Teams

Test-Team Bericht: Tick-Team

Hier nun ein weiteres Update zum Team-Trading ... Das erste Team „Wochencharttrading“ ist ja hier schon seit einiger Zeit aktiv und die Arbeit lässt sich grob über die Watchlists verfolgen. Das zweite Team, dass „Markttechnikteam“ ist noch nicht annähernd so aktiv aber dafür aber bzgl. der Einstiege schon recht treffsicher, besonders beeindruckend finde ich, dass sich die Kurse nach den ersten Signalen in jedem Fall schon mal sofort in die richtige Richtung bewegt haben, was besonders für mich, als sehr kurzfristig aggierender Trader, natürlich spannend ist. Wir werden auch hier jetzt so schnell wie möglich die Trades im Demokonto einstellen – es soll aber alles beim bisherigen Tempo bleiben und ohne Druck funktionieren - ich werde dort selbst ab April ein wenig aktiver werden. Das dritte Team, das „Tick-Team“ (Ticktrader, FragNich, Aurelius) hat sich testweise einen Monat mit dem kurzfristigen Trading im Tick-/ Minutenchart beschäftigt und ist auch schon zu ersten Ergebnissen gekommen, die ich im Folgenden ein wenig beschreibe. Wir hatten uns im Vorfeld darauf geeinigt, das ganze einen Monat zu testen und dann abschliessend in einem Stück zu dokumentieren, um überhaupt grundsätzlich die Teamarbeit und Möglichkeiten einer kurzfristigen Dokumentation und Tradedarstellung vor Demo-Start ausgiebig zu testen und zu strukturieren. Nebenbei habe ich mir einige andere Webseiten, die live kurzftistige Einstiege zeigen angeschaut, um auch dort ein paar Dinge aufzunehmen. In wie weit wir als gleiches Team die Arbeit fortführen steht noch in den Sternen, da FragNich sich vorerst schon mal veraschiedet hat, weil es ihm langfristig doch sehr zeitaufwendig erschien und ihm seine eigenen Handelschancen verwehrt, bei Realkonten wäre er dann wieder dabei. Vorne weg muss man mal erwähen, dass es recht viele gab, die bei diesem Team mitmachen wollten und da diese Timeframes auch meine Stärke sind habe ich recht banal nach „first in“ entschieden. Alle anderen Interessenten wurden natürlich nicht abgelehnt sondern sind vorgemerkt und werden sicher demnächst mitmachen können - ich dachte mit drei Personen ist das Team erst mal ausgelastet. Im Verhältnis zum effektiv gehandelten Zeitraum war der Zeitaufwand fürs Trading immens und fast schon abschreckend und wurde zum Ende des Tradingzeitraums zum echten „Diskussionsthema“. Im Folgenden versuche ich mal unser Vorgehen, die Probleme, Methoden, Lösungen und Ergebnisse darzustellen, die natürlich auch den anderen Teams schon als Hilfe dienen können: Wenn drei Trader in Minitimeframes gemeinsam handeln möchten, ist dies natürlich besonders schwer, wenn das Handeln nicht im selben physikalischen Raum stattfindet, daher haben wir so einiges versucht, um ein einigermaßen vernünftiges System zu erarbeiten. Datenfeed: Als Datenfeed haben wir Zen-Fire ausgewählt, was daran lag, das dieser derzeit in aller Munde ist und die Ausführungszeiten wohl derzeit zu den Besten zählen. Brokerauswahl: Als Broker wurde Mirus Futures gewählt, was vor allen Dingen daran lag, dass die anderen anderen beiden Marketindex für kurzfristige Trades als weniger sinnvoll erachteten (natürlich auch aus den bereits hundertfach diskutierten, von mir nicht immer geteilten Gründen: Kein Tickchart, Instrumentenauswahl/ -typ, etc.). Gestützt wurde die Auswahl des Brokers durch die Möglichkeiten der Kombination mit dem Datenfeed von Zen-Fire und der unten genannten Handelsplattform. Handelsplattform: Wir haben sowohl für's Charting als auch fürs Handeln ausschliesslich Ninjatrader verwendet. Wer sich ein wenig mit Handelsplattformen auskennt, stellt recht schnell fest, dass Ninja-Trader eigentlich alles bietet, was man benötigt: Vom Charting über eine dezidiertes Ordersystem bis zum Backtesting-Modul; insbesondere ist es natürlich immer von Vorteil wenn eine Software zu Testzwecken kostenfrei ist. Ich weiss nicht, ob wir hier irgendwann einmal die verschiedenen Plattformen detailliert vorstellen und besprechen, den Anfang eines netten Tutorials habe ich allerdings schon mal hier gefunden. Falls irgendjemand von Euch eine Seite kennt, auf der alle Plattformen vorgestellt und ausgiebig getestet werden, postet es bitte oder schickt es mir per E-Mail. Wir können Ninjatrader an dieser Stelle zumindest vorbehaltlos auch Anfängern empfehlen. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal bei Chris von Zen-Fire danken, der als deutscher Ansprechpartener für Mirus und Zen-Fire per Skype und Telefon jederzeit zur Verfügung stand und ausgiebig sowohl die Trading-Platform als auch weitere Informationen bereitgestellt hat. Unser Dank gilt natürlich auch (einigen vermutlich bekannten) Noname-Trader, der uns vermittelt hat. Als Hilfsmittel zur Absprache und dem eigentlichen Handeln haben wir hauptsächlich folgende Produkte eingesetzt (natürlich nachdem wir ausgiebig recherchiert und getestet haben. Falls etwas nur auf einem OS getestet/ verwendet wurde habe ich das in Klammern bemerkt). Natürlich gibt es noch viel mehr Alternativen, wir haben uns hier allerdings auf einfach zu handhabende und kostenlose Software beschränkt: _________________________________________________________ Zur Visualisierung und Besprechung von Charts: NinjaTrader (WIN),Skitch (MAC/ WIN), SnapNDrag (MAC) Allgemein: Die Wahl der Chartsoftware NinjaTrader gründete auf dem Wunsch einer einheitlichen Betrachtung und Darstellungsweise sowie der Möglichkeit Charttemplates (mit vordefinierten Farben, Indikatoren und sonstigen Darstellungsoptionen) gemeinsam zu nutzen. Die beiden anderen Anwendungen sollten den meisten, die sich schon mal mit Screenshots beschäftigt haben, bekannt sein. Neben den üblichen Bordmitteln sind dies echte Hilfen: Skitch automatisiert zusätzlich noch den Upload der Bilder und bietet smarte Bildnachbearbeitungswerkzeuge sowie die Linkrückgabe an. Problem: Man muss sich natürlich auf Trades vorbereiten, Signale und Ein- und Ausstiegsstiegsregionen abstimmen – eine visuelle Betrachtung ist dabei unumgänglich, da die Vorstellungskraft bei der ausschliesslich akustischen Diskussion schnell an ihre Grenzen gerät. Hinzu kommt der Wunsch die Trades für die Nachwelt aufzuzeichnen und wichtige Fehler und Erfolge im Nachgang zu dokumentieren. Lösung und Methoden: Wir haben uns Charts zugeschickt, um Einstiege in gewissen Regionen für den nächsten Tag oder die nächsten Stunden abzustimmen. Dafür sind die Softwarelösungen Skitch und SnapNDrag absolut ausreichend. Als Werkzeug für eine lückenlose Dokumentation der Trades taugen sie allerdings nicht, da das ganze bei zwanzig Trades in wenigen Stunden zu unangemessener Arbeit ausartet – wir haben uns daher darauf festgelegt, ausschliesslich besonders markante Trades (s.o.) mit Sceenshots zu erfassen und zu kommentieren. _________________________________________________________ Zur Aufzeichnung von Trades/ Aktionen: ScreenRecord (MAC), Debut Video Capture (WIN) Allgemein: Die Handelsteams wollen vor allen Dingen Wissen vermitteln und alles transparent darstellen. So wurde die Aufzeichnung von Trades ausschliesslich unter der Maßgabe betrachtet, die Aufzeichnungen anderen im Nachhinein zur Verfügung zu stellen. Wichtig war uns, dass die Rechnerleistung durch die Software nicht nachhaltig beeinträchtigt wurde. Problem: Die Entstehung mancher Tradeidee im Tick- oder Minutenchart liegt zeitlich oft nah am tatsächlichen Signal; der Ansatz per Screenshot oder Text zu dokumentieren führt nicht selten dazu, dass man bei Signaleintritt nicht mit der Dokumentation fertig ist. Lösung und Methoden: Es liegt Nahe einfach ein Video mit Kommentierung der Aktionen zu drehen, die Software ist hier weniger das Problem als der Moderator, wir haben einige male im Nachhinein wirklich sehr darüber gelacht, was man so erzählt während eines Trades. Das war teilweise so schlecht, dass wir froh waren dass es nicht live war; eins der Team-Mitglieder hat sein Video als ausschlaggebend erachtet, daraus schlussendlich die Konsequenz zu ziehen, seine Trades nicht mehr mitzuschneiden! Professionelles Kommentieren und Live-Videos mitzuschneden will also noch ein wenig geübt werden – zum vollständigen Nachvollziehen ist es aber ein gutes Mittel. _________________________________________________________ Zur Kommunikation: Teamspeak, Skype, Twhirl (Twitter), Chatroll, Team Viewer Allgemein: Live-Trading ist natürlich immer das größte, es wäre also klasse wenn man sich quasi live die Signale der Trader anhören könnte und sofort umsetzten kann, so als wäre man im Tradingroom. Hier waren die Erfahrungen wirklich am spannendsten! Ich würde behaupten wir haben fürs Trading im 15min. bis Stundenchart (oder größer) gute Methoden zum Live-Trading gefunden. So ist es also problemlos möglich für die Teams Besprechnungen und Diskussionen zum Tag oder Folgetag durchzuführen und etliche Zuhörer teilhaben zu lassen. Wir haben das mit Teamspeak getestet und die Ergebnisse sind akzeptabel, die Qualität ist natürlich lange nicht so gut wie bei Skype und die Verzögerung sind definitv im Sekundenbereich aber es können nach unseren Rückfragen und Berechnungen problemlos 80 Personen gleichzeitig lauschen – das hat mehr Charme als ein Podcast, da man am Ende auch noch Rückfragen der Zuhörer ermöglichen kann. Eine visuelles Live-Trading ist über Team-Viewer möglich, dabei war es in unserem kleinen Team sogar möglich auf dem Desktop des anderen zu handeln und die Verzögerung bei Zweierteams war dabei sogar vernachlässigbar. Zu zweit geht es natürlich grundsätzlich auch anders, z.B. über RDP oder VNC, Team-Viewer ist allerdings betriebssystemunabhängig (inkl. Cross-Over-Betrieb), hat sich im Test als sehr stabil und schnell erwiesen und ist für nichtkommerzielle Nutzung auch kostenlos. Problem: So begeistert wir auch von den genutzten Softwarelösungen waren, so entäuschend war die Einsatzfähigkeit im Tickchart-Trading. Bei diesem Trading-Stil mit Profit-Ziel von wenigen Punkten ist ein besonders gutes Timing erforderlich – Teamspeak ist hier nicht mal bei Zweierteams eine Alternative. Mit Skype ging es zu zwei noch ganz gut, aber sowohl bei Konferenzschaltungen mit Skype oder per kommerziellen Telefonkonferenzanbietern waren Verzögerungen zu spüren. Lösung und Methoden: Durch eigens hergestellte Konferenzschaltungen über meine Firmentelefonanlage lies sich das Problem einigermaßen beheben, aber es ist auch bzgl der Organisation die aufwendigste Alternative; man kann nicht sehen ob andere online sind und muss sich exakt verabreden. Spontan und tradingsituationsabhängig ist zu zweit die Kombination Team-Viewer und Skype eine Spitzenlösung, wobei natürlich nicht unerwähnt bleiben sollte, dass eine vernünftige DSL-Bandbreite Mindestvoraussetzung ist. _________________________________________________________ Fazit Warum haben wir das hier so detailliert gelistet? Ganz einfach: Das Tick-Team hatte mit dem Problem zu kämpfen, dass jedes Teammitglied zu unterschiedlichen Zeiten zu handeln pflegte; das ging soweit, dass es natürlich auch sogenannte Ausschlusstage gab. Letzendlich haben wir innerhalb eines Monats (vom 12.2. bis 11.3.) nur ca. 14 mal gemeinsam getradet, dafür haben wir dann in der verbleibenden Zeit dennoch 482 Trades durchgeführt. Zum Handeln kam es meist durch gemeinsame Vortagesabsprache und nur wenige male war eine bestimmte Chartsituation ausschlaggebend. Daher hat sich tatsächlich die Abstimmungsprozedur als größtes Problem herausgestellt. Da wir die Rahmenbedingungen ziemlich eng festgelegt haben, konnten wir uns während der Verbindung ziemlich gut auf das eigentliche Trading konzentrieren, dabei gab es unterschiedliche Teamtrading-Ansätze (grundsätzlich kein Trade ohne Stop), die ich hier nur ansatzweise beschreibe (später mehr dazu): Wir haben Scalps an Widerständen, Unterstützungen, Tages- oder Wochenlinien gemeinsam geplant und mit Order eingestellt, welche nach vorgegebenen Zielen den Gewinn realisiert haben (oder die Verluste noch festgelegten Stops). Ein Trader hat seine Idee vorgestellt und erklärt. Die Prinzipien des Trades (Risiko und Stop) wurden einmalig abgestimmt. Der eigentliche Trade wurde dann ausschließlich von besagtem Trader in Eigenregie unter Aufsicht der anderen durchgeführt. Das spannendste war das situationsbedingte Trading zu verabredeten Zeiten; von uns auch bezeichnet als „Spontantrading“. Dies wurde nach folgendem Schema durchgeführt: Die Einstiege wurden gemeinsam nach dem Mehrheitsprinzip festgelegt und zwar in der Form, dass der Master-Trader (der Trader, auf dessen Bilschirm wir geschaltet waren) nach Zuruf genau dann gehandelt hat wenn er auch der gleichen Meinung war, den Trade verlassen hat er dagegen, wenn der Erste aus dem Trade wieder raus wollte. Das war neben den relativ guten Ergebnissen auch besonders amüsant, weil es einen Hauch von Börsenparket hatte. Aussenstehnde hätten höchstwahrscheinlich nichts verstanden; denn wir haben ziemlich hektisch, laut und unkoordiniert durcheinandergerufen – das hat auch eine Weile gebraucht bevor es gut funktionierte – und es war teilweise wirklich witzig. Insgesamt waren wir recht erfolgreich, wobei man sagen muss, dass manche Dinge nur auf einem Demokonto derart durchführbar sind. Ein großes Problem stellt bei Traden im Minutenchart natürlich die Kontogröße dar: mit einem Futurekonto von 10K lässt sich nicht so viel erreichen; wir konnte die ersten Tage nur Nasdaq und Bobl und Bund handeln, weil wir bei anderen Futures kaum handelbare Stopvorgaben hätten machen müssen, um nicht zu viel Kapital zu riskieren – so haben wir uns an unserem 5. Handelstag dazu entschieden, das Risiko für einen Tag auf 20% pro Trade zu erhöhen – mit Erfolg, an diesem Tag haben wir das Konto fast verdoppelt und konnten fortan auch andere Futures handeln; von daher war es gut, dass das Ganze ausschliesslich zur Abstimmung diente und weniger den Anspruch einer vollständigen Dokumentation hatte – uns war das bewusst und wir würden real nie derart handeln. _________________________________________________________ Monatsauswertung: Verlusttage gab es erwartungsgemäß (von Hoffnung geprägt) bei dieser Tradeanzahl keine, Verluste an sich natürlich schon. Für Interessierte folgt im Anschluss noch die zusammenfassende Auswertung – aber wie gesagt: Diese Arbeit diente nur dem Ziel die Abstimmungsprozesse im Team zu testen und stellt nicht unbedingt die zu erwartendende Performance auf einem späteren Realkonto dar. Spass gemacht hat es allemal und damit von mir noch mal vielen Dank an Ticktrader und FragNich; war für mich fast jeden Tag eine lehrreiche Runde und ich freue mich auf die nächsten. Hier also die Zusammenfassung des Monats in Zahlen: Die Profit-Kurve: Oder besser: Die Tagesverteilung: WICHTIGER HINWEIS: Abschließend möchte ich bemerken, dass man sich nicht von solch schönen Zahlen irritieren oder blenden lassen sollte. Demokonten zu handeln ist eine ganz andere Liga als Echtgeldkonten. Für uns hatte das hier einen rein organisatorischen Charakter und das einzige was wir hier wirklich empfehlen können sind die erprobten Werkzeuge und der nette Kontakt bei Mirus. Die Scalper unter Euch wissen wie man Demokontoausszüge gut verkauft und von daher hat hier sicher niemand etwas anderes erwartet. Also für alle Anfänger: Lasst Euch nicht von irgendwelchen Statistiken blenden, auf Demokonten ist fast alles möglich ... LG Aurelius

