Markttechnisches Trading (Einführung)
Einleitung:
Das „Markttechnische“ Trading basiert auf den Ausführungen von Michael Voigt in seinem Buch „Das große Buch der Markttechnik“.
Hierin wird weniger eine spezielle Tradingstrategie, als vielmehr ein ganzheitlicher Tradingansatz, eine Einstellung zum Trading vorgestellt.
Dieses wird auch bereits durch den Untertitel „Auf der Suche nach der Qualität im Trading“ deutlich.
Das Buch steht auf vier Säulen:
1.) Markt-Verständnis
2.) Aufzeichnungen
3.) Beständigkeit
4.) Diversifikation
Die Punkte 2.) – 3.) sollen hier nur kurz angerissen werden, für Näheres wird auf das Buch verwiesen.
Ein Hauptaugenmerk sollte der Trader auf seine Aufzeichnungen (Trading-Journal, Trading-Tagebuch, Mental-Tagebuch) legen, nur durch diese kann er sich weiterentwickeln und aus seinen Fehler lernen, so dass „Qualität im Trading“ entstehen kann.
Des Weiteren muss ein Trader Beständigkeit aufweisen und beharrlich seinen Trading-Plan befolgen; ähnlich einem Teppichhändler auf dem Basar, der beharrlich jeden Passanten anspricht in dem Wissen, dass nicht jeder Passant (Trade) ein Käufer (Gewinner) sein wird.
Als letzter wichtiger (!) Punkt kommt die Diversifikation ins Spiel, durch die man eine Risiko-Streuung erreicht; hier wird im Buch Giacomo Casanova angeführt, der sein Liebesleben ebenfalls auf mehrere Frauen „diversifizierte“. Diversifikation bedeutet hier über die Märkte (z. B. Aktien-Indizes, Commodities, Währungen, Renten), über die Zeiteinheiten (Daily, Hourly, 15M, Tick …) als auch über die Signalgenerierung (Ausbruch, Bewegung, Trend).
Die Markttechnik an sich bildet das Markt-Verständnis.
Hierbei wird die Frage „Wo geht der Markt hin?“ durch die praktischere Frage „Wo kann Bewegung entstehen?“ ersetzt, denn es wird von vornherein klargestellt, dass niemand die zukünftigen Kursentwicklungen vorhersehen kann.
Um diese Frage wo Bewegung entsteht beantworten zu können, muss sich der markttechnische Trader mit folgenden fünf Teilaspekten beschäftigen:
1.) Kursentstehung/-veränderung: Durch einen Überhang von Angebot oder Nachfrage.
2.) Orderverhalten der Marktteilnehmer: Long, Short, Flat, Entry-Orders, Stop-Orders.
3.) Zeiteinheiten: Daily-, Hourly-, Minuten-, … Tick-Charts bauen aufeinander auf.
4.) Trend-Aufbau: Der Trend besteht immer aus Bewegung und Korrektur.
5.) Punktezählung 1-2-3: 1-2 = Bewegung / 2-3 = Korrektur / 3-2 = Bewegung …
Anhand dessen wird schnell klar, dass der markttechnische Trader ausschließlich auf den Chart schaut, keine weiteren Indikatoren verwendet und sich der Tatsache bewusst ist, dass eine äußerst aufwendige Analyse zur Bestimmung des 100%-igen Einstiegspunktes nicht zielführend ist, sondern in einer Suche nach dem heiligen Gral enden würde.
Basierend auf diesem Markt-Verständnis stellt Voigt dann verschiedene Einstiegsmöglichkeiten vor:
1.) Break der 2: Das letzte Bewegungs-Hoch/-Tief wird unterschritten.
2.) Umkehrstab: Erläuterungen folgen unten bzw. in einem folgenden Artikel.
3.) Tageslinien: Tages-High/-Low/-Open/-Close als horizontale Supports/Resists.
4.) Trendlinien
5.) Handel in die Korrektur: Erläuterungen folgen unten.
Da der eigentliche Entry jedoch eine eher untergeordnete Rolle spielt, wird mehr Wert auf das Trade Management gelegt.
In welcher Zeiteinheit (Daily, Hourly, …) getradet wird ist u. a. abhängig von der Zeit, die man gewillt ist aufzubringen.
