Für den aktiven und belesenen Trader steht hier vermutlich nicht viel Neues – ich schreibe diese Dinge deshalb auf, weil sie für mich die wichtigsten Schritte darstellen. Im dritten Teil schreibe ich wie ich persönlich meine Aktivitäten plane, welche Märkte ich handle (insbesondere mit welchen Methoden) und wie ich verusuche “über die Runden zu kommen”.
Wer ist mein Freund, wer ist mein Feind, was für ein Leid – was soll das bedeuten? Es soll aufzeigen, was auf dem Weg wirklich hilft und was nicht. Natürlich ist die Herangehensweise für jeden individuell zu betrachten – ich stelle daher nur meine Meinung dar und behaupte mitnichten, dass diese besonders richtig ist. Leid ist das, was man auch als die Schattenseiten bezeichnen könnte: Verluste, Verlieren und die Verdammung zu ewigen Lernen und Üben.
Als ich anfing mich für die Finanzmärkte zu interessieren (nein ich war nicht 13 – ich war schon richtig erwachsen) habe ich nahezu alles an Literatur verschlungen, was auf dem Markt zu bekommen war, wobei ich relativ schnell feststellte, dass sich die Inhalte im Laufe der Zeit immer mehr wiederholten – irgendwann war es dann so schlimm, dass ich die Hälfte des Buches überblättern musste, da die Einleitungen stets bekannt waren – seit Jahren habe ich nun gar keine Börsenliteratur mehr angefasst. Sehr ähnlich verhält es sich mit Seminaren und Coachings – die letzten Jahre habe ich großen Abstand dazu gewonnen.
Nun habe ich mich allerdings gefragt, ob ich diesen wichtigen Schritt zum Vollzeit-Trader nicht noch mal mit Büchern, Seminaren oder Coachings begleiten lassen sollte – und was soll ich sagen … es gibt keine Seminare, Coachings oder Bücher für weit fortgeschrittene Trader – ein Witz – es gibt keine Literatur, Seminare oder ähnliches, die einen in dieser Phase an die Hand nimmt und Alternativen aufzeigt; also im übertragenen Sinne befinde ich mich in einem Land, in dem es etliche Grundschulen und Grundschullehrer gibt, aber keine weiterführenden Schulen. Und genau so ist es … in dieser Landschaft tummeln sich stattdessen mehr Räuber als Retter.
Es gibt keine Vertiefung von Trading, keine wissenschaftlich gestützte Lehrmethodik, keine pädagogischen Leitfäden – nichts (nichts was mir persönlich in dieser Phase hilft). Aber es gibt unglaublich viele Seminare und Bücher von Menschen, die gerade mal halb so alt sind wie ich, aber schon zehnmal solange an der Börse handeln. Seminare für Freizeit- und Hobby-Trader , Trading neben dem Beruf, etc. Am meisten frage ich mich, ob diese Leute auch so viel Schmerz an der Börse erfahren mussten, so viele Konten an die Wand gefahren haben wie ich – können die mich überhaupt verstehen? Können die meine hart erworbenen Fähigkeiten ausbauen und verbessern? Und die größte Frage: Können Sie auch von sich behaupten, fast jeden Fehler schon gemacht zu haben?
Coachings sind noch das sinnvollste, aber da fehlt mir die Realitätsnähe, die meisten coachen über das Internet und per Telefon – aus meiner persönlichen Sicht eine günstige Alternative – aber nichts was mit gefällt. Beim Coaching erwarte ich auch wesentlich mehr als von einem Seminar, in dem Grundlagen und Techniken vermittelt werden. Bei einem Coaching erwarte ich von einem Profi gecoacht zu werden, ein Trader, der mir zumindest schon mal schwarz auf weiß nachweist, dass er in den letzten 5 Jahren besser getradet hat als ich – und … er sollte bezahlbar sein; also Minimum: Nachweise per Depotauszug oder nur direkte Empfehlungen – ansonsten lasse ich davon einfach die Finger. Bei jedem ernstzunehmenden Auftrag in der Wirtschaft (auch im Mittelstand) werden die Referenzen ganz selbstverständlich abgefragt – Blender werden dadurch häufig entlarvt – so hätte ich es hier gerne auch.
Fazit: Mir kann keiner helfen – ich muss da alleine durch. Ich bin seit fünfundzwanzig Jahren mit Leib und Seele dem Sport verschrieben und habe immer viele Parallelen in den zentralen, traditionell gelehrten japanischen Kampfsportarten (Karate, Judo, Aikido) zur Börse festgestellt – Neben der konsequenten und kontinuierlichen Übung ist vor allen Dingen bemerkenswert, das man ab einem gewissen Niveau sich nur noch selbst weiterentwickeln kann, da die Lehrer, die besser sind als man selbst mit jedem Dan-Grad und jeder gewonnenen Meisterschaft weniger (oder erheblich kostspieliger) werden und nur wenige es vermögen, dass vollständige Potential ihres Schülers herauszuarbeiten.