Mission-Statement

Dieser Artikel gilt als grundsätzliche Information für neue Leser und diejenigen, die das Konzept von DaytradingTeam.de interessiert; weiterführende Details zum Verlauf und Werdegang des Blogs, des Vereins und der Teams können unter der Rubrik Trading/Status nachgelesen werden. Grundsätze: 1. Der Blog DaytradingTeam ist nicht der einzige Trading-Blog und hat auch überhaupt nicht den Anspruch der beste oder größte zu werden - wir halten es so wie wir den Umgang mit dem Trading sehen: bescheiden, diszipliniert und transparent. Dies ist hiermit eine Absage an alle, die einen Signaldienst oder eine Millionen-Challenge erwarten. Dieser Blog wird sich sicher nie irgendeinem Druck beugen und im Gegenzug dafür auch nie mehr versprechen, als er halten kann, die Informationen und Artikel sind keine Pflichtlektüre, wer sie nicht lesen möchte, weil er sie langweilig empfindet oder ähnliches woanders gelesen hat, kann ohne Schaden zu nehmen auf das Lesen verzichten. Alle Redakteure und Autoren werden genau das veröffentlichen, von dem sie der Meinung sind, dass es für diesen Blog und ihre eigene Arbeit sinnvoll erscheint ... und da wir uns nicht auf eine Zielgruppe beschränken, werden diese Artikel auch durchaus unterschiedliches Niveau haben. Also, alle die lernen möchten, andere Perspektiven erforschen wollen und vielleicht sogar bereit sind Konstruktives beizutragen sind hier richtig und herzlich willkommen. 2. Die Idee Am Anfang stand der Gedanke im Vordergrund die Blogidee "Live-Trading 2.0" von Pierre Daeubner weiterzuführen, nämlich Tradern bei der täglichen Arbeit zuzuschauen - mein Ansatz war allerdings anders: während beim Live-Trading 2.0 das Geld bei den Lesern angefragt (gespendet) wurde und die Blogleistung und Handelsarbeit vom Betreiber kam, habe ich diesen Grundsatz umgekehrt, das Geld gespendet und die Blog- und Handelsleistung als Spende (freie Mitarbeit) angefragt. Diese Grundidee wurde durch viele Zuschriften verbessert, modifiziert und zum Teil neu konzipiert, was am Ende entstehen wird, ist noch nicht das letzte Wort, aber die Richtung ist klar. Höchst vorsorglich erwähne ich, dass sich nicht wie ursprünglich angedacht, Teams mit ausschliesslich erfolgreichen vollprofessionellen Tradern gebildet haben, sondern dass die Teams bzgl. der Erfahrung ziemlich durchwachsen sind. Zur Vermeidung von Mißverständnissen: wir sind ein absolut unabhängiger Blog! 3. Handelsbasis Es wird hier also eine Community entstehen, die auf mehreren Konten gemeinsam handeln wird. Wir werden Teams aufbauen, die jeweils aus drei bis fünf Mitgliedern bestehen werden und welche sich auf verschiedene Zeitebenen und Märkte spezialisieren. Regeln und Vorgehensweisen sind teilweise definiert und werden zusammen mit den Teams vorgestellt. Vorteile dieses Konzepts gibt es viele, als Beispiel sei hier z.B. der analytische Grund: "Betrachtung einens Trades aus verschiedenen Perspektiven", und ein monetärer Grund: "Absichern der Position im x-Timeframe durch Trades im y-Timeframe" genannt. Daytradingteam.de hat die Rechtsform eines Vereins gewählt, dessen Mitgliedschaftsbedingungen noch offen sind und von der Community in Zukunft gestaltet werden sollen. Die Erlöse der Konten (sofern es Gewinne sind) werden zu festen Prozentsätzen der Kinderkrebshilfe gespendet, dem Depot gutgeschrieben und als Aufwandsentschädigung den jeweiligen Tradern ausbezahlt. Ich bitte an dieser Stelle daher darum, keine weiteren Angebote zur Konten- oder Geldverwaltung zu unterbreiten, da wir keine Vermögensverwalter sind und diesen Status derzeit auch nicht anstreben (trotzdem vielen Dank für das wirklich blinde Vertrauen). 4. Kritik und Etikette Damit keine falschen Hoffnungen oder Erwartungshaltungen erweckt werden, betonen wir noch mal, dass es keinerlei Versprechen gab ausser, dass zwei Konten (10.000€ und 1.000€) zum öffentlichen Handeln für ein Handelsteam zur Verfügung gestellt werden (von meiner Initial-Forderung vom 14.01.2009: "es sollten sich natürlich nur Trader melden, die von Ihrer Leistung überzeugt sind und die wissen, dass sie konstant profitabel sein können") nehme ich auf Grund des Ansturms der profitablen Masse kurzfristig Abstand. Eine zeitliche Vorgabe gibt es für uns nicht. Da sich hier sowohl erste Handelsteams als auch ein, aus meiner Sicht erstklassiges Blog-Team herauskristallisiert hat, bitte ich alle Leser um Respekt für die ehrenamtlichen Leistungen; denn keiner verdient hier einen Cent. Die größte Unterstützung diese Projekts kam von teilerfahrenen Börsen-Einsteigern und erfahrenen Teilzeit-Tradern - von daher wird sich dieser Blog viel mit Grundlagen beschäftigen - wem das zu langweilig ist, halte sich bitte mit diskreditierenden Aussagen zurück. Trotz dieses Appells erwarte ich in Zukunft natürlich dennoch viel Kritik, dass bleibt bei einem Blog dieser Art nicht aus, jedoch kann ich schon heute aus meiner Sicht sagen, dass sich der Schritt, dieses Projekt zu wagen, mehr als gelohnt hat, da es schon mein persönlicher Gewinntrade war, die Bekanntschaft des Blog-Redakteur- und Autorenteams zu machen. Jeder einzelne ist mir sehr sympathisch und jeder hat seine Stärken und Schwächen und steht dazu (soweit ich das beurteilen kann) - eine der wichtigsten Tradereigenschaften. Zumindest aus unternehmerischer Sicht ist diese Gruppe gut strukturiert und sicherlich schlagkräftig genug, um dieses Projekt zu stemmen. An dieser Stelle möchte ich auch die Gelegenheit wahrnehmen, allen Aktiven für ihre Mitarbeit und Unterstützung zu danken, ... und nicht zu vergessen: die persönlichen intensiveren, bereichernden und zusprechenden Mailkontakte. LG Aurelius

