Trading

Trades der Woche 1011

Die Trades der Woche 1011 fallen aus. Marvin hat Urlaub und Aurelius ist momentan anderweitig unabkömmlich - allein bin ich kein Team mehr, also: Ausfall ;-)

Ninja Trader und seine Werkzeuge (6) – ATM

Bevor ich mir die Arbeit mache, ein ausführliches Video zu den ATM-Strategien (Advanced Trade Management) zu machen, gibt es hier ein Beispiel zur Anwendung. Man kann hier besonders gut sehen, wie der Trader beim Trailing unterstüzt wird. Die Orderanpassungsgeschwindigkeit ist weder grafisch im Chart noch per Tastatur von einen Menschen schneller durchführbar als von der Maschine - und hierbei handelt es sich noch um ein einfaches Beispiel ohne Aufteilung der Kontrakte auf verschiedene Target und Stops. Ich möchte auf dieses Werkzeug beim Scalpen nicht verzichten und glaube, dass in den immer mehr automatisierten Märkten solche Technologien eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen werden. Wer also Mikro-Scalping betreibt oder das Risiko nicht im Chart sondern im Geld hat, sollte sich das Video unbedingt anschauen. Viele Grüße Aurelius

Watchlist / Aufträge 1010

Laufende/abgeschlossene Aufträge 1010 (Jahr 2010, Kalenderwoche 10) Tradeübersicht

Trades der Woche CAT-1010-L und ERTS-1010-S

Trades der Woche: CAT-1010-L und ERTS-1010-S Kurzerklärung Caterpillar ist seit Oktober 2009 am Widerstand vom 27.01.2008 gescheitert, hat dann am 17.01. die Zone durchbrochen und mit dem Gesamtmarkt konsolidiert. Jetzt wird der Widerstand wieder in Angriff genommen. Electronic Arts befindet sich seit Juni 2009 im Abwärtstrend. Wir wollen Limit an der Oberkante einsteigen. Chartbilder Wochenchart CAT Wochenchart ERTS _________________________________________________________________ Disclaimer Diese vorgestellten Trades stellen wie immer keine Handlungsaufforderung dar! Hinweise und Haftungsausschluss: Wertpapiere und Derivate können zum Totalverlust des gesamten Einsatzes führen. Die hier veröffentlichten Analysen, Marktkommentare, Handelssignale und durchführten Handlungen sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sämtliche Aktivitäten stellen ausschließlich die persönliche Meinung der Autoren dar und dienen als persönliches Handels-Tagebuchs. DaytradingTeam handelt unabhängig und auf eigenes Risko und hat keinerlei Kompetenzen als Beratungs- oder Finanzdienstleister. (Siehe auch §Haftungsausschluss im Impressum)!

Watchlist / Aufträge 1009

Laufende/abgeschlossene Aufträge 1009 (Jahr 2010, Kalenderwoche 09) Tradeübersicht

Trade der Woche: LHA-1009-L

Trade der Woche: LHA-1009-L Kurzerklärung LHA hat sich auf der unteren Trendkanalbegrenzung gefangen und nimmt Fahrt nach Norden auf. Wir springen auf den Zug, äh das Flugzeug, auf ;-) Chartbild Wochenchart LHA

