Januar2009

Screener

Vielleicht interessiert sich ja der eine oder andere für Screener; hier mal eine erste Sammlung, falls Ihr weitere habt ergänzt sie einfach in den Kommentaren, ich übernehme diese dann später in die Liste. Yahoo Yahoo (erweitert) Google Morningstar MSN NASDAQ Kiplinger RCB (Europa) FinViz Stock-Charts Chart Filter Stock-Fetcher Big-Charts WSJ Money Flow Stocksabroad ETFconnect (ETF) NSX (ETF) Instantetf (ETF)

Trading in Minutencharts – Teil 2

Tugenden des Traders :) Wie angekündigt, möchte ich nach Fehlern und Fallen nun darauf eingehen, welche persönlichen Eigenschaften bei diesem Handelsstil vorteilhaft sein können. Viele meinen der Grund, dass manche in kurze Timeframes wechseln sei mangelnde Geduld – oder noch besser: manche wechseln sogar ganz bewusst in diese Zeitebenen, weil sie von sich selbst behaupten, sie seien nicht geduldig genug für andere Zeiträume. Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass Geduld grundsätzlich einer der wichtigsten Faktoren des Tradings darstellt - wer nicht geduldig ist, wird wohl kaum erfolgreich sein (wie gesagt: IMHO). Geduld ist, wie viele andere Eigenschaften, relativ zu betrachten. Jeder, der sich schon mal mit seinen eigenen Stärken und Schwächen intensiv auseinander setzen musste, wird vermutlich feststellen, dass man nie pauschal seine Eigenschaften klassifizieren und ergründen kann; so kann ich z.B. geduldig sein bei Dingen, die mich nicht sonderlich beschäftigen oder bei Vorgängen, die ich nicht beeinflussen kann – nicht geduldig bin ich aber bei Vorgängen, die ausschließlich in menschlicher Hand liegen bzw. die ich persönlich oder andere beeinflussen können (um sie z.B. zu beschleunigen). Auf das Trading übertragen ist somit klar, dass ich hier geduldig sein muss, da ich keinen Einfluss auf die Kurse habe und das eingesetzte Kapital von mir als Risikokapital betrachtet wird – sollte ich das Geld auf dem Brokerkonto nicht entbehren können würde das garantiert meine Handeln wesentlich stärker beeinflussen und dies würde sich sicherlich auch in einer gewissen Ungeduld äußern. Ich will damit also nicht nur darauf hinweisen, welche Vorrausetzungen ich grundsätzlich für das Handeln benötige, sondern will damit unterstreichen, dass man im Minutenchart-Trading genauso geduldig sein muss wie in jedem anderen Zeitfenster. Wenn ich also Swing-Trader bin, muss ich bis zu Tagen oder Wochen „geduldig“ warten, handle ich im Tickchart muss ich Sekunden bis Minuten „geduldig“ warten – länger geduldig zu warten macht hier schlichtweg keinen Sinn, da die Analysen in Minutencharts den größeren Timeframes nicht gerecht werden. Geduld (im Sinne von: „auf Tradegebnisse zu warten“) ist also relativ. Geduld muss sich hier nicht nur auf den einzelnen Trade beziehen, manchmal muss man auch geduldig sein, wenn eine Serie von Verlusten auftritt. Bevor man sein eigenes System als falsch bezeichnet, muss man „geduldig“ traden – solange bis man eine signifikante Größe an Trades hat, die verhältnismäßig neutral Aufschluss gibt, ob das System profitabel ist oder nicht. ... und an dieser Stelle ist dann auch klar wie wichtig MM und RM sind. Wenn ich mich nicht strikt an meine Stops halte, werde ich wohl rein vom Depotwert nie in den Genuss kommen zu wissen, ob ein System langfristig profitabel ist oder nicht; denn Verlustserien gibt es bei jedem System – ... und um mich an meine Stops zu halten benötige ich natürlich viel Disziplin. Geduld, Disziplin, MM, RM, braucht jeder Trader – warum sollte dies beim Handel im Minutenchart noch mal betont werden und für wen eignet sich der Stil nicht? Da ich beim Traden im Minutenchart geringere Stoplevel und geringere Profit-Ziele bzgl. der Punktezahl wähle, Systeme bevorzuge, die schnell (wenn auch minimal) Gewinnzonen erreichen und selten mit mehr als zwei Positionen gleichzeitig (meistens vermutlich nur eine) im Markt bin, wähle ich die Positionsgröße unter Umständen erheblich höher und darf daher nie von einem einmal gesetzten (berechneten) Stop zurücktreten. Ich darf natürlich auch nur an den Stellen einsteigen, die für mich höchste Wahrscheinlichkeiten darstellen, dass ich dort schnell den Stop auf Break-Even nachziehen kann – ich muss also geduldig auf die jeweiligen Einstiege warten. Undiszipliniertheit beim Stop,  Ungeduld beim Einstieg haben hier also wesentlich fatalere Folgen als bei kleinen Positionen. Wer also ab und zu mal seinen Stop in die „falsche Richtung“ großzügig korrigiert und dies aus tiefster Überzeugung macht, weil er meint der Kurs wird schon drehen, bringt also nicht unbedingt die besten Vorraussetzungen mit. Gleiches gilt natürlich für alle anderen oben genannten Punkte: wer unbedingt ständig „was handeln muss“ (Overtrading) oder kein MM/ RM berücksichtigt wird vom Markt schnell in die Schranken gewiesen. Für wen könnte der Stil interessant sein? Wer es liebt, die Kurse permanent zu verfolgen ist hier schon mal richtig! Wenn man diszipliniert ist und sich an vielen, wenn auch nur kleinen Gewinnen erfreuen kann, nicht dem gerade verpassten großen Wurf nachweint und damit leben kann, dass man auch mal in kürzester Zeit viele Trades nacheinander verliert, der wird diesen Stil zufrieden traden können. Für mich persönlich ist und war immer wichtig, dass ich mich am Tage zwei bis drei Stunden intensiv mit den Märkten beschäftigen kann, ohne im Anschluss darüber nachdenken zu müssen wie sich die Kurse nachhaltig entwickeln. Ich muss beim Handeln nicht primär die Wirtschaftslage und die langfristigen Entwicklungen berücksichtigen - ich kann jeden Tag relativ unvoreingenommen beginnen und habe jeden Tag ein paar Einstiegsmöglichkeiten. Auch wenn das ganze leicht klingt, ist die tägliche Zeit der Aktivität in diesen zwei Stunden am Tag über viele Jahre äußerst anstrengend – und je mehr man sich an Gewinne gewöhnt und unterbewusst mit ihnen rechnet, desto anstrengender wird es – es fordert einem mit jedem Tag mehr Durchhaltewillen und Konzentration ab – und man benötigt definitiv regelmäßig Pausen! In Teil 3 beginne ich mit der Strategievorstellung; damit aber mal ein Eindruck davon gewonnen werden kann wie das so ein bis zwei Stunden täglich aussieht habe ich heute ca. 12 min. (die Länge wurde von der Musik bestimmt :) nonstop mein Handeln im Minuten und 5-Sekunden-Chart aufgenommen (EUR/USD, GBP/USD). So gut wie diese Videosequenz am Nachmittag erscheint, so schlecht war der Vormittag, welchen ich glücklicherweise nicht gefilmt habe. Letzen Endes war ich heute leider gerade mal Break-Even. ShortTimeTrading1 from Aurelius on Vimeo.(todlangweiliges Video) Dazu habe ich noch mal von meinem (vielleicht) neuen Broker die erste Statistik des Demo Accounts über 528 Trades angehängt (Dax-, EURUSD-, S&P, DOW-Future). Die Trades sind allerdings mit diversen Strategien gehandelt worden, allerdings allesamt Kurzeitstrategien in Minutencharts. Man sieht hier deutlich, wie fatal sich technische Fehler oder Konzentrationsverlust (hier Unkenntnis meinerserseits über die Software in der Anfangsphase) auf die Trades auswirken (largest losing trade = -4,55%). Nur durch langfristige hohe Trefferquoten lässt sich dies ausgleichen. Ich bin mit den Ergebnissen natürlich zufrieden, wenngleich ich ein wenig vermute, dass die Trades von der Software schlicht simuliert wurden und Orderausführungszeiten und Slippage bewusst unterdrückt wurden. Ich habe drei Trader unabhängig voneinander gefragt, ob die Real-Accounts des Brokers (Mirus Futures) gleichwertig sind, was mir diese bestätigten – ob das so ist, werde ich dann wohl demnächst berichten. Meine Realdepot-Trefferquote ist zumindest sonst nicht so gut :) ! ... to be continued!

