In diesem Artikel wurde ein erstes Webinar im Blog angekündigt und dann von mir wie folgt kommentiert: "Das erste Webinar werde ich zu dem Thema Diskretionäres Trading mit Hilfe der techn. Analyse (TA) durchführen. Darin werde ich etwas über meine eigene Vorgehensweise sprechen (v.a. Trendfolge, in Kombination mit Candlesticks, Patterns und Indikatoren), also z.B. wie ich prinzipiell bei einem neuen Chart vorgehe, nach neuen Ein- und Ausstiegen suche, das Risiko im Blick behalte, etc. Damit richtet sich das Webinar also an diskretionäre Trader und da wir es nicht zu kompliziert machen wollen, auch eher an Beginner bzw. Trader ohne große Erfahrung. Mir geht es nicht darum, meine Handelssystematiken im Detail vorzustellen, sondern eine Art Einführung zu geben, wie man z.B. in einem Chart nach Ein- und Ausstiegen suchen kann. Sollte weiteres Interesse bestehen, kann man einzelne Aspekte in separaten Webinaren abhandeln. Da ich selbst keine konkrete Vorstellung davon habe, wie lange das Webinar dauern wird, würde ich es auf max. 1h begrenzen. Alle Teilnehmer können im Chat Fragen stellen, auf die ich dann eingehen werde. Sollten die Fragen zu sehr “abdriften”, kann ich sie per Mail beantworten." Wir haben nun einen Termin gefunden, nämlich Mittwoch, den 19.1. ab 20:00. Dauer ca. 30 min - 1 h, je nach Interesse und aufkommenden Fragen. Um teilzunehmen, braucht Ihr den kostenlosen Netviewer (rechts oben auf "An Sitzung teilnehmen" klicken). Sitzungsnummer und alles Notwendige zum Login werde ich dann ca. 15 min vor der Sitzung hier im Blog unter dem Artikel als Kommentar veröffentlichen. Ihr dürft natürlich im Chatfenster von Netviewer Fragen stellen, auf die ich dann eingehen werde. So, bin gespannt wie das werden wird. Freue mich schon auf rege Teilnahme. Viele Grüsse Marvin
Hallo Trader Wir haben uns überlegt, eine Webinar-Serie zu starten. Ob wirklich eine Serie daraus wird, machen wir vom weiteren Interesse abhängig. Anfangen würden wir mit einer ca. 1-stündigen Sitzung zu einem vorher angegebenen Termin. Wir sind völlig offen, was wir als Themen behandeln sollen. Daher seid Ihr aufgefordert, Vorschläge zu machen (verwendet einfach die Kommentarfunktion dazu). Beispiele sind z.B. allgemeine Tradingthemen, Vorstellung einer Handelsstrategie, Fragen&Antworten, etc. Dauer des Webinars wäre max. 1 h. Beteiligt sind Aurelius, Juliettpapa und ich. Je nach Thema würde jemand von uns das Webinar leiten, die anderen unterstützen (zb die Fragen sortieren). Falls Ihr inhaltliche Fragen stellen wollt, könnt Ihr das also gerne über die Chatfunktion tun. Technisch werden wir den Netviewer einsetzen (s. http://www.netviewer.com/de/), der für jedermann nutzbar ist. Grüsse Marvin
Hier nun eine Zusammenfassung der letzen Monate, wobei zwei Monate so gut wie nichts passierte, da wir Sommerpause hatten. In der Zeit davor hatte eigentlich Marvin die meiste Arbeit; er hat Chart um Chart analysiert und wir haben dann an den Wochenenden die Trades besprochen. Parallel habe ich mit dem einen oder anderen Leser des Blogs live getradet (per Skype oder Telefon) und viele Handelsansätze und Indikatoren ausgetest (dazu später mehr). Nach eine abschließenden Auswertung in der Sommerpause habe ich festgestellt, dass wir mit den Einstiegen meist sehr gut lagen, jedoch wie viele andere vermutlich auch häufig durch das Marktrauschen herausgeflogen sind. Auch war die Kombination der Ansätze nicht perfekt, so ist Marvins privates Depot mittlerweile (bei gleichen Trades und natürlich noch weiteren, nicht im Blog genannten) ordentlich vorne (ich glaube seine Depot enthält fast 100 Werte – quasi ein Monster Hedge-Fonds) und meine privat gekauften ursprünglich langfristigen Positionen sind längst aufgelöst. Dies zu kombinieren führte also häufig zu einer zu frühen Gewinnmitnahme und zu vorzeitigem Ausstieg – gepaart mir den hohen Gebühren war das nicht