Oft hört man, dass Psychologie eine wesentliche Rolle spielt: In vielen Büchern wird oft über psychologische Phänomene geschrieben und diese erklärt – ich bin kein Psychologe und vermag die Dinge, die ich dort lese und auch logisch finde, nicht wirklich zu beurteilen; daher will ich also an dieser Stelle nicht die typische Aspekte im Bereich der Tradingpsychologie erwähnen, sondern vielmehr darlegen, dass ich der Meinung bin, dass die Psychologie schon außerhalb der Börse und insbesondere bei bzw. vor der Entscheidung Trader zu werden, eine wichtige Rolle spielt:
Es ist selbstverständlich, dass man hier keine allgemeingültige Regel aufstellen kann, denn jeder Mensch ist anders, aber eines haben wir häufig gemeinsam: Uns wird immer irgendwann langweilig und wir finden immer zu unseren liebsten Tätigkeiten zurück. Was machen also Vollzeit-Trader den ganzen Tag so?
Viele Neueinsteiger denken über den Erfolg an der Börse sicherlich, man könne ja, nachdem die Trades im System sind, Sport machen oder in Café’s sitzen oder die Ladies am Pool massieren, etc. Ich denke allerdings, hier verhält es sich ähnlich wie in anderen Geschäftsbereichen: In der Regel sind erfolgreiche Menschen eng mit ihrer Geschäftspassion verbunden; letzten Endes finden sie immer wieder zu ihrer Arbeit zurück und gönnen sich nur angemessene Freizeit. IMHO glaube ich, dass auch genau das der Kern erfolgreicher Arbeit ist; denn eine Arbeit, die man leidenschaftlich und mit Spaß an der Freud leistet, wird mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit zu einem guten Arbeitsergebnis führen, als Arbeit die man lediglich “nebenbei” erledigt … oder um meine persönliche Erfahrung und Meinung in wenige Worte zu fassen und das ganze stärker abzugrenzen: Gewinner bleiben Gewinner, Verlierer bleiben Verlierer; denn wer niemals darüber nachgedacht hat zu den Besten zu gehören, sich abzuheben und grundsätzlich mehr zu Leisten als andere – oder schlussendlich zur Erreichung eines höheren Ziels niemals Opfer gebracht hat – wieso sollte dieser Mensch auf einmal an der Börse eine Ausnahmeerscheinung sein? Wie kann so ein Mensch an der Börse überhaupt zu den langfristigen Gewinnern gehören? Wenn man nicht an verkanntes Talent und Märchen glaubt, muss man kein Psychologe sein, um sich diese Frage selbst zu beantworten – denn einig sind sich die meisten: ohne harte Arbeit und Opfer gibt es keine Trader-Karriere.
Fazit: Ohne eine gesunde Psyche und bestimmte, damit eng verbundene, mentale Fähigkeiten ist keine Trader-Karriere möglich. Man muss in der Lage sein harte und kontinuierliche Arbeit zu leisten, ohne eine absehbares Ende vor Augen zu haben. Egal wie viel Rückschläge es gibt, ich muss die Fähigkeit haben immer wieder aufzustehen und den eisernen Willen haben, zu den Besten zu gehören.
Die Märkte sind wie ein stockfinstere Höhle ohne Ausgang und keiner kann nur die eigene Hand vor Augen sehen.
Lesen, Lernen, Üben, Traden, Traden, Traden, … und wieder von vorne … etliche Male - dies ist die Grundausbildung. Wissen aufsaugen, eigene Ideen und Meinungen bilden ist der erste Transfer des Erworbenen, gefolgt vom ersten Praktikum: Ein Demokonto nach oben zu traden (z.B. 1000 Trades als Kurzfristtrader bzw. 100 als langfristig orientierter Trader) unter Anwendung von MM und RM ist der krönenden Abschluss dieses „Praktikums“. Alles das sind unumgängliche Lernschritte: Aber wer am Demokonto scheitert oder das nicht mehrmals schafft, hat meiner Meinung nach keine Chance langfristig erfolgreich an der Börse handeln. Das sehen viele anders, aber da ich überwiegend nur nach Indikatoren, Chart und Volumen handle, baue ich auf eine gewisse Reproduzierbarkeit und glaube daran, dass man dies in Ansätzen gut im Demokonto simulieren und sich selbst beweisen kann. Nach erfolgreichem „Praktikum“ kann ich meinen Job beginnen und versuchen ihn bestmöglich im Realhandel auszuführen.
Der folgende Teil ist nicht wenig polarisierend und ich werde deshalb häufig angefeindet: Man liest häufiger von Tradern, die ihr Konto vernichtet haben – dies ist zwar keine schöne aber sehr wichtige Erfahrung; nur jetzt kann man lernen aufzustehen und nur hier fängt man an, den persönlichen Bezug zum Geld zu verstehen – wenn mein Konto ruiniert ist und ich darunter leide, habe ich das „falsche Kapital“ verwendet. Ich habe Geld verwendet, das ich nicht zu verlieren bereit war und das führt unweigerlich dazu, dass ich mein Arbeitsmaterial nicht optimal einsetzen konnte.
Mein Arbeitsmittel (das Geld) ist wie der Samen eines Bauers;
Der Samen ist Mittel zum Zweck, so wie das Kapital des Traders – nicht mehr nicht weniger … und alles zu verlieren will gelernt sein.
