Tugenden des Traders
Wie angekündigt, möchte ich nach Fehlern und Fallen nun darauf eingehen, welche persönlichen Eigenschaften bei diesem Handelsstil vorteilhaft sein können.
Viele meinen der Grund, dass manche in kurze Timeframes wechseln sei mangelnde Geduld – oder noch besser: manche wechseln sogar ganz bewusst in diese Zeitebenen, weil sie von sich selbst behaupten, sie seien nicht geduldig genug für andere Zeiträume. Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass Geduld grundsätzlich einer der wichtigsten Faktoren des Tradings darstellt – wer nicht geduldig ist, wird wohl kaum erfolgreich sein (wie gesagt: IMHO).
Geduld ist, wie viele andere Eigenschaften, relativ zu betrachten. Jeder, der sich schon mal mit seinen eigenen Stärken und Schwächen intensiv auseinander setzen musste, wird vermutlich feststellen, dass man nie pauschal seine Eigenschaften klassifizieren und ergründen kann; so kann ich z.B. geduldig sein bei Dingen, die mich nicht sonderlich beschäftigen oder bei Vorgängen, die ich nicht beeinflussen kann – nicht geduldig bin ich aber bei Vorgängen, die ausschließlich in menschlicher Hand liegen bzw. die ich persönlich oder andere beeinflussen können (um sie z.B. zu beschleunigen).
Auf das Trading übertragen ist somit klar, dass ich hier geduldig sein muss, da ich keinen Einfluss auf die Kurse habe und das eingesetzte Kapital von mir als Risikokapital betrachtet wird – sollte ich das Geld auf dem Brokerkonto nicht entbehren können würde das garantiert meine Handeln wesentlich stärker beeinflussen und dies würde sich sicherlich auch in einer gewissen Ungeduld äußern.
Ich will damit also nicht nur darauf hinweisen, welche Vorrausetzungen ich grundsätzlich für das Handeln benötige, sondern will damit unterstreichen, dass man im Minutenchart-Trading genauso geduldig sein muss wie in jedem anderen Zeitfenster. Wenn ich also Swing-Trader bin, muss ich bis zu Tagen oder Wochen „geduldig“ warten, handle ich im Tickchart muss ich Sekunden bis Minuten „geduldig“ warten – länger geduldig zu warten macht hier schlichtweg keinen Sinn, da die Analysen in Minutencharts den größeren Timeframes nicht gerecht werden. Geduld (im Sinne von: „auf Tradegebnisse zu warten“) ist also relativ.
Geduld muss sich hier nicht nur auf den einzelnen Trade beziehen, manchmal muss man auch geduldig sein, wenn eine Serie von Verlusten auftritt. Bevor man sein eigenes System als falsch bezeichnet, muss man „geduldig“ traden – solange bis man eine signifikante Größe an Trades hat, die verhältnismäßig neutral Aufschluss gibt, ob das System profitabel ist oder nicht. … und an dieser Stelle ist dann auch klar wie wichtig MM und RM sind. Wenn ich mich nicht strikt an meine Stops halte, werde ich wohl rein vom Depotwert nie in den Genuss kommen zu wissen, ob ein System langfristig profitabel ist oder nicht; denn Verlustserien gibt es bei jedem System – … und um mich an meine Stops zu halten benötige ich natürlich viel Disziplin.
Geduld, Disziplin, MM, RM, braucht jeder Trader – warum sollte dies beim Handel im Minutenchart noch mal betont werden und für wen eignet sich der Stil nicht?
Da ich beim Traden im Minutenchart geringere Stoplevel und geringere Profit-Ziele bzgl. der Punktezahl wähle, Systeme bevorzuge, die schnell (wenn auch minimal) Gewinnzonen erreichen und selten mit mehr als zwei Positionen gleichzeitig (meistens vermutlich nur eine) im Markt bin, wähle ich die Positionsgröße unter Umständen erheblich höher und darf daher nie von einem einmal gesetzten (berechneten) Stop zurücktreten. Ich darf natürlich auch nur an den Stellen einsteigen, die für mich höchste Wahrscheinlichkeiten darstellen, dass ich dort schnell den Stop auf Break-Even nachziehen kann – ich muss also geduldig auf die jeweiligen Einstiege warten. Undiszipliniertheit beim Stop, Ungeduld beim Einstieg haben hier also wesentlich fatalere Folgen als bei kleinen Positionen. Wer also ab und zu mal seinen Stop in die „falsche Richtung“ großzügig korrigiert und dies aus tiefster Überzeugung macht, weil er meint der Kurs wird schon drehen, bringt also nicht unbedingt die besten Vorraussetzungen mit. Gleiches gilt natürlich für alle anderen oben genannten Punkte: wer unbedingt ständig „was handeln muss“ (Overtrading) oder kein MM/ RM berücksichtigt wird vom Markt schnell in die Schranken gewiesen.