schlecht, aber auf den ersten Blick auch nicht sehr erfolgreich. Der Broker war soweit in Ordnung, die Ausführung in der Regel auch immer gut (Marvin hat sein Depot dort weiterhin), lediglich bei den Gebührenverhandlungen war man nicht zum weiteren Senken bereit, was aus wirtschaftlicher Sicht bei der verhältnismäßigen geringen durchschnittlich zu erwartenden Menge an Trades auch nicht überrascht. Wie geht es weiter? Ingesamt ist der Depot-Verlauf also unproblematisch und durchaus als normal und stabil zu bewerten - insbesondere, weil wir ja in einer Testphase sind es sich nur um ein Demokonto handelt. Als nächstes testen wir im längerfristigen Anlagezeitraum nun CMC-Markets. Da wir dort kein unbefristetes Demokonto bekommen können, haben wir ein Echtgeld-Minikonto eingerichtet, dass derzeit bei ca. 1100,00 Euro steht. Dort testen wir nun die längerfristigen Trades weiter und werden sicherlich auch nicht die Schattenseiten verschweigen. Näheres zum Wechsel ist auch dem Artikel von Marvin zu entnehmen. Zusätzlich wird es eine Umstrukturierung in der Besprechung von Trades bzw. der Watchlist geben und eine neue Rubrik, die sich mit Handelsansätzen beschäftigt. Gute Trades und Grüße Aurelius
1.) Überblick: Diese Strategie beruht auf den Erfahrungen/Beobachtungen von Oliver Velez und Thomas Vittner, wird von ihnen erfolgreich angewendet und ist in ihren Fachbüchern „Tools & Tactics für den Master-Trader“ bzw. „Das Trader Coaching“ aufgeführt. a) Ein Trend besteht aus Bewegung und Korrektur. Mit dieser Strategie will man an den Bewegungen/Swings bereits frühzeitig partizipieren, sobald ein erstes Anzeichen für die Beendigung der Korrektur vorliegt. Bewegungen verlaufen geradliniger und sind einfacher zu traden als Korrekturen. b) Es können jedoch auch „unsaubere“ Swings getradet werden, denn dem eigentlichen Chartbild kommt wenig bis keine Bedeutung zu (Marktüberzeugung: „Indeterminismus“: Die Kursbewegungen können nicht vorhergesehen werden, die Trefferquote liegt über kurz oder lang bei 50%.). Set Up rein diskretionär, Kurslevel (Entry, SL) ist eindeutig festgelegt, um eine Duplizierbarkeit der Trades zu gewährleisten. Der NRB ist eine Candle mit einer verhältnismäßig kleinen Kursspanne nach ein paar Candles mit normalen/großen Kursspannen und zeigt somit ein starkes Nachlassen von Angebot/Nachfrage innerhalb einer Periode an. = potenzieller (!) Umkehr-Punkt im Chart 2.) Definition: LONG: Nach längeren/normalen fallenden Candles folgt eine sehr kleine Kursspanne. SHORT: Nach längeren/normalen steigenden Candles folgt eine sehr kleine Kursspanne. Beachten: Filter: Den vorherrschenden Trend beachten und den NRB mit dem Chartbild abstimmen; relevant sind nur NRB in Trend-Richtung oder aber gegen den Trend, wenn die Bewegung schon sehr weit gelaufen ist. Bestätigung/Aktivierung: Es gilt, das Überwinden/Unterschreiten des NRB-Hochs/-Tiefs abzuwarten. Kein Gegensignal: Ein Gegen-NRB führt nicht zum Exit, da dieser nun als IS wahrgenommen wird. Tages-/Trend-/Pivot-Linien: Erhöhen die Relevanz des NRB. 3.) Ziel: Swing-Trading: Handel der kurzfristigen Bewegung (RIM) -> TS 4.) ZE: Freie Wahl je nach Präferierung des Traders. (Höchste Wertigkeit auf Tagesbasis, max. bis 10 Min.-Chart verwenden.) 5.) Entry: Long: Über dem Hoch des NRB. Short: Unter dem Tief des NRB. 6.) Exit: SL: Unter Tief (Long)/über Hoch (Short) des NRB. TS: Unter Tief/über Hoch der letzten abgeschlossenen Periode. (Bei außergewöhnlichen/schnellen positiven Kursausbrüchen wird mind. eine ZE runtergeswitcht und der TS dort weitergeführt.) 7.) Positionsgröße: AnzahlCFDs = (Kapital * EPR) / (Entry – SL) -> %Risk-Modell (Antimartingale-Strategie) EPR: 1% GPR: Max. 6% (max. Überhang von 3). Hier nun 2 Chart-Beispiele: grüner Pfeil = Entry rote Linie = Trailing Stop roter Pfeil = Exit
