Januar2010

Wochenausblick der Indizes KW5 2010

Wochenausblick für Indizes aus der Sicht der Markttechnik Markttechnik simplified in 2010: Auf der Suche nach einem Weg, möglichst das grosse Bild der Markttechnik in den Charts darzustellen und somit leichter Traden zu lernen, habe ich mich für das 120-Minuten-Chart entschieden. Dort sind immer noch genügend Bars pro Tag um eine feine Bewegung erfassen zu können und Sie bekommen einfach eine grössere Zeitreihe auf den Bildschirm. Und Kurse entstehen ja, wie im letzten Traders Magazin geschrieben aus der Time & Sales Liste, nicht aus dem Chart heraus. Somit geht es nur um die Praktikabilität. Vergangene Zählung in Schwarz Kursmöglichkeiten + Markttechnische Punkte sind in Blau (Nachkomma Stellen bitte nicht berücksichtigen.) FESX (Eurostoxx Endlos Kontrakt) 120-Minuten-Chart Markante Bereiche: 2800 2730 2677 Revue der letzten Woche: Nix neues an der Front, im Moment werden auch die letzten Marktteilnehmer aus Ihren Long-Positionen getrieben. Das Jahreshoch ist in weiter Ferne. Situation aus Sicht der Markttechnik: Der Eurostoxx befindet sich auf dem 120-Minuten-Bild in einer abwärtsgerichteten Bewegung. Durch die Stärke der letzten Bewegung, könnte sich mit Unterschreiten der Marke bei 2730 ein neuer Punkt 2 aus Sicht der Markttechnik bilden. Jeder Anstieg, der nicht über 2800 Punkte geht, ist nur eine Korrektur in der Abwärtsbewegung. Deshalb also Vorsicht, nicht zu schnell euphorisch werden für Long Positionen. Solange die 2800 nicht überschritten werden, ist weiter von fallenden Hochpunkten und fallenden Tiefpunkten auszugehen. Nächster Halt: 2677 Punkte. FGBL (Bund Endlos Kontrakt) 120-Minuten-Chart Markante Bereiche: 123,93 123,66 122,80 Revue der letzten Woche: Die starke Marke von 123,50 konnte der Bund nur leicht überwinden. Der Bund brach am Freitagabend aus seiner Seitwärtsrange der letzten Woche aus. Situation aus Sicht der Markttechnik: Nach Ausbruch aus der Seitwärtsphase ist der Aufwärtstrend intakt. Wünschenswert wäre jetzt ein Anstieg bis 123,93. Danach eine leichte Korrektur auf die 123,66. Warum? Weil dann diejenigen die bereits in Long-Positionen investiert sind, Gewinne mitnehmen, und sich dadurch ein Punkt 2 aus Sicht der Markttechnik bildet. Das andere Szenario, wäre ein Wiedereintritt in die Seitwärtsphase. Auch darauf sollten Sie gefasst sein. Sollte es aus der Seitwärtsphase deutlich unter 122,80 gehen, könnte sich ein Abwärtstrend etablieren. Das halte ich aber im Moment noch verfrüht. FDAX (Dax Endlos Kontrakt) 120-Minuten-Chart Markante Bereiche: 5731 5516 5323 Revue der letzten Woche: Nachdem Sie nun mit Ankündigung von mir neue Jahreshochs gesehen haben, geht  fast schon traditionell der Januar - Februar Schlussverkauf los. Situation aus Sicht der Markttechnik: Sollten die Kurse unter 5516 fallen, haben wir den bisherigen Punkt 2 aus Sicht der Markttechnik bestätigt. Jeglicher Rücklauf, der nicht über die 5750 geht, und dauerhaft dort schliesst, ist nur eine Korrektur in der laufenden Abwärtsbewegung. Damit würde dann auch der Punkt 3 bei 5750 bestätigt werden. Nach der Definition des Trendes dürfen Sie sich auf fallende Hochpunkte und fallende Tiefpunkte einstellen. Nächster Halt: 5323. -------- Die Charts sind mit tradesignalonline erstellt worden. simple and profitable trading wünscht Euch Carsten Umland Dies stellt wie immer keine Handlungsaufforderung dar. (Siehe auch §Haftungsausschluss im Impressum) * zum Teil geschützte Markennamen, die hier lediglich zur Erläuterung der Märkte verwendet wurden. (Siehe auch §Verwendung von Markennamen und Markenbezeichnungen im Impressum)