Für wen könnte der Stil interessant sein?
Wer es liebt, die Kurse permanent zu verfolgen ist hier schon mal richtig! Wenn man diszipliniert ist und sich an vielen, wenn auch nur kleinen Gewinnen erfreuen kann, nicht dem gerade verpassten großen Wurf nachweint und damit leben kann, dass man auch mal in kürzester Zeit viele Trades nacheinander verliert, der wird diesen Stil zufrieden traden können.
Für mich persönlich ist und war immer wichtig, dass ich mich am Tage zwei bis drei Stunden intensiv mit den Märkten beschäftigen kann, ohne im Anschluss darüber nachdenken zu müssen wie sich die Kurse nachhaltig entwickeln. Ich muss beim Handeln nicht primär die Wirtschaftslage und die langfristigen Entwicklungen berücksichtigen – ich kann jeden Tag relativ unvoreingenommen beginnen und habe jeden Tag ein paar Einstiegsmöglichkeiten.
Auch wenn das ganze leicht klingt, ist die tägliche Zeit der Aktivität in diesen zwei Stunden am Tag über viele Jahre äußerst anstrengend – und je mehr man sich an Gewinne gewöhnt und unterbewusst mit ihnen rechnet, desto anstrengender wird es – es fordert einem mit jedem Tag mehr Durchhaltewillen und Konzentration ab – und man benötigt definitiv regelmäßig Pausen!
In Teil 3 beginne ich mit der Strategievorstellung; damit aber mal ein Eindruck davon gewonnen werden kann wie das so ein bis zwei Stunden täglich aussieht habe ich heute ca. 12 min. (die Länge wurde von der Musik bestimmt
nonstop mein Handeln im Minuten und 5-Sekunden-Chart aufgenommen (EUR/USD, GBP/USD). So gut wie diese Videosequenz am Nachmittag erscheint, so schlecht war der Vormittag, welchen ich glücklicherweise nicht gefilmt habe. Letzen Endes war ich heute leider gerade mal Break-Even.
ShortTimeTrading1 from Aurelius on Vimeo.
(todlangweiliges Video)
Dazu habe ich noch mal von meinem (vielleicht) neuen Broker die erste Statistik des Demo Accounts über 528 Trades angehängt (Dax-, EURUSD-, S&P, DOW-Future). Die Trades sind allerdings mit diversen Strategien gehandelt worden, allerdings allesamt Kurzeitstrategien in Minutencharts. Man sieht hier deutlich, wie fatal sich technische Fehler oder Konzentrationsverlust (hier Unkenntnis meinerserseits über die Software in der Anfangsphase) auf die Trades auswirken (largest losing trade = -4,55%). Nur durch langfristige hohe Trefferquoten lässt sich dies ausgleichen. Ich bin mit den Ergebnissen natürlich zufrieden, wenngleich ich ein wenig vermute, dass die Trades von der Software schlicht simuliert wurden und Orderausführungszeiten und Slippage bewusst unterdrückt wurden. Ich habe drei Trader unabhängig voneinander gefragt, ob die Real-Accounts des Brokers (Mirus Futures) gleichwertig sind, was mir diese bestätigten – ob das so ist, werde ich dann wohl demnächst berichten.
Meine Realdepot-Trefferquote ist zumindest sonst nicht so gut
!
… to be continued!
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30. Januar 2009 um 08:33
Hey Aurelius,
schöner zweiter Teil. Das Video gibt schon einen guten Einblick navh welchen Strategien du tradest. Kannst du kurz ein paar Worte verlieren warum du den Broker wechseln möchtest? Fühlst du dich nicht wohl wenn dein Geld bei der RBS ist?