Twitter-Signale Review und Beispiel zum ES-MINI

Wer sich die Mühe gemacht hat, die Twitter-Signale auszuwerten, ist vermutlich überrascht, wie gut das FDAX-System performt. Die Ergebnisse seit dem 08.02.2010: Trades: 200, davon 101 Longs und 99 Shorts TQ: Gewinner + Break Even: 103, Verlierer: 96 => Ratio 1,07 AVG: Duchschnittlicher ... Gewinner: 14 Punkte, Verlierer: 4 Punkte MAXPL: Größter ... Gewinner: 75 Punkte, Verlierer: 12,5 MAXSERIES: Größte Serie an ... Gewinnern: 13, Verlierern: 7 SUMPOINTS: Punkte ... Gewinner: 1334 , Verlierer: 389 => Ratio 3,7 Dies entspricht nach Abzug von Kommissionen (z.B. 5,00/ Roundturn) einen Betrag von ca. 25.195,00 Euro. Besonders interessant ist, dass es keinen einzigen Verlusttag gab (das sollte misstrauisch machen). Fazit: Es wäre natürlich schön, könnte man diese Ergebnisse ertraden, jedoch muss man realistischerweise sagen, dass es schlicht zu viele Signale sind und im FDAX-Future jede Zeitverzögerung zu einer schlechteren Ausführung führt. Durch die hohe Anzahl an Signalen kommt es natürlich gleichzeitig zu hohen Gebühren. Nach meiner Einschätzung (habe selbst nur wenige dieser Signale gehandelt) wären maximal 400 Punkte drin gewesen, d.h. ca 5.000,00 Euro. Ich werde das FDAX-System jetzt erst mal abschalten und überarbeiten. Das ES-Mini System bleibt online. Ich habe heute noch mal ein bewusst jedes ES-Mini-Signal ein wenig später gehandelt - ich habe quasi den Fall simuliert, dass ich die Signale über das Handy bekomme, dann erst zum PC gehe und den Trade ausführe. Gehandelt habe ich von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr - nicht unbedingt die Kernzeit für den ES-Mini, aber dennoch hat es ganz gut gepasst. Natürlich habe ich durch die späten Einstiege viel Gewinn liegen lassen und der Ausstieg um 16:00 Uhr (Feierabend) hat zusätzlich noch mal erhebliche Punkte gekostet, da ich aber noch keinen passenden ATM (automatisiertes Trademanagement) für den ES-Mini zu diesem System konstruiert habe, ist dies derzeit die beste Handlungsalternative. Es gab 3 Trades mit einem Nettogewinn von 4,5 Punkten. Die dicken blauen Linien stellen die Trades dar. LG Aurelius P.S.: Es gibt demnächst eine kostenfreies (logisch) Webinar dazu!

