstrendkanal erstmal aufhalten sollten. D.h. hier ist es meiner Meinung nach wahrscheinlich, dass der Short zumindest teilweise gedeckt wird und einige Gewinne mitnehmen werden, sofern der Kurs da hinlaufen sollte. Das hängt allerdings auch davon ab, wie der Kurs in diese Zone läuft. Crasht er nach unten, dann muss dort nicht Schluß sein (in Crashs werden chatrtechnische Marken auch gerne mal ignoriert, zumindest im ersten Anlauf). Das All-Time-Low liegt erst bei 7,3 und bis dahin könnte der Kurs über mehrere Monate hinweg ebenfalls laufen. Aber das ist weit in die Zukunft gedacht, das warten wir doch erstmal ab. Zuerst sollte der erste Zielbereich erreicht werden. Ein weiteres Kursziel wäre das letzte Low vom 2.11., also um die 12,3. Hier könnte Telefonica eine (temporäre) Bodenbildung versuchen, was abzuwarten ist. Dann könnte darauf z.B. ein Doppel-Boden entststehen. Für den Trade sprechen in meinen Augen bestehender Abwärtstrendkanal seit dem High vom 9.12.08 Kurs unterhalb von 50 und 200 GD Mehrmals Abprall an dem Cluster um 16,4, aus den beiden GDs, dem mittleren Bollinger-Band und der Trendkanaloberkante Abprall kann als Pullback an den gebrochenen langen Aufwärtstrendkanal interpretiert werden dieser Widerstand wurde mehrere Wochen bestätigt Durchbruch durch den Widerstandes um 15,23 (s. gestrichelt eingezeichnete Linie) bereits Beginn des Abrutschens nach unten Stopp noch gut plazierbar Kursziel hat reichlich Potential keine charttechnischen Widerstände bis zum Kursziel, also genügend "Platz" die Indikatoren RSI, Stochastik und MACD-Histogramm im Wochenchart drehen nach unten ab und bestätigen damit den Short Gegen den Trade sprechen in meinen Augen zu später Einstieg, daher Vorgehen wie oben beschrieben sinnvoll. Chartgrafik Klick zum Vergrößern! Trade geschlossen So, der Trade wurde ja am 27.2. zu 14,66 glattgestellt. Ich habe das im Chart markiert, die Chartgrafik ist unten anklickbar. Gründe zum Exit stehen ja unten in den Kommentaren, dazu kommt noch, dass ich in dem Zeitraum eine Woche weg war und den Trade nicht weiter verfolgen konnte, so dass ich ihn sicherheitshalber geschlossen habe, obwohl der Stopp nie wirklich gefährdet war. Im Prinzip kann man hier schön erkennen, dass der Tradeentry und das -management nicht wirklich überzeugten: Entry zu spät (s.o.), Exit v.a. wegen Nicht-Überwachens des Trades (ok), aber eigentlich gabs noch keine wirklich echten Hinweise, dass Short hier die falsche Richtung war/ist. Einige Warnzeichen sind unten in den Kommentaren beschrieben, dennoch war der Stopp nie ernsthaft gefährdet, solange der Abwärtstrendkanal nicht gebrochen wird. Mittlerweile sind wir im Demokonto wieder Short in Telefonica (s. aktuelle Watchlisten). Wenn Ihr wollte, könnt Ihr zu diesem ersten initalen Trade, der sehr ausführlich beschrieben wurde, Eure Kommentare abgeben. Weitere Trades werden in Zukunft nicht mehr in einem eigenen Thread wie diesem, sondern direkt bei den Watchlisten beschrieben. Klick zum Vergrößern!
Meine Trading-Regeln und ein paar allgemeine Anmerkungen dazu Stand Hinweis: Die hier vorgestellte Fassung ist eine Weiterentwicklung. Sie wurde von mir schon in früherer Versionen veröffentlicht. Stand: V. 1.3 (2.4.2010) Hilfsmittel/Tools Ein von mir selbst entwickeltes Trading-Journal inkl. Risikokontrolle und Positionsgrößenberechnung für Hebelprodukte (CFDs, Futures, Scheine, etc.) ist im Bereich Software downloadbar (man kann es aber auch für "normale Aktien" einsetzen, wenn man Hebel = 1 setzt). Dort ebenfalls findet sich auch ein Erwartungswertrechner, mit dem man seinen Erwartungswert an G/V für einen gegebenen Zeitraum berechnen lassen kann, das "R"-Wartungswerttool. Auch dieses Tool ist gratis und wird von mir wie das Trading-Journal weiterentwickelt. Trading-Philosophie/Sichtweise und Anmerkungen Die Zukunft vorhersagen? Ich kann, wie jeder andere auch, keine Zukunft vorhersagen, insbesondere keine Kursverläufe. Allerdings gibt es Muster, Bewegungen, Anzeichen und Hinweise im Chart, die man mit entsprechender Erfahrung entdecken und interpretieren kann. Diese haben sich in der Vergangenheit als geeignete Indikationen erwiesen, um die Richtung des weiteren Kursverlaufs "grob" zu prognostizieren und zwar mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (!). Warum das so ist? Dazu bitte die Literatur lesen, nur ganz kurz: da Kursverläufe menschliches Massenverhalten, insbesondere die beiden Extreme Angst und Gier, ständig widerspiegeln. Da sich menschliches Verhalten, insbesonderne in Gruppen und Massen, über die Zeit hinweg gar nicht bis sehr wenig ändert, eignet es sich besonders gut um daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen und hier: einen gewissen Kursverlauf in der Zukunft anzunehmen (!) (nicht: zu kennen). Menschliches Individualverhalten daegegen ist stets schwierig bis gar nicht