Projekt: Emotionen

Projekt: Emotionen

Mittlerweile habe ich eine Menge Bücher studiert, ich habe mich in unzähligen Zeitschriften vertieft und habe alle auffindbaren Blogs und Webseiten verschlungen. Ich habe mir die verschiedensten Systeme und Techniken zu Gemüte geführt. Und jetzt, nach gefühlten 10.000 gelesenen Interviews mit erfolgreichen Tradern und dem Verständnis von verschiedenen Ansichten, Systemen und Prinzipien, muss ich zugeben, dass ich genau so weit bin wie davor.

Ich trade immer noch nicht.

Das ist das Einzige, was mich an der ganzen Sache stört. Einiges konnte ich aber für mich mitnehmen:

  • Es gibt jede Menge offene Systeme, die eine bessere Chance liefern als 1:1.
  • Es gibt genug erfolgreiche Trader, die aus ihrem Ansatz keinen Hehl machen und behaupten, dass das schlichte System keinen erfolgreichen Trader ausmacht.
  • Jeder besteht auf Money- und Riskmanagement oder erachtet diese als sehr wichtig.
  • Jeder hat sein Lehrgeld bezahlt.
  • Manche mussten zuerst mehrmals das gesamte Konto gegen die Wand fahren um letzten Endes erfolgreich zu sein.
  • Einige der erfolgreichsten Trader sind eigentlich unbekannt.
  • Ich muss endlich etwas ändern, wenn ich Trader werden will.

Vielleicht habt ihr euch schon ein Bild über meine tolle Performance gemacht. Um mich kurz zu fassen: Von 3.000 € sind noch ca. 300 € übrig. Dazu kommen 5.000 €, die in Microsoft-Aktien investiert sind. Diese müssten auch ca. 1.000 € im Minus sein. Den letzten Trade habe ich vor so langer Zeit getätigt, dass ich mir nicht mehr sicher bin, wann.  Es müsste aber zwei Jahre her sein.

Bisher gingen alle meine Versuche schief. Prinzipiell lässt sich sagen, dass jeder Trade, den ich begonnen habe, im Verlust endete. Ein Mal gab es einen Gewinner, das ist aber eher statistisch zu erklären und lag weniger am Können.

Jeder Trader in den unzähligen Interviews, die ich gelesen habe, ist derselben Meinung :

Traden ist vor allem Psychologie. Diese Tatsache und alles, was ich bisher erlebt habe, bringt mich zu dem Punkt an dem ich gerade stehe.

Projekt: Emotionen.

Ich werde im Januar mein Konto bei der RBS reaktivieren und 1.000 € darauf überweisen. Das Ziel ist innerhalb von drei Monaten nur noch 700 € auf dem Konto zu haben. Es wird Forex getraded (EUR/USD). Ich werde hier das System vorstellen, nach dem ich traden werde. Dieses habe ich aus mehreren Trader’s Zeitschriften und es spricht mich am meisten an.

Ein weiteres Ziel wird sein, pro Monat 100 € zu verlieren, um nach drei Monaten auf die besagten 700 € zu kommen. Das Ganze soll aber nicht eine Wette sein, denn ich könnte alles auf eine Karte setzen und würde mein Ziel erreichen. Es sollen alle Methoden und Prinzipien verwendet werden, die ich bisher gelernt habe.

Es geht vor allem um meine Emotionen. Ich habe nicht das Geld für einen Coach. Somit coache ich mich selbst auf ungewöhnliche Art.

Meine These ist: Habe deine Gefühle im Griff und du wirst Erfolg haben.

Ich will einfach nur traden.

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Über den Autor

Ich bin im Dezember 1984 geboren und zum jetzigen Zeitpunkt 24 Jahre alt. Manche Dinge kann ich gut, aber ich bin momentan kein guter Trader und auch kein erfolgreicher. Ich habe ein Verlust von ca. 3.000 € erwirtschaftet und ich bin ein Freund von Transparenz. Versagen ist für mich keine Schwäche, sondern die Einsicht dessen und das Nicht-Daraus-Lernen. Ein Tradingblog oder besser gesagt ein Tagebuch über meine Erfahrungen an der Börse gibt es auch: http://board.trendinvest.net/showthread.php?s=32557928559229ad41fafc38f7dd6e7d&t=1670 (Man muss aber leider angemeldet sein um es zu lesen.) Ich möchte darüber berichten, über meine Erfahrungen, die wirklich bei Null angefangen haben, ich möchte anderen helfen, die vielleicht noch nicht so weit sind wie ich und ich möchte vor allem eines, erfolgreich traden. Deshalb bin ich hier und schreibe, um zu lernen und anderen zu helfen.