Gruß
Axel
30. Januar 2009 um 09:26
Hallo Axel,
mit der RBS an sich hat das eigentlich weniger zu tun; es liegt vielmehr daran, dass mir die 5-sek-Einheit nicht so sehr gefällt. Ich bin zwar nicht einer von den Menschen, der den Brokern irgendetwas unterstellt und meiner Meinung ist der Broker auch nie schuld wenn man verliert, aber wenn ma nebenbei immer den Tickchart laufen lässt, dann erscheint einem manchmal die Kurstellung im 5-sek-Chart ein wenig seltsam. In hochvolatilen Zeiten verpasst man nicht selten ein paar Punkte beom Ausstieg.
RBS ist ansonsten absolut in Ordnung, abgesehen davon, dass einem die Plattform selten aber regelmäßig um die Ohren fliegt, hatte ich nie Probleme mit der Orderausführung oder Rücküberweisungen.
LG Aurelius
30. Januar 2009 um 11:00
Das Video sollte jetzt die vollen 11:49 min anzeigen, vimeo hatte in der ersten Version ein paar Konvertierungsfehler.
30. Januar 2009 um 11:10
das letzte lied kenne ich nicht. koenntest du mir dazu den titel ruebermorsen?
danke im vorraus
30. Januar 2009 um 11:27
@Pierre
Ein Insider unter Klavierspielern
Erik Satie, No. 5
Hab’s auch schon bei YT gefunden, wobei ich die Version in meinem Video lieber mag, die ist ein wenig mehr “Moderato”. (http://www.youtube.com/watch?v=DIBgRO3GXCo)
LG Aurelius
30. Januar 2009 um 11:30
(klicken, um Kommentar anzuzeigen)
30. Januar 2009 um 11:42
(klicken, um Kommentar anzuzeigen)
30. Januar 2009 um 11:51
No. 1 aus der Serie ist auch sehr beliebt und auch schön – und ja, er ist auch unter den Klavierspielern nicht unumstritten (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Vexations).
LG Aurelius
30. Januar 2009 um 12:19
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30. Januar 2009 um 12:44
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30. Januar 2009 um 13:30
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30. Januar 2009 um 19:28
Das ist mit Sicherheit sehr anstrengend und übertrifft bei weitem meine Vorstellungen von Intraday Trading. Dazu sind Pausen unumgänglich. Wirklich beeindruckend wie du das machst.
Was die Statistik betrifft: Wenn du das in real Live fertig bringst dann hast du IMHO den ‘Heiligen Gral’ gefunden. Denn mit über 80% Win Ratio, mit über 1.8 RRR bei über 500 durchgeführten Trades ist es nur noch eine Frage der Positionsgröße. Oder übersehe ich da etwas?
Jetzt bin ich gespannt auf Teil 3.
Was muß ich tun, damit ich in diesem Team mittraden kann?
Geduld beweise ich damit, dass ich mich über P aus Dt. nicht aufrege, hoffe er wird bald wieder vernünftig.
Interessant dass er zum Thema überhaupt nichts zu sagen hat. Ob ihm da die Worte ausgegangen sind?
30. Januar 2009 um 21:55
@Chris
Also es gibt dort mehr Probleme als man auf den ersten Blick erahnt. Ich gehöre definitiv zu den Menschen, die nicht dem Broker schuld geben, wenn Sie verlieren, aber dennoch fällt mir massiv auf, dass meine Trefferquote anscheinend mit meiner Postitionsgröße korreliert. Ich habe mehrfach versucht mit meinem System und großen Positionen dass Konto überdurchschnittlich zu pushen, aber es hat nie funktioniert – je größer die Position, desto mehr Slipage, und desto weniger Treffer – seltsam aber wahr
.
Meine Trefferquote im sonstigen Alltag auf Realkonten liegt bei ca. 70%-74%, je nach Instrument. Ausschliesslich beim EUR/USD liegt sie gelegentlich mal höher (monatlich) – abgesehen davon werte ich nicht mehr jeden Monat sofort aus, sondern meist nur halbjährlich oder am Jahresende.
Ich sehe heute den größten Nachteil darin, dass ich mich immer auf gewisse Zeiten festlegen muss und nicht flexibel traden kann; also nie wann ich möchte, sondern wann der Markt es vorgibt – das nimmt eine Menge Freiheit. Ich habe andere Zeiten getestet, aber zu bestimmten Tageszeiten geht meine Trefferquote auf 40% runter.