Abschließend sei erwähnt, dass man wichtige Erlebnisse beim Trading mittels eines Tagebuchs dokumentieren muss – keine Geschichte ohne Geschichtsschreibung, keine Lehre ohne Lehrbuch: Anfangs sollte man viel schreiben, später nur notwendiges. Was in guten Firmen dem jährlichen Review entspricht ist beim Trading das regelmäßige Blättern in alten Aufzeichnungen des Tagebuchs.
Fazit: Übung macht den Meister! Routine festigt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten – und ich sollte meinem kleinen, begrenzten menschliches Gehirn helfen und es nicht überschätzen (Tagebuch). Wer kein Tagebuch führt und sich nichts notiert, ist schlicht zu faul oder überschätzt sich – beides übrigens typische Verlierereigneschaften.
Was möchte ich traden? Wie lange möchte ich investiert sein? Was bin ich für ein Typ?
Hier gibt es unzählige weitere Fragen, die schon tausendmal irgendwo aufgeführt und erklärt wurden. Eigentlich kann man dazu gar nicht genug schreiben, ich möchte mich aber nur auf einen wesentlichen Punkt beschränken, der mit den oben genannten Inhalten im Zusammenhang steht: Ich muss mich immer und jederzeot wohl fühlen! Es ist mir egal, ob ich 10 Minuten oder 20 Stunden am Rechner sitze – natürlich ist es anstrengend, aber ich möchte nichts anderes machen, auch wenn das Gehalt mal nicht so rosig ist. Ich trade was ich sehe und wenn ich es sehe und wenn ich sogar beginne nur aus Spaß am Spiel zu traden wechsle ich auf ein eigens dafür eingerichtetes Übungs- oder Zocker-Konto. Trading ist mein Leben.
An dieser Stelle sind viele Trader anderer Meinung und ich betone deshalb, dass das meine ganz persönliche Ansicht ist – wer nebenbei tradet muss dies nicht beachten, aber wer davon Leben will, sollte sich entscheiden: Ente oder Trente.
Fazit: Teste alle Märkte und Zeitebene, berücksichtige dabei die persönlichen Vorlieben und guten (z.B. Geduld) sowie schlechten Eigenschaften (z.B. Ungeduld) – fühl’ dich wohl mit dem was Du wählst.
Wir kennen alle die Schwätzer der Szene; gerade in Foren und Blogs gibt es mehr, die angeblich davon Leben können als es statistisch prozentuale Gewinner an der Börse gibt. Unter den offiziell geführten Listen von aufgeführten Top-Verdienern oder Millionären ist mir noch kein Trader in Deutschland aufgefallen – ist auch nicht so einfach, wie man gleich sieht.
Im Folgenden sind alle Kosten in Euro pro Monat zu verstehen, unter Gesunderhaltung verstehen wir Essen-, Hygiene- und Reinigungsartikel. Sonstige Einnahmen und somit evtl. anfallende Einkommenssteuer und Gewerbesteuer werden nicht berücksichtigt – wir wählen einen Idealfall von nur 25% Abgeltungssteuer. Diese 25% müssen also gedanklich immer auf die folgenden Grobschätzungen aufgeschlagen werden (man muss also immer mehr Gewinn erzielen als Kosten angegen sind). Hier also mal die Kosten die verschiedene Personengruppen haben – Trading- bzw. Opportunitätskosten, Erstanschaffungen von Autos, Fernsehern oder jeglichen Luxusartikel werden nicht im Detail berücksichtigt. Die roten Summen entsprechen dann Variariationen von Ein- bis Mehrfamilienhaushalten unter verschienden persönlichen Anspruchs-Gesichtspunkten.
Beispiel 1 – Geringer Anspruch:
Dieser bettelarme, auf niedrigstem Niveau lebende Mensch, sollte sich an Hartz IV orientieren, Trading ist schlicht nicht nötig. Mit diesem Beispiel will ich andeuten, dass man sich nicht mit Trading beschäftigen sollte und schon gar nicht davon träumen sollte davon leben zu wollen, wenn man sich mit niedrigsten Ansprüchen zufrieden gibt. Es gibt in diesem Rahmen wesentlich einfache Möglichkeiten zu überleben.
Beispiel 2 – Durchschnittsanspruch:
In dieser Gruppe dürften sich die meisten Durchschnittverdiener wiederfinden. Der monatliche Trading-Gewinn sollte also im Durschnitt klar über 1000,00 Euro liegen – Verlustphasen eingerechnet.
Beispiel 3 – Gehobener Anspruch:
An dieser Stelle kann jetzt jeder für sich selbst überlegen, wie schwer es ist vom Trading zu leben. Manche sind sich über ihre Kosten gar nicht im Klaren oder nehmen an, das die derzeitige Kosten eine Leben lang konstant bleiben: ein Puffer wird gar nicht erst eingeplant. Ich habe bewusst auf die Schickeria-Anspruchsklasse verzichtet; denn um dieses Niveau zu leben sind sehr hohe monatliche Gewinne notwendig – mir ist derzeit kein öffentlich handelnder Trader namentlich bekannt, den man zu dieser Klasse zählen könnte.