vorhersehbar. Da aber an der Börse immer die dominierende Masse (also v.a. die Bullen und die Bären, je nach Marktlage) die Richtung vorgibt, besteht die Fertigkeit im Lesen der Charts v.a. darin, die Hauptbewegung ("Trend") zu erkennen und danach zu traden (dies gilt für mich als Trendfolger, es gibt andere Ansichten und Methodiken, die ebenfalls funktionieren). Trends laufen in großen Wellen, die in kleinere Wellen zerfallen, die wiederum aus kleineren Wellen bestehen (ohne jetzt tiefer in die sog. Elliot-Wellen-Theorie einzugehen, s. Literatur). Schwierig in der technischen Analyse ist es immer, eine temporäre Konsolidierung in einem Primärtrend von einer Trendwende unterscheiden zu können. Dazu gibt es Hilfsmittel, die einen unterstützen. Die Technische Analyse (TA) und warum sie meiner Meinung nach funktioniert Der Hauptgrund, warum die technische Analyse meiner Meinung nach funktioniert, liegt in dem - oft von Fundamentalanalysten gegannnten Kritikpunkt - "Self-fullfilling Prophecy". Ich sehe dies als einen der ganz großen Vorteile der TA: Wenn viele das gleiche Muster, Welle, Formation, Unterstützung/Widerstand, etc. im Chart sehen, werden sie auch gleich handeln, weil sie es so kennen und sie damit "gute" Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht haben. Zwar nicht immer und auch nicht immer gleich zuverlässig, aber mit einer gewissen positiven Erwartung (Wahrscheinlichkeitsannahme). Alles in der technischen Analyse basiert auf Wahrscheinlichkeiten. Man darf nie den Fehler begehen und so etwas wie "Sicherheit" oder "Gewissheit" für einen Kursverlauf annehmen. Man muss sich stets bewusst sein, dass man IMMER mit Wahrscheinlichkeiten operiert. Daher kann es mE NIE einen "sicheren" oder "100%" Trade geben. Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich NIE das Risiko pro Trade über einen vorher festgelegten Schwellenwert (meist 1-2%) steigern würde, denn kein einziger Trade verdient die Eigenschaft "sicher". Durch die Verwendung eines Trading-Systems mit einem positiven Erwartungswert (z.B. durch Limitierung aller Trades auf ein CRV größer 2), das konsequent und dauerhaft angewendet wird, wird man einen positiven Gesamt-Gewinn anstatt Verlust erwirtschaften müssen. Voraussetzungen sind u.a., dass man sein System nach ein paar Verlusttrades nicht grundlegend umschmeisst, es einen positiven Erwartungswert hat und man sich an seine eigenen Regeln, insbesondere ohne Ausnahme (!) an sein Risiko-/Moneymanagement-System hält (dazu weiter unten noch mehr). Technische Analyse (TA) vs. Fundamentale Analyse (FA) In erster Linie bin ich Charttechniker, d.h. ich ermittle Tradegelegenheiten aus dem Chart. Allerdings lasse ich die fundamentalen Daten nicht komplett außer acht. So kann es passieren, dass ich trotz charttechnisch aussichtsreicher Einstiegsmöglichkeit nicht in den Trade einsteige, weil mir der Wert fundamental zu "stark" ist. Das wird zwar nicht sehr oft vorkommen, kann aber geschehen. Ich verwende bei den Aktienkandidaten gerne das System der relativen Stärke: Relativ starke Werte werden bevorzugt Long gehandelt, relativ schwache bevorzugt Short. Auch dies nicht immer 100%ig, aber tendenziell. News/externe Faktoren im Markt Auch die TA ist nicht allmächtig und arbeitet nicht immer gleich gut. Es gibt Phasen oder Zeitpunkte am Markt, wo eine TA nicht weiterhelfen kann. Insbesondere bei allen externen "Störfaktoren" wie Terroranschlag, Leitzinsveränderungen der Notenbanken (die gabs im letzten Jahr en masse), Regierungskrisen, allgemein: marktübergreifende/-beeinflussende Faktoren oder sonstige überraschende Nachrichten, die meist nicht vorhersehbar sind. Im kleineren Stil sind Quartalszahlen, Übernahmeankündigungen oder -gerüchte bei Aktienunternehmen, Fusionen, Gewinnwarnungen, etc. zu nennen. Diese Nachrichten, die sich natürlich auf die Kurse auswirken, sind meist mit dem Chartverlauf nicht antizipierbar. Das ist nicht weiter besorgniserregend, man muss es nur wissen und einkalkulieren. Ich selbst verwende bei allen Trades einen Sicherheitspuffer für genau solche News, die z.B. gaps (Kurslücken) gegen meine Position produzieren können. Ich kalkuliere somit bei allen Trades einen Risikozuschlag mit ein, von dem ich ausgehe, dass er im Einzelfall für einige wenige Trades ausreichen wird. Zudem versuche ich, möglichst eine ausgewogene Long-/Shortquote zu erreichen (i.d.R. 50/50%). Dies kann sich in extremen Marktphasen ändern, ich werde sie dann versuchen ggf. dem aktuellen Marktumfeld anzupassen. Noch etwas zu den Nachrichten/externen Störungen: An der Börse werden immer Erwartungen gehandelt, daher kann z.B. die Meldung von Quartalszahlen den Kurs sowohl in die eine oder andere Richtung bewegen. Dies ist nicht deterministisch. Wenn in der einen Situation Erwartungen (über)erfüllt werden, kann dies den Kurs nach oben treiben, in einem anderen Fall nach unten. Es gibt Spezialisten, die anhand des Inhalts der Nachricht o.