Vollzeit-Trader (Teil 2) … Freund, Feind und Leid

Für den aktiven und belesenen Trader steht hier vermutlich nicht viel Neues - ich schreibe diese Dinge deshalb auf, weil sie für mich die wichtigsten Schritte darstellen. Im dritten Teil schreibe ich wie ich persönlich meine Aktivitäten plane, welche Märkte ich handle (insbesondere mit welchen Methoden) und wie ich verusuche "über die Runden zu kommen". Wer ist mein Freund, wer ist mein Feind, was für ein Leid – was soll das bedeuten? Es soll aufzeigen, was auf dem Weg wirklich hilft und was nicht. Natürlich ist die Herangehensweise für jeden individuell zu betrachten – ich stelle daher nur meine Meinung dar und behaupte mitnichten, dass diese besonders richtig ist. Leid ist das, was man auch als die Schattenseiten bezeichnen könnte: Verluste, Verlieren und die Verdammung zu ewigen Lernen und Üben. Seminare, Bücher und Coaching Als ich anfing mich für die Finanzmärkte zu interessieren (nein ich war nicht 13 – ich war schon richtig erwachsen) habe ich nahezu alles an Literatur verschlungen, was auf dem Markt zu bekommen war, wobei ich relativ schnell feststellte, dass sich die Inhalte im Laufe der Zeit immer mehr wiederholten – irgendwann war es dann so schlimm, dass ich die Hälfte des Buches überblättern musste, da die Einleitungen stets bekannt waren – seit Jahren habe ich nun gar keine Börsenliteratur mehr angefasst. Sehr ähnlich verhält es sich mit Seminaren und Coachings – die letzten Jahre habe ich großen Abstand dazu gewonnen. Nun habe ich mich allerdings gefragt, ob ich diesen wichtigen Schritt zum Vollzeit-Trader nicht noch mal mit Büchern, Seminaren oder Coachings begleiten lassen sollte – und was soll ich sagen ... es gibt keine Seminare, Coachings oder Bücher für weit fortgeschrittene Trader – ein Witz – es gibt keine Literatur, Seminare oder ähnliches, die einen in dieser Phase an die Hand nimmt und Alternativen aufzeigt; also im übertragenen Sinne befinde ich mich in einem Land, in dem es etliche Grundschulen und Grundschullehrer gibt, aber keine weiterführenden Schulen. Und genau so ist es ... in dieser Landschaft tummeln sich stattdessen mehr Räuber als Retter. Es gibt keine Vertiefung von Trading, keine wissenschaftlich gestützte Lehrmethodik, keine pädagogischen Leitfäden – nichts (nichts was mir persönlich in dieser Phase hilft). Aber es gibt unglaublich viele Seminare und Bücher von Menschen, die gerade mal halb so alt sind wie ich, aber schon zehnmal solange an der Börse handeln. Seminare für Freizeit- und Hobby-Trader , Trading neben dem Beruf, etc. Am meisten frage ich mich, ob diese Leute auch so viel Schmerz an der Börse erfahren mussten, so viele Konten an die Wand gefahren haben wie ich – können die mich überhaupt verstehen? Können die meine hart erworbenen Fähigkeiten ausbauen und verbessern? Und die größte Frage: Können Sie auch von sich behaupten, fast jeden Fehler schon gemacht zu haben? Coachings sind noch das sinnvollste, aber da fehlt mir die Realitätsnähe, die meisten coachen über das Internet und per Telefon – aus meiner persönlichen Sicht eine günstige Alternative – aber nichts was mit gefällt. Beim Coaching erwarte ich auch wesentlich mehr als von einem Seminar, in dem Grundlagen und Techniken vermittelt werden. Bei einem Coaching erwarte ich von einem Profi gecoacht zu werden, ein Trader, der mir zumindest schon mal schwarz auf weiß nachweist, dass er in den letzten 5 Jahren besser getradet hat als ich  – und ... er sollte bezahlbar sein; also Minimum: Nachweise per Depotauszug oder nur direkte Empfehlungen – ansonsten lasse ich davon einfach die Finger. Bei jedem ernstzunehmenden Auftrag in der Wirtschaft (auch im Mittelstand) werden die Referenzen ganz selbstverständlich abgefragt – Blender werden dadurch häufig entlarvt - so hätte ich es hier gerne auch. Fazit: Mir kann keiner helfen – ich muss da alleine durch. Ich bin seit fünfundzwanzig Jahren mit Leib und Seele dem Sport verschrieben und habe immer viele Parallelen in den zentralen, traditionell gelehrten japanischen Kampfsportarten (Karate, Judo, Aikido) zur Börse festgestellt – Neben der konsequenten und kontinuierlichen Übung ist vor allen