Kommentare (39):

  1. Ich nochmal :-)

    - so einfach , dass wir es manchmal vergessen : Wenn ich mit Angst trade, dann doch vermutlich deshalb , weil ich mit subjektiv großer Marktgewalt unterwegs bin => der Verlust schmerzt mich also sehr und das Risiko , dass danach meine Geldbörse leer ist, dass wird dann wohl extrem groß sein . Dann kann ich aber nicht mehr traden, denn ich bin pleite , meine Karriere als Trader ist somit beendet .

    Wenn ich also keinen Trader-Suizid riskieren will, dann trade ich bitte kleine Marktgewalt . Dann habe ich auch die Chance mehrere Trades zu machen und je mehr ich (verantwortungsvoll) trade, desto mehr Erfahrung sammele ich . Denn , so mein bischen Erfahrung , für mich bedeutet Traden ein Beruf den es zu erlernen gilt . Ich muss üben und aus meinen Fehlern lernen . Ich bin ganz sicher kein Genie und auch kein Superstar Ich muss die Gelegenheit/Chance haben , fleißig zu sein . “Übung macht den Meister”

    Bin ich pleite , dann hat sich das erledigt .

    - die Technik der Turtletrader …. von manchen einstmals als geradezu “magisch” angesehen …ist für mich ein Vorbild an RM/MM .

    - Trendfolgende Trades sind einfacher für mich , als der Swing (fallendes Messer) . Daher meine Empfehlung, auch wenn ich es immer wieder versuche (in das fallende …… ;) )

    Fritz

  2. Alles super Kommentare, wenn auch größtenteils aus meiner Sicht falsch an dieser Stelle bzw. verflosskelt.
    Die Hinweise zu den Systemen, zu Positionsgröße und dem Risiko sind alle richtig, aber eben auch schlichte Grundlagen und völlig unabhängig von Dzeus’ Experiment. Ich glaube nicht, dass jemand der solch ein Experiment wagt diese Dinge nicht alle schon kennt – das ist alles Basis-Anfänger-Fortgeschrittenen-Wissen.

    Ich gehe mal davon aus, dass das meiste nicht unbedingt etwas Neues für die Leser ist, wenngleich diese Hilfestellung ungemein nett ist und dies in der Tat ein Zeichen von Qualität des Blogs und Fleiss und Hilfsbreitschaft der Kommentatoren ist.

    Ohne zu wissen wie und was Dzeus handeln wird, kann man gar nichts aussagen. Ansonsten ist der Weg schon sehr gut und die ablehnende Haltung dazu nicht untypisch – das macht später den wesentlichen Unterschied: Wege zu gehen, die andere nicht nachvollziehen können.

  3. restraint-trader :
    …wenn auch größtenteils aus meiner Sicht falsch an dieser Stelle bzw. verflosskelt…

    …das ist alles Basis-Anfänger-Fortgeschrittenen-Wissen…

    …das meiste nicht unbedingt etwas Neues für die Leser ist…

    Hmmm… ich glaube, hier etwas “Überheblichkeit” herauszulesen. Und darauf reagiere ich für gewöhnlich allergisch, es wird also etwas ungemütlich…

    Könnte es sein, dass Du nicht gerade zur Zielgruppe des Blogs gehörst und ggf. schon “über dem Anfänger-Gefasel” stehst? Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch. Allerdings zu Deiner Information: Das Blog ist in erster Linie NICHT für Profis wie Dich gedacht (die es “nebenbei” mitlesen, aber sich ansonsten eher zurückhalten), sondern v.a. für Beginner und Fortgeschrittene (in diversen unterschiedlichen Graden), die sich austauschen und auch gerne etwas voneinander lernen wollen. Und diese dürfen sehr wohl solche Artikel und v.a. auch solche Kommentare schreiben. Man wird nie einen Wissenstand/Level treffen, der für alle passt… als Profi solltest Du da eher “drüberstehen” und es überlesen bzw. ignorieren.