Status – März 2009

Nun, da ein wenig Ruhe eingekehrt ist und ein Teil des ersten bekannten Trading-Teams abwesend ist (daher die Pause in der Wochenchartaktualisierung), möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen kurzen Statusbericht abzugeben. Zum Blog: Der Blog stellt die Basis der Dokumentation der zukünftigen Trades dar, von daher ist es besonders wichtig, dass der Blog nicht den zentralen Mittelpunkt des Aufwandes darstellt, sondern vielmehr das Medium zur Kommunikation ist. Dazu war es nötig, dass der Blog durch Mechanismen läuft, die nicht permanenter Kontrolle unterliegen müssen und die keine Ressourcenanfälligkeit bezüglich der Pflege bedürfen. Um dies sicherzustellen, haben wir hier nicht einen Blogbetreiber, sondern einen Blogteam - dieses Team besteht derzeit aus zwei Administratoren, vier Redakteuren, und vier Autoren, wobei Redakteuren und Autoren grundsätzlich einen ähnlichen Status haben bezüglich der Rechte Artikel zu veröffentlichen oder zu bearbeiten. Das "Drumherum": Die geplante Durchführung des Projektes, gemeinsam ein Konto zu handeln, bedingt jedoch noch mehr organisatorisch aufwändigere Maßnahmen, so wie zum Beispiel die Gründung einer Rechtsform, die als gesetzlich anerkannte Institutionen oder Personen betrachtet werden kann und auch selbst ein Konto innehalten darf. Zu diesem Zwecke haben wir uns entschlossen einen Verein zu gründen - wir sind derzeit sechs Mitglieder, ein siebtes prüft gerade für sich die Beitrittsoption. Wenn wir mindestens sieben Personen sind, werden wir den Verein ins Vereinsregister eintragen lassen und sind dann ein so genannter eingetragener Verein (e.V.); dieser bietet rechtlich und finanztechnisch diverse Vorteile. An dieser Stelle möchte ich nochmal ausdrücklich betonen, dass jeder, der mitarbeiten möchte, egal ob als Blogautor/ -redakteur, Administrator oder als Trader herzlich eingeladen ist, bei uns mitzumachen. Sollte jemand bereits selbst einen Blog betreiben, steht das natürlich nicht im Widerspruch und es ist ihm auch jederzeit gestattet auf diesen zu verweisen, solange er aus unserer Sicht nicht irgendwelche dubiosen Angebote enthält. Zu den Handelsteams: Obwohl wir uns gerade mit dem Handeln natürlich Zeit lassen wollen, haben wir gleich von Anfang an, kurz nach Beginn des Blogs, ein Team aufgebaut, was mit dem Trading im Wochenchart beziehungsweise Tageschart angefangen hat. Aufgrund der ausreichend großen Zeitebene, die gewählt wurde hatten wir hier die Möglichkeit, ein wenig die Struktur zu proben und sind zu ersten Ergebnissen gekommen, die ich im Folgenden darstellen werde: Zuerst sollten wir mal beschreiben wo die eigentlichen Probleme beim Teamtrading liegen: 1. Welche Märkte/ Instrumente sollen betrachtet werden? 2. Welche Haltedauer wird bevorzugt? 3. Welches sind die Auswahlkriterien? 4. Wie stimmt man sich ab? 5. Wann wird gehandelt? Zu 1. Märkte/ Instrumente: Bei der Wahl der Märkte haben wir uns beim zusammengestellten Team daran orientiert, wer die meisten Instrumente handelt. Der mit den meisten Werten sollte als erster seine Vorauswahl treffen, die er dann in einer Watchlist zusammenfasst und den anderen Mitgliedern zur Verfügung stellt. Die anderen Teammitglieder durchsuchen zeitgleich die Märkte und ergänzen diese Liste - sofern die von ihnen gefundenen Werte nicht schon enthalten sind; dabei muss vor allem darauf geachtet werden, dass man einen Wert auch dann evtl. doppelt hinzufügen muss, wenn dieser in der Vorauswahl als Kandidat in anderer Richtung gelistet wurde (Long bzw. Short). Zu 2. Haltedauer: Bei der Haltedauer muss berücksichtigt werden, dass es bei der Wahl eines größeren Zeitfensters vorkommen kann, dass die Meinungen zu einer einzelnen Position bezüglich des Haltens ein wenig auseinandergehen. So ist der eine der Überzeugung, dass ein Wert nicht vorher geschlossen wird, bevor er ein bestimmtes Ziel oder Stop erreicht hat, ein anderer dagegen ist der Meinung, dass eine Position grundsätzlich nach einer gewissen Bewegungslosigkeit geschlossen werden muss und manchmal gibt es auch einfach nur persönliche Unterschiede in der grundsätzlichen Ansicht zur Haltedauer im Swing/ Position-Trading (in Abhängigkeit vom betrachteten Analysezeitraum). So halten wir es an dieser Stelle recht flexibel und stimmen auch die Schließung der Positionen gemeinsam regelmäßig ausserhalb der Analyse-Tage ab. Damit reduziert sich das Problem der Haltedauer auf die gemeinsame spontane Abstimmung zu Einstieg und Ausstieg in und aus der Position. Grundsätzlich können wir aber für uns gewisse Ober- und Untergrenzen definieren. Zu 3. Auswahlkriterien: In dem ersten Test-Team haben wir uns bezüglich der Auswahlkriterien auf die technische Analyse beschränkt. Jeder Trader betrachtet die Charts aus charttechnischer Sicht und berücksichtigt diese auch bei der Betrachtung der Auswahl der anderen Mitglieder. Das ganze wird für alle natürlich transparenter wenn man die wichtigen Kandidaten als Screenshot mit eingezeichneten Trennlinien etc. zur Verfügung gestellt, ist aber mitunter natürlich sehr aufwendig, insbesondere wenn man besonders viele Kandidaten hat. Wir versuchen an dieser Stelle ein praktikables, auf den Blog zugeschnittenes Verfahren zu implementieren. Zu 4. Abstimmung: Der interessanteste Teil ist sicherlich die Abstimmung. Die Abstimmung wird je schwieriger, desto kleiner der Zeitrahmen in dem gehandelt wird; da wir im ersten Test Team langfristig agieren, haben wir dieses Problem zur Zeit erst mal sehr einfach auf Basis von E-Mails und dem Google-Tabellen-Addon gelöst. Bisher wird folgendermaßen vorgegangen: der Trader, der als erstes fertig ist (wir nennen diesen zukünftig den Master-Trader der Gruppe) schickt eine E-Mail an die anderen, dass die Weiterbearbeitung seiner eingestellten Tabellen erfolgen kann. Daraufhin können die anderen Traderer diese Listen ergänzen und/ oder ihre Kommentare an den jeweiligen Stellen hinzufügen und ebenfalls nach Abschluss ihrer Arbeit eine Mail zur Information versenden. Alle E-Mails, die diese Prozesse begleiten, werden über einen Verteiler organisiert - das heißt: es gibt eine zentrale E-Mail-Adresse, durch die alle Teammitglieder gleichzeitig angeschrieben werden. Zusätzlich wird zu jeder Wochenanalyse eine Art Archiv-Thread angelegt, der es ermöglicht, dass die gesamte Kommunikation im Nachgang eingesehen werden kann - dies kann im Nachhinein eventuell nützlich sein, um das Vorgehen nachzuvollziehen, zu validieren und zu veröffentlichen. Der letzte Schritt ist dann die erneute Bearbeitung der Liste, die dann jeder nochmal für sich durchgeht und auswählt, welches nun für ihn der aussichtsreichste Kandidat ist; dabei sollte sich jeder Trader darauf beschränken, maximal zwei Short und zwei long Kandidaten anzugeben. Der Wert (die Werte), der (die) dann in der Gruppe den größten Zuspruch erhalten hat, sollte(n) im Anschluss gehandelt werden. Zu 5. Positionseröffnung: Der vorher definierte Master Trader ist der einzige im Team, der Zugriff auf das Konto hat; er wird die ausgewählten Kandidaten handeln (in der Regel einen Short einen Long). An dieser Stelle sollte man vielleicht erwähnen, dass der Master Trader nicht auf alle Zeiten festgelegt wird, sondern dass diese Rolle vielmehr eine Rotationsposition ist, die jedes Teammitglied annehmen kann. Zukünftiges Vorgehen und nächste Schritte: Da wir nun zeitgleich schon zwei weitere Teams im Hintergrund gestartet haben, empfiehlt es sich jetzt schon mal ein kleines Regelwerk festzulegen. Hierbei muss beachtet werden dass die Teams grundsätzlich klein starten müssen, also erstmal mit zwei Personen und dann sukzessive noch eine dritte und vierte hinzunehmen. Dieses Team ist das Basisteam, dass die Ideen sammelt und zusammenführt und letztendlich auch entscheidet - die finale Teamgröße hängt natürlich von den Instrumenten und dem Zeitfenster ab - Ziel sollte es aber sein, langfristig Teams mit unbegrenzter Größe aufzustellen, so dass ein möglichst breites Meinungsbild entsteht. Zurzeit bin ich noch mit mehreren Brokern in Verhandlungen ein unbefristetes Demo Konto und besondere Konditionen für das Realkonto festzuziehen, dies ist natürlich besonders schwer, weil wir frei von Werbung bleiben wollen. Grundsätzlich stehen uns aber bereits drei unbefristete Demokonten zur Verfügung, so dass ich davon ausgehe, dass wir in der nächsten Zeit beginnen werden auf dem Demo-Konto die ersten Trades öffentlich durchzuführen und zu dokumentieren. Fazit: Aus meiner Sicht wächst das ganze Projekt sehr solide - insbesondere wegen der ebenso soliden Mitwirkenden. Dadurch, dass wir uns nicht unter Druck setzen liessen, entwickelte sich das ganze bisher ziemlich strukturiert, was ich anfangs nicht erwartet habe. Natürlich gab es auch einige wenige Mails von "wartenden" Lesern, die aber allesamt nicht unhöflich waren, sondern halt einfach ein wenig ungeduldig. Ich danke also hiermit auch noch mal allen Lesern für Ihre geduldiges Zurückhaltung (und passive Mitarbeit durch Hilfestellungen), die auch ein Beleg dafür ist, dass es sich um eine sehr kultivierte Leserschaft handelt. LG Aurelius