Dingen bemerkenswert, das man  ab einem gewissen Niveau sich nur noch selbst weiterentwickeln kann, da die Lehrer, die besser sind als man selbst mit jedem Dan-Grad und jeder gewonnenen Meisterschaft weniger (oder erheblich kostspieliger) werden und nur wenige es vermögen, dass vollständige Potential ihres Schülers herauszuarbeiten. Immer und überall: Die Psychologie Oft hört man, dass Psychologie eine wesentliche Rolle spielt: In vielen Büchern wird oft über psychologische Phänomene geschrieben und diese erklärt – ich bin kein Psychologe und vermag die Dinge, die ich dort lese und auch logisch finde, nicht wirklich zu beurteilen; daher will ich also an dieser Stelle nicht die typische Aspekte im Bereich der Tradingpsychologie erwähnen, sondern vielmehr darlegen, dass ich der Meinung bin, dass die Psychologie schon außerhalb der Börse und insbesondere bei bzw. vor der Entscheidung Trader zu werden, eine wichtige Rolle spielt: Es ist selbstverständlich, dass man hier keine allgemeingültige Regel aufstellen kann, denn jeder Mensch ist anders, aber eines haben wir häufig gemeinsam: Uns wird immer irgendwann langweilig und wir finden immer zu unseren liebsten Tätigkeiten zurück. Was machen also Vollzeit-Trader den ganzen Tag so? Viele Neueinsteiger denken über den Erfolg an der Börse sicherlich, man könne ja, nachdem die Trades im System sind, Sport machen oder in Café’s sitzen oder die Ladies am Pool massieren, etc. Ich denke allerdings, hier verhält es sich ähnlich wie in anderen Geschäftsbereichen: In der Regel sind erfolgreiche Menschen eng mit ihrer Geschäftspassion verbunden; letzten Endes finden sie immer wieder zu ihrer Arbeit zurück und gönnen sich nur angemessene Freizeit. IMHO glaube ich, dass auch genau das der Kern erfolgreicher Arbeit ist; denn eine Arbeit, die man leidenschaftlich und mit Spaß an der Freud leistet, wird mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit zu einem guten Arbeitsergebnis führen, als Arbeit die man lediglich "nebenbei" erledigt ... oder um meine persönliche Erfahrung und Meinung in wenige Worte zu fassen und das ganze stärker abzugrenzen: Gewinner bleiben Gewinner, Verlierer bleiben Verlierer; denn wer niemals darüber nachgedacht hat zu den Besten zu gehören, sich abzuheben und grundsätzlich mehr zu Leisten als andere - oder schlussendlich zur Erreichung eines höheren Ziels niemals Opfer gebracht hat - wieso sollte dieser Mensch auf einmal an der Börse eine Ausnahmeerscheinung sein? Wie kann so ein Mensch an der Börse überhaupt zu den langfristigen Gewinnern gehören? Wenn man nicht an verkanntes Talent und Märchen glaubt, muss man kein Psychologe sein, um sich diese Frage selbst zu beantworten – denn einig sind sich die meisten: ohne harte Arbeit und Opfer gibt es keine Trader-Karriere. Fazit: Ohne eine gesunde Psyche und bestimmte, damit eng verbundene, mentale Fähigkeiten ist keine Trader-Karriere möglich. Man muss in der Lage sein harte und kontinuierliche Arbeit zu leisten, ohne eine absehbares Ende vor Augen zu haben. Egal wie viel Rückschläge es gibt, ich muss die Fähigkeit haben immer wieder aufzustehen und den eisernen Willen haben, zu den Besten zu gehören. Übung macht den Meister Die Märkte sind wie ein stockfinstere Höhle ohne Ausgang und keiner kann nur die eigene Hand vor Augen sehen. Die, die lange in diese Höhle sind, kennen sie besser als diejenigen, die sie neu beitreten ... ein kleiner Vorteil. Für das Umschiffen von tödlichen Fallen bei Bewegung in dieser Höhle kann dieser Vorteil plötzlich eine wesentlich größere Bedeutung haben und lerne ich jeden Zentimeter diese Höhle auswendig und achte ich auf die Schreie der Sterbenden, fange ich an zu den wenigen in dieser Höhle zu gehören, die langfristig überleben. Lesen, Lernen, Üben, Traden, Traden, Traden, ... und wieder von vorne ... etliche Male -  dies ist die Grundausbildung. Wissen aufsaugen, eigene Ideen und Meinungen bilden ist der erste Transfer des Erworbenen, gefolgt vom ersten Praktikum: Ein Demokonto nach oben zu traden (z.B. 1000 Trades als Kurzfristtrader bzw. 100 als langfristig orientierter Trader) unter Anwendung von MM und RM ist der krönenden Abschluss dieses „Praktikums“. Alles das sind unumgängliche Lernschritte: Aber wer am Demokonto scheitert oder das nicht mehrmals schafft, hat meiner Meinung nach keine Chance langfristig erfolgreich an der Börse handeln. Das sehen viele anders, aber da ich überwiegend nur nach Indikatoren, Chart und Volumen handle, baue ich auf eine gewisse Reproduzierbarkeit und glaube daran, dass man dies in Ansätzen gut im Demokonto simulieren und sich selbst beweisen kann. Nach erfolgreichem „Praktikum“  kann ich meinen Job beginnen und versuchen ihn bestmöglich im Realhandel auszuführen. Der folgende Teil ist nicht wenig polarisierend und ich werde deshalb häufig angefeindet: Man liest häufiger von Tradern, die ihr Konto vernichtet haben – dies ist zwar keine schöne aber sehr wichtige Erfahrung; nur jetzt kann man lernen aufzustehen und nur hier fängt man an, den persönlichen Bezug zum Geld zu verstehen – wenn mein Konto ruiniert ist und ich darunter leide, habe ich das „falsche Kapital“ verwendet. Ich habe Geld verwendet, das ich nicht zu verlieren bereit war und das führt unweigerlich dazu, dass ich mein Arbeitsmaterial nicht optimal einsetzen konnte. Mein Arbeitsmittel (das Geld) ist wie der Samen eines Bauers; ... er weint niemals, wenn er ihn unter die Erde bringt, ... wenn er tausende davon verliert, kann er das ertragen. Selbst der Totalverlust hindert ihn nicht daran, im nächsten Jahr neu auszusähen. Der Samen ist Mittel zum Zweck, so wie das Kapital des Traders - nicht mehr nicht weniger ... und alles zu verlieren will gelernt sein. Abschließend sei erwähnt, dass man wichtige Erlebnisse beim Trading mittels eines Tagebuchs dokumentieren muss – keine Geschichte ohne Geschichtsschreibung, keine Lehre ohne Lehrbuch: Anfangs sollte man viel schreiben, später nur notwendiges. Was in guten Firmen dem jährlichen Review entspricht ist beim Trading das regelmäßige Blättern in alten Aufzeichnungen des Tagebuchs. Fazit: Übung macht den Meister! Routine festigt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten – und ich sollte meinem kleinen, begrenzten menschliches Gehirn helfen und es nicht überschätzen (Tagebuch). Wer kein Tagebuch führt und sich nichts notiert, ist schlicht zu faul oder überschätzt sich - beides übrigens typische Verlierereigneschaften. Die Motivation und das dazugehörige Fachgebiet Was möchte ich traden? Wie lange möchte ich investiert sein? Was bin ich für ein Typ? Hier gibt es unzählige weitere Fragen, die schon tausendmal irgendwo aufgeführt und erklärt wurden. Eigentlich kann man dazu gar nicht genug schreiben, ich möchte mich aber nur auf einen wesentlichen Punkt beschränken, der mit den oben genannten Inhalten im Zusammenhang steht: Ich muss mich immer und jederzeot wohl fühlen! Es ist mir egal, ob ich 10 Minuten oder 20 Stunden am Rechner sitze – natürlich ist es anstrengend, aber ich möchte nichts anderes machen, auch wenn das Gehalt mal nicht so rosig ist. Ich trade was ich sehe und wenn ich es sehe und wenn ich sogar beginne nur aus Spaß am Spiel zu traden wechsle ich auf ein eigens dafür eingerichtetes Übungs- oder Zocker-Konto. Trading ist mein Leben. An dieser Stelle sind viele Trader anderer Meinung und ich betone deshalb, dass das meine ganz persönliche Ansicht ist – wer nebenbei tradet muss dies nicht beachten, aber wer davon Leben will, sollte sich entscheiden: Ente oder Trente. Fazit: Teste alle Märkte und Zeitebene, berücksichtige dabei die persönlichen Vorlieben und guten (z.B. Geduld) sowie schlechten Eigenschaften (z.B. Ungeduld) – fühl'  dich wohl mit dem was Du wählst. Der Traum vom Trading zu Leben Wir kennen alle die Schwätzer der Szene; gerade in Foren und Blogs gibt es mehr, die angeblich davon Leben können als es statistisch prozentuale Gewinner an der Börse gibt. Unter den offiziell geführten Listen von aufgeführten Top-Verdienern oder Millionären ist mir noch kein Trader in Deutschland aufgefallen - ist auch nicht so einfach, wie man gleich sieht. Im Folgenden sind alle Kosten in Euro pro Monat zu verstehen, unter Gesunderhaltung verstehen wir Essen-, Hygiene- und Reinigungsartikel. Sonstige Einnahmen und somit evtl. anfallende Einkommenssteuer und Gewerbesteuer