Trade der Woche: VZ-1004-L

Trade der Woche: VZ-1004-L Verizon befindet sich seit Oktober 2008 in einem symmetrischen Dreieck. Der Ausbruch nach oben erfolgte im November 2009. Der folgende Test der Dreiecksoberkante erfolgte im Januar 2010 mit der vorletzten Wochenkerze. Da es in der letzten Wochen zu einer Korrektur des Gesamtmarktes kam, wurde die Unterstützung erneut getestet. . Chartbilder Wochenchart: Tageschart: _________________________________________________________________ Disclaimer Diese vorgestellten Trades stellen wie immer keine Handlungsaufforderung dar! Hinweise und Haftungsausschluss: Wertpapiere und Derivate können zum Totalverlust des gesamten Einsatzes führen. Die hier veröffentlichten Analysen, Marktkommentare, Handelssignale und durchführten Handlungen sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sämtliche Aktivitäten stellen ausschließlich die persönliche Meinung der Autoren dar und dienen als persönliches Handels-Tagebuchs. DaytradingTeam handelt unabhängig und auf eigenes Risko und hat keinerlei Kompetenzen als Beratungs- oder Finanzdienstleister. (Siehe auch §Haftungsausschluss im Impressum)!

Watchlist / Aufträge 1004

Laufende/abgeschlossene Aufträge 1004 (Jahr 2010, Kalenderwoche 04) Tradeübersicht

Wie lange könnte es dauern?

Im ersten Artikel gingen wir auf die Frage ein, ob das Traden erlernbar wäre. - Ja, es kommt aber auf die Erwartungen an. Zu den Besten zu gehören wird sich nicht von Anfang an ergeben. Es heißt nicht umsonst: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen". Vor einiger Zeit bin ich auf diesen Blog-Eintrag gestoßen. Es handelte sich um nichts Geringeres als die Überlegung wie lange es dauern könnte bis eine Person ein Experte auf einem Gebiet wird. Dabei kommen diese Überlegungen aus dem Buch "Outliers" von Malcolm Gladwell. Dort hat er untersucht wie viele Übungsstunden ein professioneller Eishockeyspieler, ein Pianist und ein Komponist jeweils gebraucht haben um wirklich gut auf ihrem Gebiet zu werden. Zu meiner Überraschung waren es lediglich 10.000 Stunden. Klingt nicht viel und möglicherweise sind wir schon Milliarden gewöhnt und alles andere erscheint uns wenig. Wir haben somit ein Arbeitspensum von 10.000 Stunden. Würden wir jeden Tag diszipliniert eine Stunde mit dem Trading verbringen, dann wären das 27 Jahre. Bei drei Stunden am Tag, wären es noch etwas mehr als 9 Jahre. Dies bedeutet aber, dass sowohl am Wochenende jeweils drei Stunden am Tag in das Traden zu investieren ist - als auch während des Urlaubs. Für mich ist das erschreckend und enttäuschend zugleich. Gehen wir von einem Angestellten aus, der acht Stunden am Tag arbeiten muss. Meistens ist die Pause nicht bezahlt, also 8,5 Stunden. Kommt noch die Anfahrt hinzu, sagen wir idealerweise 30 Minuten inkl. der Rückfahrt. Sind wir bei neun Stunden. Leider gehöre ich zu den Menschen die etwas mehr schlaf brauchen. Manchmal sind es neun Stunden manchmal acht. 9 + 8,5 = 17,5. Bleiben in diesem Fall 6,5 Stunden übrig, wovon Körperpflege, Essenszeiten und Haushaltsarbeit noch abzuziehen ist. Mir fällt es leider oft schwer mit meiner Zeit klar zu kommen. Deshalb möchte ich hier auch die Dringlichkeit formulieren sich mit seiner Zeit auseinander zu setzen. Was möchte ich erreichen? Wo möchte ich in fünf oder zehn Jahren stehen? Verfalle nicht dem angenehmen Glauben schnell erfolgreich an der Börse zu sein. Mir ist es so ergangen und mein dritter Neustart lässt noch immer auf sich warten.