Es muss ein Ziel aus einem vorliegendem Setup bestimmt werden, das mit diesem Trade verfolgt wird:
1.) Trend (Bewegungen und Korrekturen werden mitgenommen bis der Trend wechselt).
2.) Bewegung (es werden nur die Swings getradet bis es zu einer Korrektur kommt).
3.) Ausbruch (mit einer erhöhten Stückzahl werden nur die nächsten paar Punkte mitgenommen, wenn ein Support/Resist gebrochen wird).
Aus dem Ziel lässt sich dann der passende Stop (Initial Stop und Trailing Stop) ableiten: Beim Trend liegt der Stop immer unter der letzten 3 (Ende der Korrektur), bei der Bewegung liegt er unterhalb (Long) / oberhalb (Short) der letzten Candle, für den Ausbruch wird ein enger Initial Stop mit einem engen Profit Target verwendet.
Trading:
Die Markttechnik bietet somit einen umfassenden Satz von Markt- und Tradingüberzeugungen.
Basierend auf den vorgestellten Entries und Exits kann wiederum eine eigene, individuelle Trading-Strategie entwickelt werden, die den persönlichen Vorlieben entspricht.
Natürlich muss hier noch weiter entwickelt werden, aber eine gewisse Grundausrichtung wird einem bereits vorgegeben.
Die Themen „Handel der Bewegung“ anhand eines „Umkehrstabes“ werden zum Beispiel sehr schön im Buch „Das Trader Coaching“ von Thomas Vittner aufgegriffen, der sein Trading speziell hierauf ausgerichtet hat.
Er nimmt ebenfalls die Gedanken von Van K. Tharp bzgl. der R-Multiple auf und lässt auch die Überzeugungen von Oliver Velez und Greg Capra einfließen.
Hier sei speziell der Swing Trading Course von Pristine (Velez/Capra) genannt, die mit ihren Trading-Strategien in eben diese Richtung gehen. (Swing-Trading = Handel der Bewegung, Musterzyklen = 1-2-3’s, dazu die NRBs und COGs)
Diese ganzen Mosaiksteine fügen sich dann zu einem großen Ganzen, zu einem umfassenden Tradingansatz zusammen, der sich in den 3 Säulen Geschäfts-, Trading- und Strategie-Plan (analog der Vorgehensweise von Van K. Tharp und Birger Schäfermeier) widerspiegelt.
Mir persönlich gefällt die (ebenfalls von Thomas Vittner gewählte) Kombination „Handel der Bewegung“ + „Umkehrstab“ (präferiert in der ZE Daily) am besten, so dass diese bei mir zum Tragen kommt und mit entsprechenden Strategie-Plänen bedacht wurde. Allerdings gehe ich nicht nur nach dem reinen Umkehrstab nach Voigt, sondern schaue auch nach sogenannten NRBs (Narrowing Range Bars nach Pristine), wie es auch wiederum Thomas Vittner praktiziert.
Der Trendaufbau nach Voigt und Pristine sieht Folgendes vor: Ein Aufwärts-Trend besteht aus höheren Hochs und höheren Tiefs (Abw.-Trend vice versa). Solch ein Trend besteht in seiner Struktur aus (geradlinigen) Bewegungen und (unsauberen) Korrekturen. Diese werden zur besseren Visualisierung mit den Zahlen 1-2-3 versehen. Dies geschieht jedoch in einer eher simplen Art und Weise und hat nichts mit der Wellenzählung nach Elliott/Prechter zu tun. Im Aufw.-Trend trägt das Tief, an dem der Trend beginnt die „1“, das daraufhin folgende Bewegungshoch erhält die „2“, das Korrekturtief hiernach die „3“; sobald das letzte Hoch („2“) durchbrochen wird, gilt der Aufw.-Trend als bestätigt und das nächste Bewegungshoch erhält wiederum die „2“ usw.
Beim Handel der Bewegung / Swing Trading anhand eines Umkehrstabes / NRBs versucht man frühzeitig an der entstehenden Bewegung teilzunehmen und so mit dem Trend zu schwimmen. Die Korrekturen sollen durch das Setzen von Trailing Stops ausgespart werden.