1.) Überblick: Diese Strategie beruht auf den Erfahrungen/Beobachtungen von Michael Voigt und Thomas Vittner, wird von ihnen erfolgreich angewendet und ist in ihren Fachbüchern „Das große Buch der Markttechnik“ bzw. „Das Trader Coaching“ aufgeführt. a) Ein Trend besteht aus Bewegung und Korrektur. Mit dieser Strategie will man an den Bewegungen/Swings bereits frühzeitig partizipieren, sobald ein erstes Anzeichen für die Beendigung der Korrektur vorliegt. Bewegungen verlaufen geradliniger und sind einfacher zu traden als Korrekturen. b) Es können jedoch auch „unsaubere“ Swings getradet werden, denn dem eigentlichen Chartbild kommt wenig bis keine Bedeutung zu (Marktüberzeugung: „Indeterminismus“: Die Kursbewegungen können nicht vorhergesehen werden, die Trefferquote liegt über kurz oder lang bei 50%.). Set Up rein diskretionär, Kurslevel (Entry, SL) ist eindeutig festgelegt, um eine Duplizierbarkeit der Trades zu gewährleisten. Der US zeigt somit einen starken Wechsel zwischen Angebot und Nachfrage innerhalb einer Periode (ein 1-2-3 in einer untergeordneten ZE) an. = potenzieller (!) Umkehr-Punkt im Chart 2.) Definition: LONG: Neues Tief wird markiert, kann jedoch nicht gehalten werden, Close oberhalb Open. SHORT: Neues Hoch wird markiert, kann jedoch nicht gehalten werden, Close unterhalb Open. Beachten: Filter: Den vorherrschenden Trend beachten und den US mit dem Chartbild abstimmen; relevant sind nur US in Trend-Richtung oder aber gegen den Trend, wenn die Bewegung schon sehr weit gelaufen ist. Bestätigung/Aktivierung: Es gilt, das Überwinden/Unterschreiten des US-Hochs/-Tiefs abzuwarten. Kein Gegensignal: Ein Gegen-US führt nicht zum Exit, da dieser nun als IS wahrgenommen wird. Tages-/Trend-/Pivot-Linien: Erhöhen die Relevanz des US. 3.) Ziel: Swing-Trading: Handel der kurzfristigen Bewegung (RIM) -> TS 4.) ZE: Freie Wahl je nach Präferierung des Traders. (Höchste Wertigkeit auf Tagesbasis, max. bis 10 Min.-Chart verwenden.) 5.) Entry: Long: Über dem Hoch des US. Short: Unter dem Tief des US. 6.) Exit: SL: Unter Tief (Long)/über Hoch (Short) des US. TS: Unter Tief/über Hoch der letzten abgeschlossenen Periode. (Bei außergewöhnlichen/schnellen positiven Kursausbrüchen wird mind. eine ZE runtergeswitcht und der TS dort weitergeführt.) 7.) Positionsgröße: AnzahlCFDs = (Kapital * EPR) / (Entry – SL) -> %Risk-Modell (Antimartingale-Strategie) EPR: 1% GPR: Max. 6% (max. Überhang von 3). Hier nun 2 Chart-Beispiele: grüner Pfeil = Entry rote Linie = Trailing Stop roter Pfeil = Exit
Markttechnisches Trading (Einführung) Einleitung: Das „Markttechnische“ Trading basiert auf den Ausführungen von Michael Voigt in seinem Buch „Das große Buch der Markttechnik“. Hierin wird weniger eine spezielle Tradingstrategie, als vielmehr ein ganzheitlicher Tradingansatz, eine Einstellung zum Trading vorgestellt. Dieses wird auch bereits durch den Untertitel „Auf der Suche nach der Qualität im Trading“ deutlich. Das Buch steht auf vier Säulen: 1.) Markt-Verständnis 2.) Aufzeichnungen 3.) Beständigkeit 4.) Diversifikation Die Punkte 2.) – 3.) sollen hier nur kurz angerissen werden, für Näheres wird auf das Buch verwiesen. Ein Hauptaugenmerk sollte der Trader auf seine Aufzeichnungen (Trading-Journal, Trading-Tagebuch, Mental-Tagebuch) legen, nur durch diese kann er sich weiterentwickeln und aus seinen Fehler lernen, so dass „Qualität im Trading“ entstehen kann. Des Weiteren muss ein Trader Beständigkeit aufweisen und beharrlich seinen Trading-Plan befolgen; ähnlich einem Teppichhändler auf dem Basar, der beharrlich jeden Passanten anspricht in dem Wissen, dass nicht jeder Passant (Trade) ein Käufer (Gewinner) sein wird. Als letzter wichtiger (!) Punkt kommt die Diversifikation ins Spiel, durch die man eine Risiko-Streuung erreicht; hier wird im Buch Giacomo Casanova angeführt, der sein Liebesleben ebenfalls auf mehrere Frauen „diversifizierte“. Diversifikation bedeutet hier über die Märkte (z. B. Aktien-Indizes, Commodities, Währungen, Renten), über die Zeiteinheiten (Daily, Hourly, 15M, Tick ...) als auch über die Signalgenerierung (Ausbruch, Bewegung, Trend). Die Markttechnik an sich bildet das Markt-Verständnis. Hierbei wird die Frage „Wo geht der Markt hin?