Trading in Minutencharts – Teil 1

Der Aufbau dieses Artikels mag durch das Vorziehen der Fehler und Fallen verwirren, insbesondere ist die Darstellung der Strategien unterschiedlicher Autoren des Blogs noch nicht kongruent. Im Laufe der Zeit wird sich dies sicherlich ändern, aber derzeit müssen wir die Inhalte und den Umfang noch abstimmen bis wir einen "kleinsten gemeinsamen Nenner" gefunden haben. Einleitung Bevor ich zu Setup und Strategie komme, möchte ich kurz meine Philosophie zum Trading in kleinen Zeitfenstern und die Risiken, Fallen und Fehler darlegen. Ich halte das deshalb für besonderes wichtig, weil über den Handel im Minuntenchart sehr kontroverse Meinungen existieren, die stark polarisieren und die vermutlich unter gewissen Vorraussetzungen auch ihre Berechtigung besitzen. Der Satz „Hin und  her macht Taschen leer“ spielt dabei allerdings absolut keine Rolle und ich halte ihn persönlich auch schlicht für falsch  - insbesondere wenn man Trading und die damit verbundenen Kosten genauso betrachtet wie jeden anderen vergleichbaren wirtschaftlichen  Prozess, der als prägnante Eigenschaft geringe Gewinnmargen bei hoher Handelsfrequenz beinhaltet. Ich bin absolut fest der Überzeugung, dass Anfänger in diesen Timeframes nicht oder nur äußerst schwer erfolgreich handeln können, was allerdings nicht bedeutet, dass es nicht trotzdem lehrreich sein kann – eine weitreichende Handelserfahrung von einigen Jahren und das Durchführen von etlichen hundert Trades auf diesen Zeitebenen ist genauso eine essentielle Vorraussetzung wie  die das Verinnerlichen hunderter von Charts im Laufe der Jahre. Im Folgenden werde ich zuerst die Fallen und Fehler nennen, dann definieren für wen aus meiner Sicht dieser Handelsansatz günstig ist und für wen er schwierig umzusetzen sein wird. Im Anschluss werden Kapitaleinsatz und Positionsgröße erläutert und die Vorgehensweise zur Stop- und Profitsetzungen  dargestellt. Am Ende werde ich dann einige Beispiel-Trades vorstellen, die anfangs sicherlich noch ausführlicher beschrieben werden, später allerdings durch einen einzigen Screenshot selbsterklärend sein sollten. Fallen und Fehler Im Gegensatz zum schulpädagogischen Ansatz, bei welchem man das Negativbeispiel nicht der Lehre voranstellen sollte, möchte ich im ersten Teil dennoch auf die Fallen und Fehler eingehen, da diese zu kennen aus meiner Sicht einen erheblichen Erfolgsfaktor darstellen. Viele Dinge die ich jetzt aufzähle, gelten sicherlich zum Teil grundsätzlich beim Trading und lassen sich auf andere Zeitebenen übertragen, der Unterschied liegt hier nur in der Geschwindigkeit des Wahrnehmens und der während eines Trades zur Verfügung stehenden kurzen Reaktionszeiten. Als Fehler bezeichne ich die Vorgänge, auf die der Trader aktiv Einfluß nimmt bzw. sie selbst verschuldet, als Falle diejenigen Vorgänge die unabhängig vom Traderverhalten existieren – natürlich lassen sich nicht alle Fehler und Fallen immer eindeutig voneinander abgrenzen, genauso wenig wie hier alle nur denkbaren genannte werden sollen. Fundamentale Trading- /Marktkenntnisse setze ich natürlich voraus. Ich wiederhole an dieser Stelle bewusst noch mal, dass es wichtig ist die folgenden Fallen und Fehler unter besonderen Umständen (Mini-Timeframs) zu betrachten. Es ist nur eine sehr kurze Zeitspanne vorhanden, in der es mir ermöglicht wird, diese zeitgleich zu erkennen – mangelnde Konzentration oder allgemeine Unaufmerksamkeit können fatale Folgen haben. Die Berücksichtung und das Erkennen der folgenden Punkte ist die Basis und Grundvoraussetzung der in den nachfolgenden Teilen vorgestellten Strategie. Falle 1: Der Chart als Hypnotiseur Die größte Gefahr sehe ich darin, dass es beim Verfolgen oder intensiven Beobachten von Tick- oder Sekundencharts der Kursverlauf die Kontrolle über meine Handlungsweise übernimmt. Das intensive Verfolgen der Bewegungen kann dazu führen, dass ich sukzessive anfange das „große Chartbild“ (aus den übergeordneten Zeiteinheiten) zu ignorieren und mich regelrecht  vom Verlauf fesseln lasse. Die Gefahr ist besonders groß, wenn längere Mini-Trends entstehen und diese zum Erliegen kommen; dann sollte  man nicht mit höchsten Wahrscheinlichkeiten mit der Wiederaufnahme rechen, sondern es empfiehlt sich vielmehr eine Weile zu warten, evtl. auch länger pausieren, die Chartebenen zu wechseln und neue von diesem Trend unabhängige Einstiege zu suchen. Falle 2: Ausserordentliche Kursbewegungen Neben den „normalen“ zu erwartenden Kursprüngen bei News  können in Sekundecharts absolut überraschende Spikes entstehen, die scheinbar keinerlei objektiver Begründung genügen – in der Regel erfährt man auch nie, was an dieser Stelle im Detail passiert ist (hat auch für diesen Trading-Stil keinerlei Belang). In sehr schlimmen Fällen trifft es hierbei den Emergency-Stop, im schlimmsten Fall wird dieser auch noch mit erheblicher Slippage ausgeführt. Wird man tatsächlich derart ausgestoppt ist das eine ganz bittere Erfahrung, da unter Umständen der letzten Tage Arbeit  innerhalb von Sekunden für sinnfrei erklärt wurden – sollte der Stop allerdings nicht fallen ist es besonders wichtig Objektivität zu wahren und die