ä. mehr herauslesen können, für mein Trading ignoriere ich solche Meldungen. Selbst wenn ich eine Vorahnung davon haben sollte, wo der Kurs bei Herausgabe der Nachricht hinlaufen könnte, werde ich so gut wie nie nur daraus einen Trade eingehen, sondern ggf. eher abwarten, wenn ich nicht schon investiert bin. In den allermeisten Fällen antizipiere ich also News/Meldungen nicht und reagiere nur charttechnisch darauf, da der Kursverlauf die Auswirkung direkt anzeigt. Daher ist es mir auch meist ziemlich egal, ob Quartalszahlen anstehen oder nicht und wie diese ausfallen. Die Reaktion der Marktteilnehmer sehe ich sofort und direkt im Chart. Lediglich marktübergreifende Nachrichten wie z.B. Notenbank-Leitzinsänderungen beachte ich. Allerdings heisst das nicht, dass ich z.B. aus meinen Positionen deswegen vorher gesamthaft aussteige und ggf. danach wieder einsteige... alleine schon wegen dem Aufwand und den Transaktionskosten nicht. Die Trefferquote (TQ) Sie alleine sagt gar nichts über den dauerhaften Erfolg eines Systems aus, wie man u.a. in der Literatur nachlesen kann. Relevant für einen dauerhaften Erfolg des eigenen Handelssystems ist ein (möglichst großer) positiver Erwartungswert des Systems, nicht die Trefferqoute als ein Faktor davon. Mit dem Trading-Journal lassen sich solche Kennzahlen wie die TQ und noch viele weitere übrigens automatisch berechnen und auswerten. Umgang mit Verlusten/Gewinnen Wenn ein Trade ein Verlusttrade sein sollte, wird mich das in keinster Weise für folgende Trades beeinflussen (zumindest nicht, wenn diese nicht in der Masse auftreten... ;-) ). Ich weiß, dass ich maximal nur 1% bzw. 2% an Tradingkapital verloren habe (dazu weiter unten mehr) und der nächste Trade wieder ein Gewinner sein kann, aber nicht sein muss. Ein Trade sagt alleine GAR NICHTS über ein System und dessen Performance aus, also mache ich mir über den Ausgang eines Trades auch keine größeren Gedanken, sowohl über Gewinner als auch über Verlierer. Ich "glaube" an mein Handelssystem, habe es bereits im Einsatz und versuche, es zu verbessern, aber nicht hektisch überzuoptimieren. Ich werde mein "System" nicht aufgeben, nur weil ich ein paar Verlusttrades erlitten habe. Ich weiß, dass der positive Erwartungswert des Handelssystems nur dann aufgehen kann, wenn ich es dauerhaft und über einen ausreichend großen Zeitraum (also über viele Trades) konsequent handle. Jeder Trade wird wie ein komplett neuer Trade behandelt, d.h. es gibt keine Beziehung zu den vorherigen, auch nicht wenn der gleiche Wert erneut gehandelt werden soll. Egal ob der vorherige Trade ein Gewinner, Verlierer oder Break-Even-Trade war, das spielt für den aktuellen Trade keine Rolle. Trades sind nicht voneinander abhängig. Sie stehen in keinerlei Beziehung zueinander. Die Gesamtmarktlage wird allerdings berücksichtigt, z.B. anhand der Indizes. Ein Trade kann u.a. mit Gewinn, Verlust oder mehr oder minder Break-Even enden. Sollte der Trade ein Verlusttrade sein, werde ich ihn genauso mental abhaken wie einen Gewinnertrade. Es spielt keine Rolle. Das Ergebnis bzw. die Performance aller Trades zusammen bzw. über einen gewissen statistisch signifikaten Zeitraum ist relevant, nicht der einzelne Trade. Sofern man sich dies einmal klargemacht hat, sollten z.B. Enttäuschungen über einzelne Trades anders wie bisher gesehen werden können. Ich habe mir angewöhnt, während eines Trades nur auf den Chart zu schauen und mir nicht mal den aktuellen Verlust/Gewinn im Trade anzusehen. Erst bei Schließen des Trades wird das finanzielle Ergebnis feststehen, es hat also keinen Sinn, sich vorher darüber Gedanken zu machen. Zudem entgeht man so der psychologischen Falle, dass man angelaufene kleinere Gewinne eher mitnimmt, was ich als Hindernis zu profitablen Gewinnern ansehe. Ich weiß jederzeit, dass ich das maximal vorher berechnete Einzelpositionsrisiko im Trade verlieren kann und keinen Euro mehr. Es gibt also kaum Gründe, warum man an einem laufenden Trade "herumdoktern" sollte. Seltene Ausnahmen davon sind weiter unten genannt. Verantwortung übernehmen und Overtrading Ich trade und nur ich selbst bin für das Ergebnis eines Trades verantwortlich. Weder der Markt, die Analysten, die Notenbank, die Regierung oder sonstwer. Es kann natürlich vorkommen, dass diese externen "Störquellen" Trades zerstören, aber das ist Teil des Spiels und man kann i.d.R. NICHTS dagegen unternehmen. Es ist einfach ein Risiko unter vielen, das man als Trader zu tragen hat. Psychologisch ist es sehr schwierig, wenn man "gut" tradet, aber durch externe Störquellen finanziell nicht dafür belohnt oder gar abgestraft wird. Damit muss man versuchen umzugehen. Eine Auszeit über einen gewissen Zeitraum wäre ggf. auch nicht das Schlechteste, wenn der Markt wieder mal "völlig