Trading: Positiontrading : Tradevorstellungen

Hinweis: Der erste Trade wird etwas ausführlicher beschrieben, um ihn auch einfach nachvollziehen zu können. In erster Linie sind die Trades ja zur Demonstration/Diskussion gedacht. Schreibt mir gerne Kommentare dazu, so dass ich weiß, ob dieses Format in Ordnung ist. Disclaimer Die vorgestellten Trades sind lediglich Anregungen zum Traden und dienen zu Lern- und Diskussionszwecken, niemand muss/soll sie nachtraden. Ich werde die meisten der hier vorgestellten Trades selbst traden, je nach Zeit und Marktrisiko. Eine strikte Einhaltung der Risiko-/Moneymanagement-Regeln (Stichwort: Einzelpositionsrisiko) ist für einen langfristigen Erfolg beim Trading aus meiner Sicht absolute Pflicht. Alles weitere s. die Beschreibung meiner Trading-Philosophie (s. dort). Kommentare/Diskussion zu den Trades sind ausdrücklich erwünscht! Trade-Daten und -Setup (Trade-Plan) Wert : Telefonica (TNE5) Code : TNE5-SHORT (für spätere Kommentierungen) Marktsegment : Telekommunikation Index : EuroStoxx50 Art: Aktie Handelsinstrument : Aktien-CFD Trade-Typ : Positionstrade (geplante Dauer: einige Wochen) Richtung : Short Chartgrafik: Wochenchart, Zeitraum: 5 Jahre Einstiege: s. hellblaue Linie im Tageschart: 1. Market-Order (sofort, um 14,4), 2. Sell-Trigger (Limit-Order) 15,5, 3. Sell-Trigger (Limit-Order) 15,9 Stopp-Loss (SL) : s. rote durchzogene Linie im Tageschart: für alle 3 Orders: 16,9 Kursziele (PT): s. blaue Kästchen im Tageschart: 1. letztes markantes Low (um 12,3); 2. Bereich zwischen 11,86 - 11,0 CRVs: bei Stopp 16,9 und PT: 11: 1. 1,4, 2. 3,2, 3. 4,9 Trade-Idee Als ersten Trade habe ich mir einen Short aus dem EuroStoxx50 ausgesucht. In der Chartgrafik ist der Wochenchart dargestellt. Zur Interpretation der grafischen Zeichnunhen im Chart s. meine Beschreibung der Tradingregeln, Abschnitt Legende zu den Charts. So, kommen wir zum eigentlichen Trade: Telefonica hat in der Woche des 9.12.07 ein temporäres High markiert (nicht ein All-Time-High). Seit dem Oktober 2002 lief Telefonica in einem langen Aufwärtstrendkanal (s. Chartgrafik). In der Woche vom 12.10.2008 wurde dieser mit einer langen roten Kerze gebrochen, war also signifikant. Da dabei auch der 50 und 200 GD gebrochen wurde, ist Telefonica b.a.w. ein Short-Kandidat. Nach dem folgenden schnellen Abverkauf in der gleichen Woche wurde ein erstes neues Low gemacht. Dann gab es eine schnelle heftige Erholungsrally, die eine Woche später erneut auf ein neues Low abverkauft wurde. Seit der Woche vom 2.11. tendiert der Kurs nach oben, ich sehe dies als sekundäre Erholung in dem (neuen) primären Abwärtstrend. Meiner Meinung nach läuft Telefonica nun in einem neuen Abwärtstrendkanal (die Oberkante ist bereits 4x bestätigt worden, ich sehe sie als sicherer an als die untere, die nur 1x gesetzt wurde). Im Zeitraum zwischen 7.12.-11.1. hat Telefonica mehrmals erfolglos versucht, den Widerstand durch 50/200 GD und die Unterkante des gebrochenen ehelmaligen Aufwärtstrends zu brechen, was ihr nicht gelang. Hier scheint die Zwischenrally also ihre Kraft verloren zu haben, was dann ein gutes CRV für einen Short generiert. Man kann diesen Versuch als Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal interpretieren (dieses Muster kommt sehr häufig vor, v.a. bei langlaufenden Trends/Trendknaälen, die signifikant gebrochen werden). Zudem ist dieser Pullback dann eine Bestätigung des Ausbruchs, denn der Kurs schaffte nach dem Bruch nicht mehr, ein neues High zu machen. Seit 3 Wochen gehts wieder runter. Eigentlich ist der Einstieg damit schon leicht verpasst. Optimaler Einstieg wäre spätestens am 11.1. gewesen. Nun soll man ja dem Kurs nicht hinterherlaufen. Schade wäre es allerdings schon um den Short. Also würde ich jetzt folgende Vorgehensweise bevorzugen: ein Teil der Position als Soforteinstieg (wenn auch zu spät, daher auch schlechtes CRV, s.o.), der Rest als Trigger, falls Telefonica nochmals eine kleine Bewegung nach oben machen sollte. Dafür sind im Chart dann die hellblauen Linien eingezeichnet mit "P Entry" für den geplanten Entry. Das rote Kästchen gibt an, dass ab hier ein Short wahrscheinlich ist. Vermutlich werde ich heute selbst noch dort einsteigen. Der Stopp liegt knapp über dem 50 GD, bei mir bei 16,9 (s. rote Linie). Sollte Telefonica dahin kommen, ist der Trade nicht so gelaufen wie ich will und das Setup wäre nicht mehr gültig. Dann müsste Telefonica auch den 200 GD und den vermeintlich neuen Abwärtstrendkanal gebrochen haben und fast an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal gelaufen sein. Das erste Kursziel/PT (= Profit target) liegt irgendwo an der Unterkante des Abwärtstrendkanals, s. blaues Kätschen im Chart. Zwischen dem Bereich 11,0-11,86 liegen 2 längerfristige Unterstützungslinien, die einen weiteren Kursverfall von Telefonica in Kombination mit dem neuen Abwärtstrendkanal erstmal aufhalten sollten. D.h. hier ist es meiner Meinung nach wahrscheinlich, dass der Short zumindest teilweise gedeckt wird und einige Gewinne mitnehmen werden, sofern der Kurs da hinlaufen sollte. Das hängt allerdings auch davon ab, wie der Kurs in diese Zone läuft. Crasht er nach unten, dann muss dort nicht Schluß sein (in Crashs werden chatrtechnische Marken auch gerne mal ignoriert, zumindest im ersten Anlauf). Das All-Time-Low liegt erst bei 7,3 und bis dahin könnte der Kurs über mehrere Monate hinweg ebenfalls laufen. Aber das ist weit in die Zukunft gedacht, das warten wir doch erstmal ab. Zuerst sollte der erste Zielbereich erreicht werden. Ein weiteres Kursziel wäre das letzte Low vom 2.11., also um die 12,3. Hier könnte Telefonica eine (temporäre) Bodenbildung versuchen, was abzuwarten ist. Dann könnte darauf z.B. ein Doppel-Boden entststehen. Für den Trade sprechen in meinen Augen bestehender Abwärtstrendkanal seit dem High vom 9.12.08 Kurs unterhalb von 50 und 200 GD Mehrmals Abprall an dem Cluster um 16,4, aus den beiden GDs, dem mittleren Bollinger-Band und der Trendkanaloberkante Abprall kann als Pullback an den gebrochenen langen Aufwärtstrendkanal interpretiert werden dieser Widerstand wurde mehrere Wochen bestätigt Durchbruch durch den Widerstandes um 15,23 (s. gestrichelt eingezeichnete Linie) bereits Beginn des Abrutschens nach unten Stopp noch gut plazierbar Kursziel hat reichlich Potential keine charttechnischen Widerstände bis zum Kursziel, also genügend "Platz" die Indikatoren RSI, Stochastik und MACD-Histogramm im Wochenchart drehen nach unten ab und bestätigen damit den Short Gegen den Trade sprechen in meinen Augen zu später Einstieg, daher Vorgehen wie oben beschrieben sinnvoll. Chartgrafik Klick zum Vergrößern! Trade geschlossen So, der Trade wurde ja am 27.2. zu 14,66 glattgestellt. Ich habe das im Chart markiert, die Chartgrafik ist unten anklickbar. Gründe zum Exit stehen ja unten in den Kommentaren, dazu kommt noch, dass ich in dem Zeitraum eine Woche weg war und den Trade nicht weiter verfolgen konnte, so dass ich ihn sicherheitshalber geschlossen habe, obwohl der Stopp nie wirklich gefährdet war. Im Prinzip kann man hier schön erkennen, dass der Tradeentry und das -management nicht wirklich überzeugten: Entry zu spät (s.o.), Exit v.a. wegen Nicht-Überwachens des Trades (ok), aber eigentlich gabs noch keine wirklich echten Hinweise, dass Short hier die falsche Richtung war/ist. Einige Warnzeichen sind unten in den Kommentaren beschrieben, dennoch war der Stopp nie ernsthaft gefährdet, solange der Abwärtstrendkanal nicht gebrochen wird. Mittlerweile sind wir im Demokonto wieder Short in Telefonica (s. aktuelle Watchlisten). Wenn Ihr wollte, könnt Ihr zu diesem ersten initalen Trade, der sehr ausführlich beschrieben wurde, Eure Kommentare abgeben. Weitere Trades werden in Zukunft nicht mehr in einem eigenen Thread wie diesem, sondern direkt bei den Watchlisten beschrieben. Klick zum Vergrößern!

