Wie versprochen hier ein paar Videos zum heutigen Tag und dem Traden der Twitter-Signale (Intraday-Future-Trades). Es sollten alle Trades drauf sein. Vielleicht sind die Videos ein wenig langweilig, aber so ist es halt – die Videos sind mitunter nur sinnvoll für diejenigen, die sich für Intradaytrading interessieren.
ES Twittersignale 1 from Aurelius on Vimeo.
ES Twittersignale 2 from Aurelius on Vimeo.
ES Twittersignale 3 from Aurelius on Vimeo.
ES Twittersignale 4 from Aurelius on Vimeo.
ES Twittersignale 5 from Aurelius on Vimeo.
Hier die trades im Detail:
… und die zugehörige Statistik:
LG Aurelius
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
12. Februar 2010 um 22:21
Klasse Videos Aurelius,
absolut staubtrocken, (bitte nicht negativ verstehen, sondern positiv) so wie nunmal Trading ist, Gewinne und die dazugehörenden Verluste ohne jeglichen Glamour und Show. Es ist zu erkennen wie mühsam es ist sich eine Edge zu erarbeiten. Die Programmierung von Indi´s und stundenlangen(über Wochen und Monaten) Backtestings, und glaub mir ich weiß wovon ich spreche, um zu eruieren ob man einen Vorteil besaß, aber für die Zukunft keinerlei Garantie ist . Da klingt es wirklich nach Verhöhnung an die hart arbeitenden Trader,wenn zwei tradingunerfahrene Milchgesichter kommen und vom Flughafen oder Pizzeria im Vorbeigehen nur Winningtrades absetzen.
12. Februar 2010 um 22:27
Dem kann ich nur zustimmen. Wirklich klasse. Sachlich erklärt und umgesetzt. Danke….und hallo erst einmal
12. Februar 2010 um 23:00
Ja, super und vor allem realistisch!!!
12. Februar 2010 um 23:09
Vielen Dank,
es ist in der Tat so, dass ich einen guten Tag erwischt habe. Immer wenn ich hier etwas Live mache, geht das erst ziemlich in die Hose und wendet sich dann zum Guten. An anderen Tagen ist es auch gerne mal andersherum
.
Die Monate April-Oktober letzten Jahres waren für mich sehr hart; könnte sie auch als schlimm bezeichnen – von daher freut es mich besonders, dass man die harte Arbeit erkennt. Ich habe an meinen Indikatoren ca. sieben Monate gearbeitet – nicht selten hatte ich dabei 12-16-Stunde-Tage. Die Tests im Demo-Modus liefen nahezu immer gut, die Verluste im Realhandel lagen 2009 bei ca. 15K – sehr ernüchternd und frustrierend. Hinzu kommen noch 5K aus einem anderen Trading-Projekt (dazu später mehr).
– dafür hätte man in der Zeit im Freibad chillen können.
Die Gewinne der ersten Jahreshälfte haben sich nahezu amortisiert – ein 5% Konto bei der Postbank, wäre 2009 nicht viel schlechter gewesen
LG Aurelius
13. Februar 2010 um 05:54
Du hast eine Sympathische Stimme
Eine Frage hätte ich aber,
hast Du keinen Notfall Stopp im System der dich vor Überraschungen schützt?
Gruß
Klaus
13. Februar 2010 um 10:27
Danke, dass ist ein wichtiger Punkt, den man erwähnen sollte.
Sobald ich vom Rechner aufstehe oder den Bildschirm nur für ein paar Minuten verlasse geht ein Stop ins System – also immer wenn ich nicht anwesend bin (overnight, Mittag, etc.). Beim ES gehe ich mit dem Stop immer sehr entspannt um, da dort selten extrem gefährliche Bewegungen ausserhalb der News einsetzten (mit einem Kontrakt ist das selbst zu den News noch einigermaßen ertäglich). Hinzu kommt, dass ich den Stop i.d.R., so wie im Video zu sehen, erst bei der komplette Positionsgröße setze (also bei 3-5 Kontrakten). … und noch zusätzlich hängt meine Stop-Philosophie neben den News auch vom Tagesyklus ab, so gehe ich es zu mittagszeiten entspannter an, als z.B. zur Eröffnung.