verrückt" spielt (und man entsprechende Verlustphasen erlebt hat). Man muss einfach erkennen, dass man in bestimmten Marktphasen besser traden kann als in anderen. In einigen Phasen funktioniert das eigene System einfach besser als in anderen. In manchen wird es gar nicht oder nur schlecht funktionieren. Dann sollte man dies akzeptieren und, wenn es sich nicht an die Marktphase sinnvoll anpassen lässt, auch das Trading vorübergehend einstellen. Man muss nicht ständig traden, um als Trader erfolgreich zu sein. Es macht überhaupt nichts, wenn man manche Phasen einfach auslässt. Man sollte nicht dem Irrglauben anhängen, dass man "etwas verpasst", wenn man nicht dabei ist. Es gibt jeden Tag aufs Neue so viele Trademöglichkeiten, dass man sie überhaupt nicht alle wahrnehmen könnte, selbst wenn man 24h vor dem Rechner sitzen würde. Es ist auch überhaupt nicht notwendig. Speziell zum Overtrading: Ich versuche, eine überschaubare Anzahl an Titeln jeweils gleichzeitig im Trading-Depot zu halten. Dies ist mir in der Vergangenheit nicht immer gelungen. Aber ich werde versuchen, ein Overtrading zu vermeiden und mich auf die besonders aussichtsreichen Titel zu konzentrieren. Bei der Menge an ständig beobachteten Titeln ist es keine Schwierigkeit, genügend Kandidaten zu ermitteln, die einen Trade wert sind. Ein Wort zur Disziplin Disziplin ist eine besonders wichtige Charaktereigenschaft fürs Trading. Um diszipiliniert traden zu können, braucht es u.a. eines "ausgewogenen" Geisteszustandes, sprich: Ausgeglichenheit. Wenn man sich in einer "emotional aufgeheizten" Phase befindet, sollte man mE nicht traden. Ebenso, wenn man sich selbst oder andere einen in irgendeiner Art und Weise unter (Erfolgs-)druck setzt/en. Fürs Trading braucht man einen klaren Kopf. Alles, was davon abhält, kann nicht gut für das Tradingergebnis sein, also sollte man den Störfaktor abstellen oder das Traden vorübergehend einstellen. Orders In fast allen Fällen werde ich per Limitorder in einen Trade einsteigen. Market-Orders werden nur in besonderen Fällen eingesetzt, meist nur zum schnellen Ausstieg. Der Ausstieg wird meist über Stopps oder Limit-Orders erfolgen, auch dort nur in Ausnahmen über Market-Orders. Falls ich über eine Market-Order ein- oder aussteige, deutet das eher auf eine impulsive Handlung hin, die ich eigentlich vermeiden will und die diskussionswürdig ist... ;-) Handelsstrategien: Ein- und Ausstiege Als Ein- und Ausstiegsstrategien werden verschiedene diskretionäre Handelsstrategien verwendet. Sprich: Ich werde nach verschiedenen bewährten Setups handeln, aber nicht notwendigerweise immer nach der gleichen. Ich selbst verwende oft verschiedene Handelsstrategien und lege mich selbst nicht auf 1-2 fest. Ich verwende ebenfalls verschiedene Ausstiegsstrategien. Zu meinen Ausstiegsstrategien gehört auch, dass ich teilweise aus Trades wieder ausstiege, wenn sie sich nicht so entwickeln, wie ich mir das vorgestellt habe. D.h. ein Trade braucht nicht unbedingt erst gestoppt zu werden, bevor ich aussteige. Wenn ich im Chart Anzeichen dafür erkenne bzw. sie so interpretiere, dass der Trade sich nicht wie geplant entwickelt, steige ich entweder zu Teilen (meist mit der Hälfte) oder gleich ganz aus. Es gilt immer das Prinzip "Safety first", im übergeordneten Sinn: Kapitalerhalt ist wichtiger als ein möglich entgangener Gewinn. Kapitalerhalt ist sogar eines der wichtigsten Maxime beim Trading, denn ohne Kapital kein Trading mehr. Ganz allgemein wende ich oft Trendfolgestrategien an, d.h. ich versuche, einem Trend bzw. Swing in Primärtrendrichtung zu folgen. Antizyklische Trades, d.h. Trades, die gegen den Primärtrend laufen, gehe ich nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Umständen (z.B. weil sie besonders lukrativ sind, sprich: ein hohes CRV haben), ein. Das heisst nicht, dass man damit nicht profitabel handeln könnte, aber ich möchte lieber den (Haupt-)Trend auf meiner Seite haben als gegen mich... ;-) Ebenso ist es möglich, dass ich Teilgewinne realisiere, wenn ich aus dem Chart herausdeute, dass die aktuelle Bewegung vorübergehend keine Kraft mehr hat, um weiter zu laufen und das Erreichen meines Kursziels ggf. gefährdet ist (also ein Momentumverlust droht). Entweder setze ich dann einen entsprechenden Stopp für eine Teilglattstellung (meist die Hälfte) oder ich steige sofort mit einem Teil aus und lasse nur noch den Rest weiterlaufen. Mir ist klar, dass verschiedene Trader verschiedene Ein- und Ausstiegsstrategien anwenden. Ich erhebe daher nicht den Anspruch, dass "meine" Methoden die besten oder auch nur sinnvoll sind. Aus dem Studium verschiedenster Tradingliteratur und aus eigener Erfahrung heraus sind gewisse Strategien/Setups entstanden und bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie recht gut funktionieren, was natürlich nicht heisst, dass man sie nicht weiter verbessern