    …und die ablehnende Haltung dazu nicht untypisch – das macht später den wesentlichen Unterschied: Wege zu gehen, die andere nicht nachvollziehen können.

    Bitte mal genau lesen. Ich glaube, manche Kommentatoren (u.a. auch ich) sehen v.a. das Ziel des “Verlustemachen” negativ, nicht aber den Prozess an sich, ganz im Gegenteil.

    Ohne zu wissen wie und was Dzeus handeln wird, kann man gar nichts aussagen.

    Ja, Zustimmung. Was er handelt, steht oben (EUR/USD). Aber Du meinst sicher das System/die Handelsmethodik. Das will er hier ja noch beschreiben (“Ich werde hier das System vorstellen, nach dem ich traden werde”). Also warten wirs einfach ab…

    Noch mit netten Grüssen
    Marvin

  4. @Marvin
    restraint-trader ist Vollprofi, lies mal seinen Blog ;-)

    Prinzipiell gebe ich Dir aber recht. Wir heißen hier ja “Fürs Team” und nicht “Allein im Kämmerlein mache ich Millionen”…..

    juliettpapa

  5. Bester Marvin, Deine Kommentare gehören immer zu den besten und ich schätze sie sehr. Deine Kritik nehme ich an und entschuldige mich, falls ich jemandem zu Nahe getreten bin (wenn auch mir unverständlich).
    Ich möchte allerdings betonen, dass mein Kommentar nicht annähernd so aggressiv war wie der Deine.

    Hmmm… ich glaube, hier etwas “Überheblichkeit” herauszulesen.

    Das stimmt, dazu stehe ich auch. Schadet auch nur mir – niemandem sonst.

    Könnte es sein, dass Du nicht gerade zur Zielgruppe des Blogs gehörst und ggf. schon “über dem Anfänger-Gefasel” stehst?

    Liest Du Deinen eigenen Blog nicht? (siehe http://www.daytradingteam.de/team-trading/)
    Hier steht ganz klar “alle sind eingeladen”, von “nur Anfänger” steht dort gar nichts. Wenn Du mich hiermit persönlich auslädst, weil ich kein Anfänger bin, muss ich dass natürlich akzeptieren. Für eine sinnvollere und tatsächlich argumentative Begründung wäre ich zu begeistern.

    Man wird nie einen Wissenstand/Level treffen, der für alle passt… als Profi solltest Du da eher “drüberstehen” und es überlesen bzw. ignorieren.

    Das stimmt selbstredend, aber ich sage was ich denke und wovon ich überzeugt bin. Und zum “Überlesen” und “Ignorieren” kann man doch auf die WOT gehen. Da wird das Ziel “dem kleinem Mann zu Geld verhelfen” professionell ignoriert.

    Bitte mal genau lesen. Ich glaube, manche Kommentatoren (u.a. auch ich) sehen v.a. das Ziel des “Verlustemachen” negativ, nicht aber den Prozess an sich, ganz im Gegenteil.

    Habe ich auch gelobt; das ändert nichts an der Tatsache meiner Feststellung zu ungewöhnlichen Wegen. Wolltest Du mir jetzt Widersprechen und mir mit Deinem Kommentar mitteilen, dass Du der Meinung bist es ist völliger Quatsch ungewöhnliche Wege zu gehen. ICH habe übrigens genau gelesen.

    Lies meinen Kommentar noch einmal und nenne mir nur einen Satz, der Deinen potentiellen Angriff gegen mich rechtfertigt. Ich schreibe bewusst “aus meiner Sicht” und betone mit “ich glaube ” und “ich gehe mal davon aus”. Der einzige nicht abgewogene Satz ist: “Ansonsten ist der Weg schon sehr gut und die ablehnende Haltung dazu nicht untypisch – das macht später den wesentlichen Unterschied: Wege zu gehen, die andere nicht nachvollziehen können.”
    Auch damit spreche ich niemanden persönlich an und beleidige schon gar niemanden – empfindlich kann der Satz nur auf Menschen wirken, die sich der zweifelnden Zielgruppe angehörig fühlen und diese lade ich herzlich zu Diskussion ein.