weiteren Handlungen nicht durch Angst oder Panik kontrollieren zu lassen. Nur wenige Spikes in diesem Zeitfenster, die völlig ohne Begründung kommen, ändern den Kursverlauf im „große Chartbild“ nachhaltig; man sollte sie dennoch nie unterschätzen und insofern angemessen reagieren, dass man pausiert oder bei den nächsten Trades noch schneller den Stop nachzieht. Falle 3: Uneingeschränktes Vertrauen in die Technik Es st nie falsch in diesem Zeitfenster mehrer Kurse eines Instrumentes parallel laufen zu lassen. Nicht selten weichen die Kurse unterschiedlicher Broker voneinander ab. Technisch fehlerhafte Charts sind beim Handeln auf Minutenebene mit großen Positionen untragbar. Tritt so ein Fehler auf, sollte man grundsätzlich immer den Broker kontaktieren (manchmal sehr ernüchternd) und für den Rest des Tages oder bis zu Klärung durch den Broker den Handel einstellen. Falle 4: Alles ein Frage der Wahrscheinlichkeit Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter auf die mathematische Betrachtungsweise eingehen, auch maße ich mir nicht  an zu wissen, welchen Regeln der Markt wirklich unterliegt (die Diskussion gehört hier auch nicht hin und soll an anderer Stelle geführt werden). Ich bezeichne aber gerne mal den einen oder anderen Trade als Glückstrade. Glückstrades sind diejenigen bei denen man am im Sekunden- oder Minutenchart zufällig am gleichzeitigen Top oder Bottom der höheren Zeitebenen einsteigt und dann noch das „Glück hat “ das die erste Bewegung so groß ist, dass man selbst nach großzügiger Gewinnsicherung nicht mehr ausgestoppt wird. Man hat also mit seiner verhältnismäßig großen Position ohne Absicht das Zeitfenster verlassen und kann den Trade in einer übergeordneten Zeitebene weiter betreuen. Diese Trades, die wirklich selten sind katapultieren das Konto unter Umständen exorbitant nach oben. Fehler 1: Kein Stop, kein Nachziehen des Stops - (Stop ist Pflicht!!!) Für viele gilt das sicherlich grundsätzlich! In Abhängigkeit von Handelsfrequenz und Positionsgröße können fehlende Stops das Konto innerhalb weniger Trades auslöschen. Wer ohne Stop handelt, darf nur sehr kleine Positionsgrößen handeln und die führen bei Kurzzeitstrategien selten zu großen Gewinnen. Wer mit sehr engem Stop handelt, kann zwar größere Mengen handeln, wird aber oft ausgestoppt, was  nicht nur die Verluste vergrößert sondern auch die Trefferquote erheblich mindert. Ein guter Mix ist die Orderstellung mit Emergency Stop und nach Orderfüllung das sofortige manuelle Nachziehen. Wieviel Prozent vom Kapital der Emergency-Stop ausmacht ist abhängig von Instrument, Volatilität und Trefferquote der Strategie. Der Emergency-Stop wird immer sofort nachgezogen und angepasst und dient in erster Linie zum Schutz vor technsichen Ausfällen, Katastrophenmeldungen etc. Beispiel: Emergency-Stop auf 5% des Kapitals, bei Eintritt in den Markt sofortiges nachziehen auf 3-1%. Ich werde im Laufe der nächsten Trades dazu auch konkrete Beispiele geben. Fehler 2: Trades nachtrauern Wenn man gerade, vielleicht sogar mehrfach hintereinander, knapp ausgestoppt wurde bevor es dann in die gewünschte Richtung ging  ist das immer hart. Die Gefahr einer spontanen Fehlreaktion im Sekundenchart ist besonders groß, weil man sich zeitlich sehr nahe am Ausbruchszeitpunkt befindet (quasi live) und man dazu verleitet werden könnte, schnell noch einzusteigen.  Insbesondere besteht die Gefahr unterbewusst die Ausbruchsbewegung von der Stärke her mit einem Ausbruch im Stundenchart  oder sonstigen größeren Zeiteinheiten zu assoziieren und man dadurch anfängt die einsetzende Bewegung zu überschätzen. Da es nicht selten zu ebenso starken Gegenbewegungen kommen kann, kann der spontane Einstieg mit entsprechender,  unangepasster Positionsgröße schnell zum Fiasko werden – unter Umständen ist man nicht mal mehr in der Lage aus der Position vor Erreichen des Emergency-Stops herauszukommen. Fehler 3: Traden bis der Notarzt kommt Traden im Sekunden oder Minutenchart 8-10 Stunden am Tag? Das ist natürlich machbar aber unverhältnismäßig anstrengend, da man auf die permanente Sichtkontrolle angewiesen ist. Einen Tag lang die Tickcharts oder Minutenchart verfolgen ist mitunter an manchen Tagen sinnvoll aber auf Dauer kein wünschenswerter Zustand. Man sollte sich ein oder zwei Zeitfenster heraussuchen, in denen man konzentriert handelt und sollte dieses Zeitfenster strategieabhängig erweitern oder verkürzen (dazu später in der Strategie). Ich möchte damit betonen, dass z.B. während eines Trades im Sekundenchart nicht mal Zeit für Essen, Trinken oder Ähnliches zur Verfügung steht. Fehler 4: Nachkaufen/ Verbilligen Nachkaufen  im Sekunden oder Minutenchart ist in der Regel nur dann sinnvoll, wenn der Broker die Möglichkeit bereitstellt die Stops bzw. den Close der Positionen schnell und komfortabel gleichzeitig zu handeln – zwei oder mehr Positionen ordentlich in kleinen Chartfenstern zu handeln ist ein erheblicher Aufwand und steht nicht immer im Verhältnis zum Ergebnis. Ausnahmen bilden Pyramiden, bei denen ich die vorhergehenden Positionen nicht mehr aktiv managen muss (wie z.B. die oben genannten „Glücksfälle“). ... to be continued