könnte oder sich das noch ändern könnte. Für Einstiegs- und Ausstiegssignale verwende ich v.a. den Kursverlauf, allerdings auch Indikatoren (RSI, langsame Stochastik, MACD Histogramm, Aroon, EMAs, ATR und Bollinger Bänder, alle mit den Standardeinstellungen) und das Volumen. Nie würde ich alleine aus Indikatorsignalen in einen Trade einsteigen, diese unterstützen lediglich die Analyse der Kursverläufe und geben weitere Hinweise. Divergenzen (Abweichungen) in den Indikatoren zum Kurs (v.a. bei MACD und RSI und dort v.a. im Wochenchart) werden berücksichtigt und haben ggf. Einfluss auf einen Ein- bzw. Ausstieg. Trades werden nach Möglichkeit in "ruhigen" Marktphasen eingegangen, also dann, wenn die Volatilität nicht zu hoch ist. Ebenso der Ausstieg. Dies wird nicht immer möglich sein, v.a. bei den gestoppten Trades. Man sollte nicht den Markt zu "jagen". Wenn der Kurs "davonläuft", werde ich den Trade dann ggf. nicht mehr eingehen, abhängig vom aktuellen CRV und meiner Einschätzung. Ich versuche generell, möglichst mit sog. "Abstauberkursen" in einen Trade zu kommen (allerdings darf man auch nicht zu geizig sein, das wäre kontraproduktiv). Grund des Abstauberlimits: Falls der Kurs sich negativ entwickelt, habe ich noch etwas mehr Puffer als üblich, bevor ich aus dem Trade aussteigen muss. Zudem ist das CRV dann höher, also die Chance des Gewinns größer. Dadurch können Trades nicht zustande kommen, da mein Limit (i.d.R. gehe ich fast immer per Limit in einen Trade, s.o.) nicht erreicht wird. Das ist mir allerdings nicht wichtig, ich habe dann zwar die Analyse gemacht und profitiere nicht davon, aber der nächste Trade wartet ja schon an anderer Stelle. Und ggf. ergibt sich später nochmals die Gelegenheit für einen Einstieg. Meiner Beobachtung zufolge treten sehr häufig sog. Pullbacks auf, die man nutzen kann. Es wird versucht, Einstiegssignale möglichst bestätigen zu lassen, selbst wenn dadurch ein sinnvoller Trade nicht mehr möglich sein sollte. In einem Spiel der Wahrscheinlichkeiten ist die Bestätigung einer Annahme ein gewichtiges Argument... ;-) Ganz allgemein will ich das handeln, was im Chart zu erkennen ist und nicht das, was ich sehen will, aber bisher (noch) nicht eingetreten ist. Jeder Trade hat einen vollständigen Tradeplan, d.h. einen Einstieg, Stopp, Kursziel (ggf. Unter-Kursziele), ggf. Zeitrahmen, Tradeidee zum Ein- und Ausstieg, etc. Ein Trade ohne Stopp und/oder Kursziel ist nicht möglich. Wiedereinstieg in Trades/Re-Entry: Sollte ich aus einem Trade unglücklich ausgestoppt werden oder selbst durch falsche Interpretation des Kursverlaufs ausgestiegen sein, der Kurs sich danach aber wie erwartet verhalten, steige ich ggf. erneut in den Trade ein, wenn sich dazu eine passende Gelegenheit ergibt. Zwingend ist ein sog. Re-Entry aber nicht. In der Praxis kommt er bisher kaum vor. Stopps Stopps zu setzen ist eine Kunst für sich und es bedarf wohl jahrelanger Erfahrung, sie "richtig" zu setzen, wenn es sowas wie "richtig" überhaupt gibt. Ich richte mich bei meiner Stoppsetzung meist nach charttechnischen Begebenheiten wie Widerstände/Unterstützungen (dazu gehören auch die exponentiell gleitenden Durchschnitte mit den Perioden 50 und 200 im Tageschart), Trendlinien/-kanälen, Überkauft-/Überverkauftzonen in bestimmten Indikatoren (RSI, langsame Stochastik, MACD Histogramm, Aroon), Volatilität (durch den Einsatz der Standard-Bollingerbänder, ATR, etc.). Dazu wird meist ein Puffer von 10-20% addiert/subtrahiert, v.a. wenn die markanten Punkte im Chart (z.B. eine auffällige Widerstandslinie) offensichtlich sind. Grund: Ich will nicht, dass mein Stopp "abgefischt" wird, was sehr häufig bei zu engen Stopps versucht wird. Ein zu weiter Stopp ist aber auch kontraproduktiv, denn er schränkt das CRV und damit den potentiellen Nutzen des Trades ein. Sobald der Stopp (und das Kursziel) gesetzt ist, kann ich darauf aufbauend meine Positionsgröße anhand des Einzelpositionsrisikos und des CRVs berechnen. Den Stopp setze ich möglichst so, dass ich nicht durch das "Marktrauschen" aus einem Trade ausgestoppt werde. Die initialen Stopps sind möglichst so gesetzt, dass ich aus einem Trade nur dann ausgestoppt werde, wenn sich der Trade charttechnisch definitiv anders entwickelt wie angenommen. Sobald ich das erkenne, steige ich auch früher aus einem Trade aus (s.o.). Ich muss also nicht unbedingt ausgestoppt werden. Wenn ich echte Warnzeichen im Chart erkenne, werde ich auch vor dem eigentlichen Stopp handeln. Ich nehme durchaus kleinere Verluste in Kauf, um größere zu vermeiden. Ich versuche mich bei dem Setzen des Stopps an das Prinzip zu halten, dass ich für den weiteren Kursverlauf den "Weg des geringsten Widerstands" antizipiere. D.h. ich möchte zwischen meinem Einstieg und meinem initialen Stopp möglichst viele Widerstände und mögliche Wendepunkte haben, die einen