“ durch die praktischere Frage „Wo kann Bewegung entstehen?“ ersetzt, denn es wird von vornherein klargestellt, dass niemand die zukünftigen Kursentwicklungen vorhersehen kann. Um diese Frage wo Bewegung entsteht beantworten zu können, muss sich der markttechnische Trader mit folgenden fünf Teilaspekten beschäftigen: 1.) Kursentstehung/-veränderung: Durch einen Überhang von Angebot oder Nachfrage. 2.) Orderverhalten der Marktteilnehmer: Long, Short, Flat, Entry-Orders, Stop-Orders. 3.) Zeiteinheiten: Daily-, Hourly-, Minuten-, ... Tick-Charts bauen aufeinander auf. 4.) Trend-Aufbau: Der Trend besteht immer aus Bewegung und Korrektur. 5.) Punktezählung 1-2-3: 1-2 = Bewegung / 2-3 = Korrektur / 3-2 = Bewegung ... Anhand dessen wird schnell klar, dass der markttechnische Trader ausschließlich auf den Chart schaut, keine weiteren Indikatoren verwendet und sich der Tatsache bewusst ist, dass eine äußerst aufwendige Analyse zur Bestimmung des 100%-igen Einstiegspunktes nicht zielführend ist, sondern in einer Suche nach dem heiligen Gral enden würde. Basierend auf diesem Markt-Verständnis stellt Voigt dann verschiedene Einstiegsmöglichkeiten vor: 1.) Break der 2: Das letzte Bewegungs-Hoch/-Tief wird unterschritten. 2.) Umkehrstab: Erläuterungen folgen unten bzw. in einem folgenden Artikel. 3.) Tageslinien: Tages-High/-Low/-Open/-Close als horizontale Supports/Resists. 4.) Trendlinien 5.) Handel in die Korrektur: Erläuterungen folgen unten. Da der eigentliche Entry jedoch eine eher untergeordnete Rolle spielt, wird mehr Wert auf das Trade Management gelegt. In welcher Zeiteinheit (Daily, Hourly, ...) getradet wird ist u. a. abhängig von der Zeit, die man gewillt ist aufzubringen. Es muss ein Ziel aus einem vorliegendem Setup bestimmt werden, das mit diesem Trade verfolgt wird: 1.) Trend (Bewegungen und Korrekturen werden mitgenommen bis der Trend wechselt). 2.) Bewegung (es werden nur die Swings getradet bis es zu einer Korrektur kommt). 3.) Ausbruch (mit einer erhöhten Stückzahl werden nur die nächsten paar Punkte mitgenommen, wenn ein Support/Resist gebrochen wird). Aus dem Ziel lässt sich dann der passende Stop (Initial Stop und Trailing Stop) ableiten: Beim Trend liegt der Stop immer unter der letzten 3 (Ende der Korrektur), bei der Bewegung liegt er unterhalb (Long) / oberhalb (Short) der letzten Candle, für den Ausbruch wird ein enger Initial Stop mit einem engen Profit Target verwendet. Trading: Die Markttechnik bietet somit einen umfassenden Satz von Markt- und Tradingüberzeugungen. Basierend auf den vorgestellten Entries und Exits kann wiederum eine eigene, individuelle Trading-Strategie entwickelt werden, die den persönlichen Vorlieben entspricht. Natürlich muss hier noch weiter entwickelt werden, aber eine gewisse Grundausrichtung wird einem bereits vorgegeben. Die Themen „Handel der Bewegung“ anhand eines „Umkehrstabes“ werden zum Beispiel sehr schön im Buch „Das Trader Coaching“ von Thomas Vittner aufgegriffen, der sein Trading speziell hierauf ausgerichtet hat. Er nimmt ebenfalls die Gedanken von Van K. Tharp bzgl. der R-Multiple auf und lässt auch die Überzeugungen von Oliver Velez und Greg Capra einfließen. Hier sei speziell der Swing Trading Course von Pristine (Velez/Capra) genannt, die mit ihren Trading-Strategien in eben diese Richtung gehen. (Swing-Trading = Handel der Bewegung, Musterzyklen = 1-2-3’s, dazu die NRBs und COGs) Diese ganzen Mosaiksteine fügen sich dann zu einem großen Ganzen, zu einem umfassenden Tradingansatz zusammen, der sich in den 3 Säulen Geschäfts-, Trading- und Strategie-Plan (analog der Vorgehensweise von Van K. Tharp