werden nicht berücksichtigt – wir wählen einen Idealfall von nur 25% Abgeltungssteuer. Diese 25% müssen also gedanklich immer auf die folgenden Grobschätzungen aufgeschlagen werden (man muss also immer mehr Gewinn erzielen als Kosten angegen sind). Hier also mal die Kosten die verschiedene Personengruppen haben - Trading- bzw. Opportunitätskosten, Erstanschaffungen von Autos, Fernsehern oder jeglichen Luxusartikel werden nicht im Detail berücksichtigt. Die roten Summen entsprechen dann Variariationen von Ein- bis Mehrfamilienhaushalten unter verschienden persönlichen Anspruchs-Gesichtspunkten. Beispiel 1 – Geringer Anspruch: Wohnung inkl. Nebenkosten: WG oder Studentwohnheim: 50,00 - 150,00 Gesunderhaltung: Billgste Dicounter-Ware: 100,00 - 200,00 Versicherungen und Altersvorsorge: 0,00 Mobilität: Öffentliche Verkehrmittel: 0,00 - 30,00 Freizeit/ Hobbies: Nur kostenlose Aktivitäten: 0,00 Luxus: Keiner: 0,00 Ausgabenspanne: 150,00 - 380,00 Dieser bettelarme, auf niedrigstem Niveau lebende Mensch, sollte sich an Hartz IV orientieren, Trading ist schlicht nicht nötig. Mit diesem Beispiel will ich andeuten, dass man sich nicht mit Trading beschäftigen sollte und schon gar nicht davon träumen sollte davon leben zu wollen, wenn man sich mit  niedrigsten Ansprüchen zufrieden gibt. Es gibt in diesem Rahmen wesentlich einfache Möglichkeiten zu überleben. Beispiel 2 – Durchschnittsanspruch: Wohnung inkl. Nebenkosten: 400,00 - 800,00 Gesunderhaltung: 150,00 - 300,00 Versicherungen und Altersvorsorge: 50,00 - 200,00 Mobilität: Öffentliche Verkehrmittel/ Auto: 50,00 - 200,00 Freizeit/ Hobbies: Kino, Museum, etc.: 60,00 - 100,00 Luxus: Alkohol/ Zigaretten/ Süssigkeiten: 40,00 Ausgabenspanne: 750,00 – 1640,00 In dieser Gruppe dürften sich die meisten Durchschnittverdiener wiederfinden. Der monatliche Trading-Gewinn sollte also im Durschnitt klar über 1000,00 Euro liegen - Verlustphasen eingerechnet. Beispiel 3 – Gehobener Anspruch: Wohnung/ Haus inkl. Nebenkosten: 800,00 - 1500,00 Gesunderhaltung: 250,00 - 650,00 Versicherungen und Altersvorsorge: 200,00 - 600,00 Mobilität: Auto: 200,00 - 500,00 Freizeit/ Hobbies: Kino, Museum, etc.: 100,00 - 200,00 Luxus: Alkohol/ Zigaretten/ Süssigkeiten/ Elektro-Artikel: 50,00 - 100,00 Ausgabenspanne: 1600,00 – 3550,00 An dieser Stelle kann jetzt jeder für sich selbst überlegen, wie schwer es ist vom Trading zu leben. Manche sind sich über ihre Kosten gar nicht im Klaren oder nehmen an, das die derzeitige Kosten eine Leben lang konstant bleiben: ein Puffer wird gar nicht erst eingeplant.  Ich habe bewusst auf die Schickeria-Anspruchsklasse verzichtet; denn um dieses Niveau zu leben sind sehr hohe monatliche Gewinne notwendig - mir ist derzeit kein öffentlich handelnder Trader namentlich bekannt, den man zu dieser Klasse zählen könnte. Fazit: Bescheidenheit, Planungssicherheit und realistische Herangehensweisen sind notwendige Tugenden. Ein Nebenjob mit festen Einnahmen kann nicht schaden, um eine Gesamtstabilität des eigenen Wirtschaftskreislaufes zu sichern. Kann man seinen Lebensunterhalt langfristig nicht durch Trading sichern ist Trading "just for fun" oder "langfristiges Investieren" die bessere Alternative. Abschliessend eine häufig unterschätzte Komponente - für mich der beste Freund oder der größte Feind: Glück oder „kein Pech“ haben Auch wenn ich ein gutes reproduzierbares System gefunden habe, sollte mir immer klar sein, dass auch Glück (und/ oder Pech) eine vorhandene Komponente ist. Es ist immer möglich, dass sich etwas nicht wie geplant entwickelt und das auch noch absolut ohne ersichtlichen Grund. Ebenso kann ich nur planen, was ich verliere möchte - wie viel ich Gewinne wird stark vom Glück beeinflusst. Man kann das ein wenig mit einer Vollbremsung bei Höchstgeschwindigkeit vergleichen, dort zählen auch Größen wie Übung, Erfahrung, Reaktion, Straßenverhältnisse etc. - aber ein wenig Glück ist außerhalb der Tests in Idealumgebungen ist dann doch notwendig; denn nur eine kleine Pfütze oder ein ungünstiger Windstoß kann bei einer Vollbremsung aus z.B. 300 km/h heraus fatale Folgen haben. LG Aurelius ... to be continued

Highslide for Wordpress Plugin