Fazit: Bescheidenheit, Planungssicherheit und realistische Herangehensweisen sind notwendige Tugenden. Ein Nebenjob mit festen Einnahmen kann nicht schaden, um eine Gesamtstabilität des eigenen Wirtschaftskreislaufes zu sichern. Kann man seinen Lebensunterhalt langfristig nicht durch Trading sichern ist Trading “just for fun” oder “langfristiges Investieren” die bessere Alternative.
Abschliessend eine häufig unterschätzte Komponente – für mich der beste Freund oder der größte Feind:
Auch wenn ich ein gutes reproduzierbares System gefunden habe, sollte mir immer klar sein, dass auch Glück (und/ oder Pech) eine vorhandene Komponente ist. Es ist immer möglich, dass sich etwas nicht wie geplant entwickelt und das auch noch absolut ohne ersichtlichen Grund. Ebenso kann ich nur planen, was ich verliere möchte – wie viel ich Gewinne wird stark vom Glück beeinflusst. Man kann das ein wenig mit einer Vollbremsung bei Höchstgeschwindigkeit vergleichen, dort zählen auch Größen wie Übung, Erfahrung, Reaktion, Straßenverhältnisse etc. – aber ein wenig Glück ist außerhalb der Tests in Idealumgebungen ist dann doch notwendig; denn nur eine kleine Pfütze oder ein ungünstiger Windstoß kann bei einer Vollbremsung aus z.B. 300 km/h heraus fatale Folgen haben.
LG Aurelius
… to be continued
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22. Februar 2010 um 17:28
Sehr interessant, danke für die Einblicke und sprachlich recht schönen Ausführungen. Aus meiner persönlichen Erfahrung könnte man noch ein weiteres Fazit hinzufügen:
“Fehler sind gut. Ohne Fehler herrscht Staganation. Fehler zu machen, bedeutet sich weiter zu entwickeln und das ist beim Trading sehr wichtig”.
Beste Grüße
DT
22. Februar 2010 um 18:25
Sehr schöner Artikel!!!
Ich finde den Psychologie sehr wichtig im traden. Habe seit zwei Wochen ein sehr starkes Tief beim traden, da ich mich sehr unter Erfolgsdruck gesetzt habe. Habe ein paar Verluste gemacht und diese Verluste ärgern mich so sehr, das es für mich sehr schwer ist dort raus zu kommen. Die Mentale Verfassung finde ich beim Traden daher sehr wichtig!
22. Februar 2010 um 19:05
@ManuelCaesar
Stimmt genau. Kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich. Verluste summieren sich in solchen Situationen. Ich handel zwar automatisch, aber das führt dazu, dass ich meine Strategien für alles verantwortlich mache … und letztlich damit wieder mich selbst … ein Teufelskreis …
22. Februar 2010 um 20:59
Hallo Aurelius!
Ein interessanter Artikel….
Du schreibst, dass Du Dich wunderst, das es keine Seminare für Fortgeschrittene Trader gibt. Ein paar Abschnitte schreibst Du, „…Ich denke allerdings, hier verhält es sich ähnlich wie in anderen Geschäftsbereichen…“. Also wissen wir schon mal alle, das Trading ein Geschäft ist! Sorry, ich muss das nochmal betonen…EIN GESCHÄFT!!! KEINER sagt seine Geschäftsidee. Coca-Cola nicht sein Rezept, Henkel nicht seine neue Waschmittelformel, Siemens nicht seine Gesprächstaktiken für sein neues Projekt. Das ist z.B. in meiner zweiten Branche (Insolvenzen) auch das große Problem, wenn der Mandant zu mir kommt, habe ich bei einem evtl. Insolvenzplanverfahren vollen Einblick in sein Unternehmen…das lässt sich keiner gefallen (oder erst, wenn es meist zu spät ist!).
Du wirst also keinen „Fortgeschrittene Trader“ finden, der Dich in sein „Geheimnis“ einweiht. Oder er wird (evtl. weil er ein Nachfolger sucht), Dir erst mal eine Verschwiegenheitserklärung vorlegen. Übrigens hat „Geheimnis“ nichts mit einem „Heiligen Gral“ zu tun. Man sucht sich halt im Markt eine Nische („Fazit: Teste alle Märkte und Zeitebene, berücksichtige dabei die persönlichen Vorlieben und guten (z.B. Geduld) sowie schlechten Eigenschaften (z.B. Ungeduld) – fühl’ dich wohl mit dem was Du wählst.!“)
Zum Thema „Tradingpsychologie“ hab ich mal mehrere Fragen: WO braucht man keine Psychologie? WO gibt es eine Branche, bei dem Arbeitgeber wie –nehmer sich nicht an irgendwelche Regeln halten müssen? WO kann man ein Geschäft aufbauen, bei dem man nicht hart arbeiten muss? Das Problem beim Trading ist, das jeder mit einfachen Mitteln dran teilnehmen kann! Die Medien laden regelrecht dazu ein, noch heute ein Konto zu eröffnen und einfach mal loszulegen. Also so einfach haben es nicht mal Larry Page und Sergei Brin gehabt.