Dieses Chartbild vor Augen (Trend = Bewegung + Korrektur) sucht man nun in einer Korrektur nach Zeichen für eine Umkehr, was also eine neue Bewegung und somit die Wiederaufnahme der Trendrichtung bedeuten würde. Anhaltspunkte (!) hierfür sind z. B. besagte Umkehrstäbe oder NRBs.
Ausschlaggebend hierbei ist weniger, dass diese speziellen Chartformationen die 100%-igen Umkehrformationen sind (das sind sie wahrlich nicht, so etwas ist nicht möglich), sondern vielmehr, dass sie aufgrund der Marktpsychologie (Candlestickanalyse nach Steve Nison) zumindest für eine kurzfristige Umkehr sprechen bzw. sie nahe legen und (was hier viel wichtiger ist!) sie die Kurslevel für Entry und Stop Loss eindeutig festlegen. D. h.: „Das SetUp an sich ist rein diskretionär, die Kurslevel für den Trade sind jedoch eindeutig!“
Diesem Hintergrund folgend kommen wir gleich zu einem weiteren, wichtigen Punkt: „Der Entry ist eher unwichtig (die Kurse können ohnehin nicht vorhergesehen werden), viel wichtiger sind Risk und Money Management (=Trade Management)!“
Dies sind die beiden Kernaussagen Vittners, dessen Trading auf dem Markttechnischen Ansatz von Voigt basiert.
Umsetzung:
Das Team Markttechnik wird also die im ersten Abschnitt genannten Handelssignale traden.
Ich werde mich hierbei speziell auf die Kombination:
Signal: Umkehrstab (US) + Narrow Range Bar (NRB)
Ziel: Handel der Bewegung
Stop: Trailing Stop (Hoch bzw. Tief der letzten Candle)
Zeiteinheit (ZE): Daily
konzentrieren.
Die genaue Beschreibung dieser beiden Trading-Strategien folgt in einem weiteren Artikel.
Bzgl. des Money Managements wird auf die %-Risk Methode (Anti-Martingale-Strategie) zurückgegriffen. Es wird ein Initial Risk von 1% der Depotgröße (Total Equity-Methode) benutzt, um in Abhängig des Stop Loss die Positionsgröße zu bestimmen.
Ein Beispiel für das Trading mit CFDs: Der aktuelle Kontostand beträgt EUR 100.000,-. Man darf also max. EUR 1.000,- (=1% Depot Risk / EPR = Einzelpositionsrisiko) für den nächsten Trade riskieren. Man will einen Long-Trade im DAX30 eingehen mit einem Entry bei 5000 und einem SL bei 4900 (100 Punkte Trade Risk). Depot Risk dividiert durch Trade Risk ergibt die CFD-Anzahl, also 10 CFDs.
Hinzu kommt eine weitere Money Mangement-Regel die besagt, dass das offene Risiko aller gehaltenen Positionen max. 6% der Depotgröße (GPR = Gesamtpositionsrisiko) betragen darf und die Differenz zwischen Long- und Short-Positionen (=Überhang) max. 3 betragen darf. Somit wird das Risiko (GPR) zum einen gedeckelt und zum anderen auch darauf geachtet, dass nicht eine Handelsrichtung zu stark übergewichtet ist.
Bsp.: Man hat bereits 4 Long-Trades und 1 Short-Trade am Laufen, die sich noch jeweils mit 1 R im Risiko befinden (SL konnte noch nicht nachgezogen werden). Nun erhält man ein SetUp für einen potentiellen Long-Trade. Das weitere Risiko von dann insg. 6% GPR wäre vertretbar, jedoch hätte man dann einen Long-Short-Überhang von 4 (=5-1!), was den Trade nicht tradebar werden lässt. (Ein weiterer Short-Trade hingegen wäre durchaus möglich: 6% GPR, Überhang 5-2=3.)
Schlussgedanken:
Bereits nach der Lektüre der beiden Bücher von Voigt und Vittner ist zu merken, dass sie weniger auf DEN Entry Wert legen.
Sie setzen eher auf:
Reproduzierbare Trades, Trade Management (MM + RM), Nachhaltigkeit, Beständigkeit, Selbstreflektion, Buchführung (Aufzeichnungen, Pläne).