Was man bei Fremdwährungsanlagen beachten sollte

Was man bei Fremdwährungenanlagen beachten sollte Ich möchte in diesem Artikel einmal auf das Währungsrisiko bei Fremdwährungsanlagen eingehen. Neben dem eigentlichen Kursrisiko besteht dort nämlich immer auch ein Wechselkursrisko, solange es keine Fix-Preisungen gibt. Ein Beispiel wäre, wenn man z.B. mit einem Handelskonto in Euro US-Werte (z.B. Aktien-CFDs) Trades eingeht. Solange man nicht sein Konto in der Fremdwährung selbst führt (also z.B. in US Dollar) und den Umtausch dann an einem einzigen Zeitpunkt x durchgeführt hat, sollte man in etwa wissen, was eine Anlage in einen Wert in einer fremden Währung für den Trade bedeutet. Ich werde unten je ein Beispiel für einen Trade in einer US-Aktie und ein Forex-Währungspaar aufführen. Übrigens: KO-/Hebelscheine in Fremdwährungstitel sind z.B. nur dann von Währungsrisiken "unabhängig", wenn diese den Zusatz "quanto" haben. Dann bezahlt man diese Währungsabsicherung aber mit, wenn man den KO-Schein in Euro kauft. Das sollte man sich klarmachen. Es ist nur ein bequemer Weg, sich selbst gegen einen möglichen Währungsverfall abzuhedgen. Auch dies ginge natürlich. Ansonsten hat man auch bei Scheinen, die z.B. in US-Werte anlegen, ein Währungsrisiko. Nur ist dieses nicht einfach aus dem Kurs des Scheins berechenbar wie z.B. bei einem CFD, da der Schein generell keinen transparenten Preis angibt (anders wie bei Futures und CFDs). Betrachten wir einmal das Beispiel, wenn man in einen US-Wert (z.B. Caterpillar) long/short gehen will. Unabhängig von der eigentlichen Kursentwicklung (dies sehen wir nun einmal als konstant an, d.h. der Kurs selbst würde sich nicht ändern) ergibt sich dann: Gehe ich in dem US-Wert Long, dann gilt: Steigt das Währungsverhältnis EUR/USD (d.h. der Euro wertet gegenüber dem US Dollar auf, was gleichbedeutend damit ist, dass der US Dollar abwertet), erleide ich einen Währungsverlust. Fällt das Währungsverhältnis EUR/USD, mache ich einen Währungsgewinn. Das Umgekehrte gilt für das für Shorts in US-Werte: Steigt das Währungsverhältnis EUR/USD, mache ich einen Währungsgewinn. Fällt das Währungsverhältnis EUR/USD, erleide ich einen Währungsverlust. Konkretes Beispiel dazu (mit "Phantasie"-Kursen): Caterpillar (CAT) Long: Entry bei 35, Stopp bei 31,5, Kursziel 48 -> CRV 3,7, EUR/USD: 1,30; Einsatz: 200 € im Trade (Risiko), bei einem Hebel von 10 sind das 74 Stück (CFDs). Alle Berechnungen sind einfachhalber ohne Berücksichtigung der Transaktions-/Finanzierungskosten. Dann würden sich z.B. folgende Szenarien denkbar: Fall 1: CAT erreicht das Kursziel und EUR/USD bleibt unverändert: 740 € Kursgewinn +0 € Währungsgewinn = 740 € Gewinn Fall 2: CAT erreicht das Kursziel und EUR/USD steigt auf 1,35: 740 € Kursgewinn - 101 € Währungsverlust = 639 € Gewinn (Gewinn wird durch Währungsverlust reduziert) Fall 3: CAT erreicht das Kursziel und EUR/USD fällt auf 1,25: 740 € Kursgewinn + 109 € Währungsgewinn = 849 € Gewinn (Gewinn wird durch Währungsgewinn erhöht) Fall 4: CAT wird gestoppt und EUR/USD bleibt unverändert: -200 € Kursverlust + 0 € Währungsgewinn = -200 € Verlust Fall 5: CAT wird gestoppt und EUR/USD steigt auf 1,35: -200 € Kursverlust -66 € Währungsverlust = -266 € Verlust (also mehr als das geplante Gesamtrisiko für den Trade) Fall 6: CAT wird gestoppt und EUR/USD fällt auf 1,25: -200 € Kursverlust +72 € Währungsgewinn = -128 € Verlust (Währungsgewinn federt teilweise den Kursverlust ab) Shorts würden dann analog umgekehrt funktionieren. Man sollte also immer das Währungsverhältnis im Hinterkopf haben bzw. sich Gedanken darüber machen, wo dieses sich hinentwickeln wird, was natürlich