und Birger Schäfermeier) widerspiegelt. Mir persönlich gefällt die (ebenfalls von Thomas Vittner gewählte) Kombination „Handel der Bewegung“ + „Umkehrstab“ (präferiert in der ZE Daily) am besten, so dass diese bei mir zum Tragen kommt und mit entsprechenden Strategie-Plänen bedacht wurde. Allerdings gehe ich nicht nur nach dem reinen Umkehrstab nach Voigt, sondern schaue auch nach sogenannten NRBs (Narrowing Range Bars nach Pristine), wie es auch wiederum Thomas Vittner praktiziert. Der Trendaufbau nach Voigt und Pristine sieht Folgendes vor: Ein Aufwärts-Trend besteht aus höheren Hochs und höheren Tiefs (Abw.-Trend vice versa). Solch ein Trend besteht in seiner Struktur aus (geradlinigen) Bewegungen und (unsauberen) Korrekturen. Diese werden zur besseren Visualisierung mit den Zahlen 1-2-3 versehen. Dies geschieht jedoch in einer eher simplen Art und Weise und hat nichts mit der Wellenzählung nach Elliott/Prechter zu tun. Im Aufw.-Trend trägt das Tief, an dem der Trend beginnt die „1“, das daraufhin folgende Bewegungshoch erhält die „2“, das Korrekturtief hiernach die „3“; sobald das letzte Hoch („2“) durchbrochen wird, gilt der Aufw.-Trend als bestätigt und das nächste Bewegungshoch erhält wiederum die „2“ usw. Beim Handel der Bewegung / Swing Trading anhand eines Umkehrstabes / NRBs versucht man frühzeitig an der entstehenden Bewegung teilzunehmen und so mit dem Trend zu schwimmen. Die Korrekturen sollen durch das Setzen von Trailing Stops ausgespart werden. Dieses Chartbild vor Augen (Trend = Bewegung + Korrektur) sucht man nun in einer Korrektur nach Zeichen für eine Umkehr, was also eine neue Bewegung und somit die Wiederaufnahme der Trendrichtung bedeuten würde. Anhaltspunkte (!) hierfür sind z. B. besagte Umkehrstäbe oder NRBs. Ausschlaggebend hierbei ist weniger, dass diese speziellen Chartformationen die 100%-igen Umkehrformationen sind (das sind sie wahrlich nicht, so etwas ist nicht möglich), sondern vielmehr, dass sie aufgrund der Marktpsychologie (Candlestickanalyse nach Steve Nison) zumindest für eine kurzfristige Umkehr sprechen bzw. sie nahe legen und (was hier viel wichtiger ist!) sie die Kurslevel für Entry und Stop Loss eindeutig festlegen. D. h.: „Das SetUp an sich ist rein diskretionär, die Kurslevel für den Trade sind jedoch eindeutig!“ Diesem Hintergrund folgend kommen wir gleich zu einem weiteren, wichtigen Punkt: „Der Entry ist eher unwichtig (die Kurse können ohnehin nicht vorhergesehen werden), viel wichtiger sind Risk und Money Management (=Trade Management)!“ Dies sind die beiden Kernaussagen Vittners, dessen Trading auf dem Markttechnischen Ansatz von Voigt basiert. Umsetzung: Das Team Markttechnik wird also die im ersten Abschnitt genannten Handelssignale traden. Ich werde mich hierbei speziell auf die Kombination: Signal: Umkehrstab (US) + Narrow Range Bar (NRB) Ziel: Handel der Bewegung Stop: Trailing Stop (Hoch bzw. Tief der letzten Candle) Zeiteinheit (ZE): Daily konzentrieren. Die genaue Beschreibung dieser beiden Trading-Strategien folgt in einem weiteren Artikel. Bzgl. des Money Managements wird auf die %-Risk Methode (Anti-Martingale-Strategie) zurückgegriffen. Es wird ein Initial Risk von 1% der Depotgröße (Total Equity-Methode) benutzt, um in Abhängig des Stop Loss die Positionsgröße zu bestimmen. Ein Beispiel für das Trading mit CFDs: Der aktuelle Kontostand beträgt EUR 100.000,-. Man darf also max. EUR 1.000,- (=1% Depot Risk / EPR = Einzelpositionsrisiko) für den nächsten Trade riskieren. Man will einen Long-Trade im DAX30 eingehen mit einem Entry bei 5000 und einem SL bei 4900 (100 Punkte Trade Risk). Depot Risk dividiert durch Trade Risk ergibt die CFD-Anzahl, also 10 CFDs. Hinzu kommt eine weitere Money Mangement-Regel die besagt, dass das offene Risiko aller gehaltenen Positionen max. 6% der Depotgröße (GPR = Gesamtpositionsrisiko) betragen darf und die Differenz