negativen Kursverlauf ggf. aufhalten können. Die genannte Methodik führt dazu, dass der Stopp manchmal recht weit von dem Einstieg entfernt ist und dadurch das CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) schlechter als ggf. nötig wird. Ich setze die Stopps also eher konservativ und trade generell konservativ anstatt aggressiv. Da das Kursziel sich so gut wie immer aus dem Chart ergibt und dieses nicht einfach verschiebbar ist, wird bei einem weiteren Stopp automatisch das CRV schlechter. Enge Stopps würden übrigens auch automatisch die Trefferquoute (TQ) verringern (s.o.). Ich peile Trades mit einem Mindest-CRV von 1,5 an, i.d.R. über 2. Sollte mir ein Trade auch bei einem CRV unter 1,5 oder gar unter 1,0 (dies kann eigentlich nur dann vorkommen, wenn ich einen Einstieg zu spät erkannt habe, aber dennoch "dabei sein will", was ein Impulstrade ist, den ich vermeiden will...) besonders aussichtsreich erscheinen, werde ich auch diesen eingehen, auch wenn ich mir das dann 3x überlegen werde. Ich werde mich also nicht sklavisch an ein Minimum-CRV halten, allerdings versuchen, den Trade mit dem jeweils maximalen CRV einzugehen. Dabei gehe ich allerdings, wie bei der Stoppsetzung beschrieben, eher konservativ vor, indem ich die Stopps "ausreichend weit" vom Einstieg entferne (Gründe s.o.). Wenn das CRV für einen Trade zu schlecht in Bezug zum Risiko sein sollte, werde ich den Trade dann ggf. nicht eingehen. Sollte ich mir nicht sicher sein, ob ich noch zu einem bestimmten Kurs in den Trade komme, verwende ich ggf. auch 2 Entry-Trigger und teile das Risiko unter diesen auf. Gewinnstopps sind anders als Verlust-Stopps (der initiale Stopp) zu behandeln, Details dazu s.u.! Weitere Ausführungen zu Stopps bzgl. Risiko und der Nachziehens sind weiter unten genannt. Pyramidisieren / laufende Positionen verstärken In bestimmten Fällen werde ich versuchen, eine sich schon im Gewinn befindende Position auszubauen (zu pyramidisieren). Dabei "riskiere" ich quasi einen Teil des bisher angelaufenen (virtuellen) Gewinns, um erneut in einen Trade einzusteigen. I.d.R. wird dies v.a. bei langlaufenden Trendfolgestrategien funktionieren. Auch bei dieser Methode werde ich das Maximalrisiko von 1 R einhalten. Es ist vorgesehen, Nachkäufe immer zu höheren Kursen (bei Longs) bzw. zu niedrigeren Kursen (bei Shorts) durchzuführen, also nur dann zu pyramidisieren, wenn die Position bereits in meine Richtung gelaufen ist. Nur in seltenen Fällen ist ein Nachkauf zu "besseren" Kursen als der initiale Kauf/Verkauf überhaupt erlaubt. Dann allerdings nie, um die Position zu verbilligen, sondern um ggf. gestaffelt bei unsicherer Chartlage in einen Trade einzusteigen (s. Ausführungen oben). Wenn ich pyramidisiere, dann kaufe ich erst eine volle Position, dann eine halbe und ggf. noch eine halbe oder ein Viertel. Die Einsätze werden also immer geringer. Grund: Ich pyramidisiere nur dann, wenn die Position bereits in meine Richtung gelaufen ist. Sollte dies der Fall sein, dann ist der größere Teil der Position bereits im Gewinn, also kann ich einen kleineren Anteil davon erneut riskieren und der größere Teil ist ja bereits investiert. Risiko Risikokontrolle: Jeder Trade wird im Rahmen des vorgegebenen Money-/Risikomanagements getradet, d.h. es wird eine feste Einzelpositionsgröße und das maximale Risiko pro Trade festgelegt (für Van Tharp Anhänger (bitte dort nachlesen): Risiko pro Trade = 1 R). Davon gibt es keine Ausnahme. Es kann allerdings sein, dass ich gestaffelt in Trades einsteige, z.B. weil ich annehme, dass ich eigentlich bei dem Trade dabei sein will, aber nicht weiß, ob es noch eine bessere Einstiegsmöglichkeit geben wird. Dann würde ich eine erste Position mit 1/2 R Risiko kaufen und eine weitere später zu ebenso 1/2 R. So gehe ich beim ersten Trade nicht gleich 1 R Risiko ein. Einen strikten Zeitstopp verwende ich i.d.R. nicht, allerdings werde ich ggf. auch Positionen (teil-)auflösen, wenn sich im Wert nichts bewegt (s. dazu die Anm. weiter oben). Ich versuche zum bestmöglichen Zeitpunkt in einen Trade einzusteigen und gehe davon aus, dass sich der Wert dann auch umgehend in die erwartete Richtung bewegt. Sollte er dies nicht tun, werde ich i.d.R. dem Wert noch "etwas" Zeit geben, allerdings nicht übermäßig. Entweder werde ich dann einen Teilausstieg durchführen oder ganz aus der Position herausgehen. Falls mir der übergeordnete Markt oder Index besonders "impulsiv" oder "unberechenbar" vorkommt, werde ich ggf. auch die Positionsgröße reduzieren und nur mit 1/2 R in einen Trade einsteigen. Das sollte nicht die Regel sein, kann aber vorkommen. Ich habe selbst noch keine ausreichend großen Erfahrungen damit gemacht, ob dieses Vorgehen effektiv ist oder nicht. Ich werde also die Situation des Gesamtmarkts berücksichtigen, wobei dies recht subjektiv erfolgen kann. Eigentlich will ich mich bei einzelnen Aktien-Trades nicht vom DAX und Co. leiten lassen, aber es kann durchaus einmal vorkommen, dass ich Trades nicht eingehe oder die Positionsgröße in Ausnahmen reduziere, wenn mir der Markt gerade richtig "unberechenbar" vorkommt. Das Risiko erhöhen (also über 1 R hinaus) kommt NIE vor. Für alle Trades gilt: 1 R = 1% des initialen Tradingkapitals (in unsicheren Zeiten), das auf max. 2% ansteigen kann. Das Tradingkapital wird ich einfachhalber monatsweise nach Verlauf der Trades angepasst, innerhalb eines Monats bleibt es gleich. Sollte ein (starker) Drawdown auftreten, werde ich mir bei Gelegenheit dann darüber Gedanken machen, wie weiterverfahren wird. Ein explizites Verlustlimit pro Monat o.