Teamstrategien: Positiontrading

Meine Trading-Regeln und ein paar allgemeine Anmerkungen dazu Stand Hinweis: Die hier vorgestellte Fassung ist eine Weiterentwicklung. Sie wurde von mir schon in früherer Versionen veröffentlicht. Stand: V. 1.3 (2.4.2010) Hilfsmittel/Tools Ein von mir selbst entwickeltes Trading-Journal inkl. Risikokontrolle und Positionsgrößenberechnung für Hebelprodukte (CFDs, Futures, Scheine, etc.) ist im Bereich Software downloadbar (man kann es aber auch für "normale Aktien" einsetzen, wenn man Hebel = 1 setzt). Dort ebenfalls findet sich auch ein Erwartungswertrechner, mit dem man seinen Erwartungswert an G/V für einen gegebenen Zeitraum berechnen lassen kann, das "R"-Wartungswerttool. Auch dieses Tool ist gratis und wird von mir wie das Trading-Journal weiterentwickelt. Trading-Philosophie/Sichtweise und Anmerkungen Die Zukunft vorhersagen? Ich kann, wie jeder andere auch, keine Zukunft vorhersagen, insbesondere keine Kursverläufe. Allerdings gibt es Muster, Bewegungen, Anzeichen und Hinweise im Chart, die man mit entsprechender Erfahrung entdecken und interpretieren kann. Diese haben sich in der Vergangenheit als geeignete Indikationen erwiesen, um die Richtung des weiteren Kursverlaufs "grob" zu prognostizieren und zwar mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (!). Warum das so ist? Dazu bitte die Literatur lesen, nur ganz kurz: da Kursverläufe menschliches Massenverhalten, insbesondere die beiden Extreme Angst und Gier, ständig widerspiegeln. Da sich menschliches Verhalten, insbesonderne in Gruppen und Massen, über die Zeit hinweg gar nicht bis sehr wenig ändert, eignet es sich besonders gut um daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen und hier: einen gewissen Kursverlauf in der Zukunft anzunehmen (!) (nicht: zu kennen). Menschliches Individualverhalten daegegen ist stets schwierig bis gar nicht vorhersehbar. Da aber an der Börse immer die dominierende Masse (also v.a. die Bullen und die Bären, je nach Marktlage) die Richtung vorgibt, besteht die Fertigkeit im Lesen der Charts v.a. darin, die Hauptbewegung ("Trend") zu erkennen und danach zu traden (dies gilt für mich als Trendfolger, es gibt andere Ansichten und Methodiken, die ebenfalls funktionieren). Trends laufen in großen Wellen, die in kleinere Wellen zerfallen, die wiederum aus kleineren Wellen bestehen (ohne jetzt tiefer in die sog. Elliot-Wellen-Theorie einzugehen, s. Literatur). Schwierig in der technischen Analyse ist es immer, eine temporäre Konsolidierung in einem Primärtrend von einer Trendwende unterscheiden zu können. Dazu gibt es Hilfsmittel, die einen unterstützen. Die Technische Analyse (TA) und warum sie meiner Meinung nach funktioniert Der Hauptgrund, warum die technische Analyse meiner Meinung nach funktioniert, liegt in dem - oft von Fundamentalanalysten gegannnten Kritikpunkt - "Self-fullfilling Prophecy". Ich sehe dies als einen der ganz großen Vorteile der TA: Wenn viele das gleiche Muster, Welle, Formation, Unterstützung/Widerstand, etc. im Chart sehen, werden sie auch gleich handeln, weil sie es so kennen und sie damit "gute" Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht haben. Zwar nicht immer und auch nicht immer gleich zuverlässig, aber mit einer gewissen positiven Erwartung (Wahrscheinlichkeitsannahme). Alles in der technischen Analyse basiert auf Wahrscheinlichkeiten. Man darf nie den Fehler begehen und so etwas wie "Sicherheit" oder "Gewissheit" für einen Kursverlauf annehmen. Man muss sich stets bewusst sein, dass man IMMER mit Wahrscheinlichkeiten operiert. Daher kann es mE NIE einen "sicheren" oder "100%" Trade geben. Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich NIE das Risiko pro Trade über einen vorher festgelegten Schwellenwert (meist 1-2%) steigern würde, denn kein einziger Trade verdient die Eigenschaft "sicher". Durch die Verwendung eines Trading-Systems mit einem positiven Erwartungswert (z.B. durch Limitierung aller Trades auf ein CRV größer 2), das konsequent und dauerhaft angewendet wird, wird man einen positiven Gesamt-Gewinn anstatt Verlust erwirtschaften müssen. Voraussetzungen sind u.a., dass man sein System nach ein paar Verlusttrades nicht grundlegend umschmeisst, es einen positiven Erwartungswert hat und man sich an seine eigenen Regeln, insbesondere ohne Ausnahme (!) an sein Risiko-/Moneymanagement-System hält (dazu weiter unten noch mehr). Technische Analyse (TA) vs. Fundamentale Analyse (FA) In erster Linie bin ich Charttechniker, d.h. ich ermittle Tradegelegenheiten aus dem Chart. Allerdings lasse ich die fundamentalen Daten nicht komplett außer acht. So kann es passieren, dass ich trotz charttechnisch aussichtsreicher Einstiegsmöglichkeit nicht in den Trade einsteige, weil mir der Wert fundamental zu "stark" ist. Das wird zwar nicht sehr oft vorkommen, kann aber geschehen. Ich verwende bei den Aktienkandidaten gerne das System der relativen Stärke: Relativ starke Werte werden bevorzugt Long gehandelt, relativ schwache bevorzugt Short. Auch dies nicht immer 100%ig, aber tendenziell. News/externe Faktoren im Markt Auch die TA ist nicht allmächtig und arbeitet nicht immer gleich gut. Es gibt Phasen oder Zeitpunkte am Markt, wo eine TA nicht weiterhelfen kann. Insbesondere bei allen externen "Störfaktoren" wie Terroranschlag, Leitzinsveränderungen der Notenbanken (die gabs im letzten Jahr en masse), Regierungskrisen, allgemein: marktübergreifende/-beeinflussende Faktoren oder sonstige überraschende Nachrichten, die meist nicht vorhersehbar sind. Im kleineren Stil sind Quartalszahlen, Übernahmeankündigungen oder -gerüchte bei Aktienunternehmen, Fusionen, Gewinnwarnungen, etc. zu nennen. Diese Nachrichten, die sich natürlich auf die Kurse auswirken, sind meist mit dem Chartverlauf nicht antizipierbar. Das ist nicht weiter besorgniserregend, man muss es nur wissen und einkalkulieren. Ich selbst verwende bei allen Trades einen Sicherheitspuffer für genau solche News, die z.B. gaps (Kurslücken) gegen meine Position produzieren können. Ich kalkuliere somit bei allen Trades einen Risikozuschlag mit ein, von dem ich ausgehe, dass er im Einzelfall für einige wenige Trades ausreichen wird. Zudem versuche ich, möglichst eine ausgewogene Long-/Shortquote zu erreichen (i.d.R. 50/50%). Dies kann sich in extremen Marktphasen ändern, ich werde sie dann versuchen ggf. dem aktuellen Marktumfeld anzupassen. Noch etwas zu den Nachrichten/externen Störungen: An der Börse werden immer Erwartungen gehandelt, daher kann z.B. die Meldung von Quartalszahlen den Kurs sowohl in die eine oder andere Richtung bewegen. Dies ist nicht deterministisch. Wenn in der einen Situation Erwartungen (über)erfüllt werden, kann dies den Kurs nach oben treiben, in einem anderen Fall nach unten. Es gibt Spezialisten, die anhand des Inhalts der Nachricht o.ä. mehr herauslesen können, für mein Trading ignoriere ich solche Meldungen. Selbst wenn ich eine Vorahnung davon haben sollte, wo der Kurs bei Herausgabe der Nachricht hinlaufen könnte, werde ich so gut wie nie nur daraus einen Trade eingehen, sondern ggf. eher abwarten, wenn ich nicht schon investiert bin. In den allermeisten Fällen antizipiere ich also News/Meldungen nicht und reagiere nur charttechnisch darauf, da der Kursverlauf die Auswirkung direkt anzeigt. Daher ist es mir auch meist ziemlich egal, ob Quartalszahlen anstehen oder nicht und wie diese ausfallen. Die Reaktion der Marktteilnehmer sehe ich sofort und direkt im Chart. Lediglich marktübergreifende Nachrichten wie z.B. Notenbank-Leitzinsänderungen beachte ich. Allerdings heisst das nicht, dass ich z.B. aus meinen Positionen deswegen vorher gesamthaft aussteige und ggf. danach wieder einsteige... alleine schon wegen dem Aufwand und den Transaktionskosten nicht. Die Trefferquote (TQ) Sie alleine sagt gar nichts über den dauerhaften Erfolg eines Systems aus, wie man u.a. in der Literatur nachlesen kann. Relevant für einen dauerhaften Erfolg des eigenen Handelssystems ist ein (möglichst großer) positiver Erwartungswert des Systems, nicht die Trefferqoute als ein Faktor davon. Mit dem Trading-Journal lassen sich solche Kennzahlen wie die TQ und noch viele weitere übrigens automatisch berechnen und auswerten. Umgang mit Verlusten/Gewinnen Wenn ein Trade ein Verlusttrade sein sollte, wird mich das in keinster Weise für folgende Trades beeinflussen (zumindest nicht, wenn diese nicht in der Masse auftreten... ;-) ). Ich weiß, dass ich maximal nur 1% bzw. 2% an Tradingkapital verloren habe (dazu weiter unten mehr) und der nächste Trade wieder ein Gewinner sein kann, aber nicht sein muss. Ein Trade sagt alleine GAR NICHTS über ein System und dessen Performance aus, also mache ich mir über den Ausgang eines Trades auch keine größeren Gedanken, sowohl über Gewinner als auch über Verlierer. Ich "glaube" an mein Handelssystem, habe es bereits im Einsatz und versuche, es zu verbessern, aber nicht hektisch überzuoptimieren. Ich werde mein "System" nicht aufgeben, nur weil ich ein paar Verlusttrades erlitten habe. Ich weiß, dass der positive Erwartungswert des Handelssystems nur dann aufgehen kann, wenn ich es dauerhaft und über einen ausreichend großen Zeitraum (also über viele Trades) konsequent handle. Jeder Trade wird wie ein komplett neuer Trade behandelt, d.h. es gibt keine Beziehung zu den vorherigen, auch nicht wenn der gleiche Wert erneut gehandelt werden soll. Egal ob der vorherige Trade ein Gewinner, Verlierer oder Break-Even-Trade war, das spielt für den aktuellen Trade keine Rolle. Trades sind nicht voneinander abhängig. Sie stehen in keinerlei Beziehung zueinander. Die Gesamtmarktlage wird allerdings berücksichtigt, z.B. anhand der Indizes. Ein Trade kann u.a. mit Gewinn, Verlust oder mehr oder minder Break-Even enden. Sollte der Trade ein Verlusttrade sein, werde