zwischen Long- und Short-Positionen (=Überhang) max. 3 betragen darf. Somit wird das Risiko (GPR) zum einen gedeckelt und zum anderen auch darauf geachtet, dass nicht eine Handelsrichtung zu stark übergewichtet ist. Bsp.: Man hat bereits 4 Long-Trades und 1 Short-Trade am Laufen, die sich noch jeweils mit 1 R im Risiko befinden (SL konnte noch nicht nachgezogen werden). Nun erhält man ein SetUp für einen potentiellen Long-Trade. Das weitere Risiko von dann insg. 6% GPR wäre vertretbar, jedoch hätte man dann einen Long-Short-Überhang von 4 (=5-1!), was den Trade nicht tradebar werden lässt. (Ein weiterer Short-Trade hingegen wäre durchaus möglich: 6% GPR, Überhang 5-2=3.) Schlussgedanken: Bereits nach der Lektüre der beiden Bücher von Voigt und Vittner ist zu merken, dass sie weniger auf DEN Entry Wert legen. Sie setzen eher auf: Reproduzierbare Trades, Trade Management (MM + RM), Nachhaltigkeit, Beständigkeit, Selbstreflektion, Buchführung (Aufzeichnungen, Pläne). Des Weiteren muss der Handelsansatz unbedingt zum Trader passen, damit er sich mit „seiner“ Strategie identifizieren und ihr auch in stürmischen Zeiten folgen kann. Hierfür bietet der Markttechnische Ansatz eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten, aus denen jeder das für sich passende heraussuchen kann. In diesem Sinne "good trades", Clint.
Nach einer ganzen Weile Blog-Artikel-Pause, hier nun ein paar Informationen, was im Hintergrund so passiert ist. Zum Blog: Inhaltlich hat sich am und im Blog nicht viel verändert. Natürlich habe ich darüber nachgedacht, ob es nützlich sein könnte mehr Artikel zu verfassen, aber ich sehe in der Tat wenig Notwendigkeit über Dinge zu schreiben, die schon tausendmal in andern Blogs oder Foren beschrieben und diskutiert wurden. So werden wir uns hier schwerpunktmäßig weiterhin auf das Team-Trading konzentrieren und auch darüber berichten. Natürlich wird es auch weiterhin den einen oder anderen Artikel geben; dieser wird aber meistens im Zusammenhang mit dem Hintergrundaktivitäten bzw. Planungen stehen. Zu den Handelsteams: Leider ist zur Zeit nur ein Team aktiv, das Handelsteam Marktechnik wurde von mir sträflich vernachlässigt, weil meine Zeit schlicht nicht ausreichte drei Teams gleichzeitig mitzuorganisieren, zu pflegen und mitzumachen. Das soll aber nicht heissen, dass dieses Team nicht in Zukunft wieder aktiv wird; ich werde mich dazu mit den anderen beiden (die sicherlich auch ausgelastet sind) in Kontakt setzen, um einen Plan für ein weiteres Vorgehen abzusprechen. Als weiteres Fazit kann ich zumindest schon mal feststellen, dass es fast unerläßlich ist, aktiv per Chat und fernmündlich in Verbindung zu treten und auch kontinuierlich zu kommunzieren. Direkte Absprachen mit gegenseitigen Blick auf die Monitore reduziert Mißverständisse und beschleunigt die Entschungsfindung. Alleine das gleichzeitge Bearbeiten von Charts aus unterschiedlichen Perspektiven bringt spannende Ergebnisse. Ein Problem mit dessen Lösung wir uns derzeit noch auseinandersetzen müssen, ist die Koordination bzgl. der Abarbeitung der Kandidaten - so hat es sich als schier unmöglich rausgestellt in der Gruppe ca. 500 Kandidaten zu scannen und effektiv gemeinsam zu diskutieren. Hier muss noch ein Regelwerk konstruiert werden bzw. eine Aufteilung der Märkte auf verschiedene Trader erfolgen. Ein weiteres, neues Handelsteam wird sich mit Futures in kleinen Kompressionen beschäftigen; dazu gibt es in Kürze einen Einführungsartikel und regelmäßige Kontoverlaufsinformationen. LG Aurelius