Des Weiteren muss der Handelsansatz unbedingt zum Trader passen, damit er sich mit „seiner“ Strategie identifizieren und ihr auch in stürmischen Zeiten folgen kann.
Hierfür bietet der Markttechnische Ansatz eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten, aus denen jeder das für sich passende heraussuchen kann.
In diesem Sinne “good trades”,
Clint.
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14. Juli 2009 um 16:03
Hallo Clint,
sehr gute Zusammenfassung bzw.Einführung zum Thema “markttechnisches
Trading”!
Ich halte ebenfalls sehr viel von M. Voigt`s Buch und dessen marttechnischem Handelsansatz bzw. dessen mentaler Einstellung zum Trading (für mich eines der besten Bücher und absolutes Grundlagenwerk zum Thema Trading).
Das Buch von Herrn Vittner habe ich leider noch nicht gelesen; seine Artikel,die ich bisher gelesen habe, haben mich aber ebenfalls überzeugt.
Ich freue mich auf weitere Artikel von Dir und natürlich auf konkrete Trade-Vorstellungen,die sicherlich sehr lehrreich werden.
Gruß
Joe69
14. Juli 2009 um 16:10
Unbedingt nachholen! Voigt ist der Techniker, Vittner der Psychologe.
Eines der wichtigsten Bücher für Anfänger! (Allerdings nur, wenn man auch macht was Herr Vittner empfiehlt! – Hält man sich an die Vorgaben von Vittner wird man vom Aktienzocker zum Händler)
…. ich arbeite noch dran..
Gruß
JP
14. Juli 2009 um 19:26
@juliettpapa
danke für Deinen Hinweis, werde sicher mal in das Buch von Herrn Vittner
reinschauen.Ich habe zum Thema “Börsenpsychologie/Anlegerpsychologie” z.B. das Buch von Herrn Buskamp “mentale Börsenkompetenz” gelesen.Dieses
Buch hat mir sehr gut gefallen und auch weitergeholfen.
Herr Buskamp ist zwar “Value Investor”,die psychologischen Fallen und Herausforderungen sind aber für Investoren und Trader ähnlich (Trader sind ja oft auch Investoren und umgekehrt).
Für Einsteiger kann ich auch das Buch von Markus Heitkoetter von “Rockwelltrading” empfehlen (englisch).Er stellt es kostenlos
auf der Internetseite von rockwelltrading als “free-ebook” zur Verfügung.
In diesem Buch wird komplett auf die Darstellung einer konkreten Strategie verzichtet und stattdessen auf Aspekte eingegangen wie Ziele,Planung, Motivation,mentale Einstellung,Moneymanagement etc.
(auch mit “Schul-Englisch” leicht zu lesen)
Was die Kenntnisse anbelangt würde ich mich nicht mehr als Anfänger bezeichnen, was die disziplinierte Umsetzung anbelangt allerdings schon.
Gruß von einem “Leidensgenossen”
Joe69
14. Juli 2009 um 19:28
Hallo Joe,
Danke schön.
Also ich kann JP nur beipflichten:
Das Buch Buch von Vittner ist eine/die ideale Ergänzung zum Voigt-Buch.
Gerade für jemanden, der sich in der Markttechnik und ein bißchen mit Tharp (R-Multiple) auskennt, liest sich “Das Trader Coaching” sehr schnell, erscheint logisch und bietet echt viele Aha-Erlebnisse.
Ich warte dann mal auf einen Bericht/Leseeindruck von Euch beiden.
Viele Grüße,
Clint.
14. Juli 2009 um 23:27
@Clint
Toller Artikel, auf den Punkt.
Ich habe Voigts Buch auch gelesen (sogar zweimal) und habe fast zwei Jahre versucht den Ansatz erfolgreich zu handeln, aber es gelang mir nicht. Vielleicht habe ich die falschen Jahre gewählt oder den falschen Zeitrahmen (3/4h-Charts).
Unterm Strich habe ich nur verloren, zwar nicht schmerzhaft viel aber schon einiges. Ich hätte reges Interesse ein bißchen mehr zu erfahren, um vielleicht auch meine Fehler zu finden.