Von ManuelCaesar„Ich finde den Psychologie sehr wichtig im traden. Habe seit zwei Wochen ein sehr starkes Tief beim traden, da ich mich sehr unter Erfolgsdruck gesetzt habe. …“
Ich bin mal so frei und ersetze traden mit Fliegen: „Ich finde den Psychologie sehr wichtig im Fliegen. Habe seit zwei Wochen ein sehr starkes Tief beim fliegen, da ich mich sehr unter Erfolgsdruck gesetzt habe. …“. Jetzt bin ich kein Ausbilder bei den Piloten, aber ich glaube, da wäre nicht mal die Zulassung drin.
Ich will damit nur nochmal verdeutlichen, das was hier so betont wird, eigentlich als Selbstverständlich vorausgesetzt wird. Und sollte mal ein Pilot gerade „down“ sein, so wird seine Routine ihm dabei helfen.
Den Absatz „Der Traum vom Trading zu Leben“ find ich sehr gut.
Zum Thema Glück:
Sagst Du bei Deinem Sport auch jedes Mal, wenn Du die große Aussensichel oder den Schulterwurf ohne Knochenbrüche überstanden hast „Puuuh…was für ein Glück“?! Oder hast Du vorher das Fallen und Abrollen geübt? Auch hier die Frage: WO gibt es dann kein Glück. Wenn der Pilot durchsagt: „Wir hatten heute Glück! Wir sind gut gelandet“. Oder der Elektriker: „Ich schalte mal den Strom ein…Ui, Glück gehabt, keinen Stromschlag bekommen“. Klar gibt es Leute, die mit Glück durch kommen… oder man trainiert und entwickelt Routine (In der Kampfkunst geht es sogar bis zum Reflex).
Sollten die Lehrer einem nichts mehr lehren können, ist man selbst Lehrer (Nicht zu verwechseln mit dem Betreuen von Weißgurten
)!
Der große Vorteil beim Trading ist es, das man üben kann. Wer ein Geschäft eröffnet, gleich welcher Art, muss investieren und kann nicht üben. Wie Du ansprichst, ist das mit einem Demoaccount kein Problem. Doch der Vorteil ist auch ein Nachteil! Dadurch, dass es angeblich so leicht geht, machen sich die wenigsten Gedanken. Sie ignorieren die Buchhaltung, das Controlling, das Management (Was Ihr immer als Tradingbuch (journal) bezeichnet [Aber Trading ist ja ein Geschäft
])! Sie erstellen keinen Plan…jetzt wollte ich gerade schreiben, was aber bei einer Geschäftseröffnung Pflicht ist…doch man glaubt nicht, wie einige „Geschäftsmanager“ Ihr „Geschäft“ führen. Da sind die Newbies beim Trading ja noch besser
…naja, Ihr wisst, was ich meine…
„Es gibt keine Vertiefung von Trading, keine wissenschaftlich gestützte Lehrmethodik, keine pädagogischen Leitfäden – nichts (nichts was mir persönlich in dieser Phase hilft).“
Also das ist ja wirklich die Suche nach dem heiligen Gral. Sorry, aber wieder die Frage: WO gibt es denn in einer Branche wissenschaftlich gestützte Lehrmethodik, die einem persönlich in einer bestimmten Phase weiterhilft? Um mal auf die Kampfkunst zurückzukommen: Entweder hat der Schüler keine Angst, ein Brett zu durchschlagen oder er hat die (extreme) Angst. Ohne Bruchtest keinen weiteren Grad. Man macht es ihm vor, man lehrt ihm die Schlagtechnik, man redet ihm zu, doch wenn er nicht möchte, sollte man ihn nicht zwingen. Oder um bei der Wirtschaft zu bleiben: Wenn einem das Risiko zu groß ist, sein erspartes Kapital in eine Idee zu investieren (und die Idee ist wirklich gut), dann sollte er diesen Schritt nicht unternehmen…
*** „Trading ist mein Leben.“ ***
Also das ist wirklich der heilige Gral. Was für andere als unzumutbare Arbeit gilt, ist für mich Spass. Ich liebe Zahlen. Ich liebe Bilanzen. Ich liebe den DAX. Dafür bin ich halt z.B. in Paragraphen (Insolvenzrecht) schlecht (Ich liebe meine Frau
). Wenn einen Zahlen langweilen, sollte nicht an den Märkten aktiv sein. Ich mag keine Krankenhäuser, aber ein Freund von mir liebt es, Menschen zu helfen! DAS ist der heilige Gral!!! Ich muss mir um meine Rente keine Sorgen mache, da ich nicht vorhabe, in Rente zu gehen. Mir würde was fehlen…
Weiterhin viel Erfolg!
Gruss GeDi
22. Februar 2010 um 21:20
@ GeDi
was hat das mit fliegen zu tun? Es ist doch ein Unterschied für was ich absolute geistige Hochleistung zeigen muß und für was Erfahrung ausreicht.
22. Februar 2010 um 22:30
Sehr guter und authentischer Artikel, zur Psychologie finde ich, muss man gar nicht so viel beachten, solange man sich an die Regeln hält und keine Bauchentscheidungen fällt, auch wenn das in einer DD-Phase sehr schwer fällt.