ä. habe ich nicht festgelegt. Das Gesamtrisiko aufs Tradingkapital aller laufenden UND geplanten Positionen liegt in meinem eigenen Handelkonto bei max. 15%, das allerdings bisher nie ausgeschöpft wurde. Bei schwierigeren Märkten werde ich das Gesamtrisiko reduzieren und ggf. weniger investiert sein. Sollten die 15% Risiko voll ausgeschöpft werden, werde ich erst dann einen neuen Trade eingehen, wenn sich durch Auflösung von Trades oder Risikoreduzierung durch Nachziehen von Stopps das Gesamtrisiko entsprechend reduziert. Das Trading-Journal berechnet mir jederzeit das Gesamtrisiko, so dass ich diese Angaben stets ermitteln kann. Stopps werden nachgezogen, sobald sich der Trade wie erwartet entwickelt. Eine genaue Strategie dazu gibt es nicht, nur eine grobe Vorgehensweise: je näher sich der Kurs dem Kursziel annähert, desto aggressiver wird der Stopp nachgezogen (Gewinnstopp). D.h. am Anfang eines Trades wird der Stopp eher unverändert bleiben oder sich nur minimal bewegen. Sollte der Trade bereits 1 R verdient haben, werde ich in den allermeisten Fällen versuchen, den Stopp mindestens auf Break-Even Niveau oder besser nachzuziehen, wenn dies charttechnisch zulässig ist. Dann möchte ich mit dem Trade auf jeden Fall kein Geld mehr verlieren. Es werden also Verlust-/Risiko- von Gewinnstopps unterschieden und unterschiedlich gesetzt. I.d.R. werde ich bei Gewinnstopps versuchen, sie (bei Longs) unter dem letzten Low bzw. (bei Shorts) über das letzte High zu platzieren, wenn dies chartechnisch (auch unter Volatilitätsgesichtspunkten) vertretbar ist. Eine Vergrößerung des initialen Stopps zu Lasten des Trades, also eine Vergrößerung des initialen Risikos, wird zu keiner Zeit vorgenommen und ist ausgeschlossen. Der Stopp kann nur zu Gunsten des Gewinns vorgenommen werden. Alle Stopps werden im System eingegeben und sind negativ nicht mehr verschiebbar (wie eben beschrieben). Nur durch negative gaps (Kurslücken) oder extreme Kurssprünge (die dann überproportional große Slippage-Kosten verursachen können) wäre ein realisierter Einzelpositionsverlust größer als 1 R überhaupt möglich. Durch eine Verrechnung einer gewissen Slippage/gap-Risiko-Prämie pro Trade wird versucht dieses nicht kalkulierbare Risiko auf alle Trades aufzuteilen (s. Anm. oben). Als übergeordnete Richtlinie eines Trades gilt, dass versucht wird, das Risiko überschaubar und kalkulierbar zu halten. Wenn dies bei dem einen oder anderen Trade nicht möglich sein sollte, wird der Trade nicht eingegangen. [ENDE]
Hier nun mal ein Artikel zum Trading von mir, damit wir mal langsam zun den trading Themen finden, Themen die geklärt werden müssen gibt es noch genug! Bevor wir uns über die Dokumentation von Trades und ob diese gut oder schlecht ist streiten, möchte ich eine Art der Dokumentation vorstellen, wie ich Sie für praktikabel und nachvollziehbar halte - von daher habe ich mal spontan meine ersten beiden morgendlichen Trades dokumentiert. In diesem kleinen Timeframes ist es sicherlich schweirig zu dokumentieren, aber wenn man ab und zu mal ein paar Screenshots macht geht das schon - vielleicht wird das ganze spannender wenn wir das irgendwann mal über Teamspeak-Live machen und danach einen Podcast oder Video daraus machen und allen zur Verfügung stellen (Dank an Bouchaud für die Idee) . Es ist wichtig zu beachten, dass wenn eine Strategie einmal bekannt ist, dass diese natürlich nicht jedes mal neu vorgestellt werden muss, dies dient hier nur als Übergangslösung bis wir in einer Kategorien die Strategien vorgestellt und benannt haben. Viele Bemerkungen hier sind für die Dokumentation nicht wirlich zwingend nötig und ich würde sie bei einem Vorhandensein der Strategie-Dokumentation an anderer Stelle auch nicht machen. Natürlich wird im Laufe der Zeit dann auch nicht immer die Vorbereitung so ausführlich dargestellt werden müssen. Wie vielleicht dem einen oder andern bekannt ist, bin ich in großen Timeframes kein Bringer, aber im Intraday-Handel geht das für mich sehr gut. Ich bin vom Typ her nicht unbedingt ungeduldig, jedoch sehe ich gerne schnell Ergebnisse - ob gut oder schlecht; Der Intraday-Handel ermöglicht