ich ihn genauso mental abhaken wie einen Gewinnertrade. Es spielt keine Rolle. Das Ergebnis bzw. die Performance aller Trades zusammen bzw. über einen gewissen statistisch signifikaten Zeitraum ist relevant, nicht der einzelne Trade. Sofern man sich dies einmal klargemacht hat, sollten z.B. Enttäuschungen über einzelne Trades anders wie bisher gesehen werden können. Ich habe mir angewöhnt, während eines Trades nur auf den Chart zu schauen und mir nicht mal den aktuellen Verlust/Gewinn im Trade anzusehen. Erst bei Schließen des Trades wird das finanzielle Ergebnis feststehen, es hat also keinen Sinn, sich vorher darüber Gedanken zu machen. Zudem entgeht man so der psychologischen Falle, dass man angelaufene kleinere Gewinne eher mitnimmt, was ich als Hindernis zu profitablen Gewinnern ansehe. Ich weiß jederzeit, dass ich das maximal vorher berechnete Einzelpositionsrisiko im Trade verlieren kann und keinen Euro mehr. Es gibt also kaum Gründe, warum man an einem laufenden Trade "herumdoktern" sollte. Seltene Ausnahmen davon sind weiter unten genannt. Verantwortung übernehmen und Overtrading Ich trade und nur ich selbst bin für das Ergebnis eines Trades verantwortlich. Weder der Markt, die Analysten, die Notenbank, die Regierung oder sonstwer. Es kann natürlich vorkommen, dass diese externen "Störquellen" Trades zerstören, aber das ist Teil des Spiels und man kann i.d.R. NICHTS dagegen unternehmen. Es ist einfach ein Risiko unter vielen, das man als Trader zu tragen hat. Psychologisch ist es sehr schwierig, wenn man "gut" tradet, aber durch externe Störquellen finanziell nicht dafür belohnt oder gar abgestraft wird. Damit muss man versuchen umzugehen. Eine Auszeit über einen gewissen Zeitraum wäre ggf. auch nicht das Schlechteste, wenn der Markt wieder mal "völlig verrückt" spielt (und man entsprechende Verlustphasen erlebt hat). Man muss einfach erkennen, dass man in bestimmten Marktphasen besser traden kann als in anderen. In einigen Phasen funktioniert das eigene System einfach besser als in anderen. In manchen wird es gar nicht oder nur schlecht funktionieren. Dann sollte man dies akzeptieren und, wenn es sich nicht an die Marktphase sinnvoll anpassen lässt, auch das Trading vorübergehend einstellen. Man muss nicht ständig traden, um als Trader erfolgreich zu sein. Es macht überhaupt nichts, wenn man manche Phasen einfach auslässt. Man sollte nicht dem Irrglauben anhängen, dass man "etwas verpasst", wenn man nicht dabei ist. Es gibt jeden Tag aufs Neue so viele Trademöglichkeiten, dass man sie überhaupt nicht alle wahrnehmen könnte, selbst wenn man 24h vor dem Rechner sitzen würde. Es ist auch überhaupt nicht notwendig. Speziell zum Overtrading: Ich versuche, eine überschaubare Anzahl an Titeln jeweils gleichzeitig im Trading-Depot zu halten. Dies ist mir in der Vergangenheit nicht immer gelungen. Aber ich werde versuchen, ein Overtrading zu vermeiden und mich auf die besonders aussichtsreichen Titel zu konzentrieren. Bei der Menge an ständig beobachteten Titeln ist es keine Schwierigkeit, genügend Kandidaten zu ermitteln, die einen Trade wert sind. Ein Wort zur Disziplin Disziplin ist eine besonders wichtige Charaktereigenschaft fürs Trading. Um diszipiliniert traden zu können, braucht es u.a. eines "ausgewogenen" Geisteszustandes, sprich: Ausgeglichenheit. Wenn man sich in einer "emotional aufgeheizten" Phase befindet, sollte man mE nicht traden. Ebenso, wenn man sich selbst oder andere einen in irgendeiner Art und Weise unter (Erfolgs-)druck setzt/en. Fürs Trading braucht man einen klaren Kopf. Alles, was davon abhält, kann nicht gut für das Tradingergebnis sein, also sollte man den Störfaktor abstellen oder das Traden vorübergehend einstellen. Orders In fast allen Fällen werde ich per Limitorder in einen Trade einsteigen. Market-Orders werden nur in besonderen Fällen eingesetzt, meist nur zum schnellen Ausstieg. Der Ausstieg wird meist über Stopps oder Limit-Orders erfolgen, auch dort nur in Ausnahmen über Market-Orders. Falls ich über eine Market-Order ein- oder aussteige, deutet das eher auf eine impulsive Handlung hin, die ich eigentlich vermeiden will und die diskussionswürdig ist... ;-) Handelsstrategien: Ein- und Ausstiege Als Ein- und Ausstiegsstrategien werden verschiedene diskretionäre Handelsstrategien verwendet. Sprich: Ich werde nach verschiedenen bewährten Setups handeln, aber nicht notwendigerweise immer nach der gleichen. Ich selbst verwende oft verschiedene Handelsstrategien und lege mich selbst nicht auf 1-2 fest. Ich verwende ebenfalls verschiedene Ausstiegsstrategien. Zu meinen Ausstiegsstrategien gehört auch, dass ich teilweise aus Trades wieder ausstiege, wenn sie sich nicht so entwickeln, wie ich mir das vorgestellt habe. D.h. ein Trade braucht nicht unbedingt erst gestoppt zu werden, bevor ich aussteige. Wenn ich im Chart Anzeichen dafür erkenne bzw. sie so interpretiere, dass der Trade sich nicht wie geplant entwickelt, steige ich entweder zu Teilen (meist mit der Hälfte) oder gleich ganz aus. Es gilt immer das Prinzip "Safety first", im übergeordneten Sinn: Kapitalerhalt ist wichtiger als ein möglich entgangener Gewinn. Kapitalerhalt ist sogar eines der wichtigsten Maxime beim Trading, denn ohne Kapital kein Trading mehr. Ganz allgemein wende ich oft Trendfolgestrategien an, d.h. ich versuche, einem Trend bzw. Swing in Primärtrendrichtung zu folgen. Antizyklische Trades, d.h. Trades, die gegen den Primärtrend laufen, gehe ich nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Umständen (z.B. weil sie besonders lukrativ sind, sprich: ein hohes CRV haben), ein. Das heisst nicht, dass man damit nicht profitabel handeln könnte, aber ich möchte lieber den (Haupt-)Trend auf meiner Seite haben als gegen mich... ;-) Ebenso ist es möglich, dass ich Teilgewinne realisiere, wenn ich aus dem Chart herausdeute, dass die aktuelle Bewegung vorübergehend keine Kraft mehr hat, um weiter zu laufen und das Erreichen meines Kursziels ggf. gefährdet ist (also ein Momentumverlust droht). Entweder setze ich dann einen entsprechenden Stopp für eine Teilglattstellung (meist die Hälfte) oder ich steige sofort mit einem Teil aus und lasse nur noch den Rest weiterlaufen. Mir ist klar, dass verschiedene Trader verschiedene Ein- und Ausstiegsstrategien anwenden. Ich erhebe daher nicht den Anspruch, dass "meine" Methoden die besten oder auch nur sinnvoll sind. Aus dem Studium verschiedenster Tradingliteratur und aus eigener Erfahrung heraus sind gewisse Strategien/Setups entstanden und bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie recht gut funktionieren, was natürlich nicht heisst, dass man sie nicht weiter verbessern könnte oder sich das noch ändern könnte. Für Einstiegs- und Ausstiegssignale verwende ich v.a. den Kursverlauf, allerdings auch Indikatoren (RSI, langsame Stochastik, MACD Histogramm, Aroon, EMAs, ATR und Bollinger Bänder, alle mit den Standardeinstellungen) und das Volumen. Nie würde ich alleine aus Indikatorsignalen in einen Trade einsteigen, diese unterstützen lediglich die Analyse der Kursverläufe und geben weitere Hinweise. Divergenzen (Abweichungen) in den Indikatoren zum Kurs (v.a. bei MACD und RSI und dort v.a. im Wochenchart) werden berücksichtigt und haben ggf. Einfluss auf einen Ein- bzw. Ausstieg. Trades werden nach Möglichkeit in "ruhigen" Marktphasen eingegangen, also dann, wenn die Volatilität nicht zu hoch ist. Ebenso der Ausstieg. Dies wird nicht immer möglich sein, v.a. bei den gestoppten Trades. Man sollte nicht den Markt zu "jagen". Wenn der Kurs "davonläuft", werde ich den Trade dann ggf. nicht mehr eingehen, abhängig vom aktuellen CRV und meiner Einschätzung. Ich versuche generell, möglichst mit sog. "Abstauberkursen" in einen Trade zu kommen (allerdings darf man auch nicht zu geizig sein, das wäre kontraproduktiv). Grund des Abstauberlimits: Falls der Kurs sich negativ entwickelt, habe ich noch etwas mehr Puffer als üblich, bevor ich aus dem Trade aussteigen muss. Zudem ist das CRV dann höher, also die Chance des Gewinns größer. Dadurch können Trades nicht zustande kommen, da mein Limit (i.d.R. gehe ich fast immer per Limit in einen Trade, s.o.) nicht erreicht wird. Das ist mir allerdings nicht wichtig, ich habe dann zwar die Analyse gemacht und profitiere nicht davon, aber der nächste Trade wartet ja schon an anderer Stelle. Und ggf. ergibt sich später nochmals die Gelegenheit für einen Einstieg. Meiner Beobachtung zufolge treten sehr häufig sog. Pullbacks auf, die man nutzen kann. Es wird versucht, Einstiegssignale möglichst bestätigen zu lassen, selbst wenn dadurch ein sinnvoller Trade nicht mehr möglich sein sollte. In einem Spiel der Wahrscheinlichkeiten ist die Bestätigung einer Annahme ein gewichtiges Argument... ;-) Ganz allgemein will ich das handeln, was im Chart zu erkennen ist und nicht das, was ich sehen will, aber bisher (noch) nicht eingetreten ist. Jeder Trade hat einen vollständigen Tradeplan, d.h. einen Einstieg, Stopp, Kursziel (ggf. Unter-Kursziele), ggf. Zeitrahmen, Tradeidee zum Ein- und Ausstieg, etc. Ein Trade ohne Stopp und/oder Kursziel ist nicht möglich. Wiedereinstieg in Trades/Re-Entry: Sollte ich aus einem Trade unglücklich ausgestoppt werden oder selbst durch falsche Interpretation des Kursverlaufs ausgestiegen sein, der Kurs sich danach aber wie erwartet verhalten, steige ich ggf. erneut in den Trade ein, wenn sich dazu eine passende Gelegenheit ergibt. Zwingend ist ein sog. Re-Entry aber nicht. In der Praxis kommt er bisher kaum vor. Stopps Stopps zu setzen ist eine Kunst für sich und es bedarf wohl jahrelanger Erfahrung, sie "richtig" zu setzen, wenn es sowas wie "richtig" überhaupt gibt. Ich richte mich bei meiner Stoppsetzung meist nach charttechnischen Begebenheiten wie Widerstände/Unterstützungen (dazu gehören auch die