22. Februar 2010 um 22:38
Das mit den Coachings, Seminaren und Büchern habe ich auch so erlebt, irgendwann merkt man, dass viele Dinge, die in Büchern stehen, einfach nicht stimmen und einfach nicht funktionieren bzw. viel zu selten, dass man hieraus statistisch Profit schlagen könnte.
Irgendwie habe ich den Eindruck, viele Autoren schreiben einfach voneinander ab… Eigentlich müsste man alles, was man aus Büchern lernt selbst backtesten, was ja kaum möglich ist. Daher bleibt fast jeder Trader auch Einzelkämpfer.
22. Februar 2010 um 22:41
Weil viele Trader merken vie schwer es ist und mit wieviel Druck man als Trader lebt, werden viele dann doch Seminaranbieter, ist nun mal leichter als erfolgreich zu traden. Wer von den großen Tradinggurus vergangener Zeiten tradet denn noch groß aktiv?
22. Februar 2010 um 23:27
@DarthTrader
Ja, wie wahr – eines meiner größten Verkaufsargumente bei Kunden bzgl. unserer Software war früher immer genau dieser Satz: “Wir haben alle Fehler gemacht, die man machen konnte!” – Es ist ein Satz den ich aus einem Coaching behalten hatte – er ist nicht nur ein Eingeständnis, sondern soll auch Hinweis geben auf den Lernprozess. Ich würde behaupten ich habe 90% meines brauchbaren Wissens aus Fehlern bezogen.
@ManuelCaesar
Ich habe für mich dieses Problem gelöst und werde das im dritten Teil auch versuchen zu erklären. Ich dachte immer es ist ein Problem, was ich psychologisch angehen muss, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass der psychologische Anteil wesentlich geringer ist als der logische. Es ist für mich nur eine Frage des Bezugs zum Geld.
@GeDi
Danke für Deine Mühe – gute Hinweise. In vielen Punkten hast Du natürlich recht: Natürlich gibt es die Notwendigkeit von psychologischen Grundvoraussetzungen und das Vorhanden sein von Glück auch in anderen Arbeitsbereichen, nur ist es beim Trading eine absolute Grundvoraussetzung für den Erfolg (die aber nicht unbedingt offensichtlich ist). In allen anderen Berufen ändert meine psychologische Verfassung und Glück oder Pech im Arbeitsalltag nicht mein Gehalt (Kündigung und Krankheit sind kein Arbeitsalltag). Am Ende des Monats ist immer das gleiche Leistungsentgelt auf dem Konto.
Deine Argumentation passt aber nahezu uneingeschränkt auf alle Selbständigen.
Hier habe ich ein grundsätzlich anderes Verständnis – ich bin persönlich davon überzeugt, dass es beim Trading keine immer funktionierende “Geschäftsidee” gibt.
Ich erwarte hier eigentlich nicht ein “Geheimnis”, sondern eher eine Anleitung, was es für Möglichkeiten gibt. Ich habe mir meine eigenen nun erarbeitet und finde sie nicht schlecht – ich werde das im dritten Teil auch mit Euch teilen, dann wird vielleicht klarer was ich meine und ich bin dann natürlich gespannt wie der eine oder andere das findet.
Deine Beispiele zum Thema Glück sind auch gut und richtig, decken aber nicht das ab , was ich meinte. Ich habe mich da vermutlich nicht gut genug ausgedrückt bzw. das Beispiel mit der Vollbremsung war zu trivial. Es gibt viele Situationen, wo man natürlich sagt: “Glück gehabt”. Z.B.: Beim Kampfsport eine brenzliche Situation im Club mit Waffengewalt, beim Fliegen ein glimpflicher Blitzeinschlag im Cockpit, beim Elektriker das Berühren einer falsch gekennzeichneten Starkstromleitung – in all diesen Situation geht es ums Überlegen und Glück könnte ein größerer Faktor sein als Routine.
Das wäre ein trauriges Ende
Super wichtiger Abschnitt – gehört eigentlich in den Artikel.
Der Abschnitt mit der Lehrmethodik erscheint mir jetzt ein wenig mißverstäbdlich. Ich meinte keine direkte Anleitung sondern vielmehr eine detaillierte Beschreibung eines Top-Traders (nennen wir sie mal so) zu seinen Trading-Überlebensstrategien. Hier zeichnet sich für mich ab, dass die meisten Top-Trader schon deshalb kaum Strategien veröffentlichen, weil ihre Überlebensstrategie daraus besteht, Seminare, Bücher und Coachings zu verkaufen – so etwas habe ich aber nicht gesucht. Wie schon erwähnt, werde ich das im dritten Teil mal genauer erklären.
Schön das Du es auch so – sind wir schon mal zwei
@MT
Ich glaube das gerade das Einhalten der Regeln die größte Anforderung an die eigne Psyche stellt – nach vielen tausend Trades kann ich von mir zumindest sagen, dass ich immer wieder mal mit meinen Regeln “kämpfe” – wobei sich bei Nichteinhalten dieses Grundsatzes dann wieder der Kreis zum Glück und Pech schliesst.