Wäre schon wenn Ihr mal den einen oder anderen Trade vorstellt.
Schöne Grüße und gute Trades
14. Juli 2009 um 23:54
@outsidebar
fragmasta ist ja schon dabei
Vielleicht ist es nach den Sommerferien möglich, mal die ersten Trades nach der Methode vorzustellen.
LG Aurelius
15. Juli 2009 um 07:31
Hallo outsidebar,
schön zu hören, dass es noch ein paar andere Markttechnik-Interessierte gibt.
Welche Erfahrungen hast Du denn genau gemacht mit dem “Nachtraden der Markttechnik”?
- Umkehrstab?
- Handel der Bewegung?
- Welche Märkte und welcher Broker?
Was hast Du bei der nachträglichen Analyse Deiner Charts festgestellt?
Es würde mich sehr interessieren, diesbzgl. mehr von dir zu hören!
(Wenn es Dir hier zu öffentlich ist gerne auch per e-mail.)
Viele Grüße,
Clint.
PS: Hast Du das Buch von Vittner als kleine Ergänzung zum Voigt-Buch gelesen?
20. Juli 2009 um 18:59
Ich habe gerade das Buch gelesen.
Am 6.7. bin ich beim DAX short gegangen, weil auf Tagesbasis ein 123 entstanden war und an diesem Tag wieder ein 2er Durchbruch stattfand. SL lag auf dem letzten 3.
Am 15.7. hat es mich dann aus dem Markt gespült.
Die Fehlsignale sind nicht zu unterschätzen. Aber ich sag nur “Teppichhändler”
Am Ball bleiben
vogeb
20. Juli 2009 um 20:12
[...] aber da es frei zug
20. Juli 2009 um 20:43
Hallo Vogeb,
ich habe mir Deinen DAX-Trade mal angesehen.
Also ich kann bei dem Trend-Handel anhand Break der 2 nichts Falsches erkennen.
Demnach hast Du alles richtig gemacht,
(Auch ein Handel der Bewegung hätte hier nicht zum Erfolg geführt.)
Manchmal ist es halt so, da klappt es nicht.
Aber Du hast ja gleich den Teppichhändler angeführt.
Ich würde dann auch gleich noch Casanova anführen wollen.
(Mehrere Märkte, unterschiedliche Signale, verschiedene ZEs.)
Das ist der Kern.
Viele Grüße,
Clint.
PS: Ich bin auf Deine nächsten Trades gespannt, berichte doch mal wieder von Deinen Erfahrungen.
21. Juli 2009 um 12:45
@fragmasta
Toller Artikel, den ich leider jetzt erst lesen konnte. Ich habe zwar Voigts Buch schon seit ca. 2 Jahren zuhause, aber es war bisher auf meiner Prioritätenliste noch nicht so weit nach oben gerückt, dass es schon “dran” war…
Werde es aber nachholen!
Das Buch von Th. Vittner habe ich gelesen. Kann es, wie andere Leser auch, nur empfehlen, v.a. für angehende Trader, da wichtige Punkte über Psychologie, Disziplin, Risko- und Moneymanagement, etc. drin steht und/oder dies gut zusammengefasst wird.
Noch ein paar Anm. zu Textstellen:
“Als letzter wichtiger (!) Punkt kommt die Diversifikation ins Spiel, durch die man eine Risiko-Streuung erreicht; hier wird im Buch Giacomo Casanova angeführt, der sein Liebesleben ebenfalls auf mehrere Frauen „diversifizierte“”
Sind wir heute etwas sexistisch, wie?
Wenn das mal nicht falsch verstanden wird…
Apropos Diversifikation: Wie man u.a. im letzten Jahr gesehen hat, gibts auch für diesen an sich sinnvollen Ansatz Grenzen: Es gab eine Zeit (ist noch nicht so lange her), in der eben alles gefallen ist (Aktien, Rohstoffe, div. Währungen). Da hilft es einem eben auch nichts, dass man vorher brav diversifiziert hatte, wenn dann alles den Bach runtergeht. Dann kann das kurfristige Motto nur sein: aus allem raus und ggf. bei manchen Werten auf der Short-Seite mitspielen.