Und die psychologische Seite ist nicht zu unterschätzen: Vor drei Jahren hat es mich bei einem bekannten Forex-Broker nach einem Systemabsturz der Brokersoftware über das Wochenende dramatisch mit einer sehr großen Position erwischt, bevor ich den Stopp in den Markt legen konnte. Die Plattform war erst in der Nacht von Sonntag zu Montag wieder erreichbar, da waren 8K platt. Die Zeit von Freitag nachmittag bis Montag morgens ist für jemanden, der sich am Minutenchart orientiert äußerst lang
– und das hat nichts mit Geduld zu tun. Ich erinnere mich, dass ich an diesem Wochenende eine tierische Krise hatte, kaum schlief und extrem schlecht drauf war – ich glaube heute zu wissen: nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Tatsache, dass ich meine hochkonzentrierte Arbeit von einigen Wochen in kurzer Zeit und durch nur einen Trade für wertlos erklärt habe (dazu muss man wissen, dass ich ein extremer Anhänger der effektiven, zeit- und leistungsoptimierten Arbeit bin). Auch wenn sich das nie weiderholt hat, träume ich noch heute ab und an von Trades während der “nonfarm payrolls”, die mich ruinieren – so geht das bei mir ab
. Will damit sagen, es wirkt und hinterläßt Spuren – vom Gral weit entfernt:) !
LG Aurelius
P.S.: Du musst nichts besonderes machen, um im Team mitzutraden; ich ordne derzeit die Interessenten zu Gruppen und schreibe diese demnächst an. Schick mir einfach eine Mail (Aurelius@me.com) und schreib dazu welche Instrumente, Zeitfenster und Strategien Dich interessieren, dann hörst Du von mir.
30. Januar 2009 um 22:07
Nicht schlecht! Vor diesen kurzen Zeiteinheiten habe ich auch Respekt…. Wie kannst Du so schnell die Stückzahl ermitteln? Hast Du das schon im Gefühl? Und wo ist dein initialer Stop? Den sieht man beim EInstieg nicht, erst wenn Du auf Break Even nachziehst…
Und was sind die beiden gestrichelten Linien?
LG
JP
30. Januar 2009 um 23:04
@juliettpapa

Die Positionsgröße und Stops sind prozentuale Voreinstellungen (siehe Bild) in Abhängigkeit von der Depotgröße (10%-35%, je nach Einstiegsgrund und Stoplevel – näheres folgt in der der Strategie); ich muss diese Werte also nie berechnen – der initiale Stop und Profit liegt bei Ordererfüllung als Emergency Stop bei ca. 2% – 4% (evtl. in hochvolatilen Phasen oder bei höheren Spreads auch mehr) und wird dann sofort nachgezogen. Im Video sieht man den Stop tatsächlich nicht immer, weil er an diesem Tag um die 3,5% lag und ich aus Speicherplatzgründen nur einen kleines Fenster aufgenommen habe.
LG Aurelius
P.S.: Die gestrichleten Linien sind Bid und Ask
31. Januar 2009 um 13:39
@ Aurelius
“Ich habe mehrfach versucht mit meinem System und großen Positionen dass Konto überdurchschnittlich zu pushen, aber es hat nie funktioniert – je größer die Position, desto mehr Slipage, und desto weniger Treffer – seltsam aber wahr”
Willkommen in der Welt der CFD-Broker
Also da ich mittlerweile deinen Handelsstil kenne und du sicherlich auch größere Posis handeln willst, kommst du nicht drumherum einen Future-Broker zu nehmen. Futures sind halt ein fairer Markt. Alles andere ist Zeit- und Geldverschwendung (das bezieht sich mehr auf das Daytrading, Scalping). Sicherlich stellt sich dann die Frage nach den Kommissionen, aber mittlerweile gibt es halt sehr gute Broker mit ausgezeichneten Gebühren…Stichwort Mirus
du müsstest dann nur einige Modifikationen deines Handelsstils vornehmen und das wars dann…auf lange Sicht zahlt sich der Handel mit Futures aus. Aber du wolltest ja sowieso demnächst ein Futures-Konto eröffnen, falls ich mich nicht irre
Gruß Noname Trader
PS: als ich mit Ninja Trader + Zen Fire angefangen habe zu handeln, musste ich mich erstmal an die Geschwindigkeit gewöhnen
31. Januar 2009 um 14:39
@Noname Trader
Ohne Frage werde ich Mirus (und Ninja Trader + Zen Fire) intensiv testen – und hier auch neutral berichten. Ich denke, wir werden auch sicher eines der Demo-Konten darüber laufen lassen! Wenn die Ausführungsgeschwindigkeit tatsächlich wie in der Demo ist, muss ich nicht lange überlegen – Kommissionen sind dann nicht die Frage, Qualität zahlt man gerne und Kommissionen sind im Gegensatz zur fragwürdiger Slipage berechenbar und können mit in eine Kurzzeit-Strategie einfliessen.