Anders beim TF und FDAX, dort ist ein schnelles Stop-Einstellen jederzeit Pflicht, wobei man klar sagen muss, dass einen dieser bei heftigen Marktbewegungen nicht vor etlichen Ticks Slippage schützt. In der Regel benutze ich dort ATM’s (automatische Trade-Management-Systeme).
Beim kurzfristigen Trading von Aktien oder im Forex ist das übgrigens völlig anders – dort gehen meine Order grundsätzlich immer Stop und Target zugleich in den Markt.
LG Aurelius
13. Februar 2010 um 10:33
“Da klingt es wirklich nach Verhöhnung an die hart arbeitenden Trader,wenn zwei tradingunerfahrene Milchgesichter kommen und vom Flughafen oder Pizzeria im Vorbeigehen nur Winningtrades absetzen.”
Durch diese “Gute-Laune-Trader-Spaß-Fraktion” fühlt man sich wirklich irgendwie verarscht…zu ärgerlich, dass bei so viel Lifestyle und Fun dann die Zeit fehlt zu den Spaß-Trades noch die zugehörigen Kontoauszüge zu posten
13. Februar 2010 um 10:36
und mindestens genauso ärgerlich, dass die Dateigrößen, dann auch noch verhindern, dass das geniale TQ 80-Screencast hochgeladen wird…
, so muss die Tradingwelt leider weiter darauf warten
13. Februar 2010 um 10:50
Ich sehe das ja nicht so streng wie Ihr, aber mein Tradingstil lässt sich leider nicht am Flughafen oder von der Pizzaria aus traden – habe das aber auch nie versucht, da ich mich niemals auf eine mobile Verbindung in einer mir nicht bekannten Netzumgebung verlassen würde und weil ich mich dort schlecht konzentrieren könnte. Meine Swing-Trades schaue ich mir dagegen wohl schon mal von unterwegs aus an; für IB gibt es eine der besten Trading-Oberflächen für mobile Geräte überhaupt (trotzdem, nur anschauen, gehandelt wird vom PC).
Ich halte es allerdings und vor allen Dingen für wichtig, die Verluste immer mit zu zeigen, auch wenn Gewinnen schwierig zu erlernen ist, so sind es die Verluste, die unbemerkt am Trader nagen, die Performance schmelzen lassen, die Hoffnung senken und einer emotionslosen Herangehensweise bedürfen.
Trading ohne Verluste gibt es nicht – wer behauptet nur zu gewinnen, spricht die Unwahrheit. Und IMHO sind RM und MM die halbe Miete, Können und Erfahrung sind die Wohnungsschlüssel und was man weniger gerne hört: das tägliche Brot erhalte ich zum großen Teil auch durch die Paarung aller Eigenschaften mit Glück und Zufall. Das kann man natürlich nicht so sehr gut auf Seminaren und Coachings verkaufen.
LG Aurelius
13. Februar 2010 um 11:16
Es ging mehr um so Dinge wie das mal plötzlich deine Leitung unterbrochen(Strom Ausfall) ist.
Dann wäre ich mit einem selbst sehr weiten Stopp doch immer ruhiger.
Aber das muss jeder selber wissen.
Für mich ist es halt immer eins.
Order plus Stopp
13. Februar 2010 um 11:24
Ohne Frage ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Wie gesagt, bei den “gefährlichen” Instrumenten und Positionen ist das eine Pflicht.
Stromaus- und Internetverbindungsausfall sehe ich weniger als Problem, da meine USV auf jende Fall 7 Minuten nach dem Stromausfall hält und ich zusätzlich auch einen UMTS-Zugang habe.
Was ich in lezter Zeit mal wieder häufiger erlebt habe ist, dass die Verbindung zum Broker bzw. Datenfeed zusammenbricht … und dann hilft meist nur ein Anruf beim Broker.