nicht trivial ist und eine weitere Unbekannte im Trading ist (wenn man dies vermeiden will, kann man ein Konto in der Fremdwährung führen oder generell Werte in Fremdwährungen nicht traden). Wenn man "doppelt" gewinnen will (also durch die Kursentwicklung und die Entwicklung des Währungsverhältnisses), sollte man nur dann in US-Werten long gehen, wenn EUR/USD fallen wird, der Euro also gegenüber dem USD abwertet. Analog sollte man nur dann in US-Werte short gehen, wenn EUR/USD steigt, der Euro also gegenüber dem USD aufwertet. Sonst kann es vorkommen, dass man die möglichen Kursgewinne durch den negativ verlaufenden Wechselkurs wieder abgibt. Dies kann sogar soweit gehen, dass man den Trade im Minus abschließt, obwohl der eigentliche Kurs sich positiv entwickelt hat, das Währungsverhältnis sich aber negativer entwickelt hat. Das genau ist mir nämlich passiert, bei einer Teilgewinnsicherung in einem Trade mit eher schlechtem CRV, weil der Stopp zu weit weg lag. ;-) Salopp gesagt, kämpft sozusagen die negative Entwicklung des Währungsverhältnisses gegen den positiven Kursverlauf an. Obige Überlegungen sind im kurzfristigen Zeitfenster wohl nicht so gravierend, aber je höher die Zeitebene, desto eher wird es sich auswirken. In meinem Fall hat eine Tradedauer von nur 9 Tagen gereicht, dass der Trade ingesamt im Minus endete, obwohl der Kurs geeignet verlaufen war. Nur war der Währungsverlauf eben war negativer... ;-) Und wer sich einmal die Währungsverläufe der letzten Wochen/Monate ansieht, wird erkennen, dass es dort massive Bewegungen gegeben hat und noch gibt. Auch diese Kurse bewegen sich aktuell wesentlich schneller als zu anderen Zeiten. Im Trading-Journal (demnächst auch hier downloadbar) wird die Unterscheidung Kurs-/Währungsgewinn/-verlust bei der Registrierung der Trades klar erkennbar: Da wird zwischen Kurs- und Währungsgewinn/-verlust unterschieden, so dass man sehr genau sehen kann, wo der Gewinn abgeblieben ist... natürlich gibt es auch die "günstigen" Situationen, in denen zu dem Kursgewinn noch der Währungsgewinn hinzukommt. Wenn man sich die o.g. Überlegungen vor dem Trade klarmacht und man neben dem Kursverlauf des Wertes noch den Verlauf der Währung richtig einschätzen konnte, gewinnt man "dopppelt". Es ist auch das Szenario möglich, dass man beim Ausstoppen eines Trades dennoch wenig Verlust bis hin zu Gewinn gemacht hat, weil die Währung es dann "rausgerissen" hat. Auch das kam bei mir schon vor... Betrachten wir nun das allgemeine Beispiel mit einem Crossrate-Forexpaar. Das ist sieht erstmal kompliziert aus, ist aber genauso wie oben zu behandeln. Es ist eigentlich der Normalfall, obiges Beispiel war demnach nur ein Spezialfall davon. Beispiel: Man will in USD/CHF (US Dollar gegen Schweizer Franken) Long gehen. Da das Konto in EUR geführt wird, muss man folgendes beachten: Geht man in USD/CHF Long, dann gilt folgendes unabhängig von der eigentlichen Kursentwicklung (hier also USD/CHF): Wenn EUR/CHF steigt (d.h. der Euro wertet gegenüber dem Schweizer Franken auf, was gleichbedeutend damit ist, dass der Schweizer Franken abwertet), erleide ich einen Währungsverlust. Wenn EUR/CHF fällt, mache ich einen Währungsgewinn. Das Umgekehrt gilt für das Shorten in USD/CHF: Wenn EUR/CHF steigt, mache ich einen Währungsgewinn. Wenn EUR/CHF fällt, erleide ich einen Währungsverlust. Man muss also immer die Entwicklung des 2. Forex-Wertes (hier also: CHF in USD/CHF) gegen die Heimtwährung (hier: EUR) berücksichtigen. Auch diese Berechnungen werden übrigens im Trading-Journal korrekt ermittelt. Wie man sowas im TJ korrekt eingibt, kann ich dann einmal unter der TJ Seite erklären, bei Interesse.