“Das Team Markttechnik wird also die im ersten Abschnitt genannten Handelssignale traden.”
Bin schon gespannt darauf.
“die Differenz zwischen Long- und Short-Positionen (=Überhang) max. 3 betragen darf. Somit wird das Risiko (GPR) zum einen gedeckelt und zum anderen auch darauf geachtet, dass nicht eine Handelsrichtung zu stark übergewichtet ist.”
Ja, aber…
Wie bei anderen “Regeln” auch scheint der Markt sie ebenfalls (zeitweise) ausgehebelt zu haben. Aktuell steigen z.B. fast alle Aktien, vor ca. 2 Monaten wars genauso. Im März ist auch fast alles nach unten weggebrochen. Natürlich gibts immer (wenige) Ausnahmen, aber die muss man erstmal finden… (und Mut bzw. eine starke eigene Meinung gehört natürlich auch dazu, in einer Phase, wo 80-90% steigt, u.a. auf die 10-20% Shorts als “Gegengewicht” zu setzen)
Ich beziehe mich hier aber ausdrücklich auf die Tagescharts, in kleineren Zeitebenen ist o.g. “Regel” ggf. weiterhin voll gültig.
Ich versuche in meinem Depot und auch hier im Blog-Trading eine ausgewogene Mischung zwischen Long/Short zu erreichen, aber wie man sieht, ist dies in manchen Phasen nicht immer sinnvoll, insb. bei großen Trendwechseln des Marktes scheint dies nicht zu funktionieren.
Grüsse
Marvin
21. Juli 2009 um 16:18
Herzlichen Dank für alle drei Ausführungen bzgl der technischen Herangehensweisen.
23. Juli 2009 um 12:56
Hinweis:
In der aktuellen Traders (heute bei mir angekommen, s. http://www.traders-mag.com/) ist ein Interview mit Michael Voigt drin, in dem er u.a. über seine Technik und sein eigenes Trading schreibt.
Viele Grüsse
Marvin
23. Juli 2009 um 17:48
Hi,
betrachte gerade den Bund-Future als Short Trade (WKN AA0X1B)
Ziel Trend auf Tagesbasis.
Es hat sich ein 123 gebildet und ein Einstieg wäre bei 30,06
(Durchbruch 2) möglich.
Hat jemand eine Meinung hierzu ?
vogeb
6. September 2009 um 16:09
@Clint
Ich werde bei der nächsten Gelegenheit etwas dazu schreiben. Ich habe nur gerade eine neue Stelle angenommen und leider wenig Zeit.
@Aurelius
Danke für das schnelle fixing und die Infos – ist ja wirklich ein tick langsamer jetzt
Gute Trades und schönen Sonntag
6. September 2009 um 19:39
@outsidebar
Ich habe zu danken – ich hatte mich schon gewundert, warum der neue Entwurf nicht angezeigt wurde. Ich habe gestern zweimal patchen müssen, da der Server tatsächlich durch SQL-Injections gehackt wurde. Jetzt läuft ‘ne Menge Sicherheitskram im Hintergrund, daher die Einbuße.
LG Aurelius
P.S.: Hier die Hilfe bei dieser Attacke:
)
http://blog.4rev.net/2009-09/wordpress-hacked-eval-base64_decode-_serverhttp_referer/
Zusätzlich muss der entsprechende User noch gelöscht werden (dazu mehr per Mail
19. September 2009 um 17:25
hallo zusammen,
kurzes wort zu mir. ich habe das buch des herrn voigt auch ein paar mal gelesen, und auch versucht dies umzumünzen, leider bisher ohne erfolg! (Vittner ist bestellt)
freue mich eine seite gefunden zu haben, die das gleiche thema und ziel hat. werde bestimmt öfters hier sein!
jetzt kurz zu deinem trade, vogeb. ich hab mir den chart mal angeschaut. technisch gesehen hast du alles richtig gemacht, nur eins hast du “übersehen” (im nachhinein ja leicht zu sagen): du bist short rein in eine long-korrektur. aber ob man das damals so hätte erkennen können? schwierig zu sagen. wie gesagt, stecke selbst noch in den kinderschuhen
Gruß Adrianos