Vollzeit-Trader (Teil 1) … Challenges – soweit der Browser reicht

Diese Artikelserie besteht aus drei Teilen, die ich der Übersicht und des Umfanges halber aufgeteilt habe. Bevor ich beschreibe, wie ich persönlich versuche meinen Lebensunterhalt als Vollzeittrader zu sichern und allgemein dieses Projekt angehe, muss ich ein paar Grundgedanken niederlegen und vielleicht auch Illusionen zerstören. Im ersten Teil schreibe ich etwas über den derzeitigen Trader-Boom und meine Ansicht dazu (das ist wichtig für das Verständnis meines aufgezeigten Weges). Im zweiten folgen die unverzichtbaren Schritte und Grundlagen, und im letzten stelle ich meine Systematik und Herangehensweise vor. Diesen letzten Teil wird es nur öffentlich und ohne besonderes Passwort geben, wenn die beiden vorhergehenden Artikelteile kommentiert wurden; denn wir haben zwar laut Blogstatistik wahnsinnig viele Leser und Abonnenten, jedoch ist es für uns schwer einzuschätzen welche Zielgruppe hier liest und wie man uns einschätzt. In letzter Zeit habe ich häufiger Mails erhalten, die mich insofern verwirren, dass sie den Eindruck erwecken, als wären wir hier alle Vollprofis. Wir sind eine gesunde Mischung aus erfahrenen und weniger erfahrenen Tradern und wünschen die Diskussion - unsere Konten sind sauber und einige verdienen mit Trading Geld – Millionäre gibt’s hier keine. Wie alle, machen auch wir Verluste, Fehler und sind nicht anders als die anderen Trader dort draußen – das gehört nun mal alles zum „Spiel“. Hier gibt es keinen Supertrader, wohl aber erfahrende und gute Trader, die ihr über Jahre erworbenes Wissen gerne weitergeben und teilen. ... Challenges - soweit der Browser reicht oder wie werde ich in einem Jahr Millionär? Realität, Fiktion oder einfach nur Werbung Ich schreibe diesen Post, weil ich das Gefühl habe, dass so manches mal die Realität auf der Strecke bleibt. Zur Zeit sprießen überall irgendwelche komischen Challenges aus den Blogs und Foren, bei denen Trader in x Monaten eine Million Euro ertraden wollen. Mal abgesehen davon, dass die meisten dieser Blogger - völlig realitätsfremd - Verpflichtungen wie Steuern und sonstige Kosten und kapitalabhängige Gegebenheiten und Haftungshintergründe bei den jeweiligen Brokern überhaupt nicht beachten, bekommt man immer automatisch das Gefühl, es handelt sich um Marketingauktionen oder um Aktionen Leser für einen Blog zu gewinnen. Die Ketzer Auf der anderen Seite kann man aber im Internet auch wunderschön beobachten wie die Community diejenigen, die es versuchen, sofort kreuzigt. Man hat grundsätzlich gar keine Chance seinen Erfolg anzupreisen; denn noch bevor man die erste Aktion startet, fallen alle über einen als „Ketzer der Märkte“ her. Ich halte mich in der Regel dabei immer zurück, da meine Meinung an dieser Stelle nichts bewirkt, denn: die Profis lesen so etwas gar nicht erst, die Fortgeschrittenen haben längst ihr eigenes Bild, die Anfänger und Einsteiger merken schneller selbst wie es läuft als ihnen lieb ist und Tradern mit devotem Guru-Anhänger-Verhalten ist sowieso nicht zu helfen. Der Hauptgrund meiner Zurückhaltung ist aber, dass ich nicht weiß, ob derjenige es nicht vielleicht doch schaffen könnte; denn alles ist grundsätzlich möglich. Können zeigen: Demo oder Real Die Argumentation, ob jemand ein Demo-Konto nutzt oder nicht ist völlig nebensächlich; dies entspricht der gleichen Argumentationsgrundlage, bei denen Trader behaupten der Broker sei an ihren Verlusten schuld. Selbstverständlich hat der Broker oder die Art des Kontos einen maßgeblichen Einfluss auf die Performance und schon aus psychologischen Gründen sind diese Unterschiede zwischen Real- und Demokonto naturgegeben. Aber genauso wenig wird jemand Millionär (vom Kontostand her) weil er einen tollen Broker oder ein Demokonto hatte, wie er pleite geht auf Grund des Brokers oder der Plattform – es gilt in beiden Fällen die Nachteile und Vorteile durch Kompetenz auszugleichen. Man kann an dieser Stelle das Beispiel von Spitzenfahrern der Formel 1 anführen, welche permanent irgendwelchen Nachteilen bei unterschiedlichen Strecken und Wetterverhältnissen ausgesetzt sind; die guten Fahrer fahren nicht nur im Training (demo) gut sondern auch im Rennen (real) ... und umgekehrt – und wenn einer nicht Weltmeister wird, liegt es sicher nicht am Wetter. Abschließend sollte man die ganze Demo-/ Real-Frage noch mal logisch betrachten: Meistens wahr ist: Wer ein Realkonto erfolgreich handeln kann, der kann auch eine Demokonto erfolgreich handeln. Wer ein Demokonto nicht erfolgreich handeln kann, der wird in der Regel auch bei einem Realkonto nicht erfolgreich sein. Absolut ohne Zusammenhang ist: Wer ein Demokonto erfolgreich handeln kann, der schafft das noch lange nicht auf einem Realkonto. Auch wenn der letzte Satz logisch erscheint, so sind die Umgebungsparamter viel zu mannigfaltig, als dass diese Aussage pauschal gelten kann. Wenn ein „Niemand“ das sagt wird er angegriffen, spräche so ein Broker selbst oder ein bekannter Vollprofi wäre man schon vorsichtiger. Hat es einer schon mehrmals bewiesen, schweigt man und wartet geduldig auf seine erste Niederlage um zu sagen: „Siehste!“. Ob es nun wirklich so einfach ist eine Million Euro mit Trading zur verdienen vermag ich nicht zu bewerten – aus meiner persönlichen Sicht ist es sehr schwer. LG Aurelius ... to be continued Folgeartikel: Vollzeitrader (Teil 2) ... schon eine Challenge für sich