Trading: Watchlist (Wochencharts)

Watchlist/Kandidaten Hier werden Kandidaten für neue Trades für die Handelsstrategie auf dem Wochenchart / Positionstrading vorgestellt. Im zukünftigen Team werden dann aussichtsreiche Kandidaten vorgestellt und getradet. Angefangen habe ich mal mit dem DAX, weitere Indizes und auch Märkte (Forex, Indizes, Rohstoffe, etc.) werden dann folgen. Alle Kandidaten sind erst einmal mit "WL" markiert, es wurde also kein Trigger ins System eingegeben. Die restlichen, nicht aufgeführten Werte eines Indizes sind für mich aktuell kein Trade. Zeitraum: kommende Woche (26.-30.1.09) Datum der Analysen: 24.01.2009 Analysen von: Marvin Strategie: s. unter Trading > Strategien ( hier ) Trades: s. unter Trading > User-Trades Legende WL: WL = Watchlist -> Kandidat T = Trigger im System (Order) Status: L = Long-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind S = Short-Kandidat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (L) = spekulativ Long (meist antizyklisch, d.h. gegen den primären Trend; erhöhtes Risiko) (S) = spekulativ Short (meist antizyklisch, d.h. gegen den primären Trend; erhöhtes Risiko) Watchlist Kommentierung Update am 25.1.09: Ich schreibe noch einige Anmerkungen zu den o.g. Kandidaten und warum manche der o.g. Kandidaten bis auf weiteres nur Kandidaten sind. Ziel der Trades und Watchlist soll es v.a. sein, dass man die Trades/Kandidaten diskutiert. Gegen den Primärtrend gehandelt wären der Dt. Telekom, Infineon, Merck, Münchner Rück und Salzgitter. Bei der Dt. Telekom muss man jederzeit mit einem Abrutschen unter das Low um 9,8 rechnen, dann hätte die Tradingrange nicht gehalten. Da es dort bereits einen False-Break (12/19.10.) gab, lädt nicht gerade zum Einstieg ein. Mir wäre das zu riskant. Dt. Telekom hat es seit ettlichen Wochen bisher nicht geschafft, den mittelfristigen 50er GD zu überwinden, also eigentlich weiterhin ein Short. Infineon ist vermutlich der schwächste Wert im DAX (als Pennystock!!) und ein klarer Short-Kandidat. Hier kann man IMO mit einem spek. Long einzig und alleine nur auf eine techn. Erholung auf den sehr starken Abverkauf setzen, was sehr riskant ist. Das dies schon einmal funktioniert hat, sieht man an den Kerzen ab dem 28.12.. Aber genauso sieht man, dass diese Gegenreaktion schnell wieder zu Ende war (sehr wahrscheinlich war dies nur das Decken der Shorts, die den Wert massiv nach unten mitgedrückt hatten). Infineon hat sich mächtig weit von seinem mittelfristigen 50er GD entfernt, so dass eine techn. Gegenreaktion durchaus drin ist, aber wie stark diese ausfällt und ob man genau das Low erwischt, ist nicht vorherzusagen. Die bereits erfolgte Short-Eindeckung könnte es schon gewesen sein. Es kann jederzeit tiefergehen. Sofern das letzte Low um 0,63 fällt, wird es schnell weiter abwärts gehen. Also in meinen Augen sehr riskant, wenn man hier Long einsteigen würde. Bei Merck gefällt mir die starke weiße Kerze letzter Woche, es könnte sich ein Doppelboden (2.11., 21.12., s. Chartgrafik) ausgebildet haben, der ggf. auch etwas länger halten könnte. Aber Merck notiert weiterhin unter seinen GDs, ist also noch short anzusehen. Relativ "sicher" würde man IMHO in Merck einsteigen können, wenn die beiden GDs um 75 gebrochen werden würden. Jetzt einzusteigen, trotz der relativ langen weißen Kerze von letzter Woche, ist für mich nicht sinnvoll, da das Potential stark beschränkt ist. Schon bei dem genannten Widerstand aus den beiden GDs wäre erstmal Schluß. Man muss also bei Setups auch darauf achten, dass noch ausreichend Potential vorhanden ist, sonst wird das CRV zu schlecht. Was für ein weiteres Hochlaufen auch spricht, ist, dass letzte Woche das mittlere Bollinger-Band von unten durchbrochen wurde. Münchner Rück sah bis vorletzte Woche eigentlich ganz gut für einen Long aus, aber der starke Rückfall unter den 50 GD negiert jetzt diese Sichtweise. Hier kann man darauf spekulieren, dass die längere innere Trendlinie hält (Abwarten, s. Chart). Sollte sie das, kann man spek. Long einsteigen. Aber dann handelt man immer noch gegen den primären Abwärtstrend, was generell riskant ist. Salzgitter hat an der