Charts aufbereiten ist eine äußerst aufwendige Angelegenheit und verlangt die gleiche Arbeitsdisziplin, die andere Tätigkeiten im Berufsleben mit sich bringen – es ist von daher auch hier wichtig den Vorgang transparent zu beschreiben. An dieser Stelle möchte ich kurz ein Thema ansprechen, dass mich beim Charting schon immer beschäftigt hat - bisher gab es allerdings nie wirklich einen Grund darüber großartig zu sprechen, da die wenigsten ihre Charts aktiv zur gemeinsamen Arbeit teilen. Allerdings habe ich auch noch nie von jemand anderem dazu ein Statement gelesen, vermutlich weil die meisten Trader nur die Informationen betrachten und sich schneller in Charts "einlesen" als ich. Die Frage ist für mich: Wie erfasst man sinnvoll signifikante Sachverhalte und wie findet man eine übergreifende gültige, schnell verständliche Chartdarstellung, die allen die gleichen Informationen standardisiert vermittelt? Ich führe mal ein paar Dinge auf, die meine persönliche Problematik mit Charts und dem gemeinsamen Verwenden beschreiben: 1. Jeder kennt bestimmt das Phänomen, dass man sich Charts anschaut und sofort feststellt, dass dem Urheber jeglicher Sinn für Ästhetik bzgl. der Farbwahl fehlt - das fängt an mit gräulichen Hintergründen in Horrorrastern und reicht bis hin zu geschmacklos gewählten Farben. Warum gerade diese Kombinationen gewählt wurden ist häufig mehr als unklar und man möchte nicht wissen, wie sich derjenige farblich kleidet. Ich spiele an dieser Stelle noch nicht mal auf das Unverständnis von Kontrast, Größe oder Auflösung an. 2. Wer hat sie nicht schon mal gesehen? Die Charts, die eigentlich in den Louvre gehören. Tausende Linien kreuzen das Bild, etliche Indikatoren und Farben umgeben die Kerzen künstlerisch, so dass man die eigentliche Aussage überhaupt nicht mehr lesen kann. 3. Richtungspfeile für zukünftige Prognosen! Das machen wir ja auch alle gerne, um zu betonen welche Richtung wir erwarten ... und hier hat sich zumindest schon eine sinnvolle Sache ergeben, die ich später noch mal konkretisieren werde. Die Pfeile mit der höheren Wahrscheinlichkeit sind meist fett und blau, während die unwahrscheinlichere Alternative meist hellgrau daherkommt. Am besten sind die leichten Seitwärtszackungen, die uns sagen sollen: "Kann noch ein bisschen dauern ...". Die Grundaussage ist aber auf jeden Fall wertvoll: "Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit nach oben gehen ... aber auch nach unten (na ja ... und vorher vielleicht seitwärts) ?" Diese Liste lässt sich natürlich weiterführen und man könnte sicherlich schnell einen Artikel "Best of Charting" zaubern, aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Dies ist vermutlich kein Thema, über das man wirklich streiten kann - das Ganze ist eben einfach sehr individuell und lässt sich nur schwer neutral kritisieren und sollte der persönlichen Systematik eines Traders überlassen bleiben. Ich versuche also an dieser Stelle einfach meine Systematik für die Charts zu erklären, damit vielleicht der eine oder andere die Charts nachvollziehen kann ohne sich in jeden neuen Chart wieder hineindenken zu müssen. Wie oben schon angedeutet, ist es für mich immer besonders wichtig Standards in Art und Ablauf zu definieren, so dass man im alltäglichen Gebrauch und Ablauf keine Zeit und Gedanken mehr verschwenden muss – quasi eine Form der Prozessoptimierung. Hier also meine persönlichen Definitionen und Regeln zum Charting, sortiert von unwichtig zu wichtig: Prämisse: Die Charts bedeuten für mich die visuelle Interpretation des Verhaltens der Markteilnehmer und ich nehme an, dass die bekannten Indikatoren und signifikanten Punkte von der Mehrzahl der Chartisten beachtet werden. 1. Hintergrund: Der Hintergrund muss einfach nur sehr hell oder sehr dunkel sein, Mittel-Töne vermeide ich, da sie mit anderen Chartelementen Kontrastschwierigkeiten erzeugen können. In diesem Fall verwende ich das Farbschema der DaytradingTeam-Website. 