13. Februar 2010 um 12:21
“Ich sehe das ja nicht so streng wie Ihr, aber mein Tradingstil lässt sich leider nicht am Flughafen oder von der Pizzaria aus traden”
Es stimmt, dass der Ort nicht die entscheidende Rolle spielt. MIT TRANSPARENZ kann man meinetwegen noch beim Whale Watching in Alaska oder aus dem Weltall traden. Der Punkt ist, dass man sich durch Übertreibungen und Trades ohne Transparenz einfach irgendwann veräppelt fühlt (ob das Gefühl zu Unrecht besteht, können sie ja durch Transparenz zeigen) – Winnertrades im Vorbeigehen von Airports, Pizzerien, beim Fondue… dann zeitversetzte Veröffentlichung, ohne Kontoauszug…
Und dann viele Ankündigungen, die nicht eingehalten werden. IMO Nicht nachvollziehbare Ausreden (z.B. Dateigröße), da fühlt man sich für dumm verkauft und das schafft IMO nun mal kein Vertrauen, und wenn dann plötzlich auf dieser Basis teure Seminare verkauft werden sollen, fühlt sich das dann IMO einfach nicht gut an.
Aber ich gebe dir Recht, das Problem ist nicht der Ort, sondern das Dauerthema: die Transparenz…
13. Februar 2010 um 12:35
Und die tollen Winnertrades von Airports, Pizzerien, beim Fondue schaffen nun mal ein falsches Bild und machen gerade Anfängern, den coolen dynamischen Trader vor, der man vielleicht durch die Seminare werden solle…?, schade, dass man hier nicht reinzeichnen kann, sonst würde ich ne Karikatur hier rein posten: ein cooler braungebrannter Trader – vielleicht noch im Nerz, der am Airport mit ner Blondine im Arm, ner Zigarre im Mund, Handy an einem Ohr und nem Whiskey am Tresen, eben mit dem kleinen Finger noch einen seiner Winnertrades ins Handy oder den Laptop abgibt…
Sorry, ich weiß irgendwie nicht ganz sachlich, aber diese überspitzte Assoziation kommt bei mir einfach, wenn ich diese ganzen Geschichten lese…und genau das ist doch ein ganz falsches Bild vom Trading.
13. Februar 2010 um 12:39
@Willi
Du hast natürlich recht, wenn sie transparenter wären, würden sich viele Fragen von selbst klären – es ist ein selbsgebautes Problem.
13. Februar 2010 um 13:07
Hi Aurelius,
Sehr gute Videos…
Zum Thema Zufall:
“…das tägliche Brot erhalte ich zum großen Teil auch durch die Paarung aller Eigenschaften mit Glück und Zufall.”
Zufall – Begriff für alles, was nicht notwendig oder beabsichtigt geschieht; das Zusammentreffen von nicht absehbaren Ereignissen.(Quelle:wissen.de)
).
Glück oder Pech ist die Auslegung, wie man den Zufall sieht (mal ein bisschen philosophieren
Also mir kam es in den Videos nicht so vor, als ob Du die Ereignisse nicht vorhergesehen hättest. Wie Du irgendwo schon schriebst, steht für Dich der Verlust ja schon im Vorhinein fest (hier 500$). Und ein Gewinn ist ja auch ein absehbares Ereigniss, mit dem Du mehr oder weniger rechnest.
Weiterhin viel Erfolg!
Gruss GeDi
13. Februar 2010 um 13:25
@GeDi
Der Verlust ist nie Zufall, das ist die einzige Größe, auf die ich Einfluß habe.
. Ich kann ja vorher nicht wissen wie weit es läuft – reine Schätzung an Widerständen und Unterstüzungen … und an dann Glück, wenn es so kommt, wie ich geplant habe.
Der Gewinn ist eben gepaarter Zufall
Zum Philosophieren: Der Zeitpunkt, zu welchem ich eine Aussage treffe ist natürlich auch wichtig, um zu bewerten ob es Zufall ist oder nicht. In diesem Fall bedeutet das, dass es natürlich kein Zufall mehr gewesen ist an diesem Tag mindestens Break-Even rauszukommen; denn ich hätte den Trade garantiert nicht mehr unter 200$ fallen lassen. Was für den initialen Verlust gilt, gilt natürlich auch für den Trailing Stop
Zum exakten Zeitpunkt des letztn Tradeeintritts hätte ich diese Aussage nicht treffen können
LG Aurelius