langfr. Trendlinie seinen Absturz erstmal gestoppt und läuft da seit etlichen Wochen entlang. Allerdings fehlt da bisher auch noch das Aufwärtsmomentum. Bisher wurde das mittlere Bollinger-Band noch nicht überwunden. Durch einen Stopp relativ knapp unter der Trendlinie ergibt sich zwar ein gutes CRV. aber man handelt (noch) gegen den primären Abwärtstrend. Allerdings sind die 15+ Wochen, die die Trendlinie nun bereits gehalten hat, aus meiner Sicht auch ein Wort. Sollte die Trendlinie allerdings nach unten gebrochen werden, kanns auch schnell wegen dann fallender Stopp-Losses nach unten gehen. Aber hier bin ich persönlich bereit, eine Position einzugehen, wegen dem guten CRV und des noch überschaubaren Risikos. Sollte der Gesamtmarkt eine größere Erholung starten, wäre Salzgitter wohl ein Wert, der davon auch profitieren könnte (Spekulation). Bei Adidas könnte man einen weiteren Abpraller an der Pullbacklinie des Abwärtstrendkanals als Short eingehen, also erstmal abwarten. Jetzt ist Adidas schon zu weit gefallen. Bayer kommt seit 3 Wochen nicht über den 200GD hinaus und läuft sich dort scheinbar fest. Auch der Widerstand von 45,7 ist eine weitere Hürde. Allerdings könnte Bayer diesen kurzfristig überwinden und dann an der gedachten Trendlinie des gestrichelten Abwärtstrendkanals abprallen. Sogar ein Rücklauf an den verlassenen jahrelangen Aufwaärtstrendkanal als riesiger Pullback wäre denkbar. Ob es zu sowas kommen wird, muss man abwarten. Sollte Bayer die kurzfristige schwarze Trendlinie nach unten brechen, könnte man meiner Meinung Short gehen. Aber auch schon jetzt würde ich ein Short-Trade aufgrund des guten CRVs (Stopp über dem 50er GD, Kurziel mind. das Low vom 2.11.) lohnen. Was mich persönlich daran stört, ist, dass Bayer fundamental stark ist und eigentlich zu billig. Der Wert hat auch lange nicht so stark verloren wie andere (DAX) Werte, besitzt also eine relative Stärke gegenüber anderen Werten. Wenn man solche Bedenken nicht hat, wäre das für mich ein passabler Short. Fresenius läuft seit August 2006 in einer riesigen Seitwärtsrange. Da der Wert am unteren Ende gerade mal wieder ankommt, könnte man dies traden und an der oberen Range wieder glattstellen. Was aus meiner Sicht aber daegegen spricht, sind 2 Dinge: erstens gab es 2 große Abrutscher (16.3.08, 12.10.08), die zwar nach einigen Wochen wieder hochgekauft wurden, aber wie soll man da unter die untere Rangekante einen Stopp setzen? Dem droht Gefahr, dass er bei einem möglichen 3. Abrutscher kassiert wird. Zweitens pendelt Fresenius aktuell zwischen seinem mittel- und langfristigem GD (50 und 200). Hier ist quasi nichts groß herauszulesen und entschieden. Sollte der 50er GD allerdings nach oben gebrochen werden, könnte man dies Long handeln. Allerdings ist das Potential nach oben beschränkt, nämlich die obere Range-Kante um 38,6. Da käme es drauf an, wie gut man in den Trade käme. Sollte Fresenius erneut aus der Range (kurzfristig) abrutschen, könnte man spek. Long an dem 200 GD einsteigen. Riskant, aber möglich. Schlielich hat dies schon mind. 2x so funktioniert. Aber auch hier stellt sich die Frage: wo setzt man den Stopp. Da hilft es nur, den Chart eine Ebene tiefer (dann also auf Tageschart) zu betrachten und ggf. genau zum passenden Zeitpunkt einzusteigen. RWE ist für mich "eigentlich" ein Short (zum "eigentlich" gleich mehr): 2x Abprall an dem Cluster aus beiden GDs. Zudem wieder Rückfall in den bestehenden Abwärtstrendkanal und unter dem mittleren Bollinger-Band. Hier würde ich in einen Short einsteigen. Wegen engem Stopp (über dem 50er GD) und Kursziel mind. das letzte Low (50,8) auch Potential. Hier gefällt mir einzig nicht die Tatsache, dass wie bei Bayer RWE zu billig ist und der Wert sich bisher im Vgl. zu anderen Kandidaten sehr gut gehalten hat, er also eine relativ hohe Stärke aufweist. Bis auf dieses Argument wäre RWE für mich aber ein Short, rein charttechnisch betrachtet. So, bin auf Eure Sichtweise/Kommentare gespannt. ;-) Chartbilder Adidas Bayer Dt. Telekom Fresenius Medical Care Infineon Merck KGAA Münchner Rück RWE Salzgitter Gerne sind Diskussionen zu den Kandidaten willkommen! [Ende]