Auch wenn ich das schon häufig gehört habe und auch selber schon ein paar mal Unstimmigkeiten festgestellt habe, so kann ich mich nicht wirklich beschweren, im Großen und Ganzen wurde ich überall recht fair behandelt – und ruiniert hat mich noch keiner.
… aber ein wenig Optimierung kann in keinem Fall schaden
LG Aurelius
31. Januar 2009 um 15:13
@ Aurelius
Das ist ein “Phänomen” welches ich auch schon beobachtet habe, ich selber trade ja auch Futures bei Mirus mit Zenfire Datenfeed.
Es ist aber so, dass der Auzug von Aurelius von NinjaTrader stammt und somit ein Future Handelsauszug ist. – Hat also nichts mit CFD Broker zu tun.
Es ist allerdings nicht ungewöhnlich das man bei Futures bei einer bestimmten Lot Zahl schlechter Ausführungen bekommt. Das ist natürlich fatal im Minuten / Sec. Chart. Ein weiterer Faktor ist die Anzahl der Lot: ungerade Lots wie 11, 13, 21 ( nur als Beispiel, haben bei mir immer schlechtere Ausführungen bekommen; gerade Lots hingegen: 2,4 dann 5 – 10- 15-20 haben immer perfekt funktioniert. Einzig eine schlechte Ausführung kann man umgehen, wenn man Buy Stop with Limit oder Sell Stop with Limit. Diese Orderausführung erlaubt allerdings nicht jeder Broker und bei denen der es erlaubt, ist dann auch die Ausführung nicht garantiert, wenn eben keine die Gegenposition einnehmen will
31. Januar 2009 um 17:03
@Carsten
Also mein Satz “je größer die Position, desto mehr Slipage” bezog sich allerdings tatsächlich auf die CFD-Broker, bei Mirus kann ich im Realkonto dazu noch keine Aussagen machen.
Natürlich könnte man größere Slipage in Abhängigkeit von der Ordergröße in einigen CFD-Märkten noch nachvollziehen – wennglich im Forex etwas schwerer
… und es gibt natürlich auch einige plausible Erklärungen, aber jedesmal wenn ich mit den Brokermitarbeitern angefangen habe darüber zu diskutieren verwies man auf den “reinen Zufall”, naja …
Aber wie gesagt, ob Abzocke oder nicht, mir wurde bisher nur selten eine Position “böswillig” zwangsliquidiert oder übersehen – und die Kurstellung mag vom Broker beinflussbar sein, aber das ist so wie überall, wo (bildlich) “Schiedsrichter” lauern und sich Spieler benachteiligt fühlen – es gehört zum Spiel den Schiedsrichter an der Niederlage zu beteiligen – aber als neutraler Beobachter weiss man, dass die Spieler nie unbeteiligt sind
.
LG Aurelius
31. Januar 2009 um 18:22
@ Aurelius
Sehr schon Dein Video. Und sehr lehrreich….
Was ev. noch helfen würde wenn man Deine Gedankengänge in Wort oder Text mitgeliefert bekäme.
Aber auch so schon ganz klasse wünsche mir mehr davon.
Schiebst Du dir wirklich die Zeitebenen immer übereinander oder war das nur für das Video so?
Freundliche Grüße
Gekko
31. Januar 2009 um 19:09
@Gekko
Ich werde das noch genauer dokumentieren und erklären.