    Noch mit netten Grüssen

    Was soll das? Willst Du die Leser vergraulen mit solchen Drohungen. Wie gesagt mit der “Zielgruppe” hast Du Dich geirrt, nicht ich mich – ich bin mir keines Fehlers bewusst.

    Herzliche Grüße Restraint

  6. @restraint-trader

    Hallo restraint-trader

    Vorneweg: GGf. war mein Kommentar auch etwas zu drastisch? Ich hoffte, dass dies durch meine Einleitung “Und darauf reagiere ich für gewöhnlich allergisch, es wird also etwas ungemütlich…” relativiert zu verstehen war.

    Was mich an Deinem Kommentar gestört hat (ich gebe hier auch ja nur wie Du meine eigene Meinung wider und die muss nicht mit anderen übereinstimmen), ist die von mir herausgelesene leichte “Überheblichkeit”, v.a. gegenüber den Kommentaren zu dem Artikel.
    GGf. war das auch gar nicht von Dir so beabsichtigt bzw. oder ich lag nicht komplett daneben (“Das stimmt, dazu stehe ich auch. Schadet auch nur mir – niemandem sonst.”)? Von Beleidigungen o.ä. habe ich überhaupt nichts geschrieben.

    “Wenn Du mich hiermit persönlich auslädst, weil ich kein Anfänger bin, muss ich dass natürlich akzeptieren.”

    Quatsch, ich lade hier doch keinen aus… ;-) Wie kommst Du denn darauf?

    “Wolltest Du mir jetzt Widersprechen und mir mit Deinem Kommentar mitteilen, dass Du der Meinung bist es ist völliger Quatsch ungewöhnliche Wege zu gehen.”

    Nein, ich habe Dir recht gegegeben.

    “Ich möchte allerdings betonen, dass mein Kommentar nicht annähernd so aggressiv war wie der Deine.”

    Ich glaube, wir brauchen uns nicht weiter aneinander “hochzuschaukeln”.

    “Willst Du die Leser vergraulen mit solchen Drohungen.”

    ?
    Damit wollte ich meinen unfreundlichen Gemütszustand mitteilen, als ich den Kommentar geschrieben habe. ;-)

    Viele Grüsse
    Marvin

  7. @restraint-trader

    “Und zum “Überlesen” und “Ignorieren” kann man doch auf die WOT gehen. Da wird das Ziel “dem kleinem Mann zu Geld verhelfen” professionell ignoriert.”

    Haha, gefällt mir, Dein Zynismus.

    Grüsse
    Marvin

  8. Nu is aber gut

  9. Ohne zu wissen wie und was Dzeus handeln wird, kann man gar nichts aussagen

    Faktisch Falsch , 21 Posts vorher konnten etwas dazu schreiben in der Absicht Erfahrungen auszutauschen und zu helfen.

    Da ich hier neu bin und ich Dich nicht kenne habe ich auf Deinen Nick geklickt um zu sehen, seit wann Du im Forum bist und wieviele Beiträge Du schon eingebracht hast . Deren Lektüre hätte mir vielleicht weitere Einblicke ermöglicht, wer hinter dem Post #22 steckt .

    Aber wenn ich auf Deinen Nick klicke, dann gerate ich auf eine HP und dort , ziemlich weit unten, da steht dann auch noch was vom Coachen .

    @JP : und da is auch nen Clip mit Musike und nem Mann der von vorne und von hinten und von der Seite ……..

    @all but restraint-t. (der weiss es ja) : http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=&search=restraint

    ….

    Fritz

    PS.: “Voll sachlich” geblieben *Stolz guck*

  10. Wer lesen kann ist klar im Vorteil, Fritz. Erst lesen .. dann reden (schreiben).

    Es stimmt auf meinem Blog steht etwas von “Coachen”, nämlich dass ich nie jemanden coachen werde – ich halte nämlich nichts davon! Auch nicht von Seminaren und kostenpflichtigen Abo’s.
    Ich lehne jeglichen Kommerz, der mit Trading gemacht wird ab; deshalb lese ich u.a. auch hier – hättest Du Dir die Muße genommen zu lesen, hättest Du Dir den Auftritt sparen können. Ich schätze das Team hier sehr und ich denke der Sachverhalt ist mit Marvin’s letztem Kommentar auch geklärt.