LG Aurelius
23. Februar 2010 um 13:36
Da hast Du Dir aber viel Mühe gegeben…
Ein paar Kommentare von mir:
Abschnitt “Seminare, Bücher und Coaching”
es gibt keine Seminare, Coachings oder Bücher für weit fortgeschrittene Trader – ein Witz
Das glaube ich nicht ganz. GGf. sollten wir da einmal ein paar Buchideen austauschen?
keine wissenschaftlich gestützte Lehrmethodik,
Im Trading gibts meines Wissens so gut wie nichts, was das Prädikat “Wissenschaft” verdienen würde. Allerhöchstens best practices und viel Halbwissen/-wahrheiten.
also im übertragenen Sinne befinde ich mich in einem Land, in dem es etliche Grundschulen und Grundschullehrer gibt, aber keine weiterführenden Schulen.
Dann bist Du vielleicht schon so weit, dass Du selbst der Lehrer/Schulleiter bist und es Dir nur noch keiner gesagt hat?
Fazit: Mir kann keiner helfen – ich muss da alleine durch.
Glaube ich ehrlich gesagt nicht. Es sei denn, Du bist quasi schon am Top…
Abschnitt “Psychologie”
…der die Ladies am Pool massieren
Schick’ sie rüber…
IMHO glaube ich, dass auch genau das der Kern erfolgreicher Arbeit ist; denn eine Arbeit, die man leidenschaftlich und mit Spaß an der Freud leistet, wird mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit zu einem guten Arbeitsergebnis führen, als Arbeit die man lediglich “nebenbei” erledigt
Ja, aber beim Trading kommt folgender Punkt hinzu: Man kann so gut wie alles richtig machen, wird aber trotzdem (finanziell und mental) abgestraft, weil “der Markt gerade mal wieder anders ist oder sich gerade ändert” o.ä. Leidenschaftlich und harte Arbeit ist mE Voraussetzung, aber auch nicht mehr, d.h. leider auch keine Garantie, dass man damit zum erfolgreichen Trader wird. Ohne die Voraussetzungen wirds allerings gar nichts.
Gewinner bleiben Gewinner, Verlierer bleiben Verlierer
Da möchte ich widersprechen: Bin mir sicher, dass jeder Profi-Trader als Anfänger Verlierer war und dann im Laufe der Zeit (mehr oder weniger schnell) zum Gewinner wurde. Auch die umgekehrtn Fälle gibts: Jahrelang erfolgreiche Trader stürzen innerhalb eines Zeitraumes ab. Wie viele Hedgefonds sind z.B. 2008 pleitegegangen? Ich meine was von um die 20-30% gelesen zu haben…
Oder meintest Du die mentale Einstellung? Klar, wer sich selbst immer nur als Verlierer sieht, der wird auch meist verlieren. Das ist so. Man braucht also schon eine “Gewinner”-Einstellung. Das hat auch viel mit Selbstvertrauen zu tun.
Abschnitt “Übung macht den Meister”
Mein Arbeitsmittel (das Geld) ist wie der Samen eines Bauers;
Jetzt wirds aber philosophisch…
Selbst der Totalverlust hindert ihn nicht daran, im nächsten Jahr neu auszusähen.
Manche werden dies aber nicht “überleben”… zumindest wird man dann aber massiv zurückgeworfen.
Wer kein Tagebuch führt und sich nichts notiert, ist schlicht zu faul oder überschätzt sich
Full ACK.
Abschnitt “Die Motivation und das dazugehörige Fachgebiet”
Eine kurze Unterscheidung der Fachgebiete:
- Scalping
- Newstrading
- Swingtrading
- Positionstrading (alles diskretionär)
- Handelssystemprogrammierung
- …
- und: Investieren (kein Trading!)
Abschnitt “Der Traum vom Trading zu Leben”
Luxus: Alkohol/ Zigaretten/ Süssigkeiten: 40,00
Haha, ja v.a. Süssigkeiten…
Luxus: Alkohol/ Zigaretten/ Süssigkeiten/ Elektro-Artikel: 50,00 – 100,00
Haha, “Elektro-Artikel” kommen also erst bei “Beispiel 3 – Gehobener Anspruch” vor… damit willst Du wohl solche Sachen wie das unsägliche iPhone und andere, nicht unbedingt notwendige Dinge zum Leben “rechtfertigen”…?
D.h. jemand mit “Durchschnittsanspruch” darf sich keine Stereoanlage leisten?
Abschnitt Glück oder “kein Pech” haben
Ebenso kann ich nur planen, was ich verliere möchte – wie viel ich Gewinne wird stark vom Glück beeinflusst.
Ja, ersetze aber “Glück” durch “Zufall”. Und: Die eigene Erfahrung hilft natürlich ungemein, mit neuen Situationen im Trading zurechtzukommen und sich auf seine Fähigkeiten verlassen zu können.
–
@GeDi:
“Ich muss mir um meine Rente keine Sorgen mache, da ich nicht vorhabe, in Rente zu gehen.”