Tradingideen

Wie im Chat versprochen, hier nun eine Rubrik zum Thema Tradingideen: Jeder der ein interessantes Setup hat kann dieses hier gerne posten. Sollte eine Idee oder ein Setup tatsächlich Anklang finden und Diskussionen auslösen werden wir hier im Blog die Ansätzte per Backtest und Livetest prüfen (soweit möglich) und feedback geben. Natürlich sind wir an jeder Idee interessiert, denn man lernt nie aus und je mehr Ansätze man kennt, desto mehr kann man kreativ modifizieren. Ich habe den ganzen Tag nebenbei nach einem Plugin gesucht, dass die Bilder in Kommentaren direkt einbindet und nicht nur den Link anzeigt, konnte aber nichts derartiges finden. Bis ich etwas "ausgegraben" oder selbst entwickelt habe, werde ich mir also manuell die Arbeit machen und eventuelle gesendete Links zu Bildern direkt umzuwandeln, so dass diese direkt angezeigt werden. Also traut Euch ... LG Aurelius

NinjaTrader und seine Tücken

Vorne weg möchte ich bemerken, dass ich nach wie vor der Meinung bin, dass es sich bei NinjaTrader um eine der besten Plattformen auf dem Markt für private Trader handelt. Die Möglichkeiten von Unterstützungen für diskretionären Methoden bis zu vollautomatischen Handelssystemen sind nahezu unerschöpflich und wenn man programmiertechnischen Hintergrund hat gibt es derzeit kaum bessere Alternativen. An dieser Stelle will ich allerdings noch mal eine Diskussion au dem Blog aufgreifen, die die Stabilität, Performance und Zuverlässigkeit der Software betreffen. Um dies zu verstehen muss ich eingangs etwas über meinen Trading Desktop und die Einstellungen erzählen: Primär trade ich mit NinjaTrader Futures, Forex und Aktien bei IB und Futures bei Mirus. Ich habe zudem noch sechs Metatrader-Accounts bei verschiedenen Brokern, wobei die Accounts auf zwei Rechner verteilt werden und auf meinem Hauptrechner nur zwei Metatrader-Applikationen laufen. Auf meinem Trading PC mit zwei Monitoren läuft also gleichzeitig immer: Skype Firefox Metatrader – FXOpen Metatrader – FXPro NinjaTrader IB-Trader Workstation Ich nutze dafür einen Quad-Core PC mit 3 GHZ und 16 GB RAM und zwei 1 TB Festplatten (Raid) mit zwei 24 Zoll-Monitoren. Diese Konfiguration ist übrigens wesentlich perfomanter als die Nutzung des Mac-Pro mit ähnlicher Konfiguration (von Virtualisierung spreche ich hier gar nicht erst – ich erwähne das, weil ich ein Unix- und Apple-Kind bin und das Unternehemen aus Redmond nur die Qual der Wahl ist). Die Prozessor-Auslastung liegt pro Prozessor zu „normalen“ Tagesmarktphasen bei 10%-20% abends und nachts bei ca. 1%-2%. Ich denke an dieser Stelle wird jedem klar sein, dass die Hardwareausstattung mehr als ausreichend ist und diesbezüglich kein Engpass zu erwarten sein sollte. Auf meinem Desktop nutze ich zwei Workspaces jeweils auf zwei Bildschirmen. NinjaTrader bietet die Möglichkeit immer jeweils einen Desktop in den Hintergrund zu stellen (nicht sichtbar) und zwischen diesen zügig (relativ gesehen) zu wechseln – ein Workspace dient den Futures, der andere den Aktien. In der Regel habe ich auf dem primären Monitor zwei und auf dem anderen sechs-neun Charts (je nach Marktphase) gleichzeitig offen. Die Charts enthalten in der Regel immer mindesten drei, höchstens 8 Indikatoren – allerdings sind einige Charts mit komplexen (seitens der Berechnung) und kommerziellen Indikatoren ausgestattet. An dieser Stelle möchte ich nicht darüber sprechen, ob es für den einen oder anderen