    Trading lernt man nur durch Trading, Schmerz, Freude, etc. – Lernen, lernen, lernen …

    P.S.: Wer mich kennt, weiss um meine Haltung – nicht für Ungut, verziehen. Auch sachlich … wohl selbstverständlich.

  11. Hier ist sehr viel IQ unterwegs , vielleicht nicht ganz so viel EQ . Drum bin ich nun ruhig und folge dem Wunsch von R-T und lerne lesen .

    Ach … @Alle SCHÖNES WOCHENENDE :-)

    Fritzchen

  12. Brauchst ja nicht gleich ruhig sein; gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille.
    Ich bin viel mehr gespannt was Dzeus zu diesem Thread nun sagt :)

    Auch von mir schönes WE für alle.

  13. Na, da geht aber eine Diskussion den falschen Weg…

    Vorne weg, die ersten Kommentare von Marvin und Restraint-Trader finde ich gut, doch was will uns denn der Artikel von Dzeus sagen?

    Ich glaube, ma kennt meine Einstellung hier zum Traden, aber ich betone sie noch einmal. Trading ist ein Geschäft. Der liebe Dzeus möchte, so hab ich ihn verstanden, dieses Geschäft erlernen. Und, was ich wirklich an diesem Blog Klasse finde, sind hier viele kompetente Geschäftsleute…

    Also helfen wir ihm doch:

    Punkt 1: “…muss ich zugeben, dass ich genau so weit bin wie davor.”

    Lieber Dzeus, Du hast eine Menge Bücher gelesen, unzählige Zeitschriften und ich hoffe, Du hast diesen Blog hier eingehend studiert (z.B. das “Tradungtagebuch” von Marvin) und Du bist genauso weit wie davor????
    Das versteh ich nicht und man kann Dir noch soviele gut gemeinte Kommentare schreiben, aber am Anfang eines jedes Geschäftes steht eine Idee und das Erlernen der Grundlagen. Du solltest also jetzt schon mal das Wissen haben, welche Charttechniken es gibt, mit welchen Instrumente man handeln kann, was es mit bestimmten Wirtschaftsdaten auf sich hat etc. Vieles davon wird Dich evtl. nachher nicht mehr interessieren, aber am Anfang steht nun mal erst die Theorie! Naja, wenigstens konntest Du schon einige Punkte “mitnehmen”…

    Punkt 2: “Von 3.000 € sind noch ca. 300 € übrig. Dazu kommen 5.000 €, die in Microsoft-Aktien investiert sind. Diese müssten auch ca. 1.000 € im Minus sein.”
    Ob Du nun ein Daytrader bist oder investierst, ist Dir ganz selbst überlassen. Aber jeder Trade ist eine Geschäftsaktion…also bitte nicht schreiben “Diese müsste…” sondern “diese ist genau…” (siehe noch mal Marvin´s Werkzeug)

    Punkt 3: “Bisher gingen alle meine Versuche schief. Prinzipiell lässt sich sagen, dass jeder Trade, den ich begonnen habe, im Verlust endete. Ein Mal gab es einen Gewinner, das ist aber eher statistisch zu erklären und lag weniger am Können.”

    Schau Dir noch mal Deine Idee an, solltest Du eine haben. Da ich aber Deinen Artikel ernst nehme und Du mitteiltest, dass Du nach Deinem Studium der Literatur noch genauso da stehst wie vorher, gebe ich Dir den Rat, mal hier die Blogger zu fragen, welche Literatur denn sinnvoll ist und diese noch mal zu studieren!

    Punkt 4: “Traden ist vor allem Psychologie!”