Haha, da wird sowieso dann nix mehr übrigbleiben, wovon man leben könnte…
23. Februar 2010 um 13:57
@Marvin
Na, auf die Buchideen bin ich aber gespannt
Wohl kaum
Da brauchst Du nicht widersprechen, ich meinte etwas anderes: Es gibt Menschen die, egal was sie anfassen, es richtig machen und zu guten Ergebnissen kommen – und es gibt Menschen, die bekommen nichts auf die Reihe – und deshalb habe ich auch geschrieben “um meine persönliche Erfahrung und Meinung in wenige Worte zu fassen”. Es ging dabei mehr um die Vorauswahl bevor man mit Trading überhaupt anfängt.
Wie kommst Du den darauf? Einen ipod oder mp3-Player hat jeder Hartz IV-Empfänger, ganz zu schweigen von PC, Radio, Fernsehern, etc. all dass sind Elektro-Luxus-Güter (vom Zubehör wie USB-Sticks etc. spreche ich gar nicht erst), die man nicht unbedingt benötigt – auch ein AB und ein Handy zählen dazu! – Alles “Durchschnittsanspruch” – Iphone ist evtl. eine Stufe höher.
Ja, klar – Glück oder Pech ist hier nicht weiter als ein emotional bewertetes Zufallsereignis.
Ansontens Danke (insbes. Ergänzung Fachgebiete) – passt alles
LG Aurelius
23. Februar 2010 um 15:41
Noch eine Anm. zu “Der Traum vom Trading zu Leben”:
In einem besuchten Webinar gestern wurde eine Summe von ca. 300K genannt, um vom Trading alleine (!) leben zu können…
Grüsse
Marvin
23. Februar 2010 um 20:59
“Das glaube ich nicht ganz. GGf. sollten wir da einmal ein paar Buchideen austauschen?”
Das finde ich eine gute Idee!!!
“In einem besuchten Webinar gestern wurde eine Summe von ca. 300K genannt, um vom Trading alleine (!) leben zu können…”
Soll der vormachen, in einem guten Jahr, klar, aber es gibt auch schlechte Jahre…
23. Februar 2010 um 21:02
Zu den Büchern könnte man sich ja auch austauschen, welche Strategien nützlich sind??? Z.B. Ausbruchstrading, auf lange Sicht … eher nicht so hilfreich usw. und dann differenzierter, welche Strategie, welches set up in welcher Marktphase …
23. Februar 2010 um 21:38
Das halte ich für mehr als subjektiv. Ganz einfach, weil es zwei Variablen gibt: die Performance und die Entnahmehöhe. Das ergibt eine Spanne von mehreren zehntausend……… conclusio: Es gibt kein Mindestkapital!
Salve!
JuliettPapa
23. Februar 2010 um 22:37
@juliettpapa
Ich sehe das ähnlich. Ich habe das für mich komplett neu definiert – kannst Du demnächst lesen. Vorne weg muss für mich gelten, dass mich das gesuchte Kapital x bei 50% Verlust noch weitere 5 Jahre auf “niedriger Flamme” am Leben hält.
LG Aurelius
23. Februar 2010 um 22:52
@Aurelius
Das hört sich sinnvoll und wohlüberlegt an.
Da sind wir dann aber auch schon bei ganz anderen Zahlen….. da sind die 300k mal knapp.
300000 – 50% = 150000 / 5 = 30000 / 12 = 2500 pro Monat Brutto.
Hmmmmmmm. Wem’s reicht…. nichts mit Q7
LG
juliettpapa
23. Februar 2010 um 23:41
So sieht’ s aus
… Q7? Neee …
LG Aurelius
25. Februar 2010 um 14:32
300000 –
und was macht man, wenn man dann auch evtl. noch mit einem DD startet…
28. Februar 2010 um 16:49
@ManuelCaesar
“was hat das mit fliegen zu tun? Es ist doch ein Unterschied für was ich absolute geistige Hochleistung zeigen muß und für was Erfahrung ausreicht.”
Das war nur ein Beispiel…ich hoffe nur, das Du nicht meinst, das bei Piloten nur Erfahrung ausreicht…da wäre der Streik der Lufthansa-Piloten aber schnell auf diesem Blog
@Aurelius
“Hier habe ich ein grundsätzlich anderes Verständnis – ich bin persönlich davon überzeugt, dass es beim Trading keine immer funktionierende “Geschäftsidee” gibt.”
Das ist eine interessante Einstellung. Könntest Du sie evtl. begründen? In jedem Geschäft ist man solange erfolgreich, bis die Konkurrenz in den Markt tritt. Wenn man seine Strategie veröffentlich, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese nicht mehr funktioniert. Vielleicht für ein besseres Verständnis: Ich meine rausgelesen zu haben, das Du eine Softwarefirma hast. Das ist eine zukunftsträchtige Branche. Erzähl doch mal genau, was Du für Software anbietest. Was hast Du denn für Kunden (Anschrift..)? Welchen Quellcode nimmst Du? Könntest Du mal Deine Programmierung hier posten, so wie Du vor hast, Deine Tradingstrategie hier zu posten?
Wie lange meinst Du, bis Deine Gewinnmarge fällt? Bis Deine Kunden einen Anruf bekommen, das sie Dein Produkt günstiger bekommen?
Gruss
GeDi