exponentiell gleitenden Durchschnitte mit den Perioden 50 und 200 im Tageschart), Trendlinien/-kanälen, Überkauft-/Überverkauftzonen in bestimmten Indikatoren (RSI, langsame Stochastik, MACD Histogramm, Aroon), Volatilität (durch den Einsatz der Standard-Bollingerbänder, ATR, etc.). Dazu wird meist ein Puffer von 10-20% addiert/subtrahiert, v.a. wenn die markanten Punkte im Chart (z.B. eine auffällige Widerstandslinie) offensichtlich sind. Grund: Ich will nicht, dass mein Stopp "abgefischt" wird, was sehr häufig bei zu engen Stopps versucht wird. Ein zu weiter Stopp ist aber auch kontraproduktiv, denn er schränkt das CRV und damit den potentiellen Nutzen des Trades ein. Sobald der Stopp (und das Kursziel) gesetzt ist, kann ich darauf aufbauend meine Positionsgröße anhand des Einzelpositionsrisikos und des CRVs berechnen. Den Stopp setze ich möglichst so, dass ich nicht durch das "Marktrauschen" aus einem Trade ausgestoppt werde. Die initialen Stopps sind möglichst so gesetzt, dass ich aus einem Trade nur dann ausgestoppt werde, wenn sich der Trade charttechnisch definitiv anders entwickelt wie angenommen. Sobald ich das erkenne, steige ich auch früher aus einem Trade aus (s.o.). Ich muss also nicht unbedingt ausgestoppt werden. Wenn ich echte Warnzeichen im Chart erkenne, werde ich auch vor dem eigentlichen Stopp handeln. Ich nehme durchaus kleinere Verluste in Kauf, um größere zu vermeiden. Ich versuche mich bei dem Setzen des Stopps an das Prinzip zu halten, dass ich für den weiteren Kursverlauf den "Weg des geringsten Widerstands" antizipiere. D.h. ich möchte zwischen meinem Einstieg und meinem initialen Stopp möglichst viele Widerstände und mögliche Wendepunkte haben, die einen negativen Kursverlauf ggf. aufhalten können. Die genannte Methodik führt dazu, dass der Stopp manchmal recht weit von dem Einstieg entfernt ist und dadurch das CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) schlechter als ggf. nötig wird. Ich setze die Stopps also eher konservativ und trade generell konservativ anstatt aggressiv. Da das Kursziel sich so gut wie immer aus dem Chart ergibt und dieses nicht einfach verschiebbar ist, wird bei einem weiteren Stopp automatisch das CRV schlechter. Enge Stopps würden übrigens auch automatisch die Trefferquoute (TQ) verringern (s.o.). Ich peile Trades mit einem Mindest-CRV von 1,5 an, i.d.R. über 2. Sollte mir ein Trade auch bei einem CRV unter 1,5 oder gar unter 1,0 (dies kann eigentlich nur dann vorkommen, wenn ich einen Einstieg zu spät erkannt habe, aber dennoch "dabei sein will", was ein Impulstrade ist, den ich vermeiden will...) besonders aussichtsreich erscheinen, werde ich auch diesen eingehen, auch wenn ich mir das dann 3x überlegen werde. Ich werde mich also nicht sklavisch an ein Minimum-CRV halten, allerdings versuchen, den Trade mit dem jeweils maximalen CRV einzugehen. Dabei gehe ich allerdings, wie bei der Stoppsetzung beschrieben, eher konservativ vor, indem ich die Stopps "ausreichend weit" vom Einstieg entferne (Gründe s.o.). Wenn das CRV für einen Trade zu schlecht in Bezug zum Risiko sein sollte, werde ich den Trade dann ggf. nicht eingehen. Sollte ich mir nicht sicher sein, ob ich noch zu einem bestimmten Kurs in den Trade komme, verwende ich ggf. auch 2 Entry-Trigger und teile das Risiko unter diesen auf. Gewinnstopps sind anders als Verlust-Stopps (der initiale Stopp) zu behandeln, Details dazu s.u.! Weitere Ausführungen zu Stopps bzgl. Risiko und der Nachziehens sind weiter unten genannt. Pyramidisieren / laufende Positionen verstärken In bestimmten Fällen werde ich versuchen, eine sich schon im Gewinn befindende Position auszubauen (zu pyramidisieren). Dabei "riskiere" ich quasi einen Teil des bisher angelaufenen (virtuellen) Gewinns, um erneut in einen Trade einzusteigen. I.d.R. wird dies v.a. bei langlaufenden Trendfolgestrategien funktionieren. Auch bei dieser Methode werde ich das Maximalrisiko von 1 R einhalten. Es ist vorgesehen, Nachkäufe immer zu höheren Kursen (bei Longs) bzw. zu niedrigeren Kursen (bei Shorts) durchzuführen, also nur dann zu pyramidisieren, wenn die Position bereits in meine Richtung gelaufen ist. Nur in seltenen Fällen ist ein Nachkauf zu "besseren" Kursen als der initiale Kauf/Verkauf überhaupt erlaubt. Dann allerdings nie, um die Position zu verbilligen, sondern um ggf. gestaffelt bei unsicherer Chartlage in einen Trade einzusteigen (s. Ausführungen oben). Wenn ich pyramidisiere, dann kaufe ich erst eine volle Position, dann eine halbe und ggf. noch eine halbe oder ein Viertel. Die Einsätze werden also immer geringer. Grund: Ich pyramidisiere nur dann, wenn die Position bereits in meine Richtung gelaufen ist. Sollte dies der Fall sein, dann ist der größere Teil der Position bereits im Gewinn, also kann ich einen kleineren Anteil davon erneut riskieren und der größere Teil ist ja bereits investiert. Risiko Risikokontrolle: Jeder Trade wird im Rahmen des vorgegebenen Money-/Risikomanagements getradet, d.h. es wird eine feste Einzelpositionsgröße und das maximale Risiko pro Trade festgelegt (für Van Tharp Anhänger (bitte dort nachlesen): Risiko pro Trade = 1 R). Davon gibt es keine Ausnahme. Es kann allerdings sein, dass ich gestaffelt in Trades einsteige, z.B. weil ich annehme, dass ich eigentlich bei dem Trade dabei sein will, aber nicht weiß, ob es noch eine bessere Einstiegsmöglichkeit geben wird. Dann würde ich eine erste Position mit 1/2 R Risiko kaufen und eine weitere später zu ebenso 1/2 R. So gehe ich beim ersten Trade nicht gleich 1 R Risiko ein. Einen strikten Zeitstopp verwende ich i.d.R. nicht, allerdings werde ich ggf. auch Positionen (teil-)auflösen, wenn sich im Wert nichts bewegt (s. dazu die Anm. weiter oben). Ich versuche zum bestmöglichen Zeitpunkt in einen Trade einzusteigen und gehe davon aus, dass sich der Wert dann auch umgehend in die erwartete Richtung bewegt. Sollte er dies nicht tun, werde ich i.d.R. dem Wert noch "etwas" Zeit geben, allerdings nicht übermäßig. Entweder werde ich dann einen Teilausstieg durchführen oder ganz aus der Position herausgehen. Falls mir der übergeordnete Markt oder Index besonders "impulsiv" oder "unberechenbar" vorkommt, werde ich ggf. auch die Positionsgröße reduzieren und nur mit 1/2 R in einen Trade einsteigen. Das sollte nicht die Regel sein, kann aber vorkommen. Ich habe selbst noch keine ausreichend großen Erfahrungen damit gemacht, ob dieses Vorgehen effektiv ist oder nicht. Ich werde also die Situation des Gesamtmarkts berücksichtigen, wobei dies recht subjektiv erfolgen kann. Eigentlich will ich mich bei einzelnen Aktien-Trades nicht vom DAX und Co. leiten lassen, aber es kann durchaus einmal vorkommen, dass ich Trades nicht eingehe oder die Positionsgröße in Ausnahmen reduziere, wenn mir der Markt gerade richtig "unberechenbar" vorkommt. Das Risiko erhöhen (also über 1 R hinaus) kommt NIE vor. Für alle Trades gilt: 1 R = 1% des initialen Tradingkapitals (in unsicheren Zeiten), das auf max. 2% ansteigen kann. Das Tradingkapital wird ich einfachhalber monatsweise nach Verlauf der Trades angepasst, innerhalb eines Monats bleibt es gleich. Sollte ein (starker) Drawdown auftreten, werde ich mir bei Gelegenheit dann darüber Gedanken machen, wie weiterverfahren wird. Ein explizites Verlustlimit pro Monat o.ä. habe ich nicht festgelegt. Das Gesamtrisiko aufs Tradingkapital aller laufenden UND geplanten Positionen liegt in meinem eigenen Handelkonto bei max. 15%, das allerdings bisher nie ausgeschöpft wurde. Bei schwierigeren Märkten werde ich das Gesamtrisiko reduzieren und ggf. weniger investiert sein. Sollten die 15% Risiko voll ausgeschöpft werden, werde ich erst dann einen neuen Trade eingehen, wenn sich durch Auflösung von Trades oder Risikoreduzierung durch Nachziehen von Stopps das Gesamtrisiko entsprechend reduziert. Das Trading-Journal berechnet mir jederzeit das Gesamtrisiko, so dass ich diese Angaben stets ermitteln kann. Stopps werden nachgezogen, sobald sich der Trade wie erwartet entwickelt. Eine genaue Strategie dazu gibt es nicht, nur eine grobe Vorgehensweise: je näher sich der Kurs dem Kursziel annähert, desto aggressiver wird der Stopp nachgezogen (Gewinnstopp). D.h. am Anfang eines Trades wird der Stopp eher unverändert bleiben oder sich nur minimal bewegen. Sollte der Trade bereits 1 R verdient haben, werde ich in den allermeisten Fällen versuchen, den Stopp mindestens auf Break-Even Niveau oder besser nachzuziehen, wenn dies charttechnisch zulässig ist. Dann möchte ich mit dem Trade auf jeden Fall kein Geld mehr verlieren. Es werden also Verlust-/Risiko- von Gewinnstopps unterschieden und unterschiedlich gesetzt. I.d.R. werde ich bei Gewinnstopps versuchen, sie (bei Longs) unter dem letzten Low bzw. (bei Shorts) über das letzte High zu platzieren, wenn dies chartechnisch (auch unter Volatilitätsgesichtspunkten) vertretbar ist. Eine Vergrößerung des initialen Stopps zu Lasten des Trades, also eine Vergrößerung des initialen Risikos, wird zu keiner Zeit vorgenommen und ist ausgeschlossen. Der Stopp kann nur zu Gunsten des Gewinns vorgenommen werden. Alle Stopps werden im System eingegeben und sind negativ nicht mehr verschiebbar (wie eben beschrieben). Nur durch negative gaps (Kurslücken) oder extreme Kurssprünge (die dann überproportional große Slippage-Kosten verursachen können) wäre ein realisierter Einzelpositionsverlust größer als 1 R überhaupt möglich. Durch eine Verrechnung einer gewissen Slippage/gap-Risiko-Prämie pro Trade wird versucht dieses nicht kalkulierbare Risiko auf alle Trades aufzuteilen (s. Anm. oben). Als übergeordnete Richtlinie eines Trades gilt, dass versucht wird, das Risiko überschaubar und kalkulierbar zu halten. Wenn dies bei dem einen oder anderen Trade nicht möglich sein sollte, wird der Trade nicht eingegangen. [ENDE]