2. Chart-Typ und Skalierung: Ich verwende ausschließlich Kerzen, da die Kerzenform zusätzliche Informationen bereitstellt (zu was? Du meinst sicher gegenüber den Linien- oder Bar-Charts) und diese Informationen aus Kerzen leichter als aus Balken herauszulesen sind. Steigende Kerzen sind bei hellem Hintergrund dunkelgrün, fallende rot. Grundsätzlich verwende ich für alle Timeframes größer gleich Stundencharts logarithmische Achsen, in kleinen Timeframes ziehe ich eine lineare Skalierung vor. 3. Grundeinstellungen: Die Charts sollten immer links anfangen (nicht oben oder unten), nicht aus dem Bild laufen und im rechten Viertel (wenn möglich) mittig enden, so dass dort noch ein wenig Platz zum Einzeichnen der (in der Zukunft liegenden) interessanten Bereiche zur Verfügung steht. Vorteilhaft ist es auch, wenn man die Kerzen des aktuellen Zeitraums (also die letzten) gut erkennen kann. 4. Indikatoren und/oder Oszillatoren: Ich verwende nur Standard-Indikatoren/-Oszillatoren und dabei die Standard-Einstellungen (z.B. 50er, 100er, 200er GDs oder 12/26 MACDs, 10er, 14er, 20er RSI/ Bollinger Bänder, etc.). Die Farbwahl wird immer gleichartig bestimmt: kurze Perioden (z.B. 50er GD) sind grün, längere (z.B. 100er GD) rot, die längsten (z.B. 200er GD) blau. Zwischenperioden werden farblich heller (kürzer) oder dunkler (länger) abgestuft. 5. Linien und Trendkanäle Alle Linien, ob Widerstand, Unterstützung, Kanal, innere Linie, etc. sind schwarz. Wird eine Linie eingefärbt, dann nur weil über diese diskutiert wird. Die Linien werden je nach Signifikanz fett, durchgezogen, gestrichelt, dünn, gepunktet, etc. eingezeichnet. Zentrale Bedeutung haben durchzogene und fette Linien, die anderen Kategorien sind gleichwertig untergeordnet. Nicht mehr aktive oder gebrochene Trendlinien werden von fett auf dünn und dann auf gepunktet gesetzt. Widerstands- und Unterstützungszonen werden als gefärbte Bereiche größerer Breite dargestellt (Rechtecke). 6. Tops/ Bottoms und Formationen Tops und Bottoms werden in transparentem grün in Bogen- /Halbelipsen-Form markiert. Dies schließt spezielle oder Extremformationen wie V- und z.B. SKS-Formationen, etc. mit ein. 7. Bedeutung von Indikatoren und/ oder Oszillatoren: Für mich dienen die Indikatoren und Oszillatoren ausschließlich als Filter und/ oder Bestätigung und sollen mir vor allen Dingen Informationen über Wahrscheinlichkeiten zu erwarteten Reaktionen der Markteilnehmer vermitteln. 8. Tradingrelevante oder interessante Bereiche Mit transparent gelben Ellipsen werden Regionen im Chart markiert, innerhalb derer ich Bewegung erwarte; die Markierungen geben dabei in der Regel keine Auskunft über die vermutete Richtung. Transparent rote und grüne Ellipsen bedeuten Short- und Long-Einstiege, blaue Ellipsen oder Rechtecke sind potentielle Zielzonen. 9. Bedeutung von Linien und Trendkanälen Der wichtigste Punkt ist vermutlich die Frage, wann ein Punkt ein Auflagepunkt, Widerstand etc. darstellt. Ich halte mich hier nur bedingt an Standards und ich denke jeder Trader bringt seine persönliche Note in die Charttechnik. So halte ich mich z.B. für das Einzeichnen von Trendlinien/ -kanälen nicht immer unbedingt exakt an die Tops und Bottoms (= Extremwerte), sondern bewerte einige Ausbrüche als untypisch oder "panikartig"/"euphorisch" und betrachte diese somit nicht unbedingt als signifikant. Zusammenfassend kann man sagen, man sollte alles Wesentliche aufnehmen, und das weniger wichtige weglassen. Hier muss man allerdings leider erwähnen, dass einem nur die eigene Erfahrung sagt, was das Wesentliche genau ist. Abschließend möchte ich noch bemerken, dass Marvins Charts wesentlich mehr Informationen enthalten als die meinen, so dass man durch seine Wochencharts auch viele wichtige Informationen aus dem Verhalten des Instruments in der Vergangenheit herauslesen kann. Die Kombination der beiden Zeitebenen wird uns in Zukunft sicherlich von Nutzen sein. Wir werden nach einer Testphase dann die Charts auch für die öffentliche Bearbeitung für alle freigeben (Tradesignalonline bietet das kostenlos an). Hier gehts zu den Charts: Postiton-/ Swingtrading - DaytradingTeam LG Aurelius