Dieses Video sollte eigentlich mehr darstellen, wie langweilig das ganze sein kann und wie wichtig es ist, die Charts immer im Auge zu behalten – natürlich hätte ich auch gerne mal ein paar negativ ausgestoppte Trades gezeigt, aber dazu kam es in diesem Intervall nicht, wird aber mit Sicherheit noch mal folgen.
Das Übereinanderschieben resultierte daraus, dass ich noch andere Trades parallel laufen hatte (hier GBP/USD) und den Ausbruch zeigen wollte… und damit ich die Videogröße nicht sprenge, habe ich nur diesen kleinen Ausschnitt gefilmt. Ansonsten habe ich wesentlich mehr Fenster auf, da ich ja auch permanent nach guten Einstiegen suche. Ich poste in Teil 3 bei der ersten Strategie auch mal den Desktop.
LG Aurelius
3. Februar 2009 um 12:39
@Aurelius:
“Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass Geduld grundsätzlich einer der wichtigsten Faktoren des Tradings darstellt – wer nicht geduldig ist, wird wohl kaum erfolgreich sein (wie gesagt: IMHO).”
“und um mich an meine Stops zu halten benötige ich natürlich viel Disziplin.”
Alles definitiv wichtig, in so kurzen Zeitebenen wie Du handelst noch wichtiger als in höheren.
“Für wen könnte der Stil interessant sein?
Wer es liebt, die Kurse permanent zu verfolgen ist hier schon mal richtig!”
Damit für mich schonmal nicht…
Das 12 min Video (“…todlangweiliges Video…”) sehe ich mir dann einmal bei Gelegenheit an…
Tabelle/Performance-Report:
93% profitable Short-Trades sind beeindruckend, um nicht su sagen: sensationell. Glückwunsch.
Offsichtlich hast Du richtig gut auf der Shortseite verdient. Passt ja zu diesen Zeiten.
“und ja, er ist auch unter den Klavierspielern nicht unumstritten”
Off-Topic: Bist Du selbst einer oder Kenner dieser Musikrichtung?
“Ich habe mehrfach versucht mit meinem System und großen Positionen dass Konto überdurchschnittlich zu pushen, aber es hat nie funktioniert – je größer die Position, desto mehr Slipage, und desto weniger Treffer – seltsam aber wahr
.”
In der Theorie sollte das keinen Unterschied machen, aber die Praxis sieht anders aus. Wenn die Ursache nicht beim Broker selbst liegt, dann könnte es auch an Deiner eigenen Psychologie liegen, wenn man sich z.B. unwohler mit größeren Positionsgrößen fühlt und dadurch (unbewusst ?) anders tradet…
“Meine Trefferquote im sonstigen Alltag auf Realkonten liegt bei ca. 70%-74%, je nach Instrument.”
Respekt. Das ist ziemlich hoch. TQ ist natürlich nicht alles, wie wir wissen. Aber so eine hohe TQ in Verbindung mit einem vernünftigen CRV-Verhältnis der Trades ist top.
“Auch wenn sich das nie weiderholt hat, träume ich noch heute ab und an von Trades während der “nonfarm payrolls”, die mich ruinieren – so geht das bei mir ab
. Will damit sagen, es wirkt und hinterläßt Spuren – vom Gral weit entfernt:) !”
Trades, die mich ruinieren könnten, gehe ich erst gar nicht ein. Das verbietet schon das RM/MM-System. Insofern kann ich auch ruhig schlafen…
“Aber wie gesagt, ob Abzocke oder nicht, mir wurde bisher nur selten eine Position “böswillig” zwangsliquidiert oder übersehen ”
Eine kleine Anekdote dazu: Mein CFD-Konto war wegen einem Softwarefehler des Brokers einmal bei -2,2 Mio Euro, von einem auf den anderen Tag. Da hab’ ich nicht schlecht gestaunt, kann ich ich Euch sagen. Alle Positionen wurden sofort zwangsliquidiert. Habe auch gleich einen Screenshot gemacht (Screenshot müsste ich noch mal seperat posten, da gerade nicht hier). “Ruhig geblieben” bin ich dennoch…
Soviel Verlust an einem Tag konnte ich gar nicht machen.
@NoName-Trader:
Frage zu Futures: Gibts sowas wie Aktien-Futures, die man traden kann? Dann wäre das für mich auch mal interessant…
Grüsse
Marvin