Status zum Blog(-Team) – TOP 1 und TOP 3

Also ... vermutlich der letzte so ausufernde Artikel von mir ... als ich das Angebot zu diesem gemeinsamen Projekt gemacht habe war mir überhaupt nicht bewusst, was ich für eine Bombe gezündet habe, daher war ich natürlich anfangs ein wenig über die Resonanz geschockt. ... und aus  genau diesem Grund möchte ich unbedingt auf den Abschnitt weiter unten hinweisen: „Qualität durch Planung “. Abgesehen von den Blogposts musste ich mich erstmal durch etliche E-Mails lesen, von denen ich  - so hoffe ich – nun auch die meisten persönlich beantwortet habe (sollte ich jemanden vergessen haben, ist das ein Versehen, bitte nicht persönlich nehmen... und Spam-Ordner prüfen). Ich hoffe nun, dass ich das Wesentliche aus den E-Mails herausgefiltert habe. Viele Mails waren wirklich voll mit guten Ideen, dass man nur aus diesen allein einen Blog über Monate betreiben könnte; insbesondere haben auch einige sehr gute strategische Ideen zur Planung dieses Projektes. Eine Gegebenheit hat mich allerdings besonders nachdenklich gemacht, nämlich die Tatsache, dass es für diverse Kommerzielle anscheinend auf der Tagesordnung steht, sich möglichst schnell in solche Projekte einzukaufen. Die Art und Weise der Angebotsunterbreitung einiger potentieller Unterstützer ist aus meiner Sicht (IMHO) untragbar und lässt durchblicken was sie selber über uns „kleine Trader“ denken – es erklärt mir aber auch warum manches so läuft, wie es läuft. Es gab allerdings auch ein paar wirklich nette Kontakte die absolut unverbindlich mehr in Richtung Kooperation ausgerichtet waren. Ich habe jetzt drei Administrationsposten besetzt und mehrer Redakteure zusammenbekommen, wobei einige Antworten noch ausstehen, insbesondere würde ich mich freuen, wenn es noch eine weibliche Redakteurin gäbe, die evtl. auch schon aktive Tradingerfahrung hat.  Mit den ersten habe ich nun auch schon telefoniert und werde im Laufe der nächsten Tage noch mit den restlichen sprechen. An dieser Stelle möchte ich auch alle informieren, dass dieses Team absolut gleichberechtigt arbeitet; keiner ist verpflichtet Rechenschaft abzulegen, sondern jeder soll möglichst  unabhängig agieren können – deshalb auch erst mal „nur“ wenige Hauptverantwortliche, damit es nicht ganz drunter und drüber läuft. „Qualität durch Planung“ Meine Grundidee, des „Tradens im Team“ ist sicherlich noch ausbaufähig und wie ich in den letzten Tagen gelernt habe, haben einige noch viel bessere Ideen dazu als ich. Ich hatte anfangs gar nicht vor, das Projekt in die entstandene Größenordnung zu heben, aber aus Euren Vorschlägen ging ein großer Bedarf nach solch einer Plattform hervor. Nun kann man argumentieren, es gibt schon einige ähnliche Projekte im Netz, aber wenn wir hier sukzessive anfangen Eure Ideen umzusetzen, gibt es mehr als nur eine Einzigartigkeit, die wir in Zukunft der Netzwelt präsentieren können. In dieser ersten Woche ist noch nicht viel passiert und ich persönlich sehe das natürlich auch nicht als Problem, da ich der Meinung bin das große Projekte nur gut werden, wenn die Basis ausreichend Fundament bietet; genauso halte ich von stetem kontrollierten und planbaren Wachstum mehr als von überproportionalem Wachstum ohne Reproduzierbarkeit – und so sehe ich das auch für diesen Blog und die Konten. So sehe ich auch Trading. Ich behaupte, dass man durch aussführliche Planung, sowohl zeitlich und organisatorisch, das Risiko begrenzt, insbesondere weil man bei Nichterreichen der gesetzten Zwischenziele die notwendige Qualität an den tatsächlichen Bedarf anpassen kann. Andere Auffasungen können gerne diskutiert werden. Ich möchte an dieser Stelle also darauf hinweisen, was viele Trader vielleicht auch als selbstverständlich ansehen, nämlich dass es hier wohl anfangs nur langsam vorangehen gehen kann und dies keine "Most-Klicks-Site"  werden wird -  den Bedarf dieses Ziel zu erreichen sehe ich derzeit auch nicht; denn sollten die Konten anschwellen, das Ergebnis reproduzierbar sein und jeder bekommt das Gefühl etwas zu lernen - wird’s noch anstrengend genug für die Redakteure. TOP 1 und TOP 3 aus dem Artikel "Ein abenteuerlicher Start" sind dann vermutlich morgen in den wesentlichen Punkten durch, was nicht bedeutet, dass Ihr Euch nicht weiter für Organisation und Redaktion melden könnt, es wird immer mal eine Vertretung benötigt oder den einen oder anderen Wechsel geben. Damit es nicht ganz so öde wird, werden wir jetzt auch die Unterseiten anfangen aufzufüllen und ein bisschen ordnen. ... und nächste Woche kümmern wir uns dann mal intensiver um ein erstes Demo-Team. LG Aurelius P.S.: Es gibt jetzt ab sofort einen neuen Bereich "Trading" mit den Unterkategorien "Strategien" und "Trades", der dafür dienen soll genau die genanten Unterkategorien zu sammeln.

Traden im Team

Liebe Traderinnen und Trader, vielen Dank für die vielen E-Mails und Hilfsangebote zu dieser Projekt-Idee; ich werde mir am Wochende die Zeit nehmen und kurz auf alle persönlich antworten und schon mal nach Lesern und Akteuren sortieren. Der Anlass dieses Blogs dürfte zwar den meisten bekannt sein, dennoch eine kurze Auffrischung. Meine Idee ist keine neue und ich habe auch nicht vor die größte Tradingseite der Welt aufzuziehen; es geht um ein kleines Projekt mit absolut demokratischer Leitung. Mein Anteil in diesem Konstrukt ist die Initiierung und eine Grundfinanzierung dieses Blogs, des Webspace und zweier Konten die bereitgestellt werden sollen um hoffentlich gewinnbringendes Trading zu demonstrieren; natürlich arbeite ich auch aktiv mit, sehe mich aber nicht in einer Leitungsfunktion. Mein persönlicher Wunsch ist, dass 10% vom Gewinn vor Steuern am Jahresende an die Kinderkrebshilfe gespendet werden; der Rest kann im Depot bleiben oder auf die Teams, die das erwirtschaftet haben aufgeteilt werden ... oder Ihr habt andere Ideen - vielleicht wollen wir ja auch unsere eigene Challenge. Werbung wird nicht geschaltet, es sei denn die Teams sprechen sich dafür als gemeinsame Depotanreicherungsmethode o.ä. aus. Ich möchte hier keine neue Vermarktungsplattform einzelner Personen unterstützen, es kann multimedial sein, sollte jedoch vom Trading dominiert werden. Ich stelle mir vor, dass wir in kleinen Teams die Konten hochhandeln - allerdings ist es mir persönlich wichtig, dass das Ganze gut dokumentiert für alle Leser dargstellt wird und das mit den Konten risikobewusst umgegangen wird. Für mich ist es unwichtig, dass die Konten exorbitante Gewinne in kurzer Zeit aufweisen, wenn diese mit unverhältnismäßig hohem Risiko verbunden sind, vielmehr wünsche ich mir, dass man gemeinsamm so lange wie möglich einen gemeinsamen Lerneffekt erzielt. Zu meiner Person werde ich auch noch mehr bekannt geben, vorab sei nur erwähnt, dass ich ein mittelständischer Unternehmer bin, der Trading als eine seiner Leidenschaften betrachtet und erhofft irgendwann den persönlichen Gral zu finden. Ich halte mich für einen akzeptablen Trader in kleinen Time-Frames aber nicht gerade als Leistungsträger in größeren Intervallen, werde mein Wissen und meine Systematik teilen und erhoffe mir von anderen zu lernen, wie man erfolgreich tradet ohne permanent auf die Kurse oder Charts zu schauen. Dies ist auch der Grund, warum ich keinen Blog alleine schreiben möchte - mein Wissen und mein Stil werden die Börsenwelt nicht erschüttern - und abgesehen davon glaube ich, für einen allein ist es wirklich schwer immer neutral und unvoreingenommen zu handeln. Natürlich habe ich auch ein paar Vorstellungen, wie das hier aussehen könnte, so stelle ich mir zum Beispiel verschiedene Modi vor, auf die ich später noch mal detailliert eingehen werde; meine Ideen hier grob skizziert (nicht alles ausschliesslich von mir): Trades auf Wochen und Tagesbasis mit Team-Absprache, Trades auf Tagesbasis mit verkleinertem Team, Intraday-Trades solo oder auch in verkleinerten Teams, Teamwechsel insbesondere Team-Leader Wechsel. Ich werde zur Umsetzung dazu später zusätzlich eine Konferenzschaltung oder einen Team-Speak-Server anbieten, auf dem wir uns dann zu realen Diskussion per Headset kurzschliessen können und vielleicht sogar mal sehr kurzfristig und spontan im Markt agieren können. Interessierte können sich dann als Zuhörer dazuschalten. Das ist eine Alternative, die man vielleicht von anderen Trader-Web-Seiten nicht so kennt, die aber vielen bekannt sein dürfte. Ansonsten kann auch der DaytradingTeam-Twitter Blog genutzt werden (Adresse folgt noch). Zu lösende Probleme gibt es auch nicht gerade wenig: Wir müssen ein Regelment definieren, wann und wer alleine traden darf und wie diese Teams besetzt werden. Wann werden Pausen eingelegt, wann Teams gewechselt, wer bekommt Zugang unter welchen Bedingungen zu den Konten, etc. Die Idee von gigiboyz werden wir sicher auch noch mal aufgreifen und zum Üben der Abstimmungen ein Demo-Konto einrichten. Wer den Blog mitmoderieren möchte, kann sich unter Aurelius@me.com melden. Ich habe kein Problem wenn Beschimpfungen, Beleidungungen etc. sofort kommentarlos gelöscht werden. Solange es keine Leitungsteam für den Blog gibt, werde ich das vorübergehend persönlich machen. Also bitte nur fairen Schlagbtausch, selbst Postings mit so harmlosen Sprüchen wie "Du Kasperl" oder "Oberchecker" behalte ich mir vor zu löschen. Bevor es jetzt losgeht erst mal vielen Dank an Squirrel Trader, der sich schon mal um den Blogaufbau gekümmert hat (Formalitäten wie Haftungshinweise etc. folgen). Ich möchte mich mit tiefer gehenden Ideen jetzt erst mal zurückhalten und Euch fragen, was Euch so vorschwebt. Ich eröffne als hiermit erst mal die Diskussion um Vorschläge zu sammeln.

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