    Okay, das ist ein Punkt, da kann ich Dir nicht helfen. Für mich ist es sonnenklar (Sorry an Marvin wenn überheblich), das ein Geschäftsmann psychologisch mit seinem Geschäft mithalten muss. Wer bei einem errechneten Risiko Schweissausbrüche bekommt, hat in meinen Augen die falsche Branche gewählt und wäre evtl. als Angestellter besser aufgehoben. Gut, Du hast es nun mal jetzt festgestellt. So wie man feststellt, das Wasser nass ist…

    Punkt 5: Den Rest Deines Artikels…

    Puhh, Du hast Dir einen Plan festgelegt, wie Du Geld verlieren willst.
    Jetzt will ich mal herauslesen, dass dieser Verlust einfach Dein errechnetes Risiko ist. Bitte lass es so sein, denn eine rein negative Haltung zum Traden würde mich sofort zu der Schlussfolgerung verleiten, dass Du Dir bitte was anderes suchen solltest.
    Ist das aber Dein errechnetes Risiko, Du kommst damit klar und es passt in Dein Konzept, so finde ich es sogar sehr gut. Irgendeiner schrieb hier, dass zu geringes Kapital keinen Lehreffekt hat. Das sehe ich nicht so. Nimm Dir die prozentualen Zahlen und halte diese konstant, dann bist Du auf den richtigen Weg…wäre da nicht Punkt eins gewesen …

    Allgemein: Mir ist aufgefallen, dass sobald einer schreibt, er möchte das Traden erlernen, sofort Kommentare anfallen, die dem Anfänger zeigen, wie man es selbst gemacht hat. Dabei hat der Newbie noch nicht mal eine Idee oder einen Ansatz solcher. Wie kann man ihn denn dann unterstützen? Wie Restraint-Trader schrieb, geht man nachher Wege, die kein anderer später mehr versteht! Und das finde ich auch gut so. Irgendwo gab es hier schon mal eine Diskussion zwischen mir und Aurelius über das Bekanntmachen einer Geschäftsidee oder der Tradingstrategie. Kein halbwegs erfolgreicher Geschäftsmann gibt seine Stratgie preis. Oder er müsste nachher von den Steuerzahler gerettet werden ;-) .
    Jeder ist seinen individuellen Weg gegangen…erfolgreich oder nicht. Man kann den Newbies die ungefähre Richtung zeigen, aber den genauen Weg (man sprach hier z.B. von der Höhe des Anfangskapitals) muss jeder selbst bestreiten. Man sagt ja auch dem Trading nach, dass man frei vom Chef und selbstständig ist…

    Weiterhin viel Erfolg!!
    Gruss Gedi

  14. Ich finde die ganze Idee gut. Ich denke auch das man seine Strategie erst durch ständiges traden findet. Wobei eine Strategie immer auf den 5-6 Grundstrategien sich herleiten (wie Pullbacks, Trend, Gap, Breakout…).

    Für mich waren die ersten Tradingjahre eigentlich das Anstrengenste eine Strategie zu finden, und zu lernen wie ich diese handel. Da ist meine Empfehlung Demokonten zu handeln und sein Kapital zu schonen und es erweitern. Ich habe gleich mit echtem Geld getradet und viel verloren bis ich überhaupt ein Gefühl für den Markt bekommen habe.
    Dann mußte ich für mich lernen mit all den Emotionen umzugehen die auf mich zu gekommen sind. Verlusttrades in folge, dann ist die Positionsgröße und das Konto zu klein, das es einen langweilt und eigentlich doch nichts passiert usw.
    Mein Problem heute ist immer noch der Punkt wann ich Feierabend machen sollte und den Markt Markt sein lassen sollte. Vorallem an den Tagen wo es richtig gut lief (Ist manchmal im FX doch etwas doof ohne Öffnungszeiten). Dann kommt eine schnelle Bewegung und das hart ertradete Geld vom Tag ist um ein viertel geschmälert. Dann kommt mein Problem das ich Versuche es mir wieder zuholen. Zack! und nur noch die hälfte da. Dann ärger ich mich versuche noch einen Trade und noch ein Verlust und dann ist 18/19:00 Uhr und der Markt macht gar nichts mehr und ich habe fast alles wieder verloren.
    Das schlimmste ist ich kenne das Problem und kann es irgendwie NOCH nicht ändern.