es mir eine Strategie schneller zu testen, da ich nach ca. 2000 Trades schon ein ganz gutes Gefühl für ihren Wert bekomme. Insbesondere sei erwähnt, dass sich meine Stratgien überwiegend auf Analysen meiner eigenen Beobachtungen und natürlich auch anderen bekannten Strategien zusammensetzen ... wie ich jemals zu dieser Handelsart gekommen bin, erzähle ich später mal ausführlicher – es sei nur soviel gesagt, dass ich es gut finde, wenn die „Geschäfte“ am Abend erledigt sind). Das ist hier ein Beispiel für eine Trade-Dokumentation und erhebt keine Anspruch auf Vollständigkeit; insbesonder ist es keine Handlungsempfehlung! Los geht's ... und wie gesagt kürzer und länger ist immer möglich ... Trading-Idee: Ich kombiniere den Durchbruch einer Bewegung durch signifikante Punkte mit Mini-Trend-Trades (wie ich das jetzt mal nenne), d.h. ich gehe davon aus, dass eine Bewegung an gewissen Punkten stärker wird und schnell in die Zielzone gelangt und/ oder dass sich in mini-time-Frames kleine Trends ausbilden. Die Voraussetzung für diese Mini-Trends ist ein relativ ruhiger Markt ohne wichtige News in dem zu handelnden Zeitfenster. Ein meist interessanter Wert ist der Spread, den der Broker vorgibt, häufig ist er in ruhigen Märkten kleiner als in volatilen (logisch), dass hilft bei der Entscheidung und unterstreicht den Eindruck den man sonst häufig nur vom Chart und den News bekommt. Ob man das nun Scalping nennt oder nicht, sei jedem selbst überlassen, meine in-market-Zeit liegt pro Trade im Mittel bei ca. einer Stunde am Tag. Es gibt nach Möglichkeit keine Market-Order! Gewinn und Stop-Strategie Es wird immer ein Stop gesetzt – ohne Ausnahme. Da ich die Trades live verfolge ziehe ich diesen schnell nach, die Funktion des Stops bei Orderausführung ist bei dieser Strategie in erster Linie ein Emergency-Stop für technische Schwierigkeiten oder absolut unvorhergesehene Situationen. Ein sofortiges enges Stop-setzem kann ich für diese Art des Tradens nicht empfehlen, was das ganze leider grundsätzliche etwas riskoreicher macht – allerdings nicht gänzlich unkontrollierbar (dazu werde ich in Kürze mal ein Beispeil über 500 Trades zeigen, also bitte an dieser Stelle noch nicht darauf eingehen) Trade-Vorbereitung: Als erstes nehme ich mir die News-Liste und schaue ob in meiner beabsichtigen Zeit (heute 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr) irgendetwas dramatisches gemeldet werden könnte. Ich schaue mir dann wie jeden morgen das Gesamtbild auf Tagesbasis an trage/ aktualisiere signifikante Widerstände und Unterstützungen. Dies ist besonders wichtig im kurzfristigen Handel, weil dort Bewegungen oft sehr stark sein können. Ich habe diese hier in kobaltblau /türkis eingetragen nähert sich der Kurs dieser Zone handle ich Breaks und False-Breaks mit minimalen Take-Profits und warte auf signifikante Durchbrüche oder Rebounds (dazu auch mal später). Anschliessen aktualisiere ich noch die Tagespivots (und färbe den PP rosa und alle Linien werden verstärkt, auch wenn für mich im Dax-Trading die Pivots nicht immer eine so wichtige Rolle spielen :) ) ... ... und nehme noch ein Fibonacci-Retracement auf Stundenebene dazu. Dann wechsel ich in den 5-Minuten-Chart und ergänze noch zusätzlich ein paar Punkte (Kurse) bei denen ich bei kurzfristig handelnden Akteuren im Markt Widerstände und Unterstützungen erwarte (lila). Besonders wichtige werden dicker hervorgehoben. Der Trade und Verlauf Der erste Trade ist der Durchbruch durch den Pivot wird mit minimalem Take Profit gehandelt, und die nächste Kauforder in der Nähe einer der vorher eingezeichneten lila Linien wird eingestellt. Die Order wird gefüllt und die lila Linie wird zum neuen Widerstand und der Stop kurz darunter nachgezogen (rote Linie). ich setze eine Halbierungsorder der Position in den Markt, falls Sie jetzt zurückläuft (für mich sehr wahrscheinlich an dieser Stelle, da keinen signifikanten Marken für potentielle Käufe oder Verkäfe im Markt sind, ich vermute als eine Verlangsamung des Kursanstiegs) ... ich ziehe die Halbierungsorder nach... ... die Order wird gefüllt und nach kurzer Zeit steige ich aus der Position aus, weil die Bewegung durch den Pivot zu schwach war und ich (diemal fast rein subjektiv beurteilt) nicht viel mehr erwarte. Dies sehe ich als kleines Beispiel einer Trade-Dokumentation. Am Ende sollte es immer mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse/ Kosten oder der Kontodarstellung enden (hier bitte ich um Verständnis für die Schwärzung, da es sich um mein Privatkonto handelt). Der Gwinn lag hier bei ca. 200,00 Euro: Bitte lasst Euch aus, themenbezogen :) ! LG Aurelius ******************************************************************************* P.S.: BITTE NICHT DEN ARTIKEL "WIE GEHT'S WEITER" ÜBERSEHEN *******************************************************************************