Futuretrading – Wieviel Geld brauche ich sinnvoll auf dem Konto ?

Da hat man nun 100.000 Euro zur freien Verfügung, im Sinne von "habe ich über". Soll ich die jetzt komplett auf das Future-Tradingkonto packen ? Lasst uns doch kurz mal durchrechnen, wieviel Margin man, für sagen wir, für 10 Kontrakte beim Bund (FBGL) braucht, wenn wir Intraday handeln. Der durchschnittliche Future Broker in Europa nimmt zwischen 2.000 und 3.000 Euro als Intradaymargin. (Es soll ja Broker in Übersee geben, die nehmen als IntradayMargin nur 500 US Dollar. Dann wird das Rechenbeispiel noch interessanter.) Die OvernightMargin hingegen ist bei allen Brokern gleich, da diese direkt von Eurex / Cbot / etc. festgelegt wird. Somit reichen also für den Bund 10 x 3.000 Euro = 30.000 Euro plus Reserve aus. Weiterhin angenommen wir handeln eine Position mit 10 Kontrakten und diese läuft gegen uns. 1 Tick = 10 Euro. Also macht die Postion mit 10 Kontrakten pro Tick 100 Euro Minus. Da wir aber nicht unvorbereitet sind, wollen wir aufgrund Risiko-und Moneymanagement max. einen Betrag von 1000,- Euro verlieren. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit das 14 Trades in Folge verlieren, nur max. 1 % beträgt. Die Statistiker unter Euch können das sicher nachrechnen.  Somit können wir unseren Stopp Loss nun 10 Ticks entfernt von unserem Einstiegspreis setzen. Das kann, je nach gehandelter Zeiteinheit, viel oder wenig sein. In einem 3 Min. Chart kann der Stopp Loss reichen, um diesen sinnvoll an einer Unterstützung oder Widerstand zu platzieren. Auf einem 60 Min oder Tageschart dagegen sind wir hoffnungslos verloren. Aber zurück zu unseren 100.000 Euro. Wir handeln also nur einen Markt den Bund (FGBL) mit 10 Kontrakten und benötigen somit 30.000 Euro, weiterhin gehen wir davon aus maximal 14 Trades in Folge zu verlieren. Dann sieht unsere Rechnung so aus: 30.000 Euro Margin 14.000 Euro Reserve (14 Verlierer a 1.000 Euro) = 44.000 Euro.   Was machen wir mit dem Rest? Die restlichen 56.000 Euro kommen aufs Tagesgeldkonto. Bei 4,5 % Zinsen bringen die uns im Monat nochmal 210,- Euro. Das reicht um die monatlichen Gebühren für die Handelsplattformen bei europäischen Brokern zu finanzieren. Fazit: 100.000 gehören nicht komplett aufs Tradingkonto, sondern sinnvoll aufgeteilt.

Flop-Chart(s)

Jeder kennt ja im täglichen Trading-Alltag das Phänomen, dass die Chart-Software nicht ganz den realen Kurs abbildet oder das ein Chart einfach mal vom Kursverlauf recht skurril aussieht. Hier mal solch ein Beispiel von zwei Providern (Freitag ca. 11.00 Uhr), was zeigt, dass es ganz gut sein kann, wenn man mehrere Datenfeeds zur Verfügung hat. ... und der Monatschart des Forex-Paares AUD/JPY ist auf jeden Fall auch sehenswert, wobei ich auf diesen nur gekommen bin, weil ich ein ähnliches Bild auf dem Piptrader-Blog gefunden habe!

Test it!

So, ich habe zwar immer noch nicht alle ans Telefon bekommen, aber wir sind soweit erst mal, gestartet. Marvin hat schon mal zwei detaillierte Artikel veröffentlicht zum Thema Trading, die Ihr unter dem entsprechenden Menüpunkt findet. Damit es nicht unübersichtlich wird, gibt es immer eine Art Inhalstverzeichnis unter dem Menüpunkt Team-Trading/Team-Strategie. Kommentiert bitte zahlreich, damit wir uns in Eure gewünschte Richtung bewegen können. Die zweite Neuerung auf die ich hinweisen möchte ist der Chat-Room unter dem Menü-Punkt Team-Trading/Team-Chat, inwiefern wir diesen nutzen werden steht jetzt mal in den Sternen, aber wir haben nun neben dem Teamspeak-Server auch schon mal sowas :) . Beachtet bitte, dass die leeren Menüs erst mal ausgeblendet wurden! Die Kategorien existieren im Hintergrund weiter und werden aktiviert, wenn wir Inhalte zum Hineterlegen anbieten können. So nun telefonier ich noch ein bißchen und dann Wochenende, ... gegen die letzte Woche ist Trading im Tickchart 'n Witz.

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