    So ich glaube ich mußte mich mal mitteilen. Das Thema heißt Emotionen.
    Ist auch mein Projekt und ich arbeite an mir.
    Grüße

  15. @ManuelCaesar

    Ich glaube das kennt jeder und vielen Anfängern, die das jetzt lesen, geht es ähnlich. Dieses Problem betrifft überwiegend Intra-Daytrader und ist IMHO eines der am häufigsten auftretenden.

    Es gibt da nur eine Möglichkeit und wenn man das ein paar mal gemacht hat, wird man diesen Fehler nur noch ganz selten wiederholen: Ab Gewinn X, Verlust Y oder, Trefferquotenverlust über Z%: RECHNER AUS!

    Das ändert zwar die Statistik des Gesamtsystems, weil man einige Trades nicht wahrnimmt, die Statistik wird aber unter Umständen auch geändert, wenn man drin bleibt – weil eben die Psyche zum wichtigen Faktor wird.

  16. @Aurelius

    Ich bin Dir eigentlich schon einer Meinung. Nur habe ich das Gefühl das mir dann aber die großen Gewinne flöten gehen, wenn ich mich begrenze aufgrund Gewinn X erreicht. Ich habe sehr oft Gewinne verloren und dann wieder reingeholt und den Tag mit einem + beendet. Es ist der Ärger über mich und den Markt! Ich muß lernen zu begreifen, wenn dieses Gefühl eintritt um dann aufzuhören. Die Katastrophe, MEINE Katastrophe beginnt immer genau dann. Ich muß nicht gefühllos werden sondern mir Bewusst werden was mit mir geschieht.

    Eine tägliche Verlustbegrenzung, usw. habe ich natürlich.
    Ich habe als ich angefangen mit dem Daytraden und die ersten Bücher gelesen habe,von ärger gelesen, aber da habe ich noch keinen ärger gespürt erst jetzt kommt er solangsam. Nach 4 Jahren.

  17. Ab Gewinn X, Verlust Y oder, Trefferquotenverlust über Z%: RECHNER AUS!

    @Aurelius , ich glaube das zieh ich mir auf den Desktop oder noch besser unter den Mauspfeil (wenn ich wüßte, wie das geht :-) )

    Fritz

  18. @ManuelCaesar

    Nur habe ich das Gefühl das mir dann aber die großen Gewinne flöten gehen, wenn ich mich begrenze aufgrund Gewinn X erreicht. Ich habe sehr oft Gewinne verloren und dann wieder reingeholt und den Tag mit einem + beendet.

    Ob Du es nun glaubst oder nicht … Natürlich funktioniert es, dass man seine Verluste wieder reinholt, aber eben nur solange das System stabil und neutral ist. Sobald eine emotionale Verlustkomponente hinzukommt kippt dieses “neutrale” System. Ich habe es vielleicht zu knapp ausgedrückt:

    Raus ab …
    - Verlust Y:
    weil ich ohne Kapital nicht mehr am Spiel teilnehmen kann,
    - Trefferquotenverlust über Z%: der Erwartungswert wird tangiert! Zusätzlich schlagen viele Verluste auf das Gemüt und die Psyche beeinflusst ab diesem Zeitpunkt das Trading.
    - Gewinn X: Oftmals unterschätzt, aber alles hat ein Ende, auch der Handelstag, wer immer alles zurückholen will neigt dazu sein Leben vor der Handelsplattform zu verbringen. Geld wieder reingeholt = kleines Glücksgefühl, Verlust vergrößert = Vernichtungsgefühl exponentiell vergrößert.

    Aber vermutlich muss diese Erfahrung jeder selbst machen :)

  19. Also ich bin jetzt seit 2 Jahren am traden. Der Fortschritt beim traden kam bei mir erst durch Free Trades bei einem neuen Broker. Vorher haben, bei einem Kapitaleinsatz von max. 2000 €, die spärlichen Gewinne
    die Tradinggebühren aufgezehrt.

    Es würde mich schon interesieren wieviel € von den anfänglichen 3000 € wirkliche Verluste darstellen und wieviel davon Tradinggebühren sind?

    Meine Emotionen sind erst ruhiger geworden, als die Anzahl der Trades zugenommen hat.

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