sinnvoll ist mit mehreren Indikatoren zu arbeiten – sondern einfach nur festhalten, dass ich von einer professionellen Software, die mich immerhin ca. 1000 Euro kostet, eine stabile Funktionalität erwarte – daher nun die Nachteile, wobei ich mich auf die wesentlichen konzentriere, insbesondere die, die mich schon einige Euros gekostet haben :) : Grundsätzliches I: Es gibt ein massives Problem mit dem Speichermanagement. Da ich mich recht gut mit der Softwareproduktion und -Entwicklung auskenne, kann ich dieses Problem relativ leicht lokalisieren. NinjaTrader kann zum Teil nicht mit der Menge an Informationen durch Chart-Input, Berechnung von Indikatoren und temporärer Speicherung dieser Daten umgehen. Die Software muss in regelmäßigen Abständen neu gestartet werden, weil sie vermutlich über zu wenige Mechanismen zum Schutz vor Speicherüberläufen verfügt. Besonders dramatisch gestaltet es sich, wenn man kleinere Tickcharts in Märkten mit hohem Volumen über eine größere Periode (z.B. 20 Tage) öffenen will – hier kommt NinjaTrader und seine Datenbank z.B. im ES-Future  schnell an seine Grenzen und wirft eine Fehlermeldung aus. In einigen Foren habe ich gelesen, dass sogar ein regelmäßiger kompletter Neustart des Betriebssystems empfohlen wird. Grundsätzliches II: Die Datenbank-Basis, die verwendet wird ist nicht annähernd als qualitativer und performanter Standard zu bezeichnen. Kaum eine moderne und professionelle Software würde diese Software noch benutzen – sie ist bekannt für ihre Grenzen und Anfälligkeit. Chart- und Instrumentwechsel: Beim Wechsel von Werten kann es unter höherer Last zu Fehlern im Chart kommen, der Chart kann dann trotz Reload-History-Funktionen nicht mehr aktualisiert werden und zeigt ein unverständliches Gap – ein Neustart der Software behebt das Problem. Besonders problematisch ist dies in folgenden Fällen: bei kommerziellen Indikatoren mit Online-Lizensprüfung, bei kleinen Tick-, Range- und Volumcharts in Märkten mit großem Volumen; hier kann schon mal einige Zeit dauern bis der gewünschte Chart gezeichnet wird. Newstime: Heftige Kursbewegungen können die Software kurzzeitig „einfrieren“ – dies wird natürlich genau dann zum Problem wenn man eine Position zu dieser Zeit schließen muss. An dieser Stelle vermute ich wieder Probleme mit der Datenbank, hier scheint es einen Stau beim wegschreiben von Informationen zu geben - das Problem erinnert mich zumindest stark an die Ereignisse mit besagter Datenbank in den 90er Jahren. Letztendlich ist dies aber ein Problem von vielen Trading-Software-Produkten. Auswertungen: Die Auswertungen sind zum Teil sehr sonderbar, sie zeigen manchmal Trades an, die man nie gemacht hat und weichen nicht selten von den Kontoauszügen des Brokers ab. Trader mit ein bis fünf Trades am Tag werden das vermutlich nicht bemerken, jeder den ich kenne, der bis zu 40 Trades am Tag macht hat das gleiche Problem schon mindestens einmal gehabt. Meist kann man das Problem lösen, indem man die Datenbank repariert – das funktioniert allerdings nur dann, wenn die Software samt Datenbank nicht zwischendurch abgestürzt ist. Besonders ärgerlich ist bei der Auswertungsfunktionalität, dass Euro wie Dollar behandelt werden und keine Umrechnungsfunktion existiert – sinnvolle Auswertungen sind daher nur durch Trennung der Märkte möglich. Anbindung an den Broker: Zwar kann man mit der Multibroker-Lizens viele Broker anbinden, jedoch sind einige Funktionalitäten nicht standardmäßig integriert: So lässt sich der Account bei IB zwar mit allen Informationen  zum Buying-Power etc. abrufen, jedoch lässt sich die 24-stündige Zwangtrennung von IB nicht umgehen – dies ist für automatische Handelssysteme natürlich schlecht. Bei Mirus gibt es dieses Problem nicht, dafür hat man dort keinerlei Angaben zum Konto ausser dem aktuellen Kontostand  - wie sich dieser bei laufenden Positionen berechnet und vor allen Dingen in welchen Zeitfenstern und der reelle Abgleich mit dem Konotauszug bleibt ein Rätsel für den Anwender. Gut das klingt zum Teil heftig ... ist aber alles nicht so schlimm, wenn man sich Workarounds erarbeitet und ein wenig Verzicht auf Komfort übt. Mich persönlich stört es vor allen Dingen deshalb, weil ich von einer kommerziellen Bezahl-Variante ein wenig mehr erwarte und stecke daher große Hoffnung in die Version 7.0. Trader, die nur einfache Orderarten nutzen und vor allen Dingen nur verhältnismäßig wenige Order in das System eingeben oder solche, die nur mit schlichten Charts und ein bis zwei Werten auskommen werden diese Tücken vermutlich nie kennenlernen. Es ist wie eine Diskussion über Autos oder Motorräder: Wer nie mehrfach oder regelmäßig 250-350 km/h fährt und dies für Irrsinn hält, wird niemals über die Qualität eines Fahrwerks oder einen PS-Hubraum-Verhältnises ernsthaft nachdenken und wird das Verhalten seines Fahrzeugs für korrekt halten und auch Fehlverhalten nicht unmittelbar erkennen – reizt man sein Fahrzeug allerdings tatsächlich regelmäßig aus – bemerkt man diese Mängel schnell. Aus diesem Grunde gibt es in der europäischen Industrie harte Tests zur Qualitätssicherung, die bei den Produkten an die Grenzen gehen, um diese zu bewerten – dies ist bei NinjaTrader definitiv nicht geschehen (würde auch mit dieser Datenbankwahl vermutlich zu einem Fiasko führen). Böse Zungen behaupten, dass vermutlich die meisten Anwender pleite sind, bevor sie in den Genuss der ganzen Probleme kommen :). Dennoch: NinjaTrader bleibt meine erste Wahl, insbesondere weil Support und Service erstklassig sind und die Community stetig wächst – und für kurzfristiges Trading ist es eine der besten Plattformen für private Trader überhaupt. Ich denke, dass es aber wichtig ist, immer offen, ehrlich und unabhängig Lob und Kritik gleichwertig an entsprechender Stelle anzubringen und sämtliche Dinge regelmäßig und mit ein wenig Abstand neutral zu bewerten. In diesem Sinne kann ich die Software, trotz dieser Wermutstropfen, weiterhin empfehlen und stehe nach wie vor zu Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung. LG Aurelius

Gehälter anheben bei der Commerzbank?

Zitat aus der FAZ.NET: "  07. Januar 2010 Der Aufsichtsratsvorsitzende der teilverstaatlichten Commerzbank, Klaus-Peter Müller, ist mit seinem Vorstoß gescheitert, die Deckelung der Vorstandsgehälter von 500 000 auf 750 000 Euro anzuheben. Das Bundesfinanzministerium lehnte dies ab. Müller wollte die Obergrenze schon für 2010 erhöhen, obwohl die Commerzbank ihre 18,2 Milliarden Euro Staatshilfe nicht zurückgezahlt hat und bisher auch keine Zinszahlungen auf das vom Staat gegebene Kapital leistet.  " Quelle: faz.net Als ich das so las, und mir überlegte, wie man diese Forderung wohl begründen kann, fiel mir ein alter Sketch von Peter Frankenfeld ein. Der verteilt 28.000 Mark an 7 Leute...... Der interessante Teil beginnt